Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
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Tagesübersicht |
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Ses2c: Readiness, Akzeptanz und Schulprofile Ort: BR 6 Chair der Sitzung: Josef Buchner | |
| Präsentation 1 | |
Faktoren der Technologieakzeptanz: Prädiktoren für die Nutzung digitaler Medien durch Lehrkräfte an österreichischen Sekundarschulen Johannes Kepler Universität Linz, Österreich Theoretischer Hintergrund Die Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, Lehren und Lernen zu verbessern: Digitale Medien können den Unterricht bereichern (z.B. Weinhandl et al., 2025), Motivation steigern (Hillmayr et al., 2017) und Lernerfolg fördern (Hillmayr et al., 2020). Dennoch bleibt – zumindest in Österreich – der Einsatz digitaler Medien in Schulen begrenzt (z.B. Helm et al., 2024; Rölz & Höller, 2023), was unter anderem auf negative Einstellungen von Lehrkräften zurückgeführt wird. Dies wirft die Frage auf, welche Faktoren die Technologieakzeptanz von Lehrkräften beeinflussen. Diese Studie basiert auf dem Technology Acceptance Model (TAM; Davis, 1989) und der Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT; Venkatesh et al., 2003), die Faktoren wie wahrgenommene Nützlichkeit, sozialen Einfluss und unterstützende Bedingungen für die Akzeptanz und Nutzung von Technologien betonen. Zusätzlich wird die Rolle der wahrgenommenen Kompetenz der Lehrkräfte untersucht, die als entscheidend für die erfolgreiche Integration digitaler Medien in den Unterricht gilt. Fragestellung Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen individuellen und kontextuellen Faktoren zu analysieren, die die Nutzung digitaler Medien durch Lehrkräfte beeinflussen. Methodik Die Studie basiert auf einer Befragung von 2.090 Lehrkräften an österreichischen Sekundarschulen (AHS-Unterstufen und Mittelschulen). Die Daten wurden mittels Strukturgleichungsmodellierung analysiert, um Beziehungen zwischen zentralen Konstrukten des UTAUT-Modells zu testen. Ergebnisse und Schlussfolgerungen Verhaltensabsicht war ein starker Prädiktor für die tatsächliche Nutzung digitaler Medien im Unterricht (β = 0.441, p < .001), darüber hinaus hatten wahrgenommene unterstützende Bedingungen einen schwächeren, aber dennoch signifikanten direkten Einfluss auf die Nutzung (β = 0.166, p < .001). Die Verhaltensabsicht wurde maßgeblich durch wahrgenommene Nützlichkeit (β = 0.434, p < .001) und wahrgenommene Kompetenz (β = 0.562, p < .001) beeinflusst. Sozialer Einfluss beeinflusste die wahrgenommene Nützlichkeit positiv (β = 0.467, p < .001). Das Modell erklärt 65.3 % der Varianz in der Verhaltensabsicht, 29.5 % der Varianz in der wahrgenommenen Nützlichkeit und 25.7 % der Varianz in der Nutzung digitaler Medien. Eine Multiple Group-Analyse zeigt, dass diese Ergebnisse weitgehend gleich für AHS-Unterstufen und Mittelschulen gelten. Die Studie unterstreicht die Rolle persönlicher und sozialer Faktoren bei der Akzeptanz digitaler Medien und liefert empirische Unterstützung für das UTAUT-Modell. Im österreichischen Kontext, in dem digitale Geräte und Infrastruktur mittlerweile weit verbreitet sind, verschiebt sich der Fokus von technischen Barrieren hin zu motivationalen Faktoren, wie der Bereitschaft der Lehrkräfte, Technologie zu nutzen. Die Ergebnisse zeigen, dass zur Realisierung des Potenzials digitaler Medien eine Förderung positiver Einstellungen und unterstützender schulischer Umgebungen essenziell ist. Zukünftige Forschung sollte untersuchen, wie persönliche und kontextuelle Faktoren zusammenwirken, um Strategien für eine nachhaltige Technologieakzeptanz in der Bildung weiterzuentwickeln. | |
