Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Ses3a: KI- und Digital Literacy in der Hochschullandschaft
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DIGIFO2 - DIGITALE FORTBILDUNGSFORMATE. Eine quantitative Studie zur Wirksamkeit der Angebote an der KPH Wien/Niederösterreich. KPH Wien/Niederösterreich, Österreich Im hochschulischen Kontext sind digitale Lehrformate fester Bestandteil der Lehre, so auch in der Fortbildung. An der KPH Wien/Niederösterreich hat die digitale Gestaltung von Fortbildungsveranstaltungen einen hohen Stellenwert. Die fortschreitende Digitalisierung bringt Chancen und Herausforderungen mit sich, die gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Lehrpersonen erfordern. In Fortbildungen im Kontext von Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität können Lehrpersonen ihr Wissen auch über digitale Fortbildungsformate erwerben, vertiefen und in den kollegialen Austausch treten. Dieses Forschungsvorhaben nimmt Fortbildungsveranstaltungen, die an der KPH Wien/Niederösterreich online/digital (N=ca. 200/Studienjahr) abgehalten werden, in den Blick (ausgenommen SCHILF/SCHÜLF). Im Fokus stehen Begriffsklärung, Design, Gelingensfaktoren, Wirksamkeit und Motivation zur Teilnahme. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf der Beforschung der Wirksamkeit dieser Formate sowie auf motivationalen und hochschuldidaktischen Maßnahmen. Die Forschungsfrage lautet: “Welche Wirkungen zeigen digitale Fortbildungsformate für Lehrpersonen?”. Darüber hinaus wird folgende Frage beleuchtet: Welche Potenziale bieten hybride und virtuelle Lernsettings für Schule und Hochschule? Es werden vor allem digitale Fortbildungen untersucht, als Vergleichsgruppe werden ausgewählte Präsenzveranstaltungen herangezogen (1: einteilige Fortbildung, 2: zweiteilige Reihen (verpflichtend beide Teile), 3: ab drei Terminen: modulare Reihe (verpflichtend alle Teile, eine Gesamtanmeldung), 1-viele Termine: Bausteine bzw. -kasten/Microcredentials). Die Teilnehmenden sollen im Studienjahr 2026/27 mittels Online-Fragebogen befragt werden. Ziel ist es im Sinne der Praxisrelevanz, Merkmale wirksamer Angebote zu identifizieren und diese in der künftigen Gestaltung von Fortbildungsformaten (Bundesqualitätsrahmen für Fort- und Weiterbildung & Schulentwicklungsberatung an den Pädagogischen Hochschulen, BMBWF, 2021) im Sinne eines Transfers zu berücksichtigen. Der Bundesqualitätsrahmen (BMBWF, 2021) legt fest, dass Pädagogische Hochschule diesen dafür nutzen, ihre aktuelle Situation zu analysieren, gezielte Qualitätsentwicklungsprozesse in Gang zu setzen und kontinuierlich voranzutreiben. Dies wird im Rahmen des Projektes behandelt. Zusätzlich wird durch die Beforschung der digitalen Formate und deren Wirksamkeit eine Maßnahme zur Zielsetzung (Ziel Nr. 3 Entwicklung eines bedarfsgerechten Fort- und Weiterbildungsangebot für den eigenen Wirkungsbereich) im Ziel- und Leistungsplan 2025-2027 der KPH Wien/Niederösterreich umgesetzt (2.3 Kernaufgabe Fort- und Weiterbildung). Das Projekt startete im Sommersemester 2025 mit der Planung und der Erstellung eines Literature Reviews. Von Wintersemester 2025 bis Sommersemester 2026 erfolgt die theoretische Verortung, Forschungsdesign, Erstellung des Messinstruments und eine Pilotstudie. Im folgenden Studienjahr 2026/27 startet die Haupterhebung, gefolgt von Datenaufbereitung, Auswertung, Analyse und Dissemination. Überprüfung der Wirksamkeit einer KI-Fortbildung für Dozierende der Lehrpersonenbildung 1Pädagogische Hochschule St. Gallen, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule Tirol, Österreich; 3Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Österreich Pädagogische Hochschulen stehen durch die digitale Transformation vor der Herausforderung ihre Hochschuldozierenden gezielt für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu professionalisieren. Im Rahmen einer Kooperation zwischen drei Pädagogischen Hochschulen (Pädagogische Hochschule Tirol, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und Pädagogische Hochschule St. Gallen) wurde eine mehrmonatige, praxisorientierte KI-Fortbildung im Blended-Learning-Format entwickelt und durchgeführt. Ziel der Fortbildung ist es, die teilnehmenden Dozierenden sowohl in ihrer AI Literacy (Long & Magerko, 2020) als