Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Ses4d: Workshop 4
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Der reflektierte Einsatz generativer KI im Klassenzimmer: Praktische Erprobung des PCRR-Frameworks als didaktisches Werkzeug bei KI-gestützten Schreibaufgaben. 1Universität Graz; 2Pädagogische Hochschule Tirol; 3Pädagogische Hochschule Oberösterreich Der Einzug Generativer KI (GenKI) erfordert neue Wege in der schulischen Bildung, insbesondere im Hinblick auf die Begleitung und Beurteilung von Lern- und Schreibprozessen. Da sich technische Detektionsmethoden (wie z. B. KI-Detektoren) als unzuverlässig erwiesen haben, rückt die transparente Dokumentation der KI-Nutzung in den Fokus, um den Lern- und Schreibprozess selbst in den Mittelpunkt zu stellen (Pratama, 2025). Anstatt die KI-Nutzung durch Lernende zu verhindern, wird KI-Nutzung differenziert betrachtet und auch als Teil der zu bewertenden Kompetenz verstanden (Perkins et al., 2024; Perkins et al., 2025). Das PCRR-Framework (Plan-Create-Review-Reflect) nach Freinhofer et al. (2025) bietet hierfür einen didaktischen Gesamtkontext, das die Zusammenarbeit mit KI-Chatbots wie ChatGPT über die reine Formulierung der sogenannten “Prompts” hinweg betrachtet. Die vier Phasen des Frameworks beschreiben dabei die iterativen Zyklen des Planens, des Promptens, des Überprüfens und des Reflektierens. Es entstand 2024 aus der hochschulischen Praxis und wird seither in einem iterativen Prozess weiterentwickelt. Dieser umfasst neben den empirischen Erfahrungen der Autor:innen auch einen aktionsforschenden Ansatz, bei dem das Modell und daraus abgeleitete Materialien gemeinsam mit Lehrpersonen erprobt und evidenzbasiert optimiert werden, um die pädagogische Praxis gezielt zu verändern. Der Workshop verfolgt drei zentrale Ziele: (1) die Validierung einer aus diesem Forschungsprozess entstandenen, praxisorientierten Handreichung für Lehrpersonen, (2) die Erprobung einer Dokumentationsvorlage für Lernende zur transparenten KI-Nutzung und (3) die kritische Evaluation beider Instrumente durch Expert:innen der Lehrer:innenbildung. Dabei werden zentrale Fragen adressiert: Wie können Lehrpersonen KI-gestützte Schreibprozesse kompetent begleiten? Und wie kann die Dokumentation der KI-Kollaboration als Grundlage für die Beurteilung dienen? Der 90-minütige Workshop ist praxisorientiert und interaktiv gestaltet. Nach einer einführenden Vorstellung der Konzepte „Prompt und Context Engineering“, des PCRR-Frameworks sowie der entwickelten Materialien, steht die praktische Erprobung im Zentrum. Die Teilnehmenden analysieren in der Rolle von Lernenden die Materialien anhand einer exemplarischen Schreibaufgabe und dokumentieren ihren Arbeitsprozess. Die abschließende Diskussion fokussiert auf die Praktikabilität, die didaktische Passung und mögliche Implementierungshürden der vorgestellten Instrumente. Ziel ist es, durch die kollaborative Evaluation empirisch fundierte Erkenntnisse zur Praxistauglichkeit des PCRR-Frameworks zu generieren und eine evidenzbasierte Optimierung der Materialien für die Lehrer:innenbildung zu ermöglichen. | ||
