Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht
Datum: Mittwoch, 25.08.2021
9:00 - 11:00ad_DVerwDesNotf: Ad-hoc-Gruppe - Die Verwaltung des Notfalls: Wissensregime, Rationalitäten, Regulationstechniken
Ort: digital
Chair der Sitzung: Nils Ellebrecht, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Chair der Sitzung: Stefan Kaufmann, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Chair der Sitzung: Sven Opitz, Philipps-Universität Marburg
Chair der Sitzung: Frank Welz, Universität Innsbruck
9:00 - 11:00ad_DynamikUSub: Ad-hoc-Gruppe - Dynamik und subjektive Bedeutung egozentrierter Netzwerke in der Pandemie
Ort: digital
Chair der Sitzung: André Knabe, Universität Rostock
Chair der Sitzung: Andreas Klärner, Thünen-Institut für Ländliche Räume
Chair der Sitzung: Arne Koevel, Universität Bremen
9:00 - 11:00ad_EvolutiSoz: Ad-hoc-Gruppe - Evolutionäre Soziologie. Zur Interaktion biologischer, sozialer und kultureller Einflüsse auf menschliches Verhalten
Ort: digital
Chair der Sitzung: Manfred Hammerl, Universität Graz
Chair der Sitzung: Nicole Holzhauser, TU Braunschweig
Chair der Sitzung: Sebastian Schnettler, CvO Universität Oldenburg
Chair der Sitzung: Kai Pierre Willführ, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
9:00 - 11:00ad_GlobaleUngInPost: Ad-hoc-Gruppe - Globale Ungleichheiten in (post-)pandemischen Zeiten
Ort: digital
Chair der Sitzung: Karin Fischer, Institut für Soziologie, Johannes Kepler Universität Linz
Chair der Sitzung: Fabio Santos, Freie Universität Berlin / Aarhus University
9:00 - 11:00ad_KunstUKult: Ad-hoc-Gruppe - Kunst und Kultur im Griff der Pandemie. Transformationen, Herausforderungen und Folgen von Covid 19 für Kunst und Kultur
Ort: digital
Chair der Sitzung: Uta Karstein, Universität Leipzig
Chair der Sitzung: Nina Tessa Zahner, Kunstakademie Duesseldorf
Chair der Sitzung: Guy Schwegler, Universität Luzern
Chair der Sitzung: Olivier Moeschler, Universität Lausanne
9:00 - 11:00ad_LiveInBetreu: Ad-hoc-Gruppe - Live-In-Betreuung im Lockdown?
Ort: digital
Chair der Sitzung: Brigitte Aulenbacher, Johannes Kepler Universität
9:00 - 11:00ad_MitTierenDur: Ad-hoc-Gruppe - Mit Tieren durch die Pandemie. (Un-)Sichtbarkeiten von Tieren in sozialen Annäherungs- und Abgrenzungsprozessen
Ort: digital
Chair der Sitzung: Kerstin Jürgens, Universität Kassel
Chair der Sitzung: Sarah Mönkeberg, Universität Kassel
9:00 - 11:00ad_ÖsteWäCorona: Österreich während der Corona-Pandemie – Ergebnisse aus sozialwissenschaftlichen Umfragen
Chair der Sitzung: Dimitri Prandner, Johannes Kepler Universität Linz
9:00 - 11:00ad_PandemicScien: Ad-hoc-Gruppe - Pandemic Science: Forschung und Lehre in der digitalisierten Arbeitsorganisation
Ort: digital
Chair der Sitzung: Maria Keil, University of Bristol
9:00 - 11:00ad_PraxisDesPro: Ad-hoc-Gruppe - Praxis des Problems. Wie entstehen und wirken gesellschaftliche Probleme?
Ort: digital
Chair der Sitzung: Christoph Kircher, Universität Innsbruck
Chair der Sitzung: Christine Neubert, Universität Hamburg
9:00 - 11:00ad_RaumforschRau: Ad-hoc-Gruppe - Raumforschung ohne Raum. Sozialwissenschaftliche Herausforderungen und Strategien in (Post-)Corona-Zeiten
Ort: digital
Chair der Sitzung: Michael Wetzels, Technische Universität Berlin
Chair der Sitzung: Vivien Sommer, TU Berlin
9:00 - 11:00ad_Studieren: Ad-hoc-Gruppe - Studieren in Zeiten der Corona-Pandemie: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf soziale Ungleichheiten im Studienverlauf
Ort: digital
Chair der Sitzung: Lena M. Zimmer, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
Chair der Sitzung: Markus Lörz, DZHW
9:00 - 11:00AmC_1: Author meets Critics: Annemarie Mol - Eating in Theory
Ort: digital
Chair der Sitzung: Jan-Hendrik Passoth, Europa-Universität Viadrina
Chair der Sitzung: Paula-Irene Villa Braslavsky, LMU München
Chair der Sitzung: Tobias Boll, Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz
9:00 - 11:00Sek_Europa: Sektionsveranstaltung - Green Deal 2050 vs. Covid-19
Ort: digital
Chair der Sitzung: Vincent Gengnagel, Europa-Universität Flensburg
Chair der Sitzung: Sebastian Büttner, Freie Universität Berlin
Chair der Sitzung: Katharina Zimmermann, Universität Hamburg

