Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Ses4b: Workshop 2
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Hybride Verräumlichung im Unterrichtshandeln reflektieren und gestalten Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland Im Rahmen des Workshops wird der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise im Unterricht Verbindungen zwischen der räumlichen Umgebung und den digitalen, algorithmisch strukturierten Handlungsräumen, wie beispielsweise Lernplattformen, digitalen Lehrmitteln, Apps, Suchplattformen sowie KI-Anwendungen, hergestellt werden. Folgende Forschungsfrage ist im Workshop leitend: Wie verbinden Lehrkräfte im Unterricht räumliche und digitale Umgebungen und wie können sie durch Reflexion von Übergängen und Verknüpfungen digitale Medien nicht nur als Werkzeug, sondern auch als Handlungsräume begreifen? Die Relevanz digitaler Infrastrukturen im Bildungssystem wurde insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie diskutiert (Huber et al., 2023, S. 23). Die als "emergency remote teaching" (Hodges et al., 2020) bezeichneten Unterrichtsformen ermöglichten eine Überschreitung räumlicher Gegebenheiten in hybriden Arbeitsformen (Bartlett, 2022) und damit einhergehende Amorphisierung (Grabensteiner et al., 2023) und Entgrenzungen des Unterrichtsraums (Breiwe et al., 2023). In Schulen lässt sich eine Diskrepanz zwischen dem Anstieg digitaler Infrastruktur und der umfassenden Nutzung komplexer digitaler Anwendungen und Plattformen (Niemann et al., 2024) feststellen. Daraus leiten sich inhaltliche Anforderungen ab, Lehrkräfte in ihrer Reflexions- und Gestaltungskompetenz digital erweiterter Lernumgebungen zu stärken. Dazu braucht es grundlegende Erkenntnisse darüber, welche spezifischen unterrichtlichen "kulturellen Praktiken der Konnektivität" (Aßmann & Herzig, 2009, S. 62) sich in Interaktion mit digitalen Handlungsräumen herausbilden und wie Lehrpersonen "ihrem Umgang mit technischen Artefakten und Informationsströmen 'Sinn' verleihen" (Aßmann & Herzig, 2009, S. 69). Unterrichtsräume werden im Workshop unter Bezugnahme auf raumsoziologische Konzepte analysiert, wobei die soziale Konstruktion von Raum (Löw, 2012) und die Verknüpfung physisch-materialer und digital-medialer Umgebungen in „hybriden Raumstrukturen“ (Ahrens, 2003) durch "Verräumlichung" (Kajetzke & Schroer, 2015) im Fokus stehen. Der Unterricht als räumlich und zeitlich konstituierte soziale Praxis (Proske & Rabenstein, 2025), das mediale Repertoire sowie die digitale Infrastruktur stellen den Schwerpunkt der gemeinsamen Reflexion dar. Im Rahmen des Workshops werden raumsoziologische Mappings (vgl. Löw & Marguin, 2022) typischer Unterrichtssituationen mit digitalen Medien erstellt. Anhand der Mappings werden kreative Möglichkeiten der Erschließung hybrider Lernumgebungen im Zuge situativer digital-techno-sozialer Interaktion im Unterricht erkundet. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Möglichkeiten der Reflexion und Gestaltung digital erweiterter Lernumgebungen in der Aus- und Fortbildung von Lehrpersonen diskutiert. | ||
