Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Ses5b: Immersive Medien und XR in der Lehrer:innenbildung Ort: BR 1 Chair der Sitzung: Josef Buchner | |
| Präsentation 1 | |
Virtual Reality in der Lehramtsausbildung der Berufsbildung 1: Paris Lodron Universität Salzburg; 2: Pädagogische Hochschule Wien Ziel der Lehrer:innenbildung ist es, zukünftige Lehrpersonen einerseits gezielt auf ihre Kernaufgabe, die Planung, Durchführung und Analyse von Unterricht, vorzubereiten und sie andererseits zu einem professionellen Komplexitätsmanagement zu befähigen (Scholl & Plöger, 2020). Studien zeigen dabei, dass der Praxisanteil im Studium maßgeblich zur Zufriedenheit von Junglehrerinnen und Junglehrern beiträgt, da ihnen dabei geholfen wird, sich besser auf reale Klassenzimmersituationen vorzubereiten (Nairz-Wirt et al., 2023). Diese Ergebnisse unterstreichen die seit Langem bestehende Forderung nach einer stärkeren Praxisorientierung im Lehramtsstudium (Prenzel, et al., 2021; Wenzl et al., 2018). Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet dabei neue Möglichkeiten in den sogenannten pädagogisch-praktischen Studien der Lehramtsausbildung. Insbesondere Virtual Reality bietet innovative Ansätze, um Lehrer:innenbildung durch die Schaffung handlungsorientierter Lern-/Praxisumgebungen zu bereichern (Kunz & Zinn, 2022) und die Praxisstunden in Schulen um ein weiteres virtuelles Training zu ergänzen statt zu ersetzen (Seufert & Grafe, 2020). Da das berufsbildende Schulsystem in Österreich im internationalen Vergleich eine Besonderheit für das nationale Bildungssystem darstellt und die Berufsbildung in anderen Ländern anders strukturiert ist (Archan & Mayr, 2006), können Forschungsbestrebungen zum Einsatz von Virtual Reality in der Lehramtsausbildung der Sekundarstufe Berufsbildung, vor allem im Hinblick auf die didaktische Struktur, den Forschungsstand erweitern. Insbesondere besteht ein Forschungsdesiderat hinsichtlich der Frage, welche spezifischen Bedingungen zur gezielten Förderung pädagogischer sowie fachdidaktischer Kompetenzenbeitragen können (Gerholz et al., 2022). In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Pilotstudie vorgestellt, die im Rahmen von schulpraktischen Übungen mit Lehramtsstudierenden durchgeführt wurde. Die Studierenden arbeiten hier mit einem VR-Training („Teach-R“), welches unterschiedliche Szenarien zu Unterrichtsstörungen simuliert. Dieses Training , das thematisch in den Bereich des Classroom-Management einzuordnen ist, beinhaltet unterschiedliche Störungslevel im Unterricht. Sie erhalten dabei Gelegenheit, ihre Unterrichtskompetenzen im virtuellen Raum zu trainieren und durch Peer-Feedback zu reflektieren. Nach Abschluss der realen Lehrübungen im Rahmen der SPÜ werden die Studierenden zu Fokusgruppengesprächen eingeladen. Ziel dieser Gespräche ist es, die selbstberichteten Erfahrungen der Studierenden zu sammeln und zu für die Hauptstudien zu analysieren. Dabei werden jeweils drei Fokusgruppen mit je 4 Studierenden (n=12) und eine Fokusgruppe mit 3 Vortragenden (n=3) analysiert, die über ihre Erfahrungen berichten und Aspekte wie die Herausforderungen bei der Nutzung der VR-Technologie sowie deren Transferpotenziale in die schulische Praxis diskutieren. Die Forschungsfragen für die Pilotstudie lauten: -Welche Faktoren fördern oder behindern die Technologieakzeptanz von VR als Trainingsinstrument? -Welche didaktischen Potenziale ergeben sich in der Nutzung von VR? -Wie bewerten Lehramtsstudierende den Transfer des im VR-Training gelernten Verhaltens in die Schulpraxis? Die Ergebnisse werden beim Vortrag präsentiert. | |
