Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Session
05.04: Studies through Sound
Zeit:
Donnerstag, 05.10.2017:
16:30 - 18:30

Ort: PSG 006
bei Kochstr. 6

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Präsentationen

Studies through Sound

Malte Kobel1, Alan Fabian2, Felix Gerloff3, Malte Pelleter4, Sebastian Schwesinger1

1Humboldt-Universität zu Berlin; 2Stiftung Universität Hildesheim; 3FHNW Basel; 4Leuphana Universität Lüneburg

Eröffnet die Erforschung von Klang mittels Klang einen ›Zugang‹ zu Wissen, der in gängiger wissenschaftlicher Textarbeit verdeckt bleibt? Wie lässt sich Klang (anders als Text) als Erkenntnistool nutzen? Kann Klang alternative Erkenntnisse generieren und wie kann man diese wiederum klanglich präsentieren? Kann man sich auf allgemein verständliche Praktiken und Regeln des ›Verstehens‹ von Klang einigen oder liegt in der Ambiguität des Wahrgenommenen von Klang eine eigene Erkenntnisstärke? Muss eine solche Befragung notwendigerweise über menschliches Hören passieren? Dieser Workshop dient einerseits dazu konkret klangliches Material für Forschungsfragen nutzbar zu machen und andererseits wesentliche Fragen der epistemischen Funktion von Klang zu analysieren.

Die Sound Studies haben in den letzten Jahrzehnten verschiedene Phänomene des Klingenden innerhalb der Geisteswissenschaften in den Vordergrund gerückt. Ein kritisches Moment, die kulturelle und soziale Verwicklung von Sound zu fokussieren und einem visuellen Primat entgegenzustellen, hat sich seither teilweise gefestigt. Auffällig ist jedoch, dass die Methoden und Zugangsweisen der Theoretisierungen von Klangphänomenen dennoch jeweils auf verbale Transformationsprozesse angewiesen sind und durch Verwissenschaftlichung (d.h. Verschriftlichung) erst valide werden: in Form von Vorträgen und Texten. Die vielfältigen Möglichkeiten Erkenntnisse durch klangliches Material wirkmächtig zu machen, spielen in den Sound Studies erst seit kurzem eine signifikantere Rolle (Stichwort: Audio Papers, Digital Sound Studies oder die Fluid Sounds Konferenz in Dänemark). Diesen Diskurs wollen wir mit dem Workshop aufgreifen. So werden die epistemischen Dimensionen des Klanglichen zur Analyse freigegeben.

In zehn-minütigen experimentellen Inputs (z.B. Audio Papers, Sound-Lectures u.a.) werden Sound-Forscherinnen, Musik- und Medienwissenschaftler Beiträge präsentieren und anschließend mögliche Erkenntnisse im Workshop diskutieren.



 
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Veranstaltung: GfM - Jahrestagung 2017
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