SGBF-SGL-Jahreskongress 2026
17.-19. Juni 2026
Pädagogische Hochschule St.Gallen
Veranstaltungsprogramm
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DLab 13: St.Galler KI-Kompetenzrahmen für die Bildung: Reflexion, Diskussion und Weiterentwicklung
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St.Galler KI-Kompetenzrahmen für die Bildung: Reflexion, Diskussion und Weiterentwicklung o Zielsetzung und thematischer Fokus: Mit der fortschreitenden Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in unser tägliches Leben, wächst auch die Notwendigkeit, KI-Kompetenzen zu fördern. Zu den KI-Kompetenzen zählen das Verständnis und die Fähigkeit, KI-Technologien zu nutzen, zu bewerten und kritisch zu hinterfragen. Zudem zählen dazu Kenntnisse über die Funktionsweise von KI, ihre Anwendungsmöglichkeiten sowie die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen (Long & Magerko, 2020). Bestehende Rahmenmodelle zur Vermittlung von KI-Kompetenzen sind jedoch oft zu breit gefasst und allgemein gehalten. Daher ist eine Synthese dieser Modelle erforderlich, um sie zu konkretisieren und zu fokussieren. Besonders aus einer didaktischen Perspektive ist es wichtig, die Rahmenbedingungen personengebunden zu betrachten und den Fokus auf die Akteur:innen im jeweiligen Bildungskontext zu legen. Zudem wurden zahlreiche KI-Kompetenzmodelle auf internationaler Ebene entwickelt und es fehlt bislang häufig an kontextspezifischen Umsetzungen für konkrete Hochschulrealitäten. Beispielsweise, haben daher Lambrecht et al. (2025) ein eigenes Kompetenzmodell basierend auf verschiedenen Kompetenzmodellen erstellt, um den Anforderungen ihrer Hochschule in Deutschland gerecht zu werden. Der „St.Galler KI-Kompetenzrahmen für die Bildung“ greift diesen Anspruch auf, indem er eine rollen- und kontextbasierte Perspektive für das Schweizer Bildungssystem darstellt. Dabei bietet der Kompetenzrahmen eine klare und umfassende Orientierung für die verschiedenen Akteur:innen im Bildungswesen (z.B.: Lehrende, Schulleitungen, Lehramtsstudierende etc.). Die Entwicklung des Kompetenzrahmens erfolgte 2025 in einem iterativen, partizipativen Prozess. Durch ein interdisziplinäres Team wurde er an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen am Institut Digitale und Informatische Bildung entwickelt. Zunächst wurden 20 bestehende KI-Kompetenzmodelle sowie KI-Rahmenwerke recherchiert und analysiert, woraufhin in Workshops zwei reduzierte Rahmenwerke entwickelt und im Plenum diskutiert sowie synthetisiert wurden. Nach der Benennung von zehn Kompetenzbereichen wurden diese in Kleingruppen weiter verdichtet und Oberkategorien gebildet. Abschliessend führte eine gemeinsame Diskussion zum Konsens über die sechs finalen Kompetenzbereiche und die erste Version des St.Galler KI-Kompetenzrahmens. Das Design Lab zielt einerseits darauf ab, den St.Galler KI-Kompetenzrahmen für die Bildung als praxisnahes, forschungsbasiertes und personenzentriertes Instrument für den Aufbau von KI-Kompetenzen im Bildungsbereich erlebbar zu machen. Andererseits soll das Design Lab die partizipative Weiterentwicklung des Kompetenzrahmens und die Sammlung von Praxisimpulsen für die Implementierung in verschiedenen Bildungskontexten fördern. o Skizzierung der geplanten methodischen Vorgehensweise: Das Design Lab wird im World-Café-Format durchgeführt. Nach einer kurzen Einführung in den St.Galler KI-Kompetenzrahmen und seine sechs Kompetenzbereiche (Anwenden, Gestalten, Zusammenarbeiten, Verstehen, Verantworten, Evaluieren) diskutieren die Teilnehmenden in wechselnden Kleingruppen an sechs thematischen Tischen zentrale Fragestellungen zu je einem Kompetenzbereich. Beispielsweise werden gesellschaftlich relevante Fragestellungen, wie die ethischen Implikationen und die Auswirkungen von KI auf die Bildung, thematisiert. Pro Tisch hält eine Gastgeberin/ein Gastgeber die bisherigen Diskussionsergebnisse schriftlich fest und bringt diese in die nächste Runde ein. Die gesammelten Ideen werden so von Gruppe zu Gruppe weiterentwickelt. Zum Abschluss werden die Ergebnisse im Plenum zusammengeführt, visualisiert sowie reflektiert. o Angabe zur Zielgruppe und zur geplanten Partizipation: Das vorliegende Design Lab richtet sich an Forschende, Lehrpersonen, Schulleitungen, Personen aus der Bildungsverwaltung und Studierende, die sich mit KI in der Bildung beschäftigen möchten. Die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden steht im Vordergrund. Zudem werden Erfahrungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Rollen und Kontexten gezielt einbezogen. o Hinweise zur Raum- oder Materialausstattung: Erforderlich sind mehrere Gruppentische (World-Café-Setting), Moderationsmaterial (z.B. Flipcharts, Marker, Papier), Beamer zur Präsentation des Kompetenzrahmens zu Beginn | ||
