Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
| Datum: Sonntag, 01.03.2026 | |
| 12:30 - 13:00 | Nachwuchstag: Ankunft – Anmeldung, Kofferabgabe, Mittagessen Ort: Foyer K |
| 13:00 - 13:30 | Nachwuchstag: Begrüßung und Vorstellung Ort: Hörsaal 32 |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: Wissenschaftliches Schreiben Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Oliver Baumann, Universität Osnabrück Chair der Sitzung: Mireia Viguer Pérez, Universität Hamburg Beim wissenschaftlichen Schreiben stoßen wir alle immer wieder auf ähnliche Hürden: manchmal fehlt die Zeit, manchmal der rote Faden, und manchmal wissen wir einfach nicht, was wir schreiben sollen. In unserem Workshop möchten wir unsere bisherigen Erfahrungen mit euch teilen und euch einen Einblick in unterschiedliche Phasen des Schreibprozesses geben. Wir werfen einen Blick auf den allgemeinen Aufbau wissenschaftlicher Texte wie Journalartikel, und arbeiten in kleinen Etappen an typischen Abschnitten. Dabei habt ihr Gelegenheit, eigene Schreibprojekte einzubeziehen. Gemeinsam möchten wir auf Fragen und Probleme beim Schreiben eingehen. Eine Einreichung von Texten oder Projektskizzen ist nicht nötig – ihr könnt einfach so teilnehmen! |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: KI effektiv im Arbeitsalltag nutzen Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) Chair der Sitzung: Ömer Arslan, Universität Duisburg-Essen Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung – als Forschungsgegenstand, aber auch als Hilfe in der wissenschaftlichen Praxis. Im Workshop werden die Einsatzmöglichkeiten von KI zur Optimierung wissenschaftlicher Prozesse erkundet. Dabei werden KI-Tools für Aufgaben wie das Formulieren wissenschaftlicher Texte oder Literaturrecherche eigenständig erprobt. Auch werden die Grenzen des Einsatzes von KI diskutiert. Bringt bitte euren Computer mit, damit ihr die Tools im Workshop ausprobieren könnt. |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: Selbst- und Zeitmanagement Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Laura Graewert, Universität Siegen Chair der Sitzung: Lisa Birk, Universität Münster Die eigene Promotion stellt uns vor viele neue Herausforderungen. Das Arbeitspensum steigt stetig und man kennt das Gefühl, nicht zu wissen, wo man anfangen oder aufhören soll. Damit seid ihr nicht alleine! In unserem Workshop zum Selbst- und Zeitmanagement stellen wir euch effektive Techniken zur guten Zeitplanung und zum effektiven Selbstmanagement vor, die ihr auch direkt ausprobieren werdet. Darüber hinaus geben wir euch wichtige Impulse zur Stressbewältigung. Der Austausch über eigene Schwierigkeiten, Erfahrungen und die vorgestellten Impulse zu Zeitmanagement und Stressbewältigung kann zum Ausgangspunkt für einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen werden. |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: Umgang mit Literatur Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Johanna Scharlau, TU Dortmund Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz Mathematikdidaktik als Wissenschaft muss auf vorhergehenden Forschungsergebnissen aufbauen. Diese Ergebnisse liegen in der Regel in Form von Aufsätzen, wissenschaftlichen Artikeln und Büchern vor. In diesem Workshop werden verschiedene Bereiche im Hinblick auf wissenschaftliche Literatur thematisiert. Neben einer kurzen Einführung in das Finden von Literatur und Literaturverwaltungsprogramme werden die Teilnehmenden Strukturierungsmöglichkeiten für Literatur exemplarisch ausprobieren können. Die vorgestellten Strategien sollen dabei helfen sich Forschungsergebnisse anzueignen und diese mit Blick auf das eigene Projekt aufzubereiten. |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: Vorträge halten Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Lena S. Jaeger, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Gerrit Loth, Universität Münster Ein guter Vortrag ist zuallererst gelungene Kommunikation – und zwar mit Zuhörenden, die man oft gar nicht kennt. Um uns auf dieses kommunikative Abenteuer gut vorzubereiten, werden wir im Workshop besprechen und ausprobieren, wie man den eigenen Vortrag klar strukturiert, mit ansprechenden Folien sinnvoll unterstützt und dann souverän und sympathisch hält.
Wenn ihr an diesem Workshop teilnehmen möchtet, bringt gerne eine erste Idee oder ein grobes Thema für einen Vortrag mit, den ihr in naher Zukunft halten möchtet. Diese Idee kann als Ausgangspunkt für die gemeinsamen Arbeitsphasen dienen. |
| 15:25 - 15:45 | Nachwuchstag: Pause mit Foto Ort: Foyer K |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Posterbeiträge am Sonntag I Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Lena S. Jaeger, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Johanna Scharlau, TU Dortmund Es handelt sich um Postervorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Förderung der Diagnose- und Interventionsfähigkeit in der Lehramtsausbildung anhand von individueller Sequenzierung der Fälle bei einer Simulation zur Bruchrechnung LMU, Deutschland Das Diagnostizieren des Lernstandes von Lernenden sowie das Auswählen einer passgenauen Förderung zählen zu zentralen Kompetenzen von Mathematiklehrkräften. Simulationen eignen sich, um diese Kompetenzen in der universitären Lehramtsausbildung zu fördern. Anhand einer Simulation zur Lernunterstützung bei der Bruchrechnung soll untersucht werden, wie Teilnehmende durch eine individuelle Sequenzierung von Fällen in ihrer Kompetenzentwicklung unterstützt werden können. Das Poster stellt die Entwicklung der Fälle mit unterschiedlicher Typizität und Salienz diagnostischer Informationen vor. Wie kognitiv aktivierend vermitteln angehende Mathematiklehrkräfte den Grenzwertbegriff in Unterrichtssimulationen? Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland Neben generischen werden fachspezifische Indikatoren für Unterrichtsqualität, etwa für die Dimension kognitive Aktivierung, herangezogen. Diese müssen jedoch themenspezifisch ausgearbeitet werden, und zudem sind bisherige Befunde zu ihrem Zusammenhang mit generischen Indikatoren uneinheitlich. Der Beitrag aus dem Projekt PerformA untersucht die kognitive Aktivierung in N = 33 Unterrichtssimulationen angehender Lehrkräfte zum Thema Grenzwerte. Dazu werden themenspezifische Indikatoren beschrieben und deren Zusammenhänge mit weiteren Qualitätsmerkmalen analysiert. 5 vor 12! Das Zeitverständnis als Bezugssystem Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland Theoretische Ansätze zum Zeitbegriff und Zeitverständnis aus Psychologie, Mathematikdidaktik und Philosophie lassen sich zu einem Konzept der Zeit als Bezugssystem verbinden. Um das zyklische Zeitverständnis von SchulanfängerInnen zu erfassen, wird der Fokus auf die Kategoriebildung für die Analyse von Leitfadeninterviews zum Zeitverständnis in meinem Promotionsprojekt gelegt. Ziel soll sein, ein deduktives Kategoriesystem aus dem theoretischen Rahmen der Arbeit zu gewinnen, um mit diesem dessen Repräsentationen in den Aussagen der Kinder zu beschreiben und daraus eine Typisierung vorzunehmen. Theoretische Analyse des Unterrichtskonzeptes "Didaktik der Vielfalt" auf der Grundlage von Prinzipien eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts Universität Bielefeld, Deutschland Das Unterrichtskonzept "Didaktik der Vielfalt" (von der Groeben & Kaiser 2012) verbindet kooperatives und differenzierendes Lernen und ist in der reformpädagogischen Schulpraxis etabliert. Eine wissenschaftliche Beforschung, inwiefern das Konzept tatsächlich diversitätssensibel und lernwirksam im Mathematikunterricht umgesetzt wird, steht jedoch noch aus und wird vom Verbundprojekt DiVa verfolgt. In diesem Beitrag werden Leitprinzipen der Mathematikdidaktik zum guten inklusiven Mathematikunterricht mit Theoriebezügen der Didaktik der Vielfalt verglichen und Übereinstimmungen herausgearbeitet. Mathematiklernen mit KI - Analyse der selbständigen Nutzungsweisen von Lernenden und deren Zusammenhang mit dem konzeptuellen Verständnis kombinatorischer Grundfiguren Universität Paderborn, Deutschland Künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst zunehmend die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler. Gefahren und Potenziale des Mathematiklernens mit KI werden aktuell vielschichtig diskutiert. Zentral ist jedoch, dass die Gefahren und Potenziale erst im Rahmen der individuellen Nutzung wirksam werden. Daher sollen in der Dissertation die außerunterrichtlichen, eigenständigen Nutzungsweisen der Lernenden von KI in der Klausurvorbereitung sowie deren Zusammenhang mit dem konzeptuellen Verständnis in Bezug auf kombinatorische Grundfiguren untersucht werden. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Laura Graewert, Universität Siegen Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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"Weil wenn man es dreht bleibt es Gleich." - Verständnis von Lernenden zur Drehsymmetrie Ruhr-Universität Bochum, Deutschland Vor dem Hintergrund, dass in bisherigen Studien überwiegend Achsensymmetrie untersucht und Schülerlaborangebote vorrangig von Gymnasien genutzt werden sowie lediglich kurzfristige Effekte zeigen, fokussiert der Beitrag das Drehsymmetrieverständnis von Lernenden aus Schulen in herausfordernden Lagen mit Abstand zu einem Schülerlaborprojekttag. Grundlage bildet ein mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewerteter schulischer Follow-up-Test. Die Ergebnisse deuten das Potenzial des Projekttags zur Anbahnung eines ersten Verständnisses an und zeigen die Notwendigkeit schulischer Nachbereitung. LLAMA LIMA: Eine kontinuierliche Metaanalyse zum Lernen von Mathematik mit generativer KI Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland In dieser Metaanalyse untersuchen wir den Effekt von Interventionsstudien mit generativer KI auf Mathematikleistung. Hierzu nutzen wir eine kontinuierliche (kumulative) Metaanalyse mit einer bayesianischen Mehrebenenanalyse, in der neu hinzukommende empirische Befunde fortlaufend in die Evidenzsynthese integriert werden. Auf Grundlage von 14 Studien zeigt sich derzeit ein geringer mittlerer Effekt (g = 0.32). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bisherige Evidenz für leistungssteigernde Effekte generativer KI im Mathematikunterricht noch begrenzt ist. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Gerrit Loth, Universität Münster Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Proof Frameworks: theoretische und empirische Analyse einer Unterstützungsmaßnahme zur Beweiskonstruktion Philipps-Universität Marburg, Deutschland Unser Forschungsprojekt setzt die Idee der Proof Frameworks von Selden und Selden in Form von Scaffolds um, die Studierende in der Studieneingangsphase bei der Beweiskonstruktion unterstützen sollen. Wir möchten dabei Aufschluss darüber erhalten, welche Funktionen solche Scaffolds erfüllen können. Zu diesem Zweck untersuchen wir die Wirkung der Scaffolds sowohl theoretisch-analytisch als auch qualitativ-empirisch anhand von Aufzeichnungen von Studierenden beim Konstruieren von Beweisen. Werkzeugkompetenzen beim Problemlösen mit GeoGebra RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Technologiegestütztes Lernen kann mathematische Kompetenzen nachweislich fördern. Dennoch werden digitale Mathematiksysteme (DMS) selten von Lernenden im Unterricht eingesetzt. Zur Nutzung von DMS als digitales Werkzeug ohne Vorstrukturierung sind noch viele Forschungsfragen ungeklärt, unter anderem, welche Werkzeugkompetenzen Lernende bei der Bearbeitung von Aufgaben benötigen. In diesem Beitrag wird exemplarisch erarbeitet, welche Werkzeugkompetenzen Lernende an welchen Stellen im Problemlöseprozess unterstützen können. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Lisa Birk, Universität Münster Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Eine Längsschnittstudie zu motivationalen Prozessen und Effekten beim selbstregulierten Lernen von Mathematik 1St. Jakobus Gymnasium Abtsgmünd, Deutschland; 2TUM München; 3PH Freiburg Es werden die Zusammenhänge zwischen selbstregulatorischen und motivationalen Prozessen und Lernleistung in der FSA (Freie Stillarbeit) in Klasse 5 bis 7 eines Gymnasiums untersucht. Die FSA ist ein pädagogischer Ansatz, der speziell die Selbstregulation der Schüler*innen fördert, indem ihnen die Verantwortung für die Organisation ihres Lernprozesses übertragen wird und sie sich Inhalte ohne Instruktion aneignen. Erste Ergebnisse zeigen, dass ältere Schüler*innen (Kl. 7) eine höhere Motivation in der FSA berichten als jüngere (Kl. 6), aber auch dass die wahrgenommene Unterstützung abnimmt. Einmal Vierfeldertafel, immer Vierfeldertafel? – Zum (un-)flexiblen Einsatz von Visualisierungen bei Aufgaben mit bedingten und/oder Schnittwahrscheinlichkeiten 1Universität Paderborn, Deutschland; 2Herzog-Tassilo-Realschule Dingolfing, Deutschland Manche Aufgaben in der Stochastik können einfacher mit einem Baum, andere einfacher mit einer Vierfeldertafel gelöst werden, je nachdem, welche Informationen in einer Situation mit 2 dichotomen Merkmalen gegeben sind. In einer Studie mit 114 Schüler*innen haben wir untersucht, wie flexibel die Lösungsstrategien genutzt werden. Hierzu bearbeiteten die Lernenden Aufgaben, in denen entweder eine Vierfeldertafel, ein Baum oder beide Visualisierungen gleichermaßen vorteilhaft sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein adaptiver Umgang mit unterschiedlichen Darstellungen kaum erkennbar ist. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Dialogische Lernprozesse im Mathematikunterricht – Einblicke in die Analyse von Lerntagebüchern Freie Universität Berlin, Deutschland Innerhalb des Lehr-Lern-Kontexts werden Dialoge gemeinhin als interpersonelle Prozesse betrachtet. Das Dialogische Lernkonzept nach Ruf & Gallin fokussiert zusätzlich auf eine intrapersonelle Dimension. Vor dem Austausch mit anderen ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Fachinhalt erforderlich, die auch als Dialog mit der Sache bezeichnet wird. In dem Beitrag wird eine qualitative Inhaltsanalyse von Äußerungen von Lernenden in Lerntagebüchern vorgestellt und im Kontext des Dialogverständnisses diskutiert. Entwicklung und Beforschung eines KI-Tutors mit interaktiven Visualisierungen zur Bruchaddition Universität Siegen, Deutschland KI-gestützten Tutoren wird ein erhebliches Potenzial zur konstruktiven Unterstützung von Lernenden zugeschrieben. Gegenwärtig beschränken sich entsprechende Tutoren jedoch überwiegend auf prozedurale Hilfestellungen und nutzen interaktive, verstehensförderliche Visualisierungen bislang nur in geringem Maße. Das Promotionsprojekt zielt auf die Entwicklung und empirische Untersuchung eines KI-gestützten, dialogbasierten Tutors ab, der Lernende bei der Bearbeitung von Übungsaufgaben zur Addition von Brüchen konstruktiv unterstützt, indem gezielt interaktive Visualisierungen eingesetzt werden. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Josephine F. Paul, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Merkmale von Vorlesungen als Bedingungsfaktoren für Studienerfolg im Fach Mathematik Universität Potsdam, Deutschland Mathematische Studiengänge verzeichnen im Fächervergleich die höchsten Abbruchquoten, wobei mangelnde Motivation eine zentrale Rolle spielt. Der Übergang von der Schule zur Hochschule ist häufig mit veränderten Anforderungen verbunden, die motivationale Probleme begünstigen können. Im Sinne der Person-Umwelt-Passung werden in der geplanten Studie sowohl Studierendenmerkmale als auch Merkmale von Mathematikvorlesungen untersucht. In einer quantitativen Längsschnittstudie wird analysiert, wie diese Merkmale die Motivationsentwicklung und Studienzufriedenheit beeinflussen. Konstruktiv Algorithmisieren in Explorier-Lernumgebungen PH Weingarten, Deutschland Konstruktivistisch orientierter Mathematikunterricht sollte (auch) Algorithmen als Prozess und nicht nur als Produkt thematisieren. „Algorithmen als Prozess“ bedeutet, das Algorithmisieren als konstruktiv-mathematische Tätigkeit erfahrbar zu machen: Mit diesem Ziel werden Explorier-Lernumgebungen mit Blockprogrammierung entwickelt und mit dem Forschungsinteresse untersucht, ob und in welcher Weise Lernende dadurch algorithmisieren lernen. |
