Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses5a: Studierendenperspektiven auf Medienpädagogik und KI Ort: BR 6 Chair der Sitzung: Ann-Kathrin Dittrich | |
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KI reflektieren, verstehen, nutzen: Perspektiven von Lehramtsstudierenden und deren Veränderung im Lauf eines Seminars Universität Innsbruck, Österreich Die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert Bildung, Lehren und Lernen nachhaltig. Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 haben Diskussionen über Chancen und Risiken von KI deutlich zugenommen. Lehrpersonen benötigen neue Kompetenzen, Wissen und professionelle Haltungen, da KI nicht nur technische, sondern auch ethische und pädagogische Fragen aufwirft (Li, 2024; UNESCO, 2024). KI-Tools können Lehrpersonen bei Planung, Bewertung oder Lernbegleitung unterstützen, gleichzeitig beeinflussen sie Lernstrategien von Schüler:innen und führen zu gesellschaftlich-ethischen Herausforderungen (Lee et al., 2024; Wang et al., 2024; Tate et al., 2024; Al Darayseh, 2023). Lehrpersonen nehmen dabei eine zentrale Rolle als Multiplikator:innen ein. Die vorliegende Studie knüpft an diese Herausforderung an und untersucht, wie Lehramtsstudierende den Einsatz von KI im Bildungskontext wahrnehmen und wie sich diese Wahrnehmungen durch eine gezielte Auseinandersetzung im Rahmen eines universitären Seminars verändern. Die Studie wurde im Masterstudium Lehramt Sekundarstufe an einer Universität in Österreich im Wintersemester 2024/25 durchgeführt. In zwei parallelen Lehrveranstaltungen zum Thema „KI und Schule“ wurden die Sichtweisen von rund 45 Studierenden zu Beginn (T1) und am Ende (T2) mittels Online-Umfragen erhoben (Multiple-Choice- und offene Fragen). Im Rahmen des Seminars entwickelten die Studierenden Podcast-Episoden in Kleingruppen, die als Lernmaterial für Kommiliton:innen dienten, und verfassten reflektierende Lerntagebücher. Diese beiden Elemente bilden eine zweite qualitative Datengrundlage. Ergebnisse zeigen, dass viele Studierende KI, vor allem ChatGPT, für das eigene Studium nutzen, sich jedoch nicht ausreichend professionell vorbereitet fühlen. Trotz überwiegend positiver Haltung sehen sie das Bildungssystem als unzureichend gerüstet. Am Ende des Semesters zeigten die Studierenden deutliche Fortschritte im Umgang mit dem Thema KI im Bildungskontext. Sie konnten ihre Gedanken präziser formulieren, setzten sich kritischer mit Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes in Schulen auseinander und stützten ihre Argumente zunehmend auf das im Kurs erworbene Wissen. Besonders betonten sie die Notwendigkeit, KI verantwortungsvoll und angemessen einzusetzen, entsprechende Kompetenzen zu entwickeln und die damit verbundenen Herausforderungen anzunehmen. Im Vergleich zu ihren anfänglichen Antworten wurde erkennbar, dass sie ihre Fähigkeit zur kritischen Reflexion zentraler Aspekte wie Ressourcenverbrauch, Datenschutz und ethische Implikationen erheblich weiterentwickelt hatten. | |
