SSRE-SSFE-congrès annuel 2026
17-19 Juin 2026
Haute école pédagogique de Saint-Gall
Programme de la conférence
Vue d’ensemble et détails des sessions pour cette conférence. Veuillez sélectionner une date ou un lieu afin d’afficher uniquement les sessions correspondant à cette date ou à ce lieu. Cliquez sur une des sessions pour obtenir des détails sur celle-ci (avec résumés et téléchargement si disponibles).
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Daily Overview |
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DLab 11: Didactique de l'écriture assistée par l'IA : modélisation de la « Social Feedback Literacy » à l'ère de l'IA générative
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KI-gestützte Schreibdidaktik: Modellierung von Social Feedback Literacy im Zeitalter generativer KI Zielsetzung und thematischer Fokus «Writing is a social act…» (National Assessment of Educational Progress, 2017, 4), in dem sich Schreibende in eine «kommunikative Handlung im Sinne einer zeitlich und räumlich zerdehnten Schreiber-Leser-Interaktion mittels schriftlicher Textproduktion» (Philipp, 2014, 17) begeben. Dennoch wird Schreibunterricht oft so gestaltet, dass vor allem die individuellen kognitiven Prozesse im Vordergrund stehen (Hyland, 2003). Das Writer(s)-Within-Community-Modell (WWC, Graham, 2018) sowie soziokulturelle Theorien postulieren, dass Schreibkompetenz durch authentisches Social Feedback in Schreibcommunities gefördert werden kann – also durch Reaktionen, die widerspiegeln, wie ein Text von Lesenden verstanden und erlebt wird. Während der Nutzen solcher Schreibcommunities und die Rezeption von Social Feedback für Perspektivübernahme und Motivation belegt ist (Aitken et al., 2025; Block & Strachan, 2019), scheitert die systematische Umsetzung im schulischen Alltag oft an logistischen Hürden. Hier eröffnen Large Language Models (LLMs) neue Möglichkeiten. Durch ihre probabilistische Natur und die Fähigkeit zum «Role-Playing» (Park et al., 2024) können sie diverse, authentische Leser:innenschaften simulieren. Im Rahmen des Projekts DEEP myMoment wurde mit der Software yourMoment eine technische Infrastruktur entwickelt, die LLMs nutzt, um Schüler:innen solches persona-basiertes Feedback direkt in ihrer Schreibumgebung bereitzustellen. Doch die technische Verfügbarkeit allein garantiert keinen Lernerfolg. Auf theoretischer Ebene existiert eine Forschungslücke hinsichtlich der Erweiterung des Konzepts der Feedback Literacy (Carless & Boud, 2018) hin zu Social Feedback Literacy. Offen ist aus schulpraktischer Sicht zudem die Frage, welche Kompetenzen Lernende benötigen, um subjektives, unstrukturiertes und teils widersprüchliches Social Feedback in konkreten Anwendungsfällen zu dechiffrieren, emotional zu bewältigen und in konkrete Revisionspläne zu übersetzen. Skizzierung der geplanten methodischen Vorgehensweise Das Lab gliedert sich in drei Phasen. Impuls & Kontextualisierung Es erfolgt eine Einführung in das theoretische Framework (WWC-Modell, Social Feedback, simulierte Persona) und eine Demonstration des Prototyps yourMoment. Dabei wird gezeigt, wie LLMs als simulierte Leser:innenschaften fungieren und wie sich das entstehende Social Feedback qualitativ von klassischem evaluativem Feedback unterscheidet (vgl. Sperling, 1993; Shi & Aryadoust, 2024). Co-Kreation I: Spezifizierung von Social Feedback Literacy Die Teilnehmenden arbeiten an der Schärfung eines theoretisch hergeleiteten Kompetenzmodells, das den Prozess der Feedbackverarbeitung beschreibt. Die Leitfrage für diese Phase lautet: Wie muss Feedback Literacy konzeptualisiert werden, wenn das Feedback nicht evaluativer Natur ist, sondern von einer subjektiven (vom LLM simulierten) Persona stammt? Co-Kreation II: Diskussion und Gestaltung von Lernarrangements Im zweiten Schritt der Co-Kreation entwickeln und diskutieren die Teilnehmer:innen skizzenhafte Unterrichtsszenarien. Im Zentrum steht die Frage: Wie müssen Lernarrangements gestaltet sein, die Social Feedback integrieren, und wie kann die Kompetenz im Umgang mit Social Feedback gefördert werden? Angabe zur Zielgruppe und zur geplanten Partizipation Dieses Design Lab lädt Forschende und Lehrpersonen der «Sprachenfächer» ein, einen «Missing Link» zwischen LLM-Technologie und Schreibdidaktik kollaborativ zu bearbeiten und innovative Lernarrangements auf Basis LLM-basierten Social Feedbacks zu diskutieren. Methodisch nutzt das Lab Elemente der Szenarienarbeit. Die Ergebnisse werden dokumentiert und dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung didaktischer Begleitmaterialien und der Software-Architektur. Das Lab adressiert damit die dringende Notwendigkeit, KI im Schreibunterricht nicht nur als Korrekturwerkzeug, sondern als kommunikatives Gegenüber didaktisch fundiert einzubetten. Hinweise zur Raum- oder Materialausstattung Die Teilnehmer:innen werden gebeten, einen eigenen Laptop mitzubringen. | ||