Sektion Europasoziologie (DGS)

9:00 - 11:00Sek_FrauenG: Sektionsveranstaltung - Solidarität(en) im Kontext multipler Ungleichheitsverhältnisse
Ort: digital
Chair der Sitzung: Helen Schwenken, Universität Osnabrück
Chair der Sitzung: Katharina Kreissl, Universität Salzburg

Sektion Feministische Theorie und Geschlechterforschung (ÖGS), Sektion Frauen- und Geschlechterforschung (DGS), Forschungskomitee Geschlechterforschung (SGS)

9:00 - 11:00Sek_Kindheit: Sektionsveranstaltung - Kindheit und Pandemie - Diskurse, Räume, Institutionen
Ort: digital
Chair der Sitzung: Raphaela Kogler, Universität Wien
Chair der Sitzung: Lars Alberth, Leuphana Universität Lüneburg

Sektion Soziologie der Kindheit (DGS)

9:00 - 11:00Sek_SozPol: Sektionsveranstaltung - Pandemie, Krisen und soziale Sicherheit. Vertrauen durch, Vertrauen in Sozialpolitik
Ort: digital
Chair der Sitzung: Thilo Fehmel, HTWK Leipzig
Chair der Sitzung: Stefanie Börner, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Sektion Sozialpolitik (DGS)

9:00 - 11:00Sek_Wirtsch: Sektionsveranstaltung - Wirtschaften vor, in und nach der Pandemie: Kontinuitäten und Brüche
Ort: digital
Chair der Sitzung: Lisa Knoll, Universität Paderborn
Chair der Sitzung: Sebastian Nessel, University of Graz

Sektion Wirtschaftssoziologie (ÖGS), Sektion Wirtschaftssoziologie (DGS), Forschungskomitee Wirtschaftssoziologie (SGS)

9:00 - 11:00Sek_WissTechnik: Sektionsveranstaltung - Kommunikation in der Krise. Wissenschaft und ihre Öffentlichkeiten
Ort: digital
Chair der Sitzung: Martina Franzen, Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Chair der Sitzung: Alexander Bogner, Österreichische Gesellschaft für Soziologie

Sektion Wissenschafts- und Technikforschung (DGS), Sektion Technik- und Wissenschaftssoziologie (ÖGS)

11:30 - 13:30ad_BschleuWandel: Ad-hoc-Gruppe - Beschleunigter Wandel oder „nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit“? Sozio-technische Transformationen der Mobilität im Zeichen von ökologischer Krise und Corona
Ort: digital
Chair der Sitzung: Lisa Ruhrort, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Chair der Sitzung: Mirijam Mock, Wirtschaftsuniversität Wien
11:30 - 13:30ad_CareUMänn: Ad-hoc-Gruppe - Care und Männlichkeiten intersektional gedacht
Ort: digital
Chair der Sitzung: Miranda Leontowitsch, Goethe-University Frankfurt
Chair der Sitzung: Anna Wanka, Goethe Universität Frankfurt am Main
11:30 - 13:30ad_DeutDerDeut: Ad-hoc-Gruppe - Deutung der Deutungen: Analysen zur medialen und politischen Integration von Professionen in die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise
Ort: digital
Chair der Sitzung: Olaf Behrend, Universität Siegen
Chair der Sitzung: Claudia Scheid, Uni Innsbruck
11:30 - 13:30ad_HäusGewa: Ad-hoc-Gruppe - Häusliche Gewalt in der Pandemie: (K)ein Problem soziologischer Theoriebildung?
Ort: digital
Chair der Sitzung: Anja Pannewitz, HTWK Leipzig
Chair der Sitzung: Lena Verneuer, RWTH Aachen
Chair der Sitzung: Andreas Braun, Universität Bielefeld

