Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses1c: Resilienz und Leistungsbeurteilung im digitalen Wandel Ort: BR 3 Chair der Sitzung: Michael Himmelsbach | |
| Präsentation 3 | |
Herausforderungen der digitalen Leistungsbeurteilung - Erste empirische Befunde aus der Berufsbildung Pädagogische Hochschule Tirol, Österreich Eine wesentliche Herausforderung im Kontext der digitalen Transformation von Schule und Unterricht ist die Frage, wie sehr sich Methoden der Leistungsfeststellung und -beurteilung in Zukunft unter dem Einfluss von digitalen Anwendungen und künstlicher Intelligenz verändern. Trotz der Fülle an Literatur zu Bildung im digitalen Wandel gibt es zu E-Assessments (so der international geläufige Begriff für Formen der digitalen Leistungsbeurteilung) nur wenig konkrete Studien, insbesondere im schulischen Bereich. Die meisten Publikationen sind auf die Hochschullehre fokussiert (z.B. Bandtel et al. 2021), zum schulischen Unterricht gibt es hingegen wenig (Jude et al. 2020). Auffallend ist, dass es generell kaum empirische Erhebungen zur digitalen Leistungsbeurteilung gibt, allenfalls exemplarische Erfahrungsberichte oder Best-Practice-Sammlungen. Empirisch gesicherte und auf wissenschaftlicher Evidenz beruhende Erkenntnisse bleiben rar. Vor diesem Hintergrund geben wir in unserem Beitrag qualitative wie quantitative Einblicke in die Anwendung digitaler Tools im Bereich E-Assessment, das empirische Untersuchungsfeld sind berufsbildende Schulen in Tirol. Da es aufschlussreich ist, die Relevanz der digitalen Anwendungen aus Sicht der Lehrpersonen zu erhalten, wurden im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts zwei empirische Erhebungen durchgeführt: eine quantitative Online-Befragung (n=191) sollte erfassen, welche Anwendungen wie häufig und für welche Zwecke eingesetzt werden; eine qualitative Interviewstudie (n=18) sollte diese Befunde exemplarisch vertiefen und den Einsatz der Tools im Unterricht diskutieren. Das Projekt zielte darauf ab, digitale Tools zu identifizieren, die derzeit in der Leistungsfeststellung, -beurteilung und -dokumentation in der berufsbildenden Unterrichtspraxis in Tirol zur Anwendung kommen. Der Fragebogen wurde über die Bildungsdirektion ausgesendet. Die qualitative Datenerhebung, -aufbereitung und -auswertung (Expert:inneninterviews) erfolgte unter Mitarbeit von Studierenden im Rahmen eines Forschungsprojekts im Kontext einer Lehrveranstaltung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Potentiale des E-Assessments in manchen Fällen bereits auf vielfältige Weise, mit unterschiedlichen Tools und in unterschiedlichen Fächern, ausgeschöpft werden. Eine wesentliche Schlussfolgerung daraus ist, dass E-Assessment einer starken Verankerung als eigenständiger Kompetenzbereich in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrpersonen bedarf. Die digitale Kompetenz von Lehrpersonen sollte zum einen ihr Wissen über verschiedene formative wie summative Assessment-Strategien grundieren, zudem ihre analytischen Fähigkeiten fördern und nicht zuletzt darauf verweisen, dass auch Feedback und Planung integrale Bestandteile des Assessments sind. Doch während digitale Leistungsbeurteilung mehrere Vorteile wie Effizienz, Ökonomie und Vollständigkeit bietet, gilt es auch das Verhältnis von Werkzeug und Mensch, Ergebnis und Entscheidung kritisch zu problematisieren. Denn ein digitales Tool ist nur ein Werkzeug, die Notengebung muss schlussendlich durch die Lehrperson selbst geschehen. Mit der Präsentation wollen wir diesen Zusammenhang kritisch vertiefen und Empfehlungen für die digitale Leistungsbeurteilung geben. | |
