Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses5c: Bildkultur, Imagination und Memes im Unterricht Ort: BR 2 Chair der Sitzung: Michael Himmelsbach | |
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Viraler Zeitvertreib oder Lehrer:innenbildung 2.0? Eine explorative Analyse von Memes im #instalehrerzimmer Universität Innsbruck, Österreich Wir kommunizieren heute vermehrt digital, textreduziert, meistens mit Bildern oder animierten Bilderfolgen. Kurzum: Möglichst viel an piktoral verschränkter Information soll in möglichst kurzer Zeit vermittelt werden (Bedijs & Heyder, 2012; Rosa, 2005). Für Digital Natives, zu denen Schüler:innen, Lehramtsstudierende und junge Lehrpersonen heute weitestgehend zählen, stellt diese kulturbedingte Kommunikations- und Ausdrucksweise kein Novum mehr da. Am offensichtlichsten zeigt sie sich in der Logik sozialer Medien (Fuchs, 2021). Entsprechende Netzwerke florieren nicht nur unter ihren User:innen, sondern sind Gegenstand unterschiedlichster bildungswissenschaftlicher, medienpädagogischer und fachdidaktischer Studien (z.B. Beißwenger & Knopp, 2019; Grabosch, 2025; Pirker & Paschke, 2023). Ein solches – für Lehrer:innenbildung und Medienpädagogik relevantes – textreduziertes und bilderzentriertes Lehren und Lernen findet auch auf der Plattform Instagram statt (Davis & Yi, 2022; Newton & Williams, 2021). Unter dem #instalehrerzimmer hat sich dort eine neue, gleichsam individuelle wie informelle Möglichkeit der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer:innen etabliert (Termin, 2023). Stand September 2025 sind mit dem Hashtag mehr als 490.000 Beiträge verknüpft. Ausgehend von konkreten Unterrichtsideen oder Tafelbildern können entsprechende Posts Anstoß zur Professionsentwicklung bieten und überdies eine „kompensierende Funktion bezüglich der im Schulalltag fehlenden Austausch- bzw. Kooperationsmöglichkeiten“ (Kruse et al., 2023, S. 295) einnehmen. Doch bedeutet Masse in diesem Kontext wirklich Klasse? Vor allem deshalb, wenn man in die Überlegungen miteinbezieht, dass der Hashtag auch humoristisch-satirische Memes ausweist, die gemäß ihrer Selbstauffassung primär unterhalten sollen (von Gehlen, 2021; Nowotny & Reidy, 2022). Der angedachte Einzelbeitrag möchte daher der Frage nachgehen, ob mit Memes im #instalehrerzimmer des Web 2.0 tatsächlich ein Professionalisierungsprozess initiiert werden kann. Zunächst wird gegenstandsbezogen erörtert, inwieweit Instagram dienlich für eine Professionalisierung von Lehrkräften im digitalen Zeitalter sein kann und ob Memes grundsätzlich zu einem solchen Prozess beitragen können. Dies ist notwendig, um im Anschluss daran eine explorative Analyse ausgewählter Memes im #instalehrerzimmer mittels dokumentarischer Methode (Bohnsack, 2011) durchzuführen, deren Ergebnisse mit den zuvor präsentierten Befunden diskutiert werden. Sich daraus ergebende mögliche Implikationen für eine Lehrer:innenbildung im digitalen Zeitalter runden den Beitrag ab. Hierbei zeigt sich in erster Linie, dass die mit #instalehrerzimmer verbundenen Memes nur dann zu einer Professionalisierung beitragen, wenn sie im Sinne einer kritisch-aufgeklärten, an den Subjekten orientierten Mediennutzung rezipiert werden (Grümme, 2025). Mehr denn je gilt es somit auch in überfachlicher sowie fachspezifischer Ausbildung von Lehrpersonen eine kritische Medienkompetenz zu schulen, um weiterhin ein sinnstiftendes, professionsbewusstes Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter in Aus-, Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen (Kruse et al., 2023; Wagner, 2022). | |