| 17:00 - 17:45 | Nachwuchstag: Networking-Kaffee-Pause Ort: Seminarraum K6 |
| 17:00 - 17:45 | Nachwuchstag: Networking-Kaffee-Pause Ort: Seminarraum K8 |
| 17:00 - 17:45 | Nachwuchstag: Networking-Kaffee-Pause Ort: Seminarraum K5 |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Posterbeiträge am Sonntag II Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Lena S. Jaeger, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Johanna Scharlau, TU Dortmund Es handelt sich um Postervorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Beforschung eines LLM-gestützten Conversational Tutoring Agents mit interaktiven Visualisierungen zur adaptiven Unterstützung von Lernenden Universität Siegen, Deutschland Das Poster skizziert erste konzeptionelle Schritte zur Entwicklung und Beforschung eines LLM-gestützten Conversational Tutoring Agents, der eine interaktive Visualisierung zur Volumenberechnung von Quadern und Würfeln integriert. Ziel ist es, Lernende der Sekundarstufe I bei der konstruktiven Bearbeitung von Übungsaufgaben zu unterstützen. Das Forschungsanliegen liegt in der systematischen Identifikation von Potenzialen und Herausforderungen dieses Ansatzes. Unterrichtsintegrierte Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler in Jahrgangsstufe 5: Bedarfe, Herausforderungen und Chancen aus Lehrkräfteperspektive Universität Bayreuth, Deutschland Im Rahmen eines Design-Based Research Projekts zur Gestaltung einer Lernumgebung zur unterrichtsintegrierten Förderung rechenschwacher Kinder in der Jahrgangsstufe 5 wurden in einer ersten Explorationsphase leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften geführt. Hauptziel der Interviewstudie war die Erfassung der aktuellen Situation in der Praxis sowie die Erhebung von Herausforderungen und Bedarfen der Lehrkräfte. Zur Erstellung der Interviewleitfäden diente der Value Proposition Canvas; ausgewertet wurden die Interviews mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse. Konstruktion netzwerkartiger Kompetenzstrukturen für adaptives formatives Assessment im Bereich «Lineare Funktionen» der Sekundarstufe 1. Pädagogische Hochschule St.Gallen, Schweiz Grundlage für individualisierte Lernprozesse ist ein präzises Kompetenzassessment, das Lernstände sowie nächste mögliche Lernschritte sichtbar macht. Im SNF-Projekt SaTiM entsteht eine digitale, formative Assessmentplattform für die linearen Funktionen in der Sekundarstufe, basierend auf der kompetenzbasierten Wissensraumtheorie (CbKST). In diesem Beitrag wird der Prozess der Modell- und Testentwicklung mit CbKST anhand eines Beispiels sowie Herausforderungen bei der Identifikation von Vorläuferbeziehungen anhand einer Expert:innenbefragung diskutiert. Diagnose und Förderung Räumlicher Vorstellung mit SMART - Präsentation eines Forschungsvorhabens Universität Duisburg-Essen, Deutschland Die Studie untersucht die räumliche Vorstellung von Schüler:innen der Sekundarstufe I und die Wirksamkeit diagnosebasierter Fördermaßnahmen im Rahmen formativen Assessments. In einem Mixed-Methods-Interventionsdesign bearbeiten ca. 1000 Schüler:innen SMART-Prä- und im Nachgang Post-Tests zur Erfassung ihres Umgangs mit geometrischen Objekten. Auf Basis diagnostischer Daten werden gezielte Fördermaßnahmen implementiert, um Veränderungen der räumlichen Vorstellungen systematisch zu analysieren. |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Stages of Concern im Mathematikunterricht – Eine geplante Implementierungsstudie zur erstmaligen Einführung der Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Sekundarstufe I in Österreich Universität Innsbruck, Österreich Seit dem Schuljahr 2023/24 gilt in Österreich ein neuer Lehrplan für die Sekundarstufe I, der ab 2025/26 erstmals die Wahrscheinlichkeitsrechnung in der 7. und 8. Schulstufe verankert. Lehrpersonen stehen damit vor der Herausforderung, ein neues Inhaltsgebiet oft ohne entsprechende Ausbildung umzusetzen. Die Studie begleitet diesen Implementierungsprozess und untersucht die Stages of Concern von Lehrpersonen nach dem Concerns-Based Adoption Model. Methodisch folgt sie einem Mixed-Methods-Design aus qualitativen Interviews, Fragebogenerhebungen und einer Analyse des realisierten Unterrichts. 15 Jahre internationale Forschung zu Videos für Mathematik: Erklären, Lernen, YouTube - eine Frage der Perspektive? 1Universität Bielefeld, Deutschland; 2Universität Bremen, Deutschland; 3Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 4Universität Duisburg-Essen, Deutschland; 5Technische Universität Dortmund, Deutschland Die Nutzung und Beforschung von Videos für das mathematische Lernen sind von großer Relevanz, während es keine einheitlichen Konzeptualisierungen dieser Videos gibt. Basierend auf einem systematischen Literaturreview, in welchem charakterisierende Merkmale für Videos herausgearbeitet worden sind, werden im Beitrag die zeitlichen Entwicklungen einzelner Merkmale untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Dauer, Ortsunabhängigkeit der Nutzung und der Fokus auf prozedurales Wissen abnehmen, während mathematikdidaktische Aspekte zunehmen. |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Oliver Baumann, Universität Osnabrück Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Entdeckungen von Viertklässler*innen bei Permutationen mit und ohne Wiederholung – Lernumgebung zu Ziffernkarten Universität Duisburg-Essen, Deutschland In der Lernumgebung ‚Permutationen mit Ziffernkarten‘ können Lernende drei- und vierstellige Zahlen mit verschiedenen und doppelten Ziffern finden und kombinatorische Figuren entdecken. Zum Umgang mit Permutationen mit Wiederholung liegen in der Forschung bislang wenige Ergebnisse vor. In einer explorativen Erprobung bearbeiteten Viertklässler*innen die Lernumgebung in Einzelinterviews. Die Analyse von Lernendenäußerungen zum Vergleich zwischen Permutationen mit und ohne Wiederholung von dreistelligen Zahlen, zeigt Entdeckungen zum Zusammenhang zwischen Ziffernmaterial und Lösungsmenge. Mathematischer Brückenbau durch die Konzeption von Tutoriumssequenzen der Linearen Algebra Universität Graz Das Ziel dieses Vortrags besteht in der Ergründung von Kriterien zur anschlussfähigen Gestaltung von Universitätslehre mit Blick auf die erste Diskontinuität. Hierfür wurden Tutoriumssequenzen zur Linearen Algebra 1 entwickelt und erforscht. Als Basis dafür wurden Expert*inneninterviews mit Universitätslehrenden zu möglichen Schwerpunkten sowie Anknüpfstellen durchgeführt und ausgewählte didaktischen Rahmungen und Werke für die Konzeption hinzugezogen. Durch Studierendenbefragungen zu wahrgenommener Kontinuität wurden Merkmale besonders diskontinuitätsreduzierender Sequenzen identifiziert. |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Mireia Viguer Pérez, Universität Hamburg Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Argumentieren und Begründen im Mathematikunterricht: Eine vignettengestützte Studie mit angehenden Lehrkräften Universität Graz, Österreich Die Studie untersucht, inwiefern Lehramtsstudierende mithilfe cartoonartig gestalteter Vignetten unterschiedliche Schüler*innenargumentationen im Kontext des grafischen Differenzierens in der Sekundarstufe II erkennen und kriterienorientiert bewerten. Auf Basis der Variation Theory wurden Unterrichtssituationen als Vignetten konstruiert, die sich hinsichtlich Struktur und mathematischem Inhalt der Argumente unterscheiden. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Vignetten kontrastreiche Einschätzungen hervorrufen und somit ein geeignetes Instrument zur Förderung von Noticing-Prozessen darstellen. Wie nutzen Lernende GeoGebra beim Modellieren? Eine qualitative Analyse digitaler Modellierungsprozesse Universität Münster, Deutschland Digitale Tools wie GeoGebra können Lernende beim mathematischen Modellieren auf vielfältige Weise unterstützen. Im Gegensatz zum analogen Modellieren erfordert das Modellieren mit digitalen Tools zusätzliche Fähigkeiten. Dadurch ergeben sich neben den bekannten, analogen Modellierungsteilkompetenzen digitale Teilkompetenzen, die über diese hinausgehen. Der Beitrag untersucht, wie Lernende der 8. und 9. Jahrgangsstufe GeoGebra während des Modellierens verwenden und welches Verhältnis von analogen und digitalen Modellierungskompetenzen erkennbar wird. |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Ömer Arslan, Universität Duisburg-Essen Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Entwicklung einer Lernumgebung zum frühen Gewichtsverständnis im kooperativ-dialogischen Anfangsunterricht Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland ‚Gewichte‘ ab Klasse 1? Das Forschungsprojekt fokussiert als Design Research die Entwicklung einer kooperativ-dialogischen Lernumgebung zur Masse. Erforscht wird deren Umsetzbarkeit in Klasse 1, um frühzeitig reichhaltige Erfahrungen zu dieser visuell nicht wahrnehmbaren Größe zu gewähren. Der Beitrag begründet das Anliegen theoretisch und illustriert die Vorbereitung der iterativen Forschung. Auf der sachanalytischen Ebene folgen Entwicklungsstufen zum frühen Gewichtsverständnis und auf Designebene werden Gestaltungsprinzipien aus der dialogischen Didaktik hergeleitet. Analyse typischer Ableitungsfehler - Fehlerprofile bei Studierenden Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Es wurde eine explorative Untersuchung der Fehler und Fehlerprofile von Studierenden beim Ableiten durchgeführt. 69 Studierenden haben in einem Test zum Ableiten 1231 Fehlern produziert. Mit einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden 26 datenbasierte Fehlerkategorien gebildet. Diese wurden vier literaturbasierten Kategorien zugeordnet. Mit einer Clusteranalyse konnten vier Fehlerprofile identifiziert werden. Die Resultate geben Aufschluss über die Heterogenität von Ableitungsfehlern, über das allgemeine Fehlerverhalten und zeigen eine geeignete, literaturbasierte Klassifizierung von Fehlern auf. |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Interdisziplinäre Förderung von Data Literacy auf der Grundlage einer KI-gestützten Bildungstechnologie im Projekt DUDa Universität Kassel, Deutschland Die zunehmende Digitalisierung macht Data Literacy zu einer Schlüsselkompetenz. Das Projekt DUDa (Digitale adaptive Unterstützung generischer und fachbezogener Datenkompetenz) entwickelt eine KI-gestützte Bildungstechnologie, die Lernende interdisziplinär und individuell durch Lerneinheiten zu Data Literacy anhand realer Datensätze aus der Gesundheits- und Biodiversitätsforschung führt. Eine qualitative Pilotstudie Anfang 2026 bildet die Grundlage der Evaluation eines Prototyps dieser, der das Ziel hat, sowohl generische als auch fachspezifische Data-Literacy von Schüler*innen zu fördern. Lerngelegenheiten zum Aufbau des Stellenwertverständnisses in Mathematikbüchern in der Schuleingangsphase Universität zu Köln, Deutschland Obwohl das Stellenwertverständnis eine zentrales Elementarithmetischer Kompetenzen darstellt, ist wenig darüber bekannt, wie es in Lehrwerken instruiert wird. Der Beitrag analysiert Umfang, Art und die zu Grunde liegenden Prinzipien von Lerngelegenheiten zum Stellenwertsystem im Anfangsunterricht. Untersucht wurden drei Schulbuchreihen der Jahrgangsstufen 1 und 2. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als 4 % der Segmente explizit das Stellenwertverständnis adres-sieren, überwiegend im Zahlenraum von 21 bis 100. Dabei dominiert das Stellenwertprinzip gegenüber dem Bündelungsprinzip. |
| 19:30 | Nachwuchstag: Kennenlerndinner Ort: Mio3 Nach dem ersten inhaltlichen Teil des Nachwuchstags freuen wir uns am Sonntagabend auf ein gemeinsames Abendessen mit euch in Wuppertal im Mio3 (wir laufen nach dem Ende des inhaltlichen Programms am ersten Tag gemeinsam vom Foyer im Seminargebäude K los).
Ihr werdet die ersten Workshops und Probebeiträge gehört haben, sodass es sicher viel zu diskutieren gibt. Wir lassen den Tag in einer netten Runde ausklingen. |
| Datum: Montag, 02.03.2026 | |
| 8:15 - 8:30 | Nachwuchstag: Ankunft Ort: Foyer K |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: Wissenschaftliches Schreiben Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Josephine F. Paul, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Beim wissenschaftlichen Schreiben stoßen wir alle immer wieder auf ähnliche Hürden: manchmal fehlt die Zeit, manchmal der rote Faden, und manchmal wissen wir einfach nicht, was wir schreiben sollen. In unserem Workshop möchten wir unsere bisherigen Erfahrungen mit euch teilen und euch einen Einblick in unterschiedliche Phasen des Schreibprozesses geben. Wir werfen einen Blick auf den allgemeinen Aufbau wissenschaftlicher Texte wie Journalartikel, und arbeiten in kleinen Etappen an typischen Abschnitten. Dabei habt ihr Gelegenheit, eigene Schreibprojekte einzubeziehen. Gemeinsam möchten wir auf Fragen und Probleme beim Schreiben eingehen. Eine Einreichung von Texten oder Projektskizzen ist nicht nötig – ihr könnt einfach so teilnehmen! |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: KI effektiv im Arbeitsalltag nutzen Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) Chair der Sitzung: Ömer Arslan, Universität Duisburg-Essen Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung – als Forschungsgegenstand, aber auch als Hilfe in der wissenschaftlichen Praxis. Im Workshop werden die Einsatzmöglichkeiten von KI zur Optimierung wissenschaftlicher Prozesse erkundet. Dabei werden KI-Tools für Aufgaben wie das Formulieren wissenschaftlicher Texte oder Literaturrecherche eigenständig erprobt. Auch werden die Grenzen des Einsatzes von KI diskutiert. Bringt bitte euren Computer mit, damit ihr die Tools im Workshop ausprobieren könnt. |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: Umgang mit Literatur Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Johanna Scharlau, TU Dortmund Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz Mathematikdidaktik als Wissenschaft muss auf vorhergehenden Forschungsergebnissen aufbauen. Diese Ergebnisse liegen in der Regel in Form von Aufsätzen, wissenschaftlichen Artikeln und Büchern vor. In diesem Workshop werden verschiedene Bereiche im Hinblick auf wissenschaftliche Literatur thematisiert. Neben einer kurzen Einführung in das Finden von Literatur und Literaturverwaltungsprogramme werden die Teilnehmenden Strukturierungsmöglichkeiten für Literatur exemplarisch ausprobieren können. Die vorgestellten Strategien sollen dabei helfen sich Forschungsergebnisse anzueignen und diese mit Blick auf das eigene Projekt aufzubereiten. |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: Open Science Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Theresa Büchter, Universität Kassel Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Immer wieder können Studienergebnisse nicht reproduziert werden, was viele Menschen zunehmend an der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft zweifeln lässt. Man kann sich daher fragen: Wie berichte ich meine wissenschaftlichen Ergebnisse so, dass sie möglichst reproduzierbar und damit glaubwürdig sind? An Fragen wie dieser dockt Open Science an, worunter man eine Reihe an Leitsätzen und Verhaltensweisen für eine ehrliche, reproduzierbare und zugängliche Forschungspraxis versteht. Im Rahmen des Workshops wird ein Überblick über die Möglichkeiten in Bezug auf Forschungs- und Publikationsformate sowie Forschungspraktiken im Rahmen von Open Science gegeben und Stolpersteine, Hürden und Bedenken werden ausführlich diskutiert. Wir freuen uns auf einen kritischen und lebendigen Austausch mit euch! |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: Vorträge halten Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Lena S. Jaeger, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Gerrit Loth, Universität Münster Ein guter Vortrag ist zuallererst gelungene Kommunikation – und zwar mit Zuhörenden, die man oft gar nicht kennt. Um uns auf dieses kommunikative Abenteuer gut vorzubereiten, werden wir im Workshop besprechen und ausprobieren, wie man den eigenen Vortrag klar strukturiert, mit ansprechenden Folien sinnvoll unterstützt und dann souverän und sympathisch hält.
