Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses3b: Bildung neu denken: Regionale Co-Creation, individuelle Lernwege und professionelle Praxis Ort: BR 1 Chair der Sitzung: Gabriele Schauer | |
| Präsentation 2 | |
Individuell-flexibel studieren und wirksam lernen, aber wie? – Curriculare Innovationen an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im digitalen Zeitalter Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Schweiz Dass der Einsatz digitaler Medien für das Lehren und Lernen an Hochschulen in Zeiten rasanter Entwicklungen und schnellem Wandel in Berufswelt, Gesellschaft und Technologie unabdingbar ist, scheint offensichtlich. Wie ein solcher Einsatz aktuellen Ansprüchen nach Flexibilität und Individualisierung gerecht werden und dabei gleichzeitig wirksames Lernen ermöglichen kann, ist jedoch eine komplexere Frage von hoher Relevanz. Genau dieser Frage wurde sich an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich angenommen, indem neugestaltete Bachelor-Curricula in den Bereichen Logopädie und Psychomotoriktherapie seit einem Jahr praktisch umgesetzt werden. Die neuen Curricula basieren auf modernen hochschuldidaktischen Elementen, die auf die Förderung sowohl von Fachkompetenzen als auch von Selbstlernkompetenzen und Future Skills sowie auf die Verknüpfung mit Querschnittsthemen wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) abzielen (Broadbent & Poon, 2015; Ehlers, 2020; Rieckmann, 2021; Weber, 2004). In einem spezifischen fallbasierten Blended-Learning Design wird für Studierende individuelles und flexibles Lernen ermöglicht. Zu Beginn jedes Moduls wählen die Studierenden einen Fall aus, welchen sie mittels fallbasierten Lernens bearbeiten und der sie über den gesamten Lernprozess begleitet (Tönnissen et al. 2024). Asynchrone Lernangebote in Form von digitalen Lernumgebungen stellen aufbereitetes Professionswissen bereit, das auf unterschiedlichem Niveau didaktisch aufbereitet ist (siehe u.a. Arnold et al., 2018). Ergänzend dazu haben die Studierenden Gelegenheit, Fragen zu ihrem selbstständig erarbeiteten Wissen zu stellen, ihr Wissen selbst zu prüfen und sich mit Peers sowie Lehrenden auszutauschen. Die synchronen Online- oder Präsenzlernangebote werden in Form von Workshops nach dem Flipped-Classroom-Prinzip (Talbert 2017) realisiert, in denen sich die Studierenden auf Grundlage der asynchron erarbeiteten Inhalte aktiv in den Diskursraum einbringen und sich dabei in die Professions- und Wissenschaftssprache einsozialisieren und diese praktizieren. Für den Studiengang Logopädie wurden dreizehn und für den Studiengang Psychomotoriktherapie zehn digitale Lernumgebungen entwickelt, davon sind vier übergreifend und stehen beiden Studiengängen offen. Sie sind curricular durch eine professionsorientierte Struktur verankert und durch Module mit klar definierten Lernzielen differenziert. Erste Erfahrungen und Ergebnisse aus der Umsetzung stützen sich sowohl auf quantitative und qualitative Rückmeldungen und Befragungen von Dozierenden als auch von Studierenden. Sie zeigen auf, welche Herausforderungen zu Beginn der Implementation für Dozierende und Studierende bestanden und wie diese Schritt für Schritt überwunden werden. Unser Beitrag legt Grundsätze des innovativen Blended-Learning-Curriculums dar und zeigt gestützt auf empirische Grundlagen auf, was bei der praktischen Umsetzung der digitalen Lernumgebungen an sich aber auch in Kombination mit den anderen didaktischen Elementen berücksichtigt werden sollte, damit individuelles, flexibles Studieren möglich ist und wirksames Lernen gelingt. | |