Die Zunahme häuslicher Gewalt durch die Lockdowns während der Corona-Pandemie steht seit deren Beginn im Februar/März 2020 besonders im Fokus von UN, Menschenrechtsorganisationen, Sozialer Arbeit und Medien vieler Länder. Amnesty International spricht in dem Zusammenhang sogar von einer Schattenpandemie.

Der öffentliche Diskurs dazu – wie zu häuslicher Gewalt allgemein – wird ausschließlich normativ, kaum aber analytisch geführt. Gesellschaftspolitisch wird stattdessen schnell nach statistischen Zahlen und konkreten Maßnahmen wie Hilfetelefonen und -Apps verlangt, die v.a. bei häuslicher Gewalt gegen Frauen* und gegen Kinder Hilfe anbieten sollen. Gesellschaftstheoretisch jedoch scheint der Diskurs über Gewalt mit den Ausläufern der zweiten feministischen Welle marginal geworden zu sein, obwohl die Fallzahlen in Deutschland jährlich nach wie vor ansteigen. Soziologische Theorien scheinen sich vielmehr spätestens seit den 1990er Jahren in der Erklärung des Phänomens durch Geschlecht, Biografie und situativen Stress zu erschöpfen und auf Spezielle Soziologien (Frauen-, Geschlechter-, Familiensoziologie etc.) zurück gezogen zu haben. Handelt es sich hierbei, wie bei Gewalt im Allgemeinen, um ein Problem soziologischer Theorie, zu dem sie sich in Breite nicht mehr (neu) zu äußern vermag?

Die Lockdown-Pandemiesituation stellt einen ganz offensichtlichen empirischen Anlass dar, dieses Gewaltphänomen und dessen (hypothetische) Verschärfung durch die Corona-Pandemie mit einem allgemeinen statt einem spezifischen und vor allem mit einem nicht-normativen soziologischen Duktus theoretisch weiter zu untersuchen. Denn unter den krisenhaften Bedingungen einer Pandemie könnten Mechanismen häuslicher Gewalt besonders deutlich hervortreten, die bislang eher unbeachtet blieben oder lange marginalisiert wurden und unser Verständnis erweitern oder auch infrage stellen. Aus diesen beiden Gründen darf bei einem soziologischen Kongress zur Corona-Pandemie das soziale Problem der sich vermeintlich verstärkenden Gewalt im häuslichen Kontext während der Pandemie nicht fehlen. Denn hiermit verbunden ist zugleich das Potenzial neue Impulse für die Soziologische Theorie aufzuspüren und zu generieren.

Mit der von uns vorgeschlagenen Ad-hoc-Gruppe stellen wir in diesem Zusammenhang die Frage auf, mit welchen theoretischen Ansätzen ein Beitrag zum Verstehen des beschriebenen sozialen Problems unter Pandemiebedingungen geleistet werden kann. Zentrale/klassische soziologische Theorieansätze sollen dabei ebenso wie etwa medizin-, kriminal-, raum-, geschlechter- u.a. spezielle soziologische Theoriebezüge miteinander in einen gewinnbringenden Dialog kommen. Zum zweiten soll die Frage der bisherigen Institutionalisierung soziologischer Grundlagenforschung zu häuslicher Gewalt aufgeworfen und damit ein Versuch unternommen werden, Fehlstellen, politisch verursachte Heteronomien von Forschung oder aber soziologische Forschung "unter dem Radar" auszumachen und zu systematisieren.