Wenn ihr an diesem Workshop teilnehmen möchtet, bringt gerne eine erste Idee oder ein grobes Thema für einen Vortrag mit, den ihr in naher Zukunft halten möchtet. Diese Idee kann als Ausgangspunkt für die gemeinsamen Arbeitsphasen dienen. |
| 10:15 - 10:30 | Nachwuchstag: Pause Ort: Foyer K |
| 10:30 - 11:30 | Nachwuchstag: Talkrunde Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Timo Dexel, Universität Münster Die Talkrunde findet direkt vor Beginn der Tagung am Montag, den 02.03.2026 im HS 26 statt. Zwei Gäst:innen geben hier ihre Erfahrungen aus der eigenen Promotionszeit und ihrem Werdegang danach an euch weiter. Dabei geht es z. B. um folgende Fragen: • Wie wird mit Schwierigkeiten während der Promotion umgegangen? • Wie kann man Beruf/Familie/Freizeit unter einen Hut bekommen? Dieses Jahr zu Gast sind Dr. Katharina Zentgraf, die 2024 ihre Promotion an der TU Dortmund abgeschlossen hat und derzeit in der Umweltpädagogischen Station Heidhof arbeitet, und Prof. Dr. Timo Dexel, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Didaktik und Schulforschung der inklusiven Bildung an der Universität Münster. Auch wenn ihr möglicherweise erst am Anfang eurer Promotion steht, ist es sicherlich nicht nur spannend zu wissen, wie die Zeit während der Promotion verlaufen kann, sondern auch, welche Chancen und Möglichkeiten es danach gibt. Nutzt daher die Gelegenheit und stellt unseren Gäst:innen in der Talkrunde Fragen, die euch schon immer interessiert oder lange beschäftigt haben. |
| 11:30 - 12:00 | Nachwuchstag: Abschlussrunde (inklusive Evaluation) Ort: Hörsaal 26 Mit der Abschlussrunde inklusive Evaluation beenden wir in HS 26 gemeinsam das Programm des Nachwuchstages. Die Evaluation ist für uns sehr wichtig, da wir damit die weiteren Nachwuchstage optimieren können. |
| 12:00 - 13:00 | Nachwuchstag: Individuelle Mittagspause Ort: Mensa und Cafeteria Mit der Abschlussrunde inklusive Evaluation beenden wir
32 gemeinsam das Programm des Nachwuchstages. Die Evaluation ist für uns sehr wichtig, |
| 12:00 - 15:30 | Anmeldung Ort: Foyer K Nach 15:30 Uhr ist die Anmeldung im Tagungsbüro (K.11.15) möglich. |
| 13:00 - 14:30 | Begrüßung Ort: Hörsaal 33 |
| 14:30 - 15:30 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Karine Chemla, The University of Edinburgh/CNRS Warum muss die Geschichte der mathematischen Symbolik neu geschrieben werden? Why should we rewrite the history of mathematical symbolism? |
| 15:30 - 16:00 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 16:00 - 17:30 | AK Problemlösen Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Nina Sturm, PH Ludwigsburg Chair der Sitzung: Lukas Baumanns, Universität Duisburg-Essen Chair der Sitzung: Benjamin Rott, Unversität zu Köln |
| 16:00 - 17:30 | AK Sekundarstufe II Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Susanne Digel, RPTU Kaiserslautern-Landau Chair der Sitzung: Lena Wessel, Universität Paderborn |
| 16:00 - 17:30 | AK Stochastik Ort: Hörsaal 31 Chair der Sitzung: Karin Binder, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Tobias Rolfes, Goethe-Universität Frankfurt am Main |
| 16:00 - 17:30 | AK Vernetzungen im Mathematikunterricht Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Matthias Brandl, Universität Passau Chair der Sitzung: Thomas Borys, PH Karlsruhe Weitere Leitung: Astrid Brinkmann |
| 16:00 - 17:30 | AK Argumentieren, Begründen und Beweisen Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Michael Meyer, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald |
| 16:00 - 17:30 | AK Frauen, Gender & Diversity und Mathematik Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Johanna Hedwig Kerres, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Julchen Brieger, Technische Universität Chemnitz Weitere Leitung: Lara Gildehaus, Renate Motzer, Christiane Scharlach |
| 16:00 - 17:30 | AK Geometrie Ort: Hörsaal 27 Leitung: Andreas Filler, Anselm Lambert |
| 16:00 - 17:30 | AK Interpretative Forschung in der Mathematikdidaktik Ort: Seminarraum VW.11.002 Chair der Sitzung: Judith Jung, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Taha Ertuğrul Kuzu, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd Weitere Leitung: Birgit Brandt, Marcus Schütte |
| 16:00 - 17:30 | AK Lehr-Lern-Labore Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Christian Rütten, Universität Duisburg-Essen Chair der Sitzung: Silvia Schöneburg-Lehnert, Universität Leipzig Chair der Sitzung: Nicole Hoiboom, Bergische Universität Wuppertal |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematikgeschichte und Unterricht Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Sebastian Schorcht, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Barbara Schmidt-Thieme, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Ysette Weiss, Institut für Mathematik |
| 17:30 - 19:30 | Eröffnungsabend Ort: Foyer K Wir starten die Tagungswoche gemeinsam mit einem besonderen Abend, an dem Musik, Begegnung und Austausch im Mittelpunkt stehen. Der UniChor eröffnet mit einem schwungvollen Auftritt, während eine studentische Musikgruppe mit entspannter Hintergrundmusik für die richtige Atmosphäre sorgt. Bei einem Getränk und kleinen Snacks ist Zeit zum Ankommen, ins Gespräch kommen und sich auf eine spannende und inspirierende Tagungswoche einzustimmen. |
| Datum: Dienstag, 03.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | "Hier geht es doch nicht um den tieferen Sinn dahinter!" Beliefs von Lernenden über offene Modellierungsaufgaben Nils Völlinger, Stanislaw Schukajlow, Janina Krawitz Ort: Hörsaal 30 |
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Die Bearbeitung offener Modellierungsaufgaben bereitet vielen Lernenden Schwierigkeiten. Eine mögliche Ursache dafür sind ihre Beliefs. Diese qualitative Studie untersucht, welche Beliefs über offene Modellierungsaufgaben 10 Lernende während der Bearbeitung dieser Aufgaben zeigen und wie diese mit den Lösungsprozessen zusammenhängen. Die Ergebnisse weisen auf eingeschränkte Beliefs hin, etwa dass mathematische Prozeduren bei der Bearbeitung von Modellierungsaufgaben wichtiger als die Auseinandersetzung mit der realen Situation sind. Dieser Belief hing negativ mit der Lösungsqualität zusammen. |
| 8:30 - 9:05 | "Nachmessen ist kein gültiges Argument in der Mathematik." Wirklich nicht? Die Kontextabhängigkeit soziomathematischer Normen bei Schülerinnen und Schülern Femke Sporn, Kristin Litteck, Irene Neumann, Aiso Heinze Ort: Hörsaal 31 |
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Mathematik wird im Unterricht sowohl als deduktive als auch als angewandte Disziplin erfahren, wobei unterschiedliche soziomathematische Normen gelten. Die Studie untersucht bei 436 Schüler*innen des 11. Jahrgangs das Wissen über beweisbezogene soziomathematische Normen sowie dessen Zusammenhang mit der Bewertung von Lösungen in Anwendungskontexten. Die Ergebnisse zeigen geringe Normkenntnisse und dass dieses Wissen die Bewertungen nicht systematisch vorhersagt. Gleichzeitig deuten deskriptive Befunde auf mögliche fehlerhafte Übertragungen von Beweisnormen auf Anwendungskontexte hin. |
| 8:30 - 9:05 | "Wenn ich hier ganz oft tippe", ist das dann hilfreich fürs Mathelernen? Ergebnisse einer Studie zur Interaktion von Erstklässler*innen und einer Interviewerin mit digitalen Arbeitsmitteln Nina Köhne Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Digitale Arbeitsmittel werden von Grundschüler*innen häufig manipulationsbezogen und nicht mathematisch gedeutet. Letzteres ist aus interaktionistischer Perspektive jedoch eine Bedingung für die Möglichkeit mathematischen Lernens. In dieser Studie wurde untersucht, wie in der Interaktion zwischen Kind, Interviewerin und Lehrkraft ein mathematisches Thema hergestellt wird. Es kann gezeigt werden, wie die explizite Frage nach der symbolischen Darstellung das Thema der Interaktion verändert und mathematische Deutungen des Kindes rekonstruierbar werden. |
| 8:30 - 9:05 | Bedingte Wahrscheinlichkeiten in Schulbüchern Matthias Rips, Helmer Hoppe, Stefan Krauss, Nicole Steib Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Situationen mit zwei dichotomen Merkmalen sind prägend für den Stochastikunterricht der Sekundarstufen. Darunter bieten insbesondere Bayesianische Situationen praxisrelevante Möglichkeiten zum Modellieren und authentischem Anwendungsbezug. Diese Situationen erweisen sich zwar zunächst als für Lernende schwer zugänglich, jedoch stellt die mathematikdidaktische Forschung wirksame Werkzeuge wie Informationsformate und Visualisierungen bereit. Die im Beitrag vorgestellte Schulbuchanalyse untersucht, inwiefern diese Situationen und Werkzeuge bereits Einzug in die schulische Praxis gehalten haben. |
| 8:30 - 9:05 | Computational Thinking als Brücke zwischen Mathematik und Informatik am Beispiel der Konstruktion von Vielecken mit Scratch Hannes Stoppel Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Computational Thinking (CT) gilt als verbindend zwischen Mathematik und Informatik. Der Beitrag untersucht, wie sich Lernumgebungen mit Scratch auf die Beliefs von Schüler:innen der Klasse 6 auswirken. 50 Schüler:innen bearbeiteten Aufgaben zu regulären Vielecken. Ein Pre-/Post-Fragebogen erfasste die wahrgenommene Bedeutung von Mathematik für das Programmieren sowie des Programmierens für das mathematische Verständnis. Die Ergebnisse zeigen deutliche Veränderungen der Beliefs und deuten darauf hin, dass CT die epistemische Beziehung zwischen beiden Fächern stärken kann. |
| 8:30 - 9:05 | Didaktische Anforderungen und Orientierungen von Mathematiklehrkräften an Schulen in herausfordernden Lagen – Erste Befunde einer qualitativen Interviewstudie Raja Herold-Blasius, Lena Niggemann, Katharina Herold, Daniela Götze, Christoph Selter Ort: Seminarraum K6 |
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Der Beitrag thematisiert die besonderen Herausforderungen des Mathematikunterrichts an Startchancen-Schulen. Vor dem Hintergrund geringer mathematischer Basiskompetenzen, sozialer Disparitäten und begrenzter Ressourcen wird untersucht, wie Lehrkräfte ihren Mathematikunterricht gestalten. Grundlage bilden fünf leitfadengestützte Interviews mit Bremer Primarstufenlehrkräften. Analysiert werden diese bzgl. didaktischer Anforderungssituationen, Werkzeuge und Orientierungen. Die Auswertung liefert erste Einblicke in die Praxis und Ansatzpunkte für passgenaue Professionalisierungsmaßnahmen. |
| 8:30 - 9:05 | Die Praktik "konstruktive Unterstützung von Verstehensprozessen" und ihre situative Adaption bei einer Expertenlehrkraft Denise Carstens, Nils Buchholtz Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Praktiken bezeichnen wiederkehrende Handlungsmuster, die Lehrkräfte in Reaktion auf die von ihnen wahrgenommenen Anforderungssituationen ausüben. Insbesondere Expertenlehrkräfte können diese Handlungsmuster flexibel und kurzfristig an die situativen Erfordernisse anpassen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer explorativen Studie zu den konstitutiven Elementen der Praktik "konstruktive Unterstützung von Verstehensprozessen" und ihrer situativen Adaption am Beispiel einer Expertenlehrkraft dargestellt. |
| 8:30 - 9:05 | Elemente formativen Assessments in Mathematikveranstaltungen an Hochschulen und ihr Einfluss auf studentische Motivation Felix Wlassak Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Die Arbeit untersucht den Einfluss formativen Assessments auf die Motivation von Studierenden in mathematischen Lehrveranstaltungen an Fachhochschulen. In zwei Modulen der Mathematik für Ingenieure wurden Übungsaufgaben, Präsenzaufgaben und Zwischenklausuren mit Bonuspunkten und ausführlichen Rückmeldungen kombiniert. Leitfadeninterviews mit sechs Studierenden unterschiedlicher Leistungsniveaus und Nutzungsintensitäten wurden qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass formatives Assessment wahrgenommenes Kompetenzerleben und Autonomie fördert. |
| 8:30 - 9:05 | Fachbezogene datengestützte Unterrichtsentwicklung im Team im Projekt Startchancen | Mathe sicher können plus Kim-Alexandra Rösike, Corinna Hankeln, Susanne Prediger Ort: Hörsaal 26 |
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Die Verknüpfung summativer Leistungsrückmeldungen mit formativen, fachdidaktisch belastbaren Assessments kann eine wichtige Grundlage in der fachbezogenen, datengestützten Unterrichtsentwicklung sein. Der Beitrag skizziert dieses Vorhaben im Rahmen des Projekts Mathe sicher können plus, ein Anprojekt im Rahmen des Startchancen Projekts. Dabei wird insbesondere die materielle Unterstützung ko-konstruktiver Teamarbeit von Lehrkräften, sowie die systemische Unterstützung von Schulleitungen skizziert, welche jeweils als wichtiger Beitrag zur fachebezognenen Unterrrichtsentwicklung wirken. |
| 8:30 - 9:05 | Formative Multiple-Choice Assessment von TK, TCK und TPK bei angehenden Mathematiklehrkräften Peter Gonscherowski, Benjamin Rott Ort: Senatssaal |
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Angesichts der zunehmenden Bedeutung und Verfügbarkeit digitaler Ressourcen in der Gesellschaft ist es unerlässlich, dass (angehende) Lehrkräfte Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit ihnen entwickeln. Die Entwicklung dieser Kompetenzen im Rahmen der Lehrkräftebildung sollte durch objektive, reliable und validierte formative Assessments überprüft werden. In diesem Beitrag präsentieren wir derartige Assessments, die das TK, das TCK sowie das TPK gemäß Mishra und Koehler (2005) anhand von Multiple-Choice-Items erfassen. |
| 8:30 - 9:05 | Inwiefern nutzen Schüler*innen Erkenntnisse aus dem Mathematikunterricht? Über Abwägungen von Schüler*innen zu risikoreichen Ereignissen Theresa Büchter, Karin Binder, Andreas Eichler Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Risikobezogene Entscheidungen erfordern für Risiko-Chancen-Abwägungen einen kompetenten Umgang mit Wahrscheinlichkeiten. Im Vortrag wird eine Interventionsstudie mit N=535 Schüler*innen der Sek. II vorgestellt. Die Frage lautet, inwiefern Schüler*innen mathematische Erkenntnisse aus der 4-stündigen Intervention zu bedingten Wahrscheinlichkeiten in eigenen Risiko-Chancen-Abwägungen zu HIV-Selbsttests nutzen. Die offenen Begründungen wurden mit einer qualitativen Inhaltsanalyse analysiert. Im Vortrag werden die resultierenden Kategorien sowie deren Veränderung durch die Intervention vorgestellt. |
| 8:30 - 9:05 | Konstruktionen mit Bierdeckel und Lineal Stephan Berendonk, Daniel Dieser Ort: Seminarraum K4 |
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Nachdem das klassische Spiel der Konstruktionen mit Zirkel- und Lineal schon von Euklid und Co. gründlich durchgespielt war, hat man angefangen die Spielregeln zu variieren. Beispielsweise hat man den gewohnten Zirkel durch einen "rostigen Zirkel" ersetzt, mit dem man lediglich Kreise eines festen Radius zeichnen kann und gezeigt, dass man jeden mit Zirkel- und Lineal konstruierbaren Punkt auch mit Hilfe eines rostigen Zirkels und eines Lineals konstruieren kann. Im Vortrag stellen wir eine weitere Variante von Euklids Spiel vor, bei der wir den Zirkel durch einen Bierdeckel ersetzen. |
| 8:30 - 9:05 | LLAMA LIMA: Eine kontinuierliche Metaanalyse zum Lernen von Mathematik mit generativer KI Samira Bödefeld, Frank Reinhold, Anselm Strohmaier Ort: Seminarraum K3 |
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In dieser Metaanalyse untersuchen wir den Effekt von Interventionsstudien mit generativer KI auf Mathematikleistung. Hierzu nutzen wir eine kontinuierliche (kumulative) Metaanalyse mit einer bayesianischen Mehrebenenanalyse, in der neu hinzukommende empirische Befunde fortlaufend in die Evidenzsynthese integriert werden. Auf Grundlage von 14 Studien zeigt sich derzeit ein geringer mittlerer Effekt (g = 0.32). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die bisherige Evidenz für leistungssteigernde Effekte generativer KI im Mathematikunterricht noch begrenzt ist. |
| 8:30 - 9:05 | Mathematikangst als funktionale Einschränkung: Zwei-Schleifen-Modell und mikroadaptive Handlungsoptionen Felix Koch, Katharina Loibl, Timo Leuders Ort: Seminarraum K5 |
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Mathematikangst ist ein verbreitetes Phänomen, das Lern- und Leistungsprozesse situativ beeinträchtigen kann. Da therapeutische Behandlungen außerhalb des Handlungsbereichs von Lehrkräften liegen, besteht ihre Aufgabe im Unterricht im Funktionserhalt - Lernende trotz auftretender Angst arbeitsfähig zu halten. Der Beitrag integriert zentrale Forschungsbefunde in ein Zwei-Schleifen-Modell, das die Entstehung situativer Mathematikangst über Bewertungs- und Regulationsprozesse beschreibt und zeigt evidenzbasierte mikroadaptive Handlungsoptionen für adaptives Unterrichtshandeln von Lehrkräften auf. |
| 8:30 - 9:05 | Messen im Kindergarten mit dem Röhrchen-Lineal – Diskretes im Kontinuierlichen sehen lernen Barbara Drollinger-Vetter, Dorothea Mayer, Cornelia Rüdisüli, Franziska Detken Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Der Erwerb des Längenkonzepts beginnt bereits vor dem Eintritt in den Kindergarten und kann und soll dort gezielt gefördert werden. Im Beitrag wird mit dem „Röhrchen-Lineal“ ein Instrument vorgestellt, das Kinder dabei unterstützen soll, das Konzept der Unit Iteration zu verstehen, indem es Einheiten in krummen Linien sichtbar macht. Es werden zentrale Verstehenselemente, grundlegende Aspekte des Forschungsstands zum Verständnis der Unit Iteration für diese Altersstufe sowie erste Erfahrungen aus der Erprobung des Instruments mit vier- bis sechsjährigen Kindern dargelegt. |
