Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses1b: Didaktische Modelle und Disruption durch GenKI Ort: BR 6 Chair der Sitzung: Josef Buchner | |
| Präsentation 2 | |
Werkzeug oder Stolperstein? Generative KI in der Unterrichtsvorbereitung KPH Wien/NÖ, Österreich Die digitale Transformation beeinflusst nicht nur Lehr- und Lernprozesse in Schulen, sondern auch die Strukturen und Inhalte der Lehrer:innenbildung. Spätestens mit dem Einzug generativer KI stellt sich die Frage, welche Kompetenzen angehende Lehrkräfte benötigen, um digitale Werkzeuge nicht nur anzuwenden, sondern auch kritisch zu reflektieren und didaktisch sinnvoll einzusetzen. Vor diesem Hintergrund untersucht das vorgestellte Forschungsprojekt, das im Sommersemester 2024 an der KPH Wien/Niederösterreich durchgeführt wurde, wie Primarstufen-Lehramtsstudierende im 8. Semester (Bachelor) generative KI in Bezug auf Unterrichtsplanung und Gestaltung von Unterrichtsmaterialien wahrnehmen und nutzen. Das Projekt kombiniert Reflexionen auf Arbeitsaufträge und halbstrukturierte (Gruppen-) Interviews. Im Rahmen von Lehrveranstaltungen erhielten die Studierenden drei Arbeitsaufträge. Diese umfassten (1) die Erstellung eines Unterrichtsmaterials ohne KI-Unterstützung inklusive Reflexion, (2) die Entwicklung eines Unterrichtsmaterials mit KI-Unterstützung plus Reflexion sowie (3) die Kommentierung eines durch generative KI erstellten Arbeitsblattes. Im Anschluss nahmen 21 der Studierenden noch zusätzlich an Einzel- bzw. Gruppeninterviews teil, die darauf abzielten, die Erfahrungen, Einstellungen, Potenziale und Herausforderungen von generativer KI für die Unterrichtsmaterialgestaltung und -planung zu erheben. Erfragt wurden zudem Effizienz, Qualität, Kreativität und Praktikabilität beim Einsatz von generativer KI. Grundlage des Leitfadens waren didaktische Prinzipien und theoretische Modelle wie der AI-PACK-Ansatz (Lorenz & Romeike, 2023) und das UNESCO-Framework zur KI-Kompetenz für Lehrpersonen (UNESCO, 2024). Die über ein Online-Conferencing-System durchgeführten Interviews wurden aufgezeichnet, KI-gestützt transkribiert und mit MaxQDA ausgewertet. Die qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) kombinierte deduktive und induktive Kategorienbildung. Auch die Reflexionen und Kommentare zu den erstellten Materialien flossen in die Analyse ein, wodurch ein Einblick in die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Herausforderungen möglich wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende grundsätzlich über ein gewisses Maß an kritischer Reflexionskompetenz im Umgang mit generativer KI verfügen, zeigen jedoch zugleich Skepsis und Ängste. Bezugnehmend auf KI-Kompetenz bestehen Defizite vor allem bei basistechnologischen und ethischen Kompetenzen, während eine differenzierte didaktische Auseinandersetzung mit Chancen und Grenzen generativer KI in der Unterrichtsplanung bislang nur in Ansätzen erkennbar ist. Obwohl die Daten aufgrund der kleinen Stichprobe und der Fokussierung auf einen Hochschulstandort nicht generalisierbar sind, liefern die Befunde nützliche Einblicke in Sicht- und Handlungsweisen angehender Lehrpersonen. Sie verdeutlichen den Bedarf, medienpädagogische und mediendidaktische Inhalte in der Lehrer:innenbildung systematisch um Aspekte der KI-Kompetenz zu erweitern und so zukünftige Lehrkräfte auf die Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Bildungslandschaft vorzubereiten. | |