11:30 - 13:30ad_HybridMapp: Ad-hoc-Gruppe - Hybrid Mapping. Nutzen und Grenzen von Mapping-Verfahren als Methoden soziologischer Raumforschung
Ort: digital
Chair der Sitzung: Ajit Singh, TU Berlin
Chair der Sitzung: Séverine Marguin, Technische Universität Berlin
Chair der Sitzung: Vivien Sommer, TU Berlin
11:30 - 13:30ad_KindHeitUndJu: Ad-hoc-Gruppe - Kindheits- und Jugendforschung in Zeiten einer Pandemie und Krise
Ort: digital
Chair der Sitzung: Ralph Chan, Universität Wien
11:30 - 13:30ad_NewApproach: Ad-hoc-Gruppe - New Approaches to the Asset Economy
Ort: digital
Chair der Sitzung: Barbara Brandl, Goethe-Ubiversität Frankfurt/Main
Chair der Sitzung: Veit Braun, Universität Frankfurt am Main
11:30 - 13:30ad_Saisoniers: Ad-hoc-Gruppe - Saisoniers und Erntehelfer*innen in der Landwirtschaft während der Covid-19 Pandemie
Ort: digital
Chair der Sitzung: Georg Wiesinger, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen
11:30 - 13:30ad_SocialScieGenetic: Ad-hoc-Gruppe - Social Science Genetics and Beyond
Ort: digital
Chair der Sitzung: Manfred Hammerl, Universität Graz
Chair der Sitzung: Nicole Holzhauser, TU Braunschweig
Chair der Sitzung: Sebastian Schnettler, CvO Universität Oldenburg
Chair der Sitzung: Kai Pierre Willführ, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
11:30 - 13:30ad_videovermitt: Ad-hoc-Gruppe - Videovermittelte Sozialität in der COVID-19-Krise
Ort: digital
Chair der Sitzung: Katharina Miko-Schefzig, Wirtschaftsuniversität Wien
Chair der Sitzung: Cornelia Reiter, Wirtschaftsuniversität Wien
11:30 - 13:30ad_VisuelleKultur: Ad-hoc-Gruppe - Visuelle Kultur der Pandemie
Ort: digital
Chair der Sitzung: Sebastian W. Hoggenmüller, Universität Luzern
Chair der Sitzung: Andrea Glauser, mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
11:30 - 13:30ad_vonAltenUndNeuenRisiko: Ad-hoc-Gruppe - Von alten und neuen „Risikogruppen“: (Globale) Personenkategorien und die Corona-Pandemie
Ort: digital
Chair der Sitzung: Hannah Bennani, Universität Tübingen
Chair der Sitzung: Marion Müller, Universität Tübingen
11:30 - 13:30ad_wirdDiePeripherie: Ad-hoc-Gruppe - Wird die Peripherie das neue Zentrum in der Post-Corona-Gesellschaft? Zur Resilienz ländlicher, peripherer Räume
Ort: digital
Chair der Sitzung: Theresia Oedl-Wieser, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen
Chair der Sitzung: Petra Hagen Hodgson, ZHAW Wädenswil
11:30 - 13:30Sek_BildungErz: Sektionsveranstaltung - Schüler*innen ohne Schule - (Bildungs-)Strategien Heranwachsender unter Pandemiebedingungen
Ort: digital
Chair der Sitzung: Alexandra König, Universität Duisburg Essen
Chair der Sitzung: Philipp Schnell, AK Wien
Chair der Sitzung: Mario Steinberg, Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz

Sektion Bildung und Erziehung (DGS), Sektion Bildungssoziologie (ÖGS), Forschungskomitee Bildungssoziologie (SGS)

11:30 - 13:30Sek_KulturSoz: Sektionsveranstaltung - Pandemie(n) im Fokus der Kulturtheorien. Kultursoziologische und kulturgeschichtliche Perspektiven auf Seuchen und Epidemien
Ort: digital
Chair der Sitzung: Lars Gertenbach, Universität Kassel
Chair der Sitzung: Uta Karstein, Universität Leipzig

Sektion Kultursoziologie (DGS), Sektion Kulturtheorie und Kulturforschung (ÖGS)

11:30 - 13:30Sek_Recht: Sektionsveranstaltung - Gesellschaftliche Bedrohungslagen als Herausforderungen für das Recht und die Rechtssoziologie?
Ort: digital
Chair der Sitzung: Andrea Fritsche, Universität Innsbruck
Chair der Sitzung: Doris Schweitzer, JLU Gießen

Sektion Recht und Gesellschaft (ÖGS), Sektion Rechtssoziologie (DGS)