| 8:30 - 9:05 | Metasprachliches Bewusstsein im Mathematikunterricht – Ansätze für ein- und mehrsprachige Lernende Ángela Uribe Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Der Beitrag untersucht, wie metasprachliches Bewusstsein im Mathematikunterricht angeregt werden kann. Zwei Ansätze werden vorgestellt: wörtliche Übersetzungen als Impulse für Bedeutungsreflexion mit ein- und mehrsprachigen Lernenden sowie mehrsprachiges Erklären in sprachlich homogenen Kleingruppen. Die Analysen zeigen, dass Lernende Bedeutungsnuancen aufgreifen und Sprachreflexion angeregt wird. |
| 8:30 - 9:05 | Multiplikationsvorstellungen von Studienanfänger*innen im Lehramt für die Primarstufe Daniela Aßmus, Nina Bohlmann, Kerstin Bräuning, Caren Feskorn, Torsten Fritzlar, Heike Hahn, Simone Reinhold, Denise Resche Ort: Seminarraum K8 |
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Die Ausbildung tragfähiger (Grund-)Vorstellungen zur Multiplikation ist ein wichtiges Anliegen im Mathematikunterricht. Ziel des Projekts „SaaLe-Multi“, an dem bislang mehr als 850 Studierende an den Standorten Erfurt, Halle und Leipzig teilnahmen, ist es daher, mit Zeichenaufträgen, offenen Fragen und arithmetischen Aufgaben Vorstellungen zur Multiplikation von Studienanfänger*innen für ein Primarstufenlehramt zu rekonstruieren. Im Vortrag werden erste Einblicke in Ergebnisse zur Bearbeitung eines der Zeichenaufträge gegeben, bei dem auch Variationen erstellt und kommentiert werden sollten. |
| 8:30 - 9:05 | Österreich und BNE, das heißt nachhaltiger Konsum, Klimaschutz und sauberes Wasser Michael Fischer, Johanna Hackl, Jana Sitte, Tanja Lobnig, Cornelia Binder, Martina Greiler, Robin Göller Ort: Seminarraum K2 |
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BNE soll globale Krisen klären, doch studentische Aufgaben schrumpfen oft auf den Bioladen um die Ecke. Unsere Analyse von 631 Aufgaben zeigt: Statt Ungleichheit oder Demokratiebildung folgt die Themenwahl einer „Logik der Nähe“, nur die wenigsten Aufgaben verlassen den unmittelbaren Alltagsbezug, um globale Verflechtungen zu adressieren. Wir diskutieren diese lokale Komfortzone und inhaltliche Verengung als Herausforderung der Lehramtsausbildung: Wie befähigen wir Studierende, über individuelles Verhalten hinaus strukturelle Probleme und politische Partizipation mathematisch zu modellieren? |
| 8:30 - 9:05 | Schriftliche Subtraktionsverfahren mit Dienes-Material darstellen - erste Analysen von Schüler:innenbearbeitungen Solveig Jensen, Miriam Lüken, Andrea Peter-Koop, Hedwig Gasteiger Ort: Hörsaal 28 |
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Um schriftliche Subtraktionsverfahren zu verstehen, müssen Schüler:innen lernen, warum sie funktionieren. Für eine vergleichende Studie zum Abziehen mit Entbündeln und Ergänzen mit Erweitern wurde Unterricht durchgeführt, in dem die Funktionsweise des jeweiligen Verfahrens mithilfe von Dienes-Material thematisiert wurde. Ein Teil der Kinder wurde nach der Unterrichtsreihe sowie ca. 1 Jahr später zum Vorgehen interviewt, u.a. lösten sie eine Subtraktionsaufgabe mit Material. Erste Analysen der Bearbeitungen zeigen verschiedene Schwierigkeiten, die gelernten Materialhandlungen zu reproduzieren. |
| 8:30 - 9:05 | Spielsituationsanalysen als Designelement spielintegrierter substanzieller Lernumgebungen Tobias Huhmann, Ellen Komm Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Spielintegriertes Lernen eröffnet eine konzeptionelle Erweiterung substanzieller Lernumgebungen, um echte Spielsituationen zum Mathematiklernen zu nutzen. Lernen im Spiel ist enorm darstellungsflüchtig: Prozesse des Handelns, Denkens, Abwägens und Entscheidens vergehen, ohne dass sie dokumentiert werden. Hierdurch bleiben Lernchancen ungenutzt. Um dem entgegenzuwirken, haben wir Aufgabentypen zu Spielsituationsanalysen als Designelement für Lernumgebungen entwickelt. In Frage steht, ob und in welcher Weise inhalts- und prozessbezogene Kompetenzen dadurch aktiviert und entfaltet werden. |
| 8:30 - 9:05 | TEACHmath – How to support your local mathematician Jan-Hendrik de Wiljes, Alexandra Rezmer, Benedikt Weygandt Ort: Seminarraum K1 |
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An der FU Berlin wird derzeit ein Trainings-, Entwicklungs- und Austausch-Center für Hochschullehre in der Mathematik (TEACHmath) aufgebaut. Im Fokus steht die (gemeinsame) Konzeption und Durchführung guter Lehre. Dozierende werden durch ein hochschulmathematikdidaktisches Team in der Lehre unterstützt. Dabei sind zwei elementare Bausteine das Durchführen von Lehrberatungen und die Entwicklung einer Toolbox, in der existierende und erprobte Innovationen, aufbereitet für den Praxistransfer, festgehalten werden. In diesem Vortrag werden einige Toolboxinhalte und Beratungsbeispiele vorgestellt. |
| 8:30 - 9:05 | Warum ist Schüler*innen Mathematikunterricht wichtig? Erste Ergebnisse aus einer explorativen Untersuchung David Kollosche, Chiara Nadine Wang Ort: Hörsaal 27 |
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Wir berichten erste Ergebnisse aus einer Erhebung in 4 Klassen der 8. Schulstufe in Österreich. Eingegangen wird auf von Schüler*innen spontan angesprochene Antwortkategorien zur Frage, warum Mathematikunterricht für sie wichtig ist und auf methodische Herausforderung der Untersuchung solcher Fragen. |
| 8:30 - 9:05 | Warum Mathematiklehrkräfte KI nutzen: Theoretische Perspektiven zu Entscheidungsprozessen und motivationalen Konstrukten Benedikt Tobias Heer, Frederik Dilling Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Die Nutzung generativer KI im Mathematikunterricht wird durch ein Zusammenspiel aus motivationalen und entscheidungstheoretischen Faktoren bestimmt. Dieser Beitrag präsentiert ein integratives Theoriereview, das verschiedene Innovationsmodelle und Motivationstheorien verknüpft, um die Akzeptanz von Lehrkräften auf Mikro- und Makroebene zu verorten. Auf dieser Basis wird ein Dissertationsprojekt innerhalb des Projekts KIMADU skizziert. Anhand von 25 Interviews und Fallstudien werden situative Einflüsse sowie der Effekt zunehmender Erfahrung auf den individuellen Entscheidungsprozess expliziert. |
| 9:15 - 9:50 | Aktivierendes Format für die Übungsstunde Analysis 1: detaillierte Durchführung und offene Fragen. Lucia Del Chicca Ort: Seminarraum K2 |
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Der Beitrag stellt ein aktivierendes Übungsformat für die Lehrveranstaltung Analysis 1 Übungen vor, angelehnt an die Arbeit von Thomas Bauer (2019). Ziel des Formats ist es, Studierende systematisch zu aktivieren, ihnen strukturierte Zugänge zu mathematischen Aufgaben zu vermitteln und Stress in den Übungsstunden zu reduzieren. Der Artikel beschreibt detailliert den organisatorischen Rahmen und den Ablauf der Übungsstunden, berichtet Erfahrungen aus der zweijährigen Durchführung und diskutiert zentrale didaktische und organisatorische Herausforderungen aus Sicht der Lehrenden und Tutor*innen. |
| 9:15 - 9:50 | Der Einfluss realweltlicher Kontexte auf die Bearbeitung von Sachaufgaben in der Grundschule Robert von Hering, Lena Jacobsen, Henning Sievert Ort: Seminarraum K6 |
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Realweltliche Kontexte spielen eine zentrale Rolle bei der mathematischen Modellierung. Schon in der Grundschule werden daher vielfältige Erwerbs- und Anwendungskontexte für die mathematische Modellierungskompetenz gefordert. Welchen Einfluss verschiedene realweltliche Kontexte tatsächlich auf die erfolgreiche Bearbeitung von Sachaufgaben in der Grundschule ha-ben, ist unklar. In unserer Studie haben wir kurze Sachaufgaben entwickelt und hinsichtlich ihres Kontextes variiert. Mittels eines Paper-Pencil-Tests mit N = 136 Lernenden aus Klasse 3 und 4 konnten wir damit Kontextef-fekte nachweisen. |
| 9:15 - 9:50 | Der Einfluss von Aufgaben- und Personenmerkmalen auf das Validieren beim datenbasierten Modellieren mit Funktionen Timo Kosiol, Marielena Menzel, Sebastian Geisler, Stefanie Rach Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Modellierungskompetenz ist ein zentrales Ziel des Mathematikunterrichts und Validieren gilt als wichtiger Teilschritt, bei dem Modelle oder Ergebnisse anhand vorheriger Teilprozesse kritisch evaluiert werden bzw., wenn nötig, revidiert werden. In einer Studie mit N=561 Schüler:innen untersucht diese Studie, ob Personen- (Motivation und inhaltliches Vorwissen) oder Aufgabenmerkmale (die Arbeit mit selbst erhobenen oder gegebenen realen Daten bzw. mit geglättenten Daten) Validierungsprozesse (die kritische Evaluation des Modells bzw. Formulieren von Verbesserungsvorschlägen) vohersagen. |
| 9:15 - 9:50 | Diagnose von (Fehl-)Vorstellungen zu linearen Funktionen im offenen und geschlossenen Aufgabenformat Anica Stemmer, Ramona Hagenkötter, Michael Kallweit, Daniel Thurm Ort: Seminarraum V.08.001 |
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In der Studie wurde untersucht, inwiefern vorgegebene Antwortoptionen in einem Multiple-Choice-Test zur Diagnose von (Fehl-)Vorstellungen zu linearen Funktionen die offenen Antworten von Lernenden widerspiegeln. Die exemplarische Auswertung eines Items ergab, dass in diesem die offenen Antworten zwar nur z.T. durch die Antwortoptionen abgebildet wurden. Eine qualitative Analyse der Antworten, die nicht mit einer vorgegebenen Antwortoption übereinstimmen, zeigte aber überwiegend die gleichen Vorstellungen in anderer Ausprägung, so dass sich Hinweise auf mögliche ergänzende Distraktoren ergeben. |
| 9:15 - 9:50 | Emotionen beim Problem Posing: Eine Fallstudie zu Freude und Ärger mithilfe von Facial-Expression Analysis Laura Schmidt, Krawitz Janina Ort: Hörsaal 30 |
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Affektive Merkmale, insbesondere Emotionen, wurden in der Problem Posing-Forschung bislang nur wenig erforscht. Die Studie untersucht Emotionen beim Problem Posing im Hinblick auf Unterschiede zwischen verschiedenen Problem Posing-Aktivitäten sowie auf potenzielle Auslöser. Analysiert wurden die Bearbeitungsprozesse zweier Schülerinnen mithilfe von Facial-Expression Analysis. Die Ergebnisse zeigen mehr Freude beim Evaluieren als beim Problemlösen, während Problemlösen stärker mit Ärger verbunden war. Als zentraler Auslöser von Freude erwies sich das Aufstellen realer Bedingungen. |
| 9:15 - 9:50 | Erdnüsse, Türme und Elefanten - Eine Analyse dreier ausgewählter kombinatorischer Spiele Daniel Dieser Ort: Seminarraum K4 |
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Der Beitrag präsentiert und analysiert drei ausgewählte kombinatorische Spiele. Dabei werden sowohl ihre Gewinnstrategien dargestellt als auch ihre Gemeinsamkeiten untersucht und ihre potenzielle didaktische Relevanz reflektiert. |
| 9:15 - 9:50 | Fehler bei Bayesianischen Aufgaben mit verschiedenen Visualisierungen - Einblicke in das DFG-Projekt FehlBa Michael Rößner, Theresa Büchter, Karin Binder, Andreas Eichler, Nicole Steib Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Im Rahmen des Projekts FehlBa wurde in einer Studie mit 2400 Versuchpersonen untersucht, welche Fehler typischerweise bei der Bearbeitung Bayesianischer Aufgaben mit bereits vollständig ausgefüllten Visualisierungen auftreten. Im Vortrag wird vorgestellt, wie die Häufigkeit des Auftretens dieser Fehler von der Art der Visualisierung (keine Visualisierung, Vierfeldertafel, graphische Vierfeldertafel, Einheitsquadrat, implizites bzw. explizites Baumdiagramm, Doppelbaum, Netzdiagramm) und vom verwendeten Informationsformat (Wahrscheinlichkeiten oder natürliche Häufigkeiten) abhängt. |
| 9:15 - 9:50 | Gestaltungsmerkmale eines MINT-Begabtenförderprogramms in der Sekundarstufe Moritz Zehnder, Peter Kaiser Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Schulleistungsstudien deutet darauf hin, dass das Bildungssystem nicht erfolgreich dabei ist, Schüler*innen mit besonderen mathematischen Potenzialen zu fördern. Eine mögliche Ursache kann eine unpassende Gestaltung von Förderangeboten sein. Dieser Beitrag stellt Ergebnisse einer Interviewstudie vor, in der Schüler*innen und Lehrkräfte in einem MINT-Begabtenförderprogramm, dem Hector-Seminar, zu Gestaltungsmerkmalen befragt wurden. Die befragten Personen beschreiben vielfältige Merkmale, die substanzielle Überschneidungen mit Prinzipien qualitätsvollen Mathematikunterrichts aufweisen. |
| 9:15 - 9:50 | Herleitungsstrategien der Multiplikation - Nutzungsweisen von interaktiven Videos Juliane Wefers Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Im Rahmen meines Promotionsprojekts wurden an vier Schulen in NRW, bei 154 Kindern der zweiten Jahrgangsstufe Herleitungsstrategien der Multiplikation unterschiedlich eingeführt. Im Beitrag geht es um die Einführung durch interaktive Videos. Ziel ist es, individuelle Nutzungsweisen zu analysieren und zu kontrastieren. Im Vortrag werden erste Ergebnisse präsentiert und es werden Einblicke in das methodische Vorgehen gegeben, wie die Daten der Interaktionen mit dem Video analysiert werden. |
| 9:15 - 9:50 | KI-gestütztes, kooperatives Mathematiklernen von Schüler*innen mit heterogenen Lernausgangslagen Mia Viermann, Marcus Schütte, Marieke Ende, Peter Ludes-Adamy, Franziska Peters Ort: Seminarraum K1 |
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Der Beitrag untersucht Potenziale und Grenzen KI-gestützten, kooperativen Mathematiklernens im inklusiven Unterricht. Vor dem theoretischen Hintergrund eines emergierenden AI divides (Autenrieth et al., 2025) und eines zu rekonstruierenden Spannungsverhältnisses inklusiven Mathematikunterrichts (Viermann et al., i. E.) werden Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, das die Kooperation von Drittklässler*innen mit heterogenen Lernausgangslagen mit einem KI-Bot als kooperativer*m Lernpartner*in in einem sozial-rekonstruktiven Forschungsdesign analysiert. |
| 9:15 - 9:50 | Numeracy before Math Makes all Youth Numerate by 2030 Replacing 1D Numbers without Units by 2D Numbers with Allan Tarp Ort: Seminarraum I.14.60 |
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The fourth United Nations Development Goal wants all youth and most adults to achieve numeracy by 2030. A UK-definition is essence-based by saying ‘math before numeracy’. A US-definition is existence-based by saying the opposite. ‘Essence-math’ uses 1D line-numbers without units built on the claim that 1+1=2; and defines operations from addition. ‘Existence-math’ uses the 2D counting-numbers with bundle-units that children bring to school as 2 3s and 4B2 5s; and defines operations as pulling and pushing bundles away and back when counting and recounting. With bundle-units, losers become users. |
| 9:15 - 9:50 | Slope-Height-Confusion oder nicht? Eine Analyse von Schü-lerbegründungen und Visualisierungshilfen Ute Sproesser, Edith Lindenbauer Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Die Slope-Height-Confusion stellt einen verbreiteten Schülerfehler bei situativ-graphischen Darstellungswechseln im Bereich von Funktionen dar. Welche der gegebenen Informationen Schüler*innen mit korrekten Antworten und Slope-Height-Fehlern bei entsprechenden Aufgaben nutzen, ist bislang wenig erforscht. In einer Mixed-Methods-Studie wurden die Aufgabenbearbeitungen, Begründungen und Visualisierungshilfen von 940 Schüler*innen analysiert. Die Ergebnisse liefern Hinweise für die Unterrichtspraxis und legen weiteren Untersuchungsbedarf von Aufgabenmerkmalen nahe. |
| 9:15 - 9:50 | Sprachsensible Förderung mathematischer Kompetenzen in Vorklassen - Ergebnisse aus dem Projekt SEM-Mathe Susanne Schnell, Lara Billion, Lena Seifert, Malin Slotty Ort: Hörsaal 27 |
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Der Beitrag berichtet Ergebnisse einer Interventionsstudie aus dem Projekt SEM-Mathe zur sprachsensiblen Förderung arithmetischer Vorläuferfähigkeiten in 17 Vorklassen. Die mathematischen Kompetenzen von 162 Kindern wurden zu drei Messzeitpunkten erhoben. Insgesamt zeigen sich signifikante Leistungszuwächse über das Schuljahr hinweg und höhere Endwerte als in einer Pilotstichprobe ohne Intervention. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass forschungsbasierte Materialien zur frühen Mathematikförderung in Vorklassen wirksam eingesetzt werden können. |
| 9:15 - 9:50 | Technologiebasiert vs. papierbasiert: Der Einfluss von Itemmerkmalen auf Moduseffekte in VERA Katharina Kirsten, Gilbert Greefrath, Rico Emmrich Ort: Hörsaal 28 |
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Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung werden papierbasierte Tests zunehmend durch technologiebasierte Assessments ersetzt. In den deutschlandweiten VERgleichsArbeiten VERA werden neben dem traditionellen, papierbasierten Test seit einigen Jahren TBA-Versionen angeboten. Insbesondere in Phasen des Übergangs, in denen beide Testmodi parallel eingesetzt werden, stellt sich die Frage nach der Vergleichbarkeit der Testergebnisse. Die vorliegende Studie untersucht nicht nur die Frage, ob Moduseffekte in VERA-8 auftreten, sondern insbesondere welche Itemmerkmale diese Effekte begünstigen. |
| 9:15 - 9:50 | Überzeugungen angehender Lehrkräfte zum Einsatz von KI-Chatbots in der Bildung im Verlauf eines Semesters Benjamin Rott Ort: Senatssaal |
