Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Ses4c: Workshop 3
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Cooperative Open Learning (COOL) im digitalen Zeitalter: Perspektiven für kooperatives und selbstgesteuertes Lernen 1JKU Linz, Österreich, Cool Impulszentrum; 2Cool Impulszentrum COOL ist eine in Österreich gegründete Lehrer:inneninitiative, die als Antwort auf die zunehmende Heterogenität von Lerngruppen etabliert wurde. Theoretisch-didaktisch knüpft COOL an den Daltonplan von Helen Parkhurst an (Parkhurst & Marryat, 2012), der durch die Betonung von individueller Freiheit, Selbstverantwortung und Kooperation eine Alternative zum lehrer:innenzentrierten Unterricht etablierte . In dieser Tradition verfolgt COOL das Ziel, soziale Kompetenzen der Schüler:innen zu fördern und ihre Selbstständigkeit sowie Eigenverantwortung im Lernprozess zu stärken (Neuhauser & Wittwer, 2002; Obermeier, Lenz, & Helm, 2022). Das Konzept basiert auf den Grundprinzipien Freiheit, Kooperation und Selbstverantwortung und zielt auf die Integration schüler:innenzentrierter und partizipativer Lernsettings ab. Dies zeigt sich in Arbeitsphasen, in denen Schüler:innen selbst über Zeitpunkt, Ort und Vorgehensweise der Aufgabenbearbeitung entscheiden. Dadurch werden sowohl selbstregulative Kompetenzen (z. B. metakognitive Strategien) als auch kooperative Fähigkeiten (z. B. Team- und Kommunikationskompetenz) gezielt adressiert (Geyrecker, 2025; Helm, 2016). Institutionell ist COOL in einem Netzwerk verankert, das vom COOL-Impulszentrum koordiniert und begleitet wird. Das derzeit mit acht Mitarbeiter:innen besetzte Zentrum übernimmt die Steuerung und Weiterentwicklung sämtlicher Aktivitäten der Lehrer:inneninitiative. In Österreich existieren rund 50 COOL-zertifizierte Schulen der Sekundarstufe I und II; zudem haben etwa 1.700 Lehrkräfte aus 160 Schulen den COOL-Hochschullehrgang absolviert und das COOL-Trainer:innen-Zertifikat erworben. Die digitale Transformation eröffnet neue Möglichkeiten für die Umsetzung der COOL-Prinzipien, etwa durch digitale Medien und Lernplattformen, die selbstreguliertes Lernen, Kooperation und individualisierte Lernwege unterstützen. Im Rahmen des Workshops sollen zentrale Fragen zur Weiterentwicklung und digitalen Transformation von COOL gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert werden. Dabei steht insbesondere im Fokus, wie die COOL-Grundprinzipien in digitalen Lernumgebungen sinnvoll umgesetzt werden können. Von besonderem Interesse ist die Frage, welche Kompetenzen Lehrkräfte benötigen, um kooperative und adaptive Lernsettings nicht nur technisch zu gestalten, sondern auch pädagogisch reflektiert einzusetzen. Ebenso stellt sich die Frage, welche Best-Practice-Beispiele aus COOL-zertifizierten Schulen Anknüpfungspunkte für gelingende digitale Bildung liefern und wie diese in der Lehrer:innenbildung systematisch verankert werden können. Schließlich soll auch reflektiert werden, welche Chancen und Herausforderungen sich aus der Verbindung von COOL und digitalen Technologien für unterschiedliche Bildungskontexte ergeben und wie Lehrer:innenbildung auf institutioneller Ebene weiterentwickelt werden kann. Ziel des Workshops ist es, das Potenzial von COOL in der digitalen Transformation zu analysieren und zu diskutieren, wie Freiheit, Kooperation und Selbstverantwortung in digitalen Lernumgebungen umgesetzt werden können. Im Fokus stehen dabei notwendige Lehrkompetenzen und Best-Practice-Beispiele aus COOL-zertifizierten Schulen, um Ansätze für die Weiterentwicklung und Integration von COOL in verschiedene Bildungskontexte herauszuarbeiten. | ||