11:30 - 13:30Sek_SozUngleich: Sektionsveranstaltung - Soziale Ungleichheiten in Zeiten der Covid19 Pandemie. Perspektiven und Befunde
Ort: digital
Chair der Sitzung: Cornelia Dlabaja, ÖGS Sektion Soziale Ungleichheit
Chair der Sitzung: Julia Hofmann, Arbeiterkammer Wien

Sektion Soziale Ungleichheit (ÖGS), Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse (DGS)

11:30 - 13:30Sek_Umwelt: Sektionsveranstaltung - Krise erkannt – Krise gebannt? Sozial-ökologische Brüche, Risiken und Kontinuitäten und was wir aus ihnen lernen können
Ort: digital
Chair der Sitzung: Jens Jetzkowitz, Museum für Naturkunde Berlin - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung
Chair der Sitzung: Stephan Lorenz, Friedrich Schiller Universität

Sektion Umweltsoziologie (DGS)

11:30 - 13:30Sonder_SozKontro: Sonderveranstaltung - Soziologie kontrovers
Ort: digital
Chair der Sitzung: Paula-Irene Villa Braslavsky, LMU München
Chair der Sitzung: André Armbruster, Universität Duisburg-Essen
Chair der Sitzung: Robert Seyfert, CAU Kiel

Soziologie kontrovers – Der Streit Eine Kooperation zwischen DGS Vorstand und dem Podcast ‚Der Streit‘
Prof. Dr. Robert Seyfert, Andre Armbruster, M.A. & Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky (für den DGS Vorstand)
Die postkoloniale Kritik trifft insbesondere die ‚europäisch-westliche‘ Soziologie ins Mark: Diese Soziologie habe ihre Wurzeln im Imperialismus und daher auch im Kolonialismus, insofern sei die Soziologie Bestandteil und Kind imperialer bzw. kolonialer Herrschaft. Mehr noch: Indem Soziologie und Kolonialismus mit den gleichen Kategorien und Unterscheidungen operier(t)en, man denke nur an „primitive Gesellschaften“, mache sich die Soziologie zur Komplizin von kolonialer Ausbeutung und Unterwerfung. So wie naturwissenschaftliches kann auch soziologisches Wissen niemals neutral sein, da Wissen immer mit Macht – hier imperialer Macht – verbunden sei, daher leiste die Soziologie einen Beitrag zur Aufrechterhaltung (nach-)kolonialer Abhängigkeit und Dominanz. Insofern diagnostiziert die postkoloniale Kritik, dass die Soziologie als Ganze vom Kolonialismus imprägniert sei. Dies betreffe nicht nur Grundkategorien wie ‚Moderne‘, ‚Rationalisierung‘ oder ‚Arbeit‘, sondern auch empirische Begriffe und Methoden – ganz im Sinne eines „methodologischen Nationalismus“ (Beck). Moniert wird zudem, dass das (vermeintlich) Allgemeine der Soziologie – Gesellschaft, Handlung, Struktur, Geschlecht oder Diagnosen wie Prekarisierung – faktisch eine herrschaftsförmige ideologische Universa-lisierung tatsächlich partikularer sozialer Positionen darstelle. Gefordert wird demgegenüber eine „Provinzialisierung der (deutschsprachigen) Soziologie“ (Reuter & Villa 2010), die ihre Partikularität und Standortgebundenheit reflexiv als Relationalität (Go 2012) einholt.
Gegen diese harsche Kritik des Postkolonialismus‘ wird die Soziologie als Teil des (unvollendeten) „Projekts der Moderne“ (Habermas) verstanden, womit postuliert wird, eine universale Wissenschaft vom Sozialen zu sein: Sie sei zwar Teil der modernen Gesellschaft, zugleich aber auch ihr kritisches Gegenüber. Zugestanden wird zwar, dass die Moderne eng mit kolonialer Herrschaft verbunden sei, die Kritik am soziologischen Denken jedoch einen Kategorienfehler begehe, wenn sie von der Sozialdimension umstandslos in die Sachebene springe. Insofern habe die postkoloniale Kritik eine gewisse Berechtigung, die Soziologie sei aber gleichwohl bereits jetzt in der Lage, koloniale Herrschaft und imperiale Verhältnisse angemessen zu analysieren (verwiesen wird z. B. auf von Trotha (1994), Steinmetz (2007, 2014) oder Mann (2013)). Befürchtet wird zudem, dass die Soziologie in einem problematischen Polit- oder Regionen-Relativismus ende, der wiederum die Reichweite soziologischer Gesellschafts- und die empirische Analysen unzulässig beschränke.
Beim gemeinsamen Kongress der DGS und der ÖGS in Wien steht in der Veranstaltung „Soziologie kontrovers – Der Streit“ zur Debatte, ob und inwiefern es zu einer „symbolischen Revolution“ (Bour-dieu) der Soziologie durch die postkoloniale Kritik kommen muss. Bedarf es einer „Provinzialisierung“ und „Dekolonisierung“ der Soziologie? Oder ist die Soziologie eine universale Wissenschaft, die die partikulare Sichtweise des Postkolonialismus inkorporieren kann? Gibt es schwache und starke und insofern: vermittelnde Formen von ‚Universalismus‘ und ‚Partikularismus‘; gibt es dialektische oder auf Ambivalenz zielende Perspektiven, die sich dem Entweder-oder dieser Fragen produktiv entziehen?
Im Podcast „Der Streit“ diskutieren Robert Seyfert und Andre Armbruster regelmässig neueste soziologogische Literatur. Antagonistische Rollen – der eine hasst, der eine liebt – sorgen für Kontroverse, Spannung und frischen Wind in der soziologischen Literaturbesprechung. Alle Folgen und Kontakt: http://linktr.ee/der_streit