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Wie nutzen angehende Lehrkräfte KI-Chatbots, welche Chancen und Risiken sehen sie bei ihrem Einsatz und wie entwickeln sich solche Überzeugungen? Diesen Fragen wird in der vorliegenden Studie nachgegangen, in der 15 Lehramtsstudierende eines Seminars, in dem intensiv mit KI gearbeitet wurde, zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Semesters schriftlich jeweils vier Reflexionsfragen beantwortet haben. Es zeigen sich deutliche Steigerungen in Bezug auf Konkretheit und Reflexionsgrad der Antworten. |
| 9:15 - 9:50 | Überzeugungen von Mathematiklehrkräften zum Einsatz generativer KI im Mathematikunterricht Marc Herrmann, Frederik Dilling, Ingo Witzke Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Die Studie untersucht Überzeugungen von Mathematiklehrkräften zum Einsatz generativer KI im Unterricht und wie diese thematisch geclustert werden können. Mit 14 halbstrukturierten Interviews aus verschiedenen Schulformen (08/23–06/24) und einer induktiven qualitativen Inhaltsanalyse wurden vielfältige Überzeugungen codiert und zu einem Kategoriensystem verdichtet. Es umfasst 11 Ober- und 28 Unterkategorien (u.a. die pädagogische Eignung von KI, Anwendungsgebiete und Risiken der KI-Nutzung). Das entwickelte System dient als Basis weiterer Studien. |
| 9:15 - 9:50 | Vergleich mehrerer Beispiele als zentrales Element zum Erfassen mathematischer Strukturen Franziska Tilke, Karina Höveler Ort: Hörsaal 26 |
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Mathematische Strukturen haben eine zentrale Bedeutung beim Mathematiklernen. Während Muster einen Zugang zu Strukturen ermöglichen sollen, zeigen gleichzeitig verschiedene empirische Studien, dass viele Lernende Schwierigkeiten haben, die allgemeinen mathematischen Strukturen hinter den Mustern zu erfassen. In dem Vortrag wird in den Blick genommen, inwiefern Lernende durch den Vergleich mehrerer Beispiele ähnlicher Muster zum Erfassen mathematischer Strukturen, konkret der Konstanzeigenschaften der Addition und Subtraktion, angeregt werden können. |
| 9:15 - 9:50 | Verstehensorientierte Gesprächsführung beim Zusammenführen lernstufendifferenzierter Aufgaben Viktoria ter Laak, Birte Pöhler Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Der Beitrag analysiert das verstehensorientierte Gesprächshandeln einer Lehrkraft in Plenumsphasen beim Einsatz einer lernstufendifferenzierten, digitalen Lehr-Lernumgebung zum verständigen Rechnen in Jahrgangsstufe 5. Anhand einer videografierten Unterrichtsstunde wird untersucht, wie die Lehrkraft unterschiedliche Lernstufen zusammenführt und welche Gesprächsstrategien sie nutzt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Zusammenführen der Lernstufen überwiegend lehrkraftzentriert erfolgt und insbesondere durch Impulse zu Darstellungsvernetzungen und Operationsverständnis unterstützt wird. |
| 9:15 - 9:50 | Wenn 2/5 zweimal ziehen heißt – Bruchdeutungen als Quelle probabilistischer Fehlvorstellungen Florian Stampfer, Pia Tscholl, Michael Fischer Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Der Beitrag untersucht, wie Lernende Wahrscheinlichkeiten in Bruchform deuten. Anhand eines Lernendenprodukts und eines Interviews aus einer qualitativen Studie mit Lehramtsstudierenden wird gezeigt, dass der Bruch 2/5 als mehrstufiges Handlungsgeschehen interpretiert wird. Die Analyse verdeutlicht, dass probabilistische Fehlvorstellungen bereits auf der Ebene einzelner Bruchdeutungen entstehen und eng mit einer komponentenweisen Verarbeitung von Brüchen verknüpft sind. Daraus ergeben sich didaktische Implikationen für eine verständnisorientierte Einführung der Laplace-Wahrscheinlichkeit. |
| 9:15 - 9:50 | Wie schätzen Studienanfänger*innen bildliche Darstellungen zur Kommutativität der Multiplikation ein? Daniela Aßmus, Nina Bohlmann, Kerstin Bräuning, Caren Feskorn, Torsten Fritzlar, Heike Hahn, Simone Reinhold, Denise Resche Ort: Seminarraum K8 |
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Im Beitrag wird im Rahmen einer größeren standortübergreifenden Studie untersucht, wie 277 Studienanfänger*innen bildliche Darstellungen zum Kommutativgesetz der Multiplikation einschätzen und welche Kriterien ihren Bewertungen zugrunde liegen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein größerer Teil der Studierenden Einschätzungen vor allem ausgehend von oberflächlichen Merkmalen vornimmt / begründet und inhaltliche Aspekte kaum in den Blick nimmt, obwohl angemessene Vorstellungen zur Multiplikation durchaus vorhanden sind. |
| 9:15 - 9:50 | Zur Bedeutung der Fachspezifität von Beobachter*innen und Beobachtungskriterien für die Einschätzung von Unterrichts-qualität Linn Hansen, Marita Friesen, Tosca Daltoè, Benjamin Fauth, Richard Göllner, Anika Dreher Ort: Seminarraum K5 |
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Als eine Möglichkeit, den inkonsistenten Ergebnissen von Beobachtungs-ratings entgegenzuwirken, untersucht dieser Beitrag die Fachspezifität von Beobachter*innen und Beobachtungskriterien. Beobachter*innen mit unterschiedlicher Fachspezifität schätzen geskriptete Videos aus dem Mathe-matikunterricht anhand generischer beziehungsweise fachspezifischer Beobachtungskriterien ein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Fachspezifität der Beobachter*innen als auch der Beobachtungskriterien die Beobachtungsratings beeinflussen und zur Erklärung inkonsistenter Ergebnisse beitragen können. |
| 9:15 - 9:50 | Zur Entwicklung von Diagnose- und Förderfähigkeiten von Studierenden am gemeinsamen Lernort Schule – Einblicke in ein theorie-praxis-verzahnendes Seminarkonzept Meike Maibach, Stefanie Schirrmeister Ort: Seminarraum K3 |
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Der Beitrag behandelt die Konzeption und ausgewählte Ergebnisse eines theorie-praxis-verzahnenden Seminars zu Diagnose- und Förderfähigkeiten von Lehramtsstudierenden der Primarstufe. Im Projekt GeL-DiF wurde ein Seminarformat entwickelt, das kontinuierliche Diagnose- und Fördersettings in der Schuleingangsphase mit theoretischer Einbettung und Reflexion verbindet. Im Beitrag diskutiert werden die Fähigkeitsentwicklungen der Stud-ierenden sowie wahrgenommene Herausforderungen und Unterstützungsangebote des Sem-inars. |
| 9:15 - 9:50 | Zwischen Angst und Begeisterung: Der Einfluss von Emotionen und Einstellungen auf den Wissenszuwachs beim KI-gestützten Mathematiklernen Kristin Litteck, Aiso Heinze Ort: Hörsaal 31 |
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Diese Studie untersucht, wie Einstellungen und Emotionen von Schüler*innen den Wissenserwerb beim KI-gestützten Mathematiklernen beeinflussen. In einer Feldstudie bearbeiteten 47 Elftklässler*innen Übungsaufgaben mithilfe eines trainierten Chatbots. Clusteranalysen zeigten unter-schiedliche affektive Profile; Schüler*innen mit positiver Einstellung zur KI zeigten weniger Mathematikangst und Stress. Es wurde der Zusammenhang der affektiven Profile mit dem Wissenszuwachs untersucht. Die Ergebnisse stützen die Relevanz von Emotionen und Einstellungen für das Mathematiklernen mithilfe von KI. |
| 10:00 - 10:35 | "3 fühlt sich gut an!" - Systematisierung von Entscheidungen unter Ungewissheit am Beispiel des LUPI-Spiels Thomas Krohn, Stefanie Schumacher Ort: Seminarraum K1 |
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Wie entscheiden wir, wenn Wahrscheinlichkeiten nicht bestimmbar sind? Während „Risk Literacy“ oft auf kalkulierbare Risiken fokussiert, untersucht dieser Beitrag echte Ungewissheit am Beispiel des LUPI-Spiels (Lowest Unique Positive Integer). Hier wählen m Personen geheim eine Zahl von 1 bis n; gewonnen hat die kleinste alleinige Zahl. Im Beitrag wird ein neu entwickeltes Schema zur Einordnung von Ungewissheitsentscheidungen im Spielkontext vorgestellt, das u. a. Intuitionen und einfache Strategien berücksichtigt. Zudem werden erste Ergebnisse einer empirischen Studie (N=1056) vorgestellt. |
| 10:00 - 10:35 | "Zum Vorkurs kommen nur die, die ihn nicht brauchen" - Repräsentativität und Entwicklung von Vorkursteilnehmenden in Mathematik-Studiengängen Lukas Hellwig, Sebastian Geisler Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Vorkurse sind an vielen Hochschulen Teil der Studienvorbereitung. Dieser Beitrag geht der Frage nach, inwiefern sich die Motivation Teilnehmender und Nichtteilnehmender an einem Vorkurs voneinander unterscheidet und ob sie sich verschieden entwickelt. In dieser quantitativen Studie wurden bis zu 90 Studierende der Fachmathematik und des gymnasialen Lehramts zu 3 Messzeitpunkten im Wintersemester befragt. Die Ergebnisse zeigen einen Stichprobeneffekt bei den Brückenkursteilnehmenden, jedoch keine unterschiedliche Entwicklung im Semesterverlauf. Der Vortrag zeichnet die Gruppentrajektorien nach. |
| 10:00 - 10:35 | Alternierende oder geblockte Prüfung? Eine experimentelle Studie zum Einsatz von Portfolios als alternative Prüfungsform im Mathematikunterricht Jascha Quarder, Catharina Beckschulte, Annika Rosendahl, Stanislaw Schukajlow Ort: Hörsaal 30 |
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Im Beitrag wird eine experimentelle Studie zur Gestaltung von Portfolio-Prüfungen im Mathematikunterricht vorgestellt. Untersucht wird, ob eine alternierende zeitliche Struktur aus Erarbeitungs- und Anwendungsphasen zu besseren modellierungsspezifischen Portfolio-Leistungen führt als eine geblockte Struktur. Zudem wird analysiert, inwieweit mathematisches und sprachliches Vorwissen die Portfolio-Leistung vorhersagt. Die Ergebnisse zeigen Vorteile der alternierenden Struktur beim Validieren sowie eine zentrale Bedeutung des sprachlichen Vorwissens für alle Leistungsdimensionen. |
| 10:00 - 10:35 | Analyse typischer Ableitungsfehler - Fehlerprofile bei Studierenden Ole Weigt, Timo Leuders, Katharina Loibl, Lars Holzäpfel Ort: Hörsaal 28 |
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Es wurde eine explorative Untersuchung der Fehler und Fehlerprofile von Studierenden beim Ableiten durchgeführt. 69 Studierenden haben in einem Test zum Ableiten 1231 Fehlern produziert. Mit einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden 26 datenbasierte Fehlerkategorien gebildet. Diese wurden vier literaturbasierten Kategorien zugeordnet. Mit einer Clusteranalyse konnten vier Fehlerprofile identifiziert werden. Die Resultate geben Aufschluss über die Heterogenität von Ableitungsfehlern, über das allgemeine Fehlerverhalten und zeigen eine geeignete, literaturbasierte Klassifizierung von Fehlern auf. |
| 10:00 - 10:35 | Arithmetische und algebraische Kompetenzen von Schüler*innen zu Beginn der Oberstufe Katharina Schmidt-Dengler, Kristin Litteck, Aiso Heinze, Tobias Rolfes Ort: Hörsaal 31 |
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Es wird eine Studie zu arithmetischen und algebraischen Kompetenzen von 545 Schüler*innen zu Beginn der gymnasialen Oberstufe berichtet. Die Daten wurden mit einem computergestützten Test (120 Items, Multi-Matrix-Design) erfasst. Es zeigt sich, dass Kompetenzen im Umgang mit negativen bzw. rationalen Zahlen überwiegend vorhanden sind. Probleme treten besonders bei reellen Zahlen sowie algebraischen Themen wie Funktionen und Gleichungen auf. Die Befunde liefern Hinweise auf Ausgangs-bedingungen für den Kompetenzerwerb in der Oberstufe, der in einer Längsschnittstudie untersucht werden soll. |
| 10:00 - 10:35 | Datenbasiertes Argumentieren in Schulbüchern der Grundschule - Zwischen Potenzial und Realisierung Malin Slotty Ort: Hörsaal 27 |
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Datenbasiertes Argumentieren gilt als Kernelement von Statistical Literacy und ermöglicht Teilhabe am wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs. Im Beitrag wird eine qualitative Analyse von 24 Schulbücher der 3. und 4. Jahrgangsstufe vorgestellt. Untersucht wurden Umfang und Ausgestaltung von Aufgaben aus dem Inhaltsbereich „Daten“. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Aufgaben nur einen geringen Anteil in Schulbüchern einnehmen und selten Argumentationen anregen oder verlangen. Potenziale zum Begründen und Erläutern datenbasierter Entscheidungen bleiben weitgehend ungenutzt. |
| 10:00 - 10:35 | Diagnostisches Denken von Mathematiklehrkräften Andreas Eichler, Kathleen Philipp Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Im Projekt ForDiaCo ist es das Ziel, Wege der Schulung diagnostischer Kompetenz zu untersuchen, wobei diagnostische Kompetenz als die Fähigkeit von Lehrkräften verstanden wird, Aufgabenlösungen von Schüler*innen adäquat zu beurteilen. In diesem Beitrag untersuchen wir die Frage, ob die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften unabhängig von einem Aufgabenformat und den entsprechenden Lösungen von Schüler*innen existiert. Diese Fragestellung thematisieren wir auf der Basis eines Tests zur diagnostischen Kompetenz mit 123 Studierenden des Grundschullehramts. |
| 10:00 - 10:35 | Dialoge mit Dingen – Wie Material das Mathematiktreiben in Interaktionen im Kindergarten mitbestimmt Esther Henschen, Anna-Marietha Vogler, Martina Teschner Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Der Beitrag untersucht bezugnehmend auf die Actor-Network-Theorie, wie Materialien im Kindergarten mathematische Lernprozesse mitbestimmen. Anhand einer Spielsituation wird gezeigt, wie die Eigenschaften des Materials spezifische Handlungsspielräume eröffnen und in den Interaktionen der Kinder mathematische Bedeutungsaushandlungen zu Längen, Winkeln und Mustern herausfordern. Dadurch wird das Material zum eigenständigen Akteur im mathematischen Aushandlungsprozess. |
| 10:00 - 10:35 | Eine arithmetische Erkundung des Knotentanzes Christian Hollmann, Stephan Berendonk Ort: Seminarraum K4 |
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Der Knotentanz basiert auf John Conways Theorie der Rational Tangles. In dieser entstehen sogenannte Tangles durch eine Tausch- und eine Rotationsoperation. Conway entdeckte einen Zusammenhang, der es erlaubt, jedem Tangle eindeutig eine rationale Zahl zuzuordnen. Dieser wird genutzt, um mithilfe eines Baumes einen Algorithmus zu konstruieren, mit dem sich jeder Tangle systematisch entwirren lässt. Es wird gezeigt, dass der Algorithmus stets terminiert und eine minimale Anzahl an Schritten benötigt. Zudem eröffnet der Knotentanz vielfältige weitere arithmetische Untersuchungsmöglichkeiten. |
| 10:00 - 10:35 | Herausforderungen bei der Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht: Eine qualitative Untersuchung aus Sicht praktizierender Lehrkräfte Marcel Hier, Johanna Schönherr Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Die Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht gilt als zentrales Bildungsziel, spielt in der Unterrichtspraxis jedoch bislang eine untergeordnete Rolle. Ziel dieser Studie ist es, Herausforderungen bei der Förderung von Kreativität aus der Perspektive praktizierender Mathematiklehrkräfte zu untersuchen. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse von 20 semistrukturierten Interviews wurden vielfältige Herausforderungen identifiziert, die auf unterschiedlichen Ebenen wirksam sind und nach Einschätzung der Lehrkräfte die Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht einschränken. |
| 10:00 - 10:35 | KI in der Primarstufe: Einstellungen angehender Lehrkräfte und deren Einschätzungen zu Potenzialen zur Unterstützung mathematischer Lehr- und Lernprozesse Christina Bierbrauer, Kristin Altmeyer, Melanie Platz Ort: Seminarraum VW.11.002 Es handelt sich um einen Kurzvortrag. |
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KI eröffnet trotz bestehender Herausforderungen vielfältige Potenziale zur Unterstützung mathematischer Lehr- und Lernprozesse bereits in der Primarstufe. In diesem Zusammenhang spielen KI-Einstellungen von Primarschullehrkräften eine wichtige Rolle, die jedoch bislang kaum empirisch erforscht sind. Das vorgestellte Projekt untersucht u.a. KI-Einstellungen angehender Primarlehrkräfte mithilfe der Attitude Towards Artificial Intelligence (ATAI) Scale nach Sindermann et al. (2021). Weiterhin werden ihre Einschätzungen zu Potenzialen von KI für das Lehren und Lernen mathematischer Inhalte analysiert. |
| 10:00 - 10:35 | Kombinatorische Kompetenzen am Ende der Grundschulzeit Anna Körner, Dagmar Bönig Ort: Senatssaal |
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Das Lösen einfacher kombinatorischer Aufgaben gehört schon seit langem zu den Standards am Ende der Grundschulzeit. Zahlreichen Grundschulkindern ohne unterrichtliche Vorerfahrungen zur Kombinatorik scheinen solche Aufgaben allerdings Schwierigkeiten zu bereiten. Im Vortrag werden das Design und erste Ergebnisse einer explorativen Studie zum Lösen von Permutations- und Variationsaufgaben vorgestellt, in der Lösungswege von Viertklässler*innen mit unterrichtlichen Vorerfahrungen erhoben wurden. |
| 10:00 - 10:35 | Kommen Praxiserprobungen aus Lehrkräftefortbildungen im Unterricht an? Ein Blick auf den Implementationsprozess im Rahmen von QuaMath Madeleine Ullrich, Marita Friesen, Anika Dreher Ort: Seminarraum K5 |