auch in ihrer AI Readiness zu stärken. Dabei umfasst AI Readiness bezogen auf den Bildungsbereich nach Karaca et al. (2021): das theoretische Wissen zu KI, die Fähigkeit zur praktischen Nutzung von KI, die Vision zum Potenzial von KI in der Bildung und ethische Überlegungen. Zur Evaluation der Wirksamkeit der Fortbildung wird ein Pre-Posttest-Design eingesetzt. Zwei zentrale Forschungsfragen stehen im Fokus: (1) Inwieweit fördert die Fortbildung die AI Literacy der Teilnehmenden? (2) Wie wirkt sich die Teilnahme an der Fortbildung auf die AI Readiness der Teilnehmenden in Bezug auf Kognition, Fähigkeit, Vision und Ethik aus? Zur Beantwortung dieser Fragen kommen zwei validierte Instrumente zum Einsatz. Zum einen die deutsche AI Readiness-Skala (Ullrich et al., in review) mit 18 Items und zum anderen ein Wissenstest (Hornberger et al., 2025) zur Erfassung der AI Literacy mit 10 Items. Die Fortbildung erstreckt sich über mehrere Monate und kombinierte synchrone und asynchrone Lernphasen. Da ein besonderes Augenmerk auf der Übertragbarkeit der Inhalte in die berufliche Praxis der Teilnehmenden liegt, beinhaltet die Fortbildung auch Praxisanwendungen. Der Aufbau der Fortbildung, einschließlich des didaktischen Designs, wird in einem separaten Beitrag detailliert vorgestellt. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse der Evaluation des ersten Durchgangs vorgestellt. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den beteiligten Hochschulen herausgearbeitet. Im Sinne des Design Based-Research-Ansatzes werden die Fortbildungsinhalte und das didaktische Design auf Basis der Evaluationsergebnisse weiterentwickelt und in verschiedenen Kontexten eingesetzt. Die Implikationen für die Weiterentwicklung der Fortbildung sowie die Förderungen von AI Literacy und AI Readiness in der Lehrer:innenbildung werden im Rahmen dieses Beitrags diskutiert. AI Literacy von PH-Mitarbeiter:innen in Fortbildungsformaten fördern: Eine Case study von zwei Pädagogischen Hochschulen in Österreich 1Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien, Österreich; 2Pädagogische Hochschule Tirol Die digitale Transformation und insbesondere der Einzug generativer Künstlicher Intelligenz (KI) stellt Hochschulen vor neue Herausforderungen in Lehre, Forschung und Verwaltung (Buchner, 2025; Zumbach et al., 2023). Um Mitarbeiter:innen in ihrer professionellen Handlungskompetenz zu stärken, hat die gezielte Förderung von AI Literacy eine zentrale Bedeutung erlangt. Auf Grundlage des KI-Kompetenzmodells von Long und Magerko (2020) sowie des Tell Show Enact Do (TSED) Instruktionsmodells (Schallert et al, 2025) wurde von der Pädagogischen Hochschule Tirol (PH Tirol) und der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) gemeinsam das semesterbegleitende Fortbildungsformat KI-Praxiswerkstatt entwickelt, welches von September 2025 bis Jänner 2026 mit insgesamt 60 Teilnehmenden durchgeführt wurde. Um den KI-Kompetenzkategorien von Long und Magerko (2020) gerecht zu werden, wurden für die KI-Praxiswerkstatt Impulsvorträge und praxisorientierte Workshops organisiert sowie begleitendes Coaching mit kollaborativen Entwicklungsphasen (Show – Tell & Do – Reflect) angeboten. Didaktisch orientiert sich die KI-Praxiswerkstatt am TSED-Instruktionsmodell, welches nach Gesprächen mit Expert:innen, die dieses Modell in der eigenen hochschulischen Fortbildung angewendet haben, adaptiert und an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Hochschule angepasst wurde. Diese KI-Praxiswerkstatt wurde im Rahmen einer Begleitforschung durch Pre- und Posttests wissenschaftlich begleitet. In der Erhebung standen die Bereiche AI Readiness, AI Literacy und das didaktische Design (Hornberger et al., 2025) im Fokus. Die Ergebnisse zur AI Readiness und zur Kompetenzsteigerung im Bereich AI Literacy werden in einem separaten Beitrag detailliert vorgestellt. In diesem Vortrag wird das didaktische Design präsentiert, um Einblicke in das Fortbildungskonzept zu geben, Implikationen von Fortbildungsformaten zur Förderung von AI Literacy bei Hochschulmitarbeiter:innen zu beleuchten sowie Impulse für die curriculare Verankerung in der Lehrer:innenbildung als auch für die hochschulstrategische Personalentwicklung zu liefern.
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