14:00 - 15:00Keynote 2: Keynote - Jessé Souza / Abschlussveranstaltung
Ort: digital
Chair der Sitzung: Paula-Irene Villa Braslavsky, LMU München
Chair der Sitzung: Hans-Peter Müller, Humboldt-Universität Berlin
Chair der Sitzung: Alexander Bogner, Österreichische Gesellschaft für Soziologie

Abschlussworte der Vorsitzenden der Fachgesellschaften, Paula-Irene Villa und Alxander Bogner

und Keynote Jesse Souza. Titel: Der multidimensionale Rassismus. Eine 500-jährige Erfahrung

Titel: Der multidimensionale Rassismus. Eine 500-jährige Erfahrung

Ziel dieser Präsentation ist es, das Phänomen der Multidimensionalität des Rassismus aus der historischen Rekonstruktion der Grammatik westlicher Moral zu diskutieren, die das Verhalten und die präreflexiven Bewertungen gesellschaftlicher Akteure dominiert, welche zunächst religiös konstruiert wurde und dann säkular neu definiert wurde. Diese Grammatik stellt als abstrakteste binäre Begriffe den "Geist", der zuerst als "Weg zur Göttlichkeit" wahrgenommen wird, und dann als Ort der Fähigkeiten des Wissens, der Moral und der ästhetischen Fähigkeit, dem "Körper" entgegen, der als das Reich der Animalität, unkontrollierbarer Triebe, Korruption und Hässlichkeit bedeutet.

 

Meine These ist, dass alle Einschätzungen der sozialen Welt, nicht nur diejenigen, die sich auf die "Rasse" oder "Ethnizität" beziehen, sondern auch alle Gegensätze zwischen Geschlechtern, sozialen Schichten und "Kulturen" auf diese Grammatik beziehen. Die Frage der „Kulturen“, zum Beispiel, konstruiert eine Opposition zwischen den globalen Norden, wahrgenommen als das Reich des Wissens und der Technik, der Moral und Unpersönlichkeit, neben dem ästhetischen Anspruch, im Gegensatz zur dominierten Kulturen des globalen Südens, verdammt zum Export billiger Rohstoffe, als korrupt und unzuverlässig empfunden, und die das Hässliche und Primitive verkörpern. Die Wirksamkeit dieser vorreflexive institutionalisierten Evaluative Schemata sind nicht mehr als solche reflektiert.

 

Ausgehend vom Jahr 1500 bis heute soll die Arbeit zeigen, dass vom religiös legitimierten Rassismus über den wissenschaftlichen Rassismus des 19, bis hin zur Modernisierungstheorie des XX Jahrhunderts, die von sich selber sagt nicht mehr rassistisch zu sein, eine Kontinuität bilden. Die historischen Beispiele werden aus der amerikanischen und brasilianischen Erfahrung gezogen und sollen die Mechanismen erklären, die durch die globale Vorherrschaft unsichtbar gemacht werden.