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Damit Fortbildungsinhalte in der Unterrichtspraxis wirksam werden können, ist die Umsetzung durch Lehrkräfte entscheidend. Vor diesem Hintergrund wird der Prozess der Implementation im Rahmen des QuaMath-Fortbildungsmoduls „Algebra und Modellieren“ untersucht. Dabei sollen Gelingensbedingungen und Hürden in diesem Prozess identifiziert werden. Grundlage dafür bilden Daten aus den Fortbildungen, welche hauptsächlich qualitativ und ergänzend quantitativ ausgewertet werden. |
| 10:00 - 10:35 | Lerngelegenheiten zum Aufbau des Stellenwertverständnisses in Mathematikbüchern in der Schuleingangsphase Laura Ucke, Moritz Herzog Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Obwohl das Stellenwertverständnis eine zentrales Elementarithmetischer Kompetenzen darstellt, ist wenig darüber bekannt, wie es in Lehrwerken instruiert wird. Der Beitrag analysiert Umfang, Art und die zu Grunde liegenden Prinzipien von Lerngelegenheiten zum Stellenwertsystem im Anfangsunterricht. Untersucht wurden drei Schulbuchreihen der Jahrgangsstufen 1 und 2. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als 4 % der Segmente explizit das Stellenwertverständnis adres-sieren, überwiegend im Zahlenraum von 21 bis 100. Dabei dominiert das Stellenwertprinzip gegenüber dem Bündelungsprinzip. |
| 10:00 - 10:35 | Lernvideos mit prozessorientierten Lösungsbeispielen im Mathematikunterricht − Ergebnisse von Teilstudien zu Verhaltensweisen von Lernenden in der Hausaufgaben- und Präsenzphase des Flipped Classrooms Nico Friese, Silvia Schöneburg-Lehnert Ort: Seminarraum K3 |
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Für den Flipped Classroom besteht ein Forschungsinteresse darin, zu untersuchen, welches Verhalten Lernende diverser Leistungsniveaus in der Hausaufgaben- und der Präsenzphase zeigen. Nach der Vorstellung von Teilstudien für diese Phasen mit einem Lernvideo mit algorithmischen Lösungsbeispielen, sollen in diesem Beitrag Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung zum Arbeitsverhalten von Schüler*innen mit einem Lernvideo mit prozessorientierten Lösungsbeispielen zum Satz des Pythagoras dargestellt werden. Zur Erklärung bieten die Theorien selbstregulierten Lernens einen geeigneten Bezugsrahmen. |
| 10:00 - 10:35 | Moduseffekte bei der Erfassung von Argumentationskompetenz in der Grundschule - ein Vergleich zwischen papier- und technologiebasiertem Testen Julia Homann, Felicitas Federlein, Sebastian Weirich, Hedwig Gasteiger Ort: Seminarraum K8 |
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Bei der standardisierten Erhebung von Kompetenzen erfolgt zunehmend eine Umstellung auf technologiebasierte Assessments (TBA). Neben einigen Vorteilen, die damit einhergehen, stellt sich auch die Frage, inwiefern sich der Moduswechsel auf die Messung der Kompetenzen auswirkt. Dabei rückt in dieser Untersuchung die Erfassung mathematischer Argumentationskompetenz in den Fokus. Dazu bearbeiteten Viertklasskinder (N=336) Argumentationsaufgaben als Paper-Pencil-Assessment und technologiebasiert am Tablet mit dem Ziel die Vergleichbarkeit der Bearbeitungen in den beiden Modi zu untersuchen. |
| 10:00 - 10:35 | Problemlösestrategien beim Bearbeiten einer geometrischen Problemstellungen mit digitalen Mathematikwerkzeugen Andreas Imhof, Matthias Müller Ort: Seminarraum K2 |
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DGS werden im Unterricht beträchtliches Potential bezüglich der Verständnisorientierung attestiert. In Verbindung mit dem Problemlösen ist dabei speziell die Möglichkeit von Transferpotentialen unter Problemlösestrategien von Interesse. Das zeigt sich u.a. bei der Visualisierung von Inhalten und zur Erprobung von subjektiven Hypothesen bei komplexen Problemstellungen. Speziell auf die Geometrie zugeschnittene Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Problemlösen unter Verwendung von DGS bedürfen weiterer Forschung. Wie genau DGS das Lernen unterstützen wird im Projekt untersucht. |
| 10:00 - 10:35 | Strategieförderliches Potenzial von Textaufgaben in österreichischen Schulbüchern allgemeinbildender höherer Schulen Bianca Beer Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Textaufgaben stellen Lernende vor Anforderungen auf konzeptueller, sprachlicher oder strategischer Ebene. Insbesondere strategische Fehlerursachen haben sich als essentiell herausgestellt, da sie nicht nur am häufigsten auftreten (Prediger & Dröse, 2021), sondern Lernende selbst mit nicht tragfähigen Strategien Textaufgaben erfolgreich lösen können (Verschaffel et al., 2000). Dies kann sowohl an den eingesetzten Textaufgaben als auch an den (fehlenden) Möglichkeiten zur Strategieexplizierung liegen. Es wird daher untersucht, inwieweit Textaufgaben strategieförderliches Potenzial aufweisen. |
| 10:00 - 10:35 | Transfer durch Modellieren in industriemathematischen Kontexten im Rahmen der #MOIN-Forschungstage Christine Knipping, Luisa Gunia, Matthias Knauer Ort: Seminarraum K6 |
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Mathematik hat vielfältige Anwendungen in weiten Teilen unseres täglichen und beruflichen Lebens, z.B. in der modernen Industrie. Die Bedeutung der Mathematik einer breiteren Öf-fentlichkeit zugänglich zu machen und auf diese Weise die gesamtgesellschaftliche Sensibili-tät für die Bedeutung von (Industrie-)Mathematik zu erhöhen, ist eines der zentralen Ziele des #MOIN-Projektes an der Universität Bremen. In diesem Beitrag wollen wir aufzeigen, wie dies im Kontext von Schule und Bildung, unterstützt durch geeignete Aufgaben, Forma-te und Materialien an außerschulischen Lernorten gelingen kann. |
| 10:00 - 10:35 | Universitäre Praxisphasen kriterienorientiert begleiten – QuaMath-Prinzipien als Grundlage für drei Werkzeuge Lena Florian Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Der Beitrag widmet sich der Darstellung von drei Werkzeugen zur Begleitung von Praxisphasen im Mathematiklehramtsstudium. Diese wurden auf Grundlage der fünf Prinzipien für Unterrichtsqualität aus dem Projekt QuaMath entwickelt. Ziel ist es, mit ihnen Kontinuität innerhalb der Lehramtsausbildung zu fördern und die Qualität der Praxisphasen durch eine explizite Theorieverknüpfung zu erhöhen. Der Beitrag gibt Einblick in die Entwicklung sowie erste Evaluationsergebnisse der Beobachtungs- und Reflexionswerkzeuge. |
| 10:00 - 10:35 | Vernetzungen von Concept Image und Concept Definition von Studierenden der Analysis I mit Übungsaufgaben fördern Nina Utsch Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Folgen und Folgenkonvergenz gehören zu den zentralen Begriffen der universitären Analysis. Zugleich zeigen Studien, dass Studierende häufig Schwierigkeiten mit der formalen Konvergenzdefinition sowie mit anschaulichen Erklärungen haben. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung und der Einsatz von Aufgabenformaten zentral, die Studierende nicht nur formal mit Begriffen der Hochschulmathematik umgehen lassen, sondern explizit zur inhaltlichen Vernetzung der formalen Ebene mit der anschauungsgebundenen Ebene anregen und diese Vernetzung in den Studierendenbearbeitungen sichtbar machen. |
| 10:00 - 10:35 | Welche Potenziale digitaler Medien sehen Lehrkräfte für den Unterricht? Konstruktion und Validierung eines Messinstruments zu Potenzialeinschätzungen David Bednorz, Gruhn Katrin, Scharlau Johanna, Stroetmann Elise, Wischgoll Anke, Prediger Susanne, Kortenkamp Ulrich, Walter Daniel, Sommerhoff Daniel Ort: Hörsaal 26 |
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Digitale Medien können qualitätsvollen Mathematikunterricht unterstützen, werden jedoch nur wirksam, wenn Lehrkräfte ihre Potenziale erkennen. Im Beitrag stellen wir das neu entwickelte Messinstrument PoLDi-QM zur Potenzialeinschätzung von Lehrkräften zu digitalen Medien entlang von fünf Qualitätsprinzipien vor. Auf Basis von Daten von N = 177 Lehrkräften prüfen wir Struktur, Validität und Reliabilität des Instruments. Die Analysen zeigen eine klar interpretierbare fünffaktorielle Struktur mit guter Modellpassung sowie zufriedenstellenden bis guten internen Konsistenzen. |
| 10:00 - 10:35 | Wie offen ist zu offen? Herausforderungen bei offenen, medial gestützten Aufgaben begegnen Patrick Ebers Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Offene Aufgaben gelten als lernwirksam, die Bearbeitung mit digitalen Werkzeugen wird von Lehrkräften jedoch häufig als unsystematisches Probieren wahrgenommen. Kontrastierende Aussagen von Lehrkräften zu einem Videofalls zur Aufgabe Parabel als Produkt zweier linearer Funktionen werden mit der Lupe des Teacher Noticing betrachtet. Die unterschiedliche Interpretation des Falls führt zu gewinnbringenden Diskussionen über Unterstützungsstrategien und Adaptionen der Aufgabe zwischen Offenheit und Lenkung. Ziel ist es, Lehrkräfte beim Einsatz offener, medial gestützter Aufgaben zu unterstützen. |
| 10:00 - 11:00 | Dissertationsveröffentlichung in einem Verlag Ort: Seminarraum MI.13.05 Chair der Sitzung: Karina Kowatsch Sie arbeiten gerade an Ihrer Promotion und schreiben eine Doktorarbeit? Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo Sie die Forschung anschließend prominent, gut sichtbar und in renommiertem Umfeld als Buch veröffentlichen können und wie das funktioniert?
In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie Ihre monografisch oder kumulativ entstandene Dissertationsschrift in einem Verlag veröffentlichen und was Sie bei der Publikation beachten müssen.
In einer kurzen Präsentation erhalten Sie zunächst Einblicke in die Angebote, den Einreichungs- und Publikationsprozess bei Springer Nature sowie allgemeine Informationen zum Publizieren in einem Verlag. Es werden Themen wie Open Access, Abdruckgenehmigungen, Lizenzen oder technische Aufbereitung erläutert. In einer anschließenden Fragerunde können Sie Ihre individuellen Fragen rund um die Veröffentlichung Ihrer Dissertation in einem Verlag stellen. |
| 10:35 - 11:05 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 11:05 - 11:40 | "And math was, like, another language, like, native language that I spoke" - Mathematik als Raum von Sicherheit und Anerkennung – intersektionale Perspektiven auf Karrierewege Julchen Brieger Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Der Beitrag untersucht, wie queere, intersektional diskriminierte Mathematiker*innen Mathematikunterricht rückblickend als Raum von Sicherheit und Anerkennung rahmen. Auf Basis narrativer Interviews wird nach ersten Analysen gezeigt, dass Mathematik als sozialer Raum wirkt, in dem Zugehörigkeit situativ über mathematische Leistung hergestellt werden kann. |
| 11:05 - 11:40 | "Lena wirkt offener und aufgeschlossener als in meiner Charakterisierung" - Subjektive Theorien von Lehramtsstudierenden zu mathematisch begabten Kindern Simone Jablonski, Simon Barlovits Ort: Seminarraum K8 |
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Subjektive Theorien beschreiben Annahmen von Lehrkräften und prägen ihre Wahrnehmung, Diagnostik und Förderentscheidungen im Unterricht. Der Beitrag untersucht die subjektiven Theorien von Lehramtsstudierenden zu mathematisch begabten Kindern. Auf Basis einer qualitativen Studie mit 29 Studierenden wurden deren Beschreibungen analysiert. Häufig genannt werden Schnelligkeit, großes Interesse und herausragende Leistungen; Vorerfahrungen führten jedoch nicht zwingend zu differenzierteren Sichtweisen. Ein Fallbeispiel regte zur Reflexion an und erweiterte die Perspektive um soziale Dimensionen. |
| 11:05 - 11:40 | Ähnlich und doch verschieden: Vergleich zweier Multiplizie-renden-Tandems bezüglich Adaption und Diskussionsführung Tjorven Seibold, Bettina Rösken-Winter Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Multiplizierende spielen eine entscheidende Rolle für die Qualität von Fortbildungen. Dabei müssen sie verschiedene Anforderungssituationen bewältigen (z.B. Adaptionen am Material vornehmen oder Diskussionen leiten), wobei sie meist zu zweit als Tandem agieren. in diesem Beitrag werden Reflexionsgespräche von zwei unterschiedlichen Multiplizierenden-Tandems dahingehend ausgewertet, wie sie sich bei der Bewältigung dieser Anforderungssituationen unterscheiden. Es zeigt sich, dass vor allem der Umgang mit Diskussionen ein entscheidender Faktor bei der Ausbringung von Fortbildungen ist. |
| 11:05 - 11:40 | Aktivierendes Feedback: Akzeptanz durch Studierende Guido Pinkernell, Christian Spannagel, Patrick Galm Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Aktivierendes Feedback kann als ein Feedback verstanden werden, das auf eine falsche Aufgabenlösung eine Lernaktivität vorlegt, mittels derer sie die Defizite selbständig aufarbeiten sollen. Man könnte erwarten, dass Lernende diesen vergleichsweise fordernden Feedbacktyp ablehnen, oder dass die Akzeptanz zumindest von Lernpräferenzen abhängt. Die Daten einer quantitativen Studie mit Lehramtsstudierenden zeigen, dass zwar zu einzelnen Aspekten des verwendeten Akzeptanzkonstrukts durchaus differenziert geantwortet wird, die Lernpräferenzen aber keinen Einfluss auf die Akzeptanz hat. |
| 11:05 - 11:40 | Aufbau von Urteilsvermögen beim KI-Einsatz in Mathematik Johann Sjuts Ort: Hörsaal 27 |
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Zur Sprache kommen soll die Frage, wie man beim Lehren und Lernen von Mathematik in der Schule nicht nur die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) unbefangen nutzt, sondern zugleich das dafür notwendige Urteilsvermögen aufbaut. Metakognitive Aktivitäten sind ein probates Mittel, kritisches Denken zu entwickeln. Insbesondere entsprechend angelegte Aufgaben sind geeignet, ein sinnvolles Zusammenwirken von menschlicher und künstlicher Intelligenz beim mathematischen Denken in Gang zu setzen. Im Mittelpunkt stehen diesbezügliche Gestaltungsweisen schulmathematischer Aufgabenstellungen. |
| 11:05 - 11:40 | Authentizitätswahrnehmung bei realitätsbezogenen Testaufgaben: Einflussfaktoren und emotional-motivationale Effekte Dominik Schlüter, Michael Besser, Larissa Altenburger, Katrin Rakoczy Ort: Seminarraum K6 |
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Authentizität gilt als zentrales Merkmal realitätsbezogener Testaufgaben im Fach Mathematik. Bislang ist jedoch weitestgehend unklar, inwieweit Schüler*innen gewisse Aufgabenaspekte als authentisch wahrnehmen, welche weiteren Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen und welche empirischen Effekte sich aus dieser Authentizitätswahrnehmung ergeben. Der vorliegende Beitrag gibt einen Einblick in eine Studie mit n = 258 Achtkläss-ler*innen, die dieses Forschungsdesiderat adressiert. |
| 11:05 - 11:40 | Diagnose mathematischer Basiskompetenzen als Grundlage einer praxisorientierten Förderung in der Schule Michael Kleine, Annalisa Steinecke, Léon Brings, Volker Ulm Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Mathematische Lernschwierigkeiten stabilisieren sich häufig über Schulstufen hinweg und stellen eine zentrale Herausforderung schulischer Förderung dar. Der Beitrag diskutiert mathematische Basiskompetenzen als Grundlage erfolgreichen Lernens und begründet deren Diagnose als Voraussetzung wirksamer Förderung. Am Beispiel des Bayreuther Rechentests und der Screening-Instrumente des EU-Projekts DiToM werden diagnostische Zugänge an zentralen Übergängen aufgezeigt. Abschließend wird skizziert, wie diagnostikbasierte Förderung im EU-Projekt TeToM systematisch weiterentwickelt wird. |
| 11:05 - 11:40 | Eine qualitative Analyse zur Perspektive von Lernenden auf Mathematikhaltigkeit im Projekt MINTco@NRW Julia Schäfer, Gero Stoffels Ort: Seminarraum K3 |
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Der Beitrag untersucht, wie Lernende Mathematikhaltigkeit adressieren, welche Beliefs sich dabei abzeichnen lassen und welche mathematischen Prozesse und Gegenstände erkannt werden. Auf Grundlage eines Scoping Reviews wurde ein Kategoriensystem zu Dimensionen der Mathematikhaltigkeit entwickelt. Es wird geprüft, inwiefern dieses System auf die Adressierung der Mathematikhaltigkeit von Lernenden übertragbar ist. Dafür wurden im Projekt MINTco@NRW jeweils 20 Prä- und Post-Interviews mit 90 Lernenden durchgeführt und qualitativ ausgewertet. Erste Ergebnisse bestätigen die Übertragbarkeit. |
| 11:05 - 11:40 | Entwicklung digitaler Materialien für den Mathematikunterricht: Eine designbasierte Fallstudie im Lehramtsstudium Edith Lindenbauer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Die Studie untersucht eine fachdidaktische LV, in der Studierende iterativ GeoGebra-Materialien für die Sekundarstufe 1 entwickelten. Ziel ist es, fundierte Designprinzipien für eine LV zur Förderung von Professionswissen (TPACK) bei Erstellung und Bewertung digitaler Materialien (DM) zu entwickeln. Die thematische Analyse von Interviews und Lerntagebüchern zeigt Zuwächse im fachdidaktischen und technologisch-fachdidaktischen Wissen. Förderlich waren fachdidaktische Analysen und systematisches Feedback; Herausforderungen lagen in Aufgabengestaltung und Integration von DM in den Unterricht. |
| 11:05 - 11:40 | Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler durch intelligente Tutorensysteme im Mathematikunterricht Tobias Berner, Corinne Leu, Kim Deragisch, Thomas Schmalfeldt Ort: Seminarraum W.11.018 |
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In der Sekundarstufe I zeigen viele Schüler:innen Defizite im Mathematikunterricht, deren Ursprung auf zentrale mathematische Basiskompetenzen (Zahlvorstellungen, Stellenwertsystem und Grundrechenarten) aus der Primarstufe zurückgeführt werden kann. In diesem Beitrag wird ein Projekt vorgestellt, in dem ein intelligentes Tutorensystem (ITS) entwickelt wird, das die Schüler:innen nicht nur im Unterricht, sondern auch in individuellen Lernzeiten dabei unterstützt, ihre persönlichen Lernlücken zu schließen. Dabei liegt der Fokus auf dem konzeptionellen Verständnis des Basisstoffes. |
