Conference Agenda

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Session Overview
Session
Ad-Hoc-Gruppen: Sozial und ökologisch nachhaltige Mobilität in Städten: Potentiale und Grenzen von Kooperation
Time:
Tuesday, 04/July/2023:
1:30pm - 3:00pm

Session Chair: Bettina Mahlert, Universität Innsbruck
Location: TC.3.06 Seminarraum

https://campus.wu.ac.at/de/

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Presentations

Eine Kultur des Zu-Fuß-Gehens etablieren durch interdisziplinäre Zusammenarbeit: Das Projekt LiDo in Wien

Petra Permesser

Mobilitätsagentur Wien GmbH, Österreich

In einem interdisziplinären Prozess entsteht in den Wiener Bezirken Floridsdorf und Donaustadt ein soziales Netzwerk zum Zu-Fuß-Gehen. „LiDo – Links der Donau geht was weiter" fördert das Zu-Fuß-Gehen mit unterschiedlichen Ansätzen:

Eine Verkehrsanalyse untersucht Schwachstellen und ermittelt die wirksamsten Maßnahmen zum Erhöhen des Fußwege-Anteils.

Ein sozialer Prozess bindet Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten ein.

Ein Marken- und Kommunikationskonzept bietet niederschwellig positive Identifikation mit dem Zu-Fuß-Gehen in den Flächenbezirken links der Donau.

https://www.wienzufuss.at/lido-geht/



Die Wahrnehmung und Deutung ökonomischer Transformationen im Kontext der Klimakrise – affektive und erinnerungsspezifische Dimensionen

Till Hilmar

Institut für Soziologie Wien, Österreich

Die EU hat das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden und bis 2030 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu den Standards der 1990er Jahre um 55% zu reduzieren. Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Union erfordert dramatische wirtschaftliche, soziale und kulturelle Veränderungen in den Konsum- und Produktionsweisen. In diesem Beitrag möchte ich aus kultur- und ungleichheitssoziologischer Perspektive den Blick auf Prozesse der öffentlichen (und halböffentlichen) Wahrnehmung und Deutung dieses gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozesses lenken. Aus historischen Beispielen (z.B. die post-1989 Periode in Ost- und Mitteleuropa, oder Deindustrialisierungsprozesse in Nordamerika oder Westeuropa) lässt sich für die soziologische Theoriebildung festhalten, dass die Wahrnehmung durch eine affektive sowie eine auch erinnerungsspezifische Dimension geprägt ist (Elliot 2019). Das Erleben solcher Veränderungsprozesse aus der Perspektive verschiedener sozialer Gruppen (Thompson 1971) spielt dabei eine Schlüsselrolle. Der Betrag argumentiert, dass Gerechtigkeitsgefühle – in diesem Fall, Vorstellungen über Klimagerechtigkeit („climate justice“), allerdings mit sehr unterschiedlichen Semantiken und Zielen – dabei dynamisch zwischen diesen Dimensionen vermitteln.

Elliot, Rebecca (2019). The Sociology of Climate Change as a Sociology of Loss, European Journal of Sociology 58 (3), 301-337

Thompson, Edward Palmer (1971): The moral economy of the English Crowd in the Eighteenth Century, in: Past & Present 50



Kooperative und digitale Handlungsansätze zur Gestaltung der Mobilitätswende in Mittelstädten – Fallbeispiel Zwickau

Erik Höhne

Stadt Zwickau, Deutschland

Der Verkehrssektor übernimmt eine wesentliche Rolle bei der Transformation zur All Electric Society. Ideen und Umsetzungsbeispiele für die Verkehrs- und Mobilitätswende sind für Großstädte und Metropolen vielfältig dokumentiert. Auf Mittelstädte sind diese Lösungen jedoch nicht immer übertragbar, besitzen sie doch ganz individuelle Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Der Beitrag beschäftigt sich mit den spezifischen Problemstellungen von Mittelstädten im Spannungsfeld von Stabilisierungs- und Fortschrittsnotwendigkeiten. Am Fallbeispiel der Stadt Zwickau werden verschiedene Vorhaben vorgestellt, die auf smarte und kooperative Art und Weise dieser Aufgabe begegnen. Die dargestellten Projektansätze beantworten im Besonderen folgende Fragen: Welche Rolle können Forschungsvorhaben bei der Implikation von Mobilitätsinnovationen spielen? Wie kann Bürgerbeteiligungen für Akzeptanz und Zielorientierung von Maßnahmen genutzt werden? Welche Funktionen und auch Grenzen können Kooperationen und Kollaborationen übernehmen? Der Beitrag dokumentiert eine Blaupause für das Gelingen von Transformationen abseits von Großstädten und Metropolen.



Potentiale und Herausforderungen von Food Trucks in urbanen Transformationsprozessen

Katharina Mojescik

Universität Innsbruck, Österreich

Street Food ist ein weltweites Phänomen in urbanen Ballungsräumen. Dabei nimmt der mobile Verkauf von Speisen aufgrund der jeweiligen regionalen und kulturellen Prägung unterschiedliche Formen von einfachen Kochstellen über Push Carts bis hin zu Food Trucks an. Letztere haben sich als „Gourmet Food Trucks“ v.a. im Zuge der Finanzkrise 2008 rasant in den USA verbreitet und durch ihre mediale Popularität in europäischen Großstädten zahlreiche NachahmerInnen gefunden. Diese neuartigen mobilen Akteure benötigen temporäre Stellplätze für den Verkauf, wodurch der Zugang zu und die Nutzung von öffentlichen Räumen ausgehandelt werden muss. In diesem Kontext beleuchtet der Beitrag die mit der Mobilität einhergehenden Potentiale und Herausforderungen von Food Trucks. Auf Grundlage einer qualitativen Studie zur Selbstständigkeit von Food TruckerInnen in Deutschland soll der Frage nachgegangen werden, wie solche neuartigen mobilen Akteure in urbane Transformationsprozesse eingebettet sind.



 
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