15:00 - 18:00NVivo Einsteiger Workshop
Ort: digital
Chair der Sitzung: Marret Bischewski, Alfasoft GmbH

Anmeldung: Bitte registrieren Sie sich vorab. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen individuellen Zugangslink: https://attendee.gotowebinar.com/register/9175472228758771725

Sie arbeiten in Ihrem Projekt mit qualitativen Daten (z.B. Interviews, Literatur, Umfragen mit offenen Antworten) und möchten die Auswertung effizient und übersichtlich gestalten? Dann ist dieser Kurs das Richtige für Sie.

In diesem Workshop werden die Grundlagen in NVivo für Windows vermittelt. Sie lernen, wie Sie ein NVivo-Projekt erstellen und Text- und PDF-Dateien importieren. Anschließend wird gezeigt, wie Sie Ihre Daten kodieren, Memos schreiben und Anmerkungen hinzufügen.

Sie lernen, wie Sie in der NVivo-Benutzeroberfläche manövrieren, ein Projekt aufbauen und Codes organisieren. Es werden verschiedene Kodierungstechniken vorgestellt, erklärt wie Sie Ihre Kodierungsstruktur verfeinern, die kodierten Referenzen überprüfen und ein Kodierungsbuch exportieren. Es werden lexikalische Abfragen vorgestellt, mit denen Sie Ihre Textdaten erkunden und visualisieren können (z.B. Textsuche, Wortwolken). Darüber hinaus werden Fälle und Klassifizierungen als wichtiger Bestandteil Ihres Projektaufbaus besprochen. Schließlich erfahren Sie auch, wie Sie Ihre Projektdatei sichern und Back-up Kopien erstellen.

Dieser Kurs wird mit der aktuellsten Version von NVivo für Windows (Release 1.5) durchgeführt.

Während des Kurses können Sie per Chat oder Mikro Fragen stellen.

Inhalt:

• NVivo-Benutzeroberfläche

• Grundeinstellungen

• ein neues Projekt anlegen

• Ordner erstellen und Dateien importieren

• mit Memos und Anmerkungen arbeiten

• Kodierungstechniken und Kodierungsstruktur

• ein Codebuch exportieren

• Speichern und Sichern von Back-up Kopien

• Textsuchen und Worthäufigkeitsabfragen

• Einführung in Fälle und Klassifizierungen

• Fragen und Antworten

Vorbereitung: Installieren Sie NVivo bitte vorab auf Ihrem PC. Zugang zur kostenlosen 14-Tage NVivo Testversion: https://www.qsrinternational.com/nvivo-qualitative-data-analysis-software/try-nvivo

Um direkt mitarbeiten zur können, laden Sie sich bitte vor Beginn des Kurses die Übungsdateien herunter, den Link zum Download erhalten Sie in der Registrierungsemail.

15:00 - 18:00Workshop 1: ›Fragen Sie den Verlag‹
Ort: digital
Chair der Sitzung: Barbara Budrich, Verlag Barbara Budrich GmbH

15:00-16:15 Uhr

Wie finden Sie den geeigneten Publikationspartner? Was gehört in ein Exposé? Gerade am Anfang einer wissenschaftlichen Laufbahn wirft der Publikationsprozess viele Fragen auf, oft fehlt noch das Know-how, um eigene Strategien zur Veröffentlichung zu entwickeln. In diesem Workshop haben die Teilnehmenden nach einem kompakten Impulsvortrag zu den Grundlagen des wissenschaftlichen Publizierens die Gelegenheit, alle Themen anzusprechen, die ihnen zu ihrer eigenen Publikation oder dem Publizieren im Allgemeinen unter den Nägeln brennen.
Auf Grundlage jahrzehntelanger Verlagserfahrung beantwortet Barbara Budrich Fragen, gibt Tipps sowie Hilfestellungen und zeigt Lösungswege auf.