| 11:05 - 11:40 | Höhepunkte in der Entwicklung des physikalischen Weltbilds aus historisch-mathematikdidaktischer Sicht. Michael Bürker Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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In diesem Vortrag werden Höhepunkte aus der Geschichte des physikalischen Weltbilds vorgestellt, weil diese auch für den Mathematikunterricht interessante mathematikhistorische Pionierleistungen enthalten. 1. Wie konnte Eratosthenes im 3. Jahrhundert den Erdumfang bestimmen? 2. Wie war es in der Antike möglich, die Mondentfernung gut abzuschätzen? 3. Welche geniale Idee brachte Newton in seine Mondrechnung ein? 4. Wie kann man die relativistischen Effekte im Mathematikunterricht anschaulich darstellen? |
| 11:05 - 11:40 | KI in der universitären Lehramtsausbildung: Didaktik lernen in Interaktion mit KI-Kinder-Avataren Marei Fetzer, Elke Söbbeke Ort: Senatssaal |
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Das Virtuelle Klassenzimmer Mathematik (VKZM) ist ein innovatives, praxisnahes Lehrprojekt für die Lehramtsausbildung. Studierende agieren im Virtuellen Klassenzimmer als Avatare in der Rolle der Lehrkraft. Sie treffen auf KI-gestützte Kinder-Avatare, die für mathematisches Lernen prototypische Verstehenshürden und Lernherausforderungen repräsentieren. Der Vortrag stellt Aufbau und Ziele des Projekts vor, demonstriert die Interaktion mit einem KI-Kinder-Avatar und gibt erste Einblicke in den fachdidaktischen und digitalen Kompetenzerwerb der Studierenden. |
| 11:05 - 11:40 | Mit Knoten moderne Mathematik in die Schule bringen Meike Akveld, Sebastian Bauer, Andreas Büchter Ort: Seminarraum K4 |
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Es wird begründet, warum moderne Mathematik in der Schule exemplarisch erscheinen sollte, Kriterien für die Umsetzung könnten sein: mentale Zugänglichkeit, anschauliche Objekte und ein Lernweg von der Anschauung zur Theorie, verbunden mit Reflexion über Mathematik. Moderne Mathematik wird pragmatisch gefasst und umfasst etwa die Entwicklung problemangepasster Strukturen und Übersetzungen in andere Teilbereiche. Knotentheorie dient als Leitbeispiel: Knoten werden verglichen, klassifiziert und über Invarianten wie Kreuzungszahl, Dreifärbbarkeit und Knotenpolynome unterschieden. |
| 11:05 - 11:40 | Nutzungsprofile eines intelligenten tutoriellen Systems und mathematischer Lernerfolg: Eine latente Profilanalyse Julius Schaaf, Tobias Rolfes, Gabriel Nagy, Aiso Heinze Ort: Hörsaal 31 |
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Die Nutzung intelligenter tutorielle Systeme (ITS) hat das Potenzial, den Lernzuwachs von Schüler*innen zu erhöhen. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch wesentlich von der konkreten Nutzung ab. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie unterschiedlich Schüler*innen ein ITS nutzen. Hierfür wurden auf Basis von Log-Daten und administrierten Fragebögen mittels latenter Profilanalysen unterschiedliche Nutzungs- und Leistungsprofile von Schüler*innen identifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere geringe Nutzung mit ungünstigen Lernverläufen einhergeht. |
| 11:05 - 11:40 | Problemlösekompetenzen von Studierenden der Ingenieurmathematik Mathias Hattermann, Frank Feudel, Katja Tüting, Dirk Langemann, Daniel Heinrich, Sabrina Pusch Ort: Seminarraum K5 |
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Im Beitrag werden Problemlösekompetenzen von ca. 350 Studierenden der Ingenieurmathematik im ersten Semester untersucht. Neben der Zuweisung eines individuellen Problemlösescores werden Bearbeitungsstrategien bei Problemlöseaufgaben auf Niveau der Sekundarstufe I herausgearbeitet und Zusammenhänge der individuellen Problemlösekompetenz mit dem Abschneiden in der Abschlussklausur sowie dem Besuch eines Mathematik Leistungskurses und der Abiturnote analysiert. |
| 11:05 - 11:40 | Stationenarbeit als Organisationsform einer Praxisphase - Erfahrungen und Herausforderungen im "matelier unterwegs" Bernadette Thöne Ort: Seminarraum K1 |
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Das matelier unterwegs ist eine fachdidaktisch orientierte Praxisphase im Rahmen eines Geometriedidaktik-Moduls. Studierende konzipieren ein Stationsangebot, das an jährlich wechselnden Grundschulen durchgeführt wird. Sie arbeiten 2–3 Tage mit Kindern – ohne Klassensituation, dafür mit intensiver Interaktion. Das fördert die Beobachtung von Kindern und deren Denkweisen. Studierende berichten positive Erfahrungen, auch für die eigene fachdidaktische Entwicklung. Rückmeldungen von Kindern und Lehrkräften belegen zudem Lernzuwächse. Trotz Herausforderungen überwiegen die Chancen deutlich. |
| 11:05 - 11:40 | Trainings zum Bayesianischen Denken visualisierungsspezifisch gestalten Marie-Louise Siegmann, Matthias Rips, Karin Binder, Katharina Böcherer-Linder, Theresa Büchter, Andreas Eichler, Stefan Krauss, Nicole Steib, Markus Vogel Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Im DFG-Projekt TrainBayesS werden Trainings mit unterschiedlichen Visualisierungen für den Umgang mit Schnitt-, Rand und bedingten Wahrscheinlichkeiten in der Schule entwickelt. Der Vortrag erläutert die Trainings-Konzeption und geht dabei darauf ein, inwiefern spezifische Eigenschaften von Visualisierungen zu Variationen in der Trainingsgestaltung führen. Exemplarisch wird das an Trainings mit dem Einheitsquadrat und dem Netzdiagramm kontrastiert. |
| 11:05 - 11:40 | Überzeugungen Hochschullehrender zur Bedeutung von Mathematikeinführungsveranstaltungen - Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen Ronja Kürten, Gilbert Greefrath, Markus Hensgens, Georg Hoever Ort: Hörsaal 30 |
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Der Beitrag untersucht die Überzeugungen von Hochschullehrenden zur Bedeutung mathematischer Grundlagenlehrveranstaltungen anhand von Umfragedaten von 1002 Lehrenden. Die Ergebnisse zeigen, dass Mathematiklehrende diesen Veranstaltungen eine höhere Bedeutung beimessen als Anwendungslehrende. Die Unterschiede zwischen Fachhochschul- und Universitätslehrenden sind hingegen vernachlässigbar. Die Ergebnisse werden im Kontext der epistemologischen Überzeugungen und der fachlichen Sozialisation von Lehrenden diskutiert. |
| 11:05 - 11:40 | Verständnisebenen von Äquivalenzrelationen bei Studierenden: Entwicklung eines Diagnoseinstruments Karsten Evers, Anke Lindmeier Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Der Beitrag stellt ein Kategoriensystem zur Diagnostik des Verständnisses von Äquivalenzrelationen vor. Aufbauend auf dem semiotisch‑kognitiven Ansatz nach Duval werden Aufgaben nach formalem Anspruch, Darstellungswechsel und Abstraktionsniveau differenziert, um Verständnisebenen sichtbar zu machen. Ziel ist die Entwicklung eines Diagnoseinstruments, das Verständnisprofile erfasst und Rückschlüsse auf kognitive Prozesse im Begriffsaufbau von Äquivalenzrelationen erlaubt. Der Beitrag versteht sich als Work‑in‑Progress und lädt zur Diskussion der Aufgabenkategorien und Validierungsschritte ein. |
| 11:05 - 11:40 | Vom Blick zum Modell: Kognitive Prozesse beim Modellieren im Freien durch Eyetracking sichtbar machen Isabella Gogesch, Matthias Ludwig Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Diese Pilotstudie untersucht mithilfe eines mobilen Eyetrackers, wie sich die frühen Phasen mathematischer Modellierung in Blickbewegungsmustern von Lernenden zeigen. Drei potenziell begabte Lernende bearbeiteten Modellierungsaufgaben an realen Objekten im Freien und reflektierten ihre Blickverläufe in Stimulated Recall Interviews. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass individuelle Modellierungsstrategien bereits früh visuell sichtbar werden. |
| 11:05 - 11:40 | Wie Grundschulkinder Divisionsaufgaben inhaltlich erklären Dominik Zorn, Daniela Götze Ort: Hörsaal 28 |
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Der Beitrag untersucht, wie Grundschulkinder die Passung von Divisionsaufgaben zu rechteckigen Punktebildern erklären. In einer Eyetrackingstudie mit 15 Zweitklässler*innen wurden Blickbewegungen sowie verbale und gestische Daten trianguliert. Die Analysen zeigen unterschiedliche Erklärweisen, die Rückschlüsse auf das Verständnis des Unitizings als zentrale Grundlage der Division erlauben. |
| 11:05 - 11:40 | Wie lernen Lehrkräfte professionell? Was folgt daraus für die Fortbildungsdesigns von QuaMath und Startchancen? Susanne Prediger Ort: Hörsaal 26 |
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Professionalisierung von Lehrkräften zielt nicht allein auf Wissensaufbau, sondern auf Veränderung unterrichtlichen Handelns. Vorgestellt wird ein Professionalisierungsmodell, das Prozesse professionellen Lernens im Zusammenspiel von Handeln, Wissen und Orientierungen erklärt und daraus Konsequenzen für das Design von Fortbildungen zieht. Diese werden in den DZLM-Projekten QuaMath und Startchancen berücksichtigt, in denen in iterativen Design-Research-Prozessen mit mehreren Rückkopplungsschleifen Fortbildungskonzepte und -materialien erstellt und bundesweit ausgebracht werden. |
| 11:05 - 11:40 | Zum Verhältnis von Equity und mathematischer Begabung im internationalen Diskurs Dirk Weber Ort: Seminarraum K2 |
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Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Equity und mathematischer Begabung im mathematikdidaktischen Diskurs. Auf Basis eines narrativen Reviews internationaler Publikationen wird gezeigt, dass mathematische Begabung in equity-orientierter Forschung meist unberücksichtigt bleibt und vice versa teils als Spannungsfeld zu Exzellenz konstruiert wird. Die Analyse verdeutlicht, dass die Einordnung von Begabungsförderung von zugrunde gelegten Equity-Konzeptionen abhängt, und skizziert offene Fragen für eine weiterführende Auseinandersetzung mit Equity im Kontext mathematischer Begabung. |
| 11:30 - 13:00 | Informationsveranstaltung zur Antragsstellung bei der DFG Ort: Seminarraum MI.13.05 Chair der Sitzung: Stanislaw Schukajlow-Wasjutinski, Universität Münster Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat als zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft eine herausgehobene Rolle in der nationalen Forschungsförderung in Deutschland. Mittel für eigene Forschungsprojekte bei der DFG einzuwerben, ermöglicht die Arbeit an selbstgewählten Themen und gilt als Merkmal wissenschaftlicher Exzellenz. In der Informationsveranstaltung werden zunächst die Ziele und Förderinstrumente der DFG sowie der Antragsprozess vorgestellt. Aufbauend auf Erfahrungen aus eigenen Anträgen sowie aus DFG-Antragsworkshops von GDM und GDCP werden anschließend Hinweise zur Vorbereitung eines eigenen Antrags gegeben. Es gibt die Möglichkeit für Fragen, Diskussion und Austausch mit und unter den Teilnehmer*innen. Die Veranstaltung richtet sich primär an Wissenschaftler*innen nach der Promotion, die eine Antragstellung bei der DFG für ein konkretes Projekt in Betracht ziehen. Sie dient damit auch der Information für Personen, die eine Antragskizze zu einem späteren DFG-Antragsworkshop der GDM einreichen möchten. |
| 11:50 - 12:25 | „Wenn du mitten in der Nacht aufgeweckt wirst, musst du die Mitternachtsformel auswendig können“. Eine Analyse von Schwierigkeiten bei der Verwendung quadratischer Lösungsformeln Jens Dennhard Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Zum Lösen allgemeiner quadratischer Gleichungen werden im Mathematikunterricht zwei Formeln gelehrt: Die abc- und die pq-Formel. Nur wenige Bildungspläne machen zur Wahl eine Vorgabe, darüber hinaus existieren keine empirischen Studien zum Vergleich. Zur Generierung erster Erkenntnisse wurde eine Studie mit 115 Studierenden durchgeführt, die 15 Aufgaben bearbeiteten. Die Auswertung der Tests zeigt, dass die abc-Formel tendenziell bessere Ergebnisse als die pq-Formel liefert. Bei beiden Formeln ist das Basiswissen im Rahmen der Bruchrechnung entscheidend für das Gelingen. |
| 11:50 - 12:25 | Auf dem Weg zum Begriff des mathematikbezogenen gesellschaftskritischen Denkens Jannik Heckmann Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Kritisches Denken ist eine wichtige Voraussetzung für die Wahrnehmung von Bürgerrechten in einer Demokratie. Demokratierelevante Themen wie beispielsweise die Klimakrise können mit mathematischen Mitteln analysiert werden, wobei diese mathematischen Mittel das kritische Denken unterstützen können. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie die Verbindungen zwischen Mathematik, kritischem Denken und gesellschaftsrelevanten Themen genauer untersucht werden kann. |
| 11:50 - 12:25 | Designing Assumption-Eliciting Probability Tasks Based on Probabilistic Environments Masafumi Kumode Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Many probability tasks fix assumptions and expect one numerical answer, yet classrooms often yield multiple answers. After ten heads, for example, some expect tails and others suspect bias—typically marked wrong. Viewing judgment as adaptation, these responses reflect premise completion under uncertainty. We therefore propose assumption-eliciting tasks that prompt learners to state and compare assumptions. |
| 11:50 - 12:25 | Die Auswahl des Schulbuchs in der Grundschule: Entwicklung einer praxistauglichen Checkliste Franziska Fischer, Henning Sievert, Aiso Heinze Ort: Hörsaal 31 |
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Die Auswahl von Mathematikschulbüchern in der Grundschule wird durch fehlende fachdidaktische Kriterien und hohen Zeitaufwand erschwert. Im Projekt wurde eine forschungsbasierte Checkliste für die Schulbuchwahl entwickelt, die auf exemplarischen Themen und wissenschaftlich abgeleiteten Qualitätskriterien beruht. Die Bewertung von Schulbüchern zeigte, dass die Checkliste zu derselben Qualitätsrangfolge führt wie eine wissenschaftliche Analyse. Basierend auf Feedback von Expert*innen wurde die Darstellung weiterentwickelt. Im nächsten Schritt soll die Checkliste in der Praxis evaluiert werden. |
| 11:50 - 12:25 | Entdeckungen von Viertklässler*innen bei Permutationen mit und ohne Wiederholung – Lernumgebung zu Ziffernkarten Alina Vonstein Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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In der Lernumgebung ‚Permutationen mit Ziffernkarten‘ können Lernende drei- und vierstellige Zahlen mit verschiedenen und doppelten Ziffern finden und kombinatorische Figuren entdecken. Zum Umgang mit Permutationen mit Wiederholung liegen in der Forschung bislang wenige Ergebnisse vor. In einer explorativen Erprobung bearbeiteten Viertklässler*innen die Lernumgebung in Einzelinterviews. Die Analyse von Lernendenäußerungen zum Vergleich zwischen Permutationen mit und ohne Wiederholung von dreistelligen Zahlen, zeigt Entdeckungen zum Zusammenhang zwischen Ziffernmaterial und Lösungsmenge. |
| 11:50 - 12:25 | Fachfremd unterrichtende Lehrkräfte langfristig kompetenzorientiert unterstützen (FUM) Thomas Bock, Nadine Böhme, Heike Hahn, Anna Schneider Ort: Seminarraum K2 |
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Der anhaltende Lehrkräftemangel führt zunehmend zum Einsatz fachfremd unterrichtender Lehrkräfte, insbesondere im Fach Mathematik der Sekundarstufe I. Der Beitrag stellt das Forschungsprojekt „Fachfremd unterrichtende Lehrkräfte langfristig kompetenzorientiert unterstützen“ (FUM) der Universität Erfurt vor, das fachfremd Unterrichtende der Klassenstufen 5 bis 8 adressiert. Im Vortrag werden zum einen Einblicke in Aufbau und Inhalt des Forschungsprojekts als auch in erste Evaluationsergebnisse gewährt. Implikationen für Forschung und Fortbildungspraxis werden diskutiert. |
| 11:50 - 12:25 | Förderung diagnostischer Kompetenzen im Bereich früher mathematischer Basiskompetenzen - Theorie-Praxis-Verzahnung in der Lehrkräfteausbildung Saskia Becker, Maike Hagena Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Diagnosekompetenz ist zentral für gelingendes unterrichtliches Handeln und sollte daher bereits in der universitären Lehrkräfteausbildung angebahnt werden. Obwohl praxisbezogenen Lerngelegenheiten ein hohes Potenzial zugeschrieben wird, mangelt es an empirischen Nachweisen zur Wirksamkeit. Der vorliegende Beitrag untersucht, inwieweit sich die Diagnosekompetenz und das Selbstkonzept angehender Grundschullehrkräfte mit dem Unterrichtsfach Mathematik im Bereich der frühen mathematischen Basiskompetenzen durch eine Theorie-Praxis-Verzahnung fördern lassen. |
| 11:50 - 12:25 | Interdisziplinäre finanzielle Bildung - Ergebnisse einer Pilotstudie zu affektiven Merkmalen und fachlichen Kompetenzen Leonie Reuter, Gilbert Greefrath Ort: Hörsaal 30 |
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Der Beitrag berichtet Ergebnisse einer Pilotierung einer interdisziplinären Unterrichtseinheit zur finanziellen Bildung in Jahrgangsstufe 9. Untersucht wurden Veränderungen affektiver Merkmale sowie fachlicher Kompetenzen im Prä-Post-Design. Für die Kompetenz zum Thema gesetzliche Rentenversicherung zeigte sich ein signifikanter Zuwachs. Für mathematikbezogene Motivation, Interesse und Selbstwirksamkeit und die inhaltsbezogene Mathematikkompetenz konnten hingegen keine signifikanten Veränderungen nachgewiesen werden. Zudem zeigt die Pilotierung die grundsätzliche Eignung der Messinstrumente. |
