Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter: Impulse für die Lehrer:innenbildung (LELEDIZ)
25.02.2026 - 26.02.2026 | JKU Linz
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Ses2b: Kompetenzen, Wirksamkeit und Professionalisierung in der Lehrer:innenbildung
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Professionalisierung von Lehrkräften im Kontext digitaler Bildung: Herausforderungen und Chancen für die Lehrer*innenfortbildung Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Österreich Fortbildungen, die Lehrkräfte im Verlauf ihres Berufslebens besuchen, wird eine Schlüsselfunktion für die berufslebenslange Professionalisierung zugeschrieben (Hillmayr et al., 2020; Johannmeyer & Cramer, 2021). Somit werden auch kontinuierliche Weiterbildung im Bereich des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien als zentraler Baustein zur Förderung der Medienkompetenz von Lehrkräften – und damit als Voraussetzung für die lernförderliche Integration digitaler Medien in den Unterricht - angesehen. Dabei sollte insbesondere ein didaktisch-instruktionaler Zugang im Fokus stehen, da er als entscheidend für eine gelungene und wirksame Integration digitaler Medien in den Unterricht angesehen wird (Fütterer et al., 2022; 2023). Lehrkräfte sehen sich jedoch häufig mit einem Überangebot an technischen und anwendungsbezogenen Fortbildungen konfrontiert, während Angebote mit didaktisch-instruktionalem Fokus deutlich seltener sind (Gerick & Eickelmann, 2017). Bisher ist wenig darüber bekannt, welche Motive Lehrkräfte zur Teilnahme an Fortbildungen im Bereich digitaler Medien haben und worin sie selbst weiteren Fortbildungsbedarf wahrnehmen. Hier setzt der Beitrag an und greift folgende Forschungsfragen auf:
Mittels eines Onlinefragebogens wurden bislang N = 91 Lehrer*innen befragt (der Erhebungszeitraum ist derzeit noch nicht abgeschlossen). Der Fragebogen erhebt folgende Dimensionen: (1) Themenwünsche, präferierte Gestaltungsmerkmale, Auswahlgründe sowie die Umsetzbarkeit in der Praxis von Fortbildungen zu digitalen Medien (2) Einstellungen zu Fortbildungsveranstaltungen zu digitalen Medien (3) Selbsteinschätzung der eigenen Medienkompetenz, (4) Selbstwirksamkeitserwartung im Umgang mit digitalen Medien, (5) Nutzung digitaler Medien zur Umsetzung zentraler Unterrichtsdimensionen. Ein erster, noch vorläufiger Einblick in die Daten spiegelt bisherige Annahmen und Befunde wider, dass sowohl besuchte als auch gewünschte Fortbildungen eine stark anwendungsorientierte Ausrichtung aufweisen. Lehrkräfte sehen insbesondere im Einsatz digitaler Medien ein Potenzial zur Individualisierung von Unterricht. Die eigene Medienkompetenz wird als moderat hoch eingeschätzt. Es bestehen signifikante Zusammenhänge zwischen der Selbstwirksamkeitserwartung im Umgang mit digitalen Medien und der Nutzung digitaler Medien zur Umsetzung der Unterrichtsdimensionen Individualisierung, Strukturierung sowie konstruktivistischer Unterstützung – jedoch nicht mit kognitiver Aktivierung. Nach Abschluss der Erhebungsphase wird anhand weiterer Analysen ua. untersucht, welche Rolle die individuellen Einstellungen sowie die selbst eingeschätzte Medienkompetenz von Lehrkräften bei der Wahl und dem Wunsch nach bestimmten Fortbildungsformaten spielen. Digitale Kompetenzen in der Lehrer:innenbildung erfassen und fördern – Einblicke in die erste Projektphase von DILL Universität Innsbruck Um Schüler:innen im Kontext der digitalen Transformation adäquat auf die Anforderungen des gegenwärtigen und zukünftigen Alltags- sowie Berufslebens vorzubereiten, ist es erforderlich, dass Lehrpersonen über die Kompetenz verfügen, digitale Lehr- und Lernprozesse sowohl didaktisch fundiert zu gestalten als auch kritisch zu reflektieren. In der Lehrer:innenbildung zeigt sich jedoch, dass die digitalen Kompetenzen der Studierenden mitunter sehr heterogen ausgeprägt sind und einer systematischen Förderung bedürfen. Einerseits benötigen Lehramtsstudierende grundlegende digitale Kompetenzen, um ihre eigene Ausbildung und ersten Schritte in der Praxis zu meistern; andererseits müssen sie als künftige Lehrkräfte auch dazu befähigt werden, die digitale Kompetenzen ihrer zukünftigen Schüler:innen zu fördern. Die empirisch-geprüfte Operationalisierung digitaler Kompetenzen bei (Hochschul-)Lehrpersonen und Studierenden, stellt jedoch nach wie vor sowohl ein Forschungsdesiderat (Rubach & Lazarides, 2019) als auch eine praktische, hochschuldidaktische Herausforderung dar. Das Projekt DILL (Digitale Kompetenzen in der Lehrer:innenbildung – lernenden- und lehrendenseitig) möchte eine empirische Grundlage für die Gestaltung der universitären Lehrer:innenbildung im Bereich der digitalen Kompetenzen schaffen. Das Projekt zielt darauf ab, mittels Selbsteinschätzungen den Entwicklungsstand digitaler Kompetenzen bei Studierenden und Universitätslehrkräften zu erfassen. Auf dieser Basis sollen systematische Strategien zum Erwerb digitaler Kompetenzen im Lehramtsstudium entwickelt und in hochschuldidaktische Konzepte überführt werden. Der vorgeschlagene Beitrag berichtet überwiegend über die erste Projektphase, welche die digitalen Kompetenzen der Studierenden in zwei konsekutiven Schritten untersucht. Ausgehend vom digi.kompP Kompetenzmodell (Brandhofer et al., 2016, 2019) erfasst ein online Fragebogen,
Die Querschnittserhebung, die Studienanfänger:innen bis hin zu Masterstudierenden einschließt, soll ein detailliertes Bild der digitalen Kompetenzen der Studierenden in verschiedenen Stadien ihres LA-Studiums bieten. Dies umfasst die Erhebung der Kompetenzen zu Studienbeginn bzw. vor Antritt der ersten Orientierungspraktika, vor und nach den umfangreichen Praxiserfahrungen (Fachpraktika und bildungswissenschaftliche Praktika) sowie während des Masterstudiums, welches viele Studierende berufsbegleitend absolvieren. Durch Gespräche in Fokusgruppen (u.a. Schulz et al., 2012) soll anknüpfend an die Fragebogenerhebung gezielter analysiert werden, wie Studierende die Entwicklung ihrer digitalen Kompetenzen im Laufe der Ausbildung erleben. Im Zuge der Präsentation werden vor allem die Erstellung des Fragebogens ausgehend von den digi.kompP Kompetenzbeschreibungen thematisiert und vorläufige Ergebnisse aus der ersten Erhebungswelle, welche im Zeitraum November-Dezember 2025 stattfindet, dargelegt und diskutiert. | ||