15:00 - 18:00Workshop 2: Meet the Editor mit Herausgeber*innen der ZRex – Zeitschrift für Rechtextremismusforschung
Ort: digital
Chair der Sitzung: Barbara Budrich, Verlag Barbara Budrich GmbH

16:30-18:00 Uhr

Ziel der neuen ZRex – Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung ist es, der wissenschaftlichen Forschung zur illiberalen, populistischen bzw. extremen Rechten ein Forum zu geben und damit das strukturelle Defizit einer fehlenden wissenschaftlichen Plattform für kritische Rechtsextremismusforschung zu beheben. Die Zeitschrift steht interdisziplinären Zugängen sowie dem Austausch mit überschneidenden Forschungsfeldern offen – wie der Antisemitismus- und Rassismusforschung. Außerdem soll sie den Anschluss an internationale Forschungsdebatten und gesellschaftliche Diskurse ermöglichen.
Einleitend werden die Herausgeber*innen Juliane Lang, Universität Gießen und Prof. Dr. Christoph Kopke, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin die ZRex vorstellen und etwas zur Zielsetzung und Ausrichtung der Zeitschrift sagen. Im Anschluss ist Zeit für einen inhaltlichen Austausch mit einem virtuellen Glas Sekt oder Selters. Die Herausgeber*innen freuen sich auf die Diskussion mit Ihnen!

15:00 - 18:00Workshop: Grundlagen der qualitativen Datenanalyse mit MAXQDA
Ort: digital
Chair der Sitzung: Andre Morgenstern-Einenkel, Methoden Coaching Morgenstern

MAXQDA ist eine Software für die qualitative und Mixed-Methods-Datenanalyse und gehört damit zu den führenden QDA-Programmen weltweit. Von der Datenstrukturierung bis zur Ergebnispräsentation unterstützt MAXQDA Sie in Ihrer Analyse von unterschiedlichsten Datenarten wie beispielsweise Interviews, Fachartikeln, Fokusgruppen, Audios, Videos, Bildern, Twitter-Nachrichten, Umfragen und vielem mehr.

Sie wollen einen ersten Eindruck von MAXQDA bekommen, schrittweise die grundlegen Funktionen lernen oder mögliche erste Grundkenntnisse absichern und um ein paar Tipps erweitern? In allen Fällen ist dieser Workshop für Sie Interessant.

Durch praktische und methodische Hinweise werden Sie auch abgeholt, wenn Sie noch neu im Feld der qualitativen Sozialforschung sind. 

In der Einführung erfahren Sie, wie der Einsatz der computergestützte Datenanalyse zu mehr Struktur, Genauigkeit und Transparenz führt und wie sich QDA-Software im methodologischen Diskurs verorten lässt. 

Im Hauptteil lernen Sie zunächst die 4-Fenster-Oberfläche und die intuitive, an Windows und MacOS angelehnte Bedienung kennen. Danach gehen werden Ihnen schrittweise die grundlegenden und für nahezu alle Projekte relevanten Phasen und Funktionen demonstriert und erläutert. 

Sie lernen unter anderem, wie Sie Projekte aufsetzen, Daten explorieren und codieren, Codesysteme entwickeln und codierte Segmente für die Analyse zusammenstellen. Die Lektionen im Einzelnen:

  • Projekterstellung
  • Datenimport und -management
  • Codes erzeugen und Daten codieren
  • Codesysteme und Codier-Entscheidungen überarbeiten
  • Codierte Segmente suchen
  • Memos für Dokumente, Codes, Datensegmente etc. schreiben
  • Lexikalische Suche und Autocodierung
  • Wichtige Exporte wie codierte Dokumente und Codebuch

Fragen zu den gezeigten Funktionen können direkt gestellt werden. Für weiterführende Fragen ist zudem etwas Zeit am Ende des Workshops eingeplant.

Vorbereitung:

  1. Schreiben Sie bitte eine Mail mit dem Betreff „Soziologiekongress – MAXQDA“ an info@methoden-coaching.de. Teilen Sie gerne mit, mit welchen Datenarten und Auswertungsmethoden/-methodologien Sie arbeiten, damit ich spezifischer auf Sie eingehen kann.
  2. Falls Übungszeit bleibt bzw. Sie schon während der Präsentation mitklicken wollen, installieren Sie bitte MAXQDA 2020 (Demo unter http://www.maxqda.de/demo. Testzeitraum schon abgelaufen? Sie bekommen im Workshop eine Schulungslizenz zur Reaktivierung der Demo).
  3. Laden Sie die Übungen herunter und entpacken diese (Link folgt in der Anmeldebestätigung).

 
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