| 11:50 - 12:25 | KI als Kommunikationspartner: Eine Design-Based-Research-Studie zum Einfluss von KI-Systemen im Mathematikunterricht auf offene Schülerfragen Larissa Tröbelsberger, Reinhard Oldenburg Ort: Seminarraum V.08.001 |
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In diesem Beitrag wird eine Promotionsstudie vorgestellt, die den Einsatz eines KI-Systems als Kommunikationspartner im Mathematikunterricht untersucht. Das Forschungsvorhaben basiert auf dem Design-Based-Research-Ansatz, bei dem eine KI-integrierte Unterrichtssequenz entwickelt, erprobt und evaluiert wird. Ziel ist es, zu analysieren, ob der gezielte KI-Einsatz Kommunikationshemmnisse abbauen und offene Schülerfragen reduzieren kann. In dieser Unterrichtssequenz wird GPT über die datenschutzkonforme Plattform Fobizz als Lernhelfer eingesetzt, um Potentiale und Grenzen hiervon zu erfassen. |
| 11:50 - 12:25 | KI-Kompetenz von Lernenden im Fokus: Einschätzungen von Mathematiklehrkräften aus dem Schulversuch KI@school Jasmin Müller, Judith Huget, Ingo Witzke Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Im Kontext der zunehmenden Integration generativer Künstlicher Intelligenz in den Mathematikunterricht analysiert der Beitrag die Perspektiven von Lehrkräften auf erforderliche KI-Kompetenzen von Lernenden. Grundlage bilden Interviews mit Lehrkräften aus dem Schulversuch KI@school, die entlang des AI-Literacy-Modells qualitativ ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere übergeordnete Medien-, Sprach- und Technikkompetenzen sowie KI-spezifische Fähigkeiten wie das Verständnis der Funktionsweise generativer KI und deren reflektierte Nutzung als zentral gelten. |
| 11:50 - 12:25 | Lernen und Aufgabenlösen mit multiplen externalen Repräsentationen: Eine Zusammenschau empirischer Forschung Julia Harenz, Markus Vogel, Kristin Altmeyer, Roland Brünken, Sarah Malone Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Der Beitrag fasst Ergebnisse dreier eigener Studien zum Lernen mit multiplen externalen Repräsentationen (MER) in verschiedenen mathematischen Inhaltsbereichen zusammen. Untersucht werden Text, Formel und Grafik als Einzel- und Kombinationsdarstellungen sowie Unterschiede zwischen Lern- und Problemlöseprozessen. Mithilfe von Eye-Tracking wurden Verarbeitungsprozesse analysiert und der Einfluss von Personenmerkmalen (Bildungsniveau, Geschlecht, kognitive Fähigkeiten) sowie verschiedene Outcomevariablen (Problemlösen, Repräsentationskompetenz, kognitive Belastung) wurden systematisch untersucht. |
| 11:50 - 12:25 | Mathematikunterricht als Dispositiv: Etablierungsprozesse zu Beginn der Sekundarstufe Christoph Aumann, Kirstin Erath Ort: Seminarraum K5 |
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Wissen ist nie neutral, sondern immer in soziale Strukturen eingebunden. Für ein erfolgreiches Erlernen von (mathematischem) Wissen ist also auch Wissen über diese sozialen Strukturen erforderlich. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Konstitution der sozialen Strukturen in Sinne eines Foucaultschen Dispositivs und die Verschränkung von Macht und Wissen im Mathematikunterricht einer fünften Klasse, direkt nach dem Schulübergang. Dafür wurden die ersten Interaktionen im Mathematikunterricht qualitativ analysiert und bezüglich des Dispositivs interpretiert. |
| 11:50 - 12:25 | Mathematische Kompetenzen in der Schweizer Primar- und Sekundarstufe – Eine längsschnittliche Analyse anhand der digitalen Lernplattform Mindsteps Georg Bruckmaier, Daniela Balk, Sophia Ehlers, Matthias Rips, Meral Roeben, Uwe Schürmann Ort: Seminarraum W.11.018 |
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In diesem Beitrag werden die Daten der digitalen Lernplattform Mindsteps aus den Jahren 2022 bis 2024 thematisiert, indem die Entwicklung mathematischer Inhalts- und Prozesskompetenzen von ca. 40 000 Schweizer Schüler*innen längsschnittlich untersucht wird. Die Analysen zeigen erwartbare (z. B. im Hinblick auf Alter und Muttersprache), aber auch überraschende (z. B. bzgl. Geschlecht) Kompetenzentwicklungen und ergänzen dabei Befunde etwa aus PISA oder den Schweizer ÜGK-Erhebungen. Die Resultate werden im Beitrag abschließend diskutiert. |
| 11:50 - 12:25 | Mit geöffneten Aufgabensequenzen in der Grundschule natürlich differenzierend üben Frank Förster, Daniela Aßmus, Wolfgang Grohmann Ort: Hörsaal 27 |
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Die langjährige Arbeit mit rechenschwachen als auch potenziell mathematisch besonders begabten Grundschulkindern in außerschulischen Lernorten gab uns Impulse für einen Mathematikunterricht in Regelschulen, der den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Anhand konkreter Beispiele wird ein Ansatz vorgestellt, der auf einer veränderten Aufgaben- und Kommunikationskultur sowie auf natürlicher Differenzierung basiert. Zentrale Bedeutung kommt dabei „geöffneten Aufgabensequenzen“ zu, die allen Kindern eigenständiges mathematisches Arbeiten ermöglichen. |
| 11:50 - 12:25 | Professionelle Medienbezogene Erfahrungsbereiche von Mathematiklehrkräften rekonstruieren – Vorstellung eines qualitativen Analyseschemas Frederik Dilling Ort: Seminarraum K3 |
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Der Beitrag stellt ein Analyseschema zur Rekonstruktion Professioneller Medienbezogener Erfahrungsbereiche (PMEs) von Mathematiklehrkräften im Rahmen des MPC-Modells vor. Auf Basis triangulierter Datenquellen werden für jeden PME genutzte analoge/digitale Medien samt Erfahrungsbasis und Nutzungskontext sowie Wissens-, Belief-, Emotions- und Motivationskomponenten hypothesenbasiert bestimmt. Kriterien für Einheit, Konsistenz und Abgrenzung von PMEs werden im Vortrag mit praktischen Hinweisen und konkreten Beispielen aus einer Fallstudie erläutert. |
| 11:50 - 12:25 | Rekonstruktion des mathematischen Modellierungsbegriffs Ingolf Schäfer, Christine Knipping Ort: Senatssaal |
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In den Ingenieur- und Naturwissenschaften ist das Ziel einer mathematischen Modellierung oft die Gewinnung einer „sinnvollen mathematischen Problemformulierung“, aus der sich Aussagen ableiten lassen, die idealerweise eine Vorhersage oder eine Optimierung ermöglichen (Eck et al., 2017). Im Gegensatz dazu steht im didaktischen Kontext oft das „Lernen der Methode“ im Vordergrund. Dies birgt die Gefahr, dass charakteristische Aspekte der Modellierung in der Schule gar nicht oder nicht ausreichend behandelt werden, um einen realistischen Eindruck von Modellierung zu bekommen. |
| 11:50 - 12:25 | Schulalgebraische Kompetenzentwicklung im ersten Semester bei Studierenden des Sekundarstufenlehramts Carolin Wosch, Ricarda Holland, Jessica Hoth, Tobias Rolfes Ort: Seminarraum K6 |
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Die Schulalgebra gilt als zentrale Grundlage für höhere Mathematik und damit als entscheidend für Studienerfolg in mathematikhaltigen Studiengängen. In einer IRT-basierten Prä-Post-Analyse wurde der algebraische Lernzuwachs bei Erstsemesterstudierenden des Sekundarstufenlehramts Mathematik (N = 36) untersucht. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zuwachs mittleren Effekts (d = 0.58), der trotz bekannter Inhalte und positiver Stichprobenselektion im Vergleich zu Schüler*innen nur moderat aus-fällt. Dies unterstreicht die Bedeutung schulalgebraischer Kompetenzen am Übergang zur Hochschule. |
| 11:50 - 12:25 | Stochastische Kompetenzen bei finanziellen Entscheidungen unter Ungewissheit – Konzeption einer Interviewstudie Johannes Hellmund, Michael Liebendörfer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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In diesem Beitrag wird die Konzeption einer Interviewstudie vorgestellt, die untersucht, welche Bedeutung stochastische Kompetenzen bei finanziellen Entscheidungen unter Ungewissheit haben. Grundlage bildet ein Modell, das Aspekte von Entscheidungssituationen mit stochastischen Konzepten verknüpft. Für eine Pilotstudie werden Entscheidungssituationen entwickelt, um in Interviews mit Lehramtsstudierenden der Mathematik die Nutzung stochastischen Wissens in alltäglichen Finanzentscheidungen zu rekonstruieren. |
| 11:50 - 12:25 | Strukturen im Blick: Erstklässler*innen und deren Wahrnehmung von Fingerbildern und Musterfolgen Lukas Baumanns, Christian Urff Ort: Hörsaal 26 |
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Wie erfassen Erstklässler*innen unterschiedlicher Leistungsgruppen Strukturen in Fingerbildern und Musterfolgen? Die vorliegende Eye-Tracking-Studie (N=40) zeigt wiederkehrende Prozesse, die sich in beiden Inhaltsbereichen auf einem Kontinuum von elementorientierter bis zur strukturorientierten Erfassung verorten lassen. Insgesamt dominieren in beiden Gruppen strukturorientierte Prozesse. Vor allem bei den Fingerbildern nutzen Kinder der niedrigen Leistungsgruppe häufiger serielle Vorgehensweisen. Bei den Musterfolgen fehlt in dieser Gruppe öfter die relationale Nutzung des Grundmusters. |
| 11:50 - 12:25 | Tuffi, ein Elefant in der Wuppertaler Schwebebahn: Die Bedeutung von Stützpunktvorstellungen für das Problem-Posing Marlena Meyer, Simon Barlovits, Catharina Beckschulte, Simone Jablonski Ort: Seminarraum K8 |
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Stützpunkte (SP) haben sich beim Lösen von Modellierungsaufgaben als hilfreich erwiesen. In dieser Studie wird die Verwendung von SP beim modellierungsbezogenen Problem-Posing (PP) untersucht. Dazu wurden Schüler*innen beim modellierungsbezogenen PP im Kontext der Geschichte von Tuffi, ein Elefant, der 1950 aus der Wuppertaler Schwebebahn stürzte, beobachtet. Die Bearbeitungsprozesse wurden hinsichtlich des PP, des Modellierens und der Verwendung von SP analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass SP eher beim Lösen modellierungshaltiger Aufgaben als bei der Generierung solcher genutzt werden. |
| 11:50 - 12:25 | Validierung eines Testinstruments zur Erfassung des fachspezifischen Professionswissens zu ebenen Figuren und Körpern Berit Bönninghausen, Hedwig Gasteiger Ort: Hörsaal 28 |
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Damit Lehrkräfte die mit dem Unterrichten verbundenen Anforderungen bewältigen können, müssen sie über hohes fachspezifisches Professionswissen (FPW) verfügen. Bislang fehlt es jedoch weitestgehend an Testinstrumenten, mit denen das FPW von v. a. Grundschullehrkräften zu spezifischen Inhaltsbereichen erfasst werden kann. Ziel dieser Studie (N = 225) ist daher die Validierung eines Testinstruments zur Erfassung des FPW zu dem Inhaltsbereich „ebene Figuren und Körper“. Mithilfe verschiedener IRT-Modelle soll u. a. die Frage beantwortet werden, welche Struktur dem Testinstrument zugrunde liegt. |
| 11:50 - 12:25 | Vorbereitung auf inklusiven Mathematikunterricht der Grundschule – Bedeutung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen aus Sicht von Studierenden Wiebke Jung Ort: Seminarraum K1 |
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Um Studierende auf einen inklusiven Mathematikunterricht vorzubereiten, ist der Erwerb einer fundierten fachlichen und fachdidaktischen Wissensbasis zentral. Basierend auf qualitativen Daten einer Fragebogenerhebung des Projekts KoLiMa, geht der Beitrag der Frage nach, inwiefern Studierende fachliche und fachdidaktische Lehrveranstaltungen als vorbereitend für einen inklusiven Mathematikunterricht wahrnehmen. Es zeigt sich, dass sie sowohl fachliches als auch fachdidaktisches Wissen der Veranstaltungen als nützlich einschätzen und teils Verbindungen zwischen den Veranstaltungen erkennen. |
| 11:50 - 12:25 | Wurzel 3: Eine Zahl mit vielen Gesichtern Emese Vargyas Ort: Seminarraum K4 |
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Der Übergang von der anschaulichen Vorstellung einer unendlichen Dezimaldarstellung zur abstrakten, axiomatisch fundierten Definition der reellen Zahlen stellt für viele Studierende zu Beginn ihres Studiums eine grundlegende Herausforderung dar. Der Vortrag analysiert ausgewählte Aspekte der Zahl Wurzel 3, die exemplarisch dazu beitragen können, diesen Übergang verständlicher zu machen. |
| 12:35 - 13:10 | Aufgabenspezifische KI-Tutoren zur konstruktiven Unterstützung von Lernenden Lisa Rühl, Daniel Thurm Ort: Seminarraum K6 |
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Es wird die Nutzung aufgabenspezifischer KI-Tutoren beim Bearbeiten von Aufgaben zu linearen Gleichungssystemen untersucht. Theoretisch wird an das Konzept konstruktiver Unterstützung angeknüpft, das u. a. adaptive Hilfestellungen umfasst. Die KI-Tutoren basieren auf einem LLM und sind durch Instruktionen auf spezifische Aufgaben zugeschnitten. In einer qualitativen Pilotstudie wurden aufgabenbasierte Interviews durchgeführt, die Bearbeitungsprozesse videografiert und Chatprotokolle erhoben. Erste Ergebnisse zeigen eine Nutzung v. a. in Planungs- und Implementierungsphasen. |
| 12:35 - 13:10 | Beweisakzeptanz und eigene Beweisversuche – eine Studie mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mathematik-Olympiade am Anfang der Klassenstufen 5 bis 8 Petra Carina Edel Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Beweise sind in der Mathematik und auch beim Mathematiklernen wichtig. Dabei sollen aus mathematikdidaktischer Sicht auch beim Lernen induktive Prüfungen nicht als Beweis gelten, während der Grad an formalsprachlicher Abfassung nicht entscheidend ist. Studien mit Lernenden ab der Klasse 8 deuten jedoch u. a. auf eine Präferenz formaler Darstellungen hin. Der Vortrag gibt einen Einblick, inwieweit Lernende in den Klassen 5 bis 8 verschiedene fiktive Beweisversuche zu einer Allaussage akzeptieren und inwieweit deren Bewertungen fiktiver Beweisversuche mit eigenen Beweisversuchen zusammenhängen. |
| 12:35 - 13:10 | Computational Thinking in Modellierungsprozessen rekonstruieren? Eine Fallstudie zu Computational Essays Lukas Bayer Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Der Beitrag untersucht anhand einer Fallstudie, welche Teilprozesse von Computational Thinking (CT) sich innerhalb von datenbasierten Modellierungsprojekten wiederfinden lassen. Im Rahmen einer Modellierungswoche dokumentierten die Lernenden ihren Lösungsprozess in sogenannten Computational Essays, einer Mischung aus Programmcode und erklärendem Text, aus welchen anschließend die Teilprozesse von CT mittels qualitativer Inhaltsanalyse rekonstruiert wurden. CT zeigt sich dabei vor allem beim Implementieren mathematischer Modelle, sowie beim Visualisieren von Daten oder mathematischen Lösungen. |
| 12:35 - 13:10 | Didaktik der Geometrie im 21. Jahrhundert Antonella Perucca Ort: Senatssaal |
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Dieser Text ist ein Essay, der all jenen gewidmet ist, die Geometrie lehren: Was gibt es Neues zu berichten im 21. Jahrhundert? Wie können wir den Geometrieunterricht moderner gestalten? Können wir gemeinsam innovative Lernmaterialien produzieren, die allen frei zur Verfügung stehen? |
| 12:35 - 13:10 | Einmal Vierfeldertafel, immer Vierfeldertafel? – Zum (un-)flexiblen Einsatz von Visualisierungen bei Aufgaben mit bedingten und/oder Schnittwahrscheinlichkeiten Luca Jotzo, Karin Binder, Florian Klostermeier Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Manche Aufgaben in der Stochastik können einfacher mit einem Baum, andere einfacher mit einer Vierfeldertafel gelöst werden, je nachdem, welche Informationen in einer Situation mit 2 dichotomen Merkmalen gegeben sind. In einer Studie mit 114 Schüler*innen haben wir untersucht, wie flexibel die Lösungsstrategien genutzt werden. Hierzu bearbeiteten die Lernenden Aufgaben, in denen entweder eine Vierfeldertafel, ein Baum oder beide Visualisierungen gleichermaßen vorteilhaft sind. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein adaptiver Umgang mit unterschiedlichen Darstellungen kaum erkennbar ist. |
| 12:35 - 13:10 | Einschätzung und Adaption des Differenzierungspotenzials von Mathematikaufgaben durch Multiplizierende Marlene Krüger, Birte Pöhler Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Der Beitrag untersucht, wie Multiplizierende das Differenzierungspotenzial von Mathematikaufgaben einschätzen und Schulbuchaufgaben adaptieren. Qualitative Daten zeigen, dass sie verschiedene Merkmale der inneren Aufgabenstruktur erkennen, wenngleich einzelne Merkmale noch stärker voneinander abgegrenzt bzw. weiter ausdifferenziert werden könnten. Da bei der Adaption vor allem die Öffnung genutzt wurde, könnten Aktivitäten zu weiteren Merkmalen deren bewusste Nutzung im Adaptionsprozess fördern. Die Ergebnisse geben Hinweise für die Schwerpunktsetzung künftiger Fortbildungen/Qualifizierungen. |
| 12:35 - 13:10 | Entwicklung eines Instruments zur Erfassung von Einstellungen von (angehenden) Mathematiklehrkräften im Kontext von Fehlersituationen Marieke Ende, Nils Buchholtz Ort: Seminarraum K2 |
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Ein konstruktiver Fehlerumgang gilt als Merkmal für Unterrichtsqualität. Wie Lehrkräfte mit Fehlern von Lernenden umgehen, hängt jedoch auch von ihren individuellen Einstellungen ab. In der Literatur gibt es bereits verschiedene Instrumente, um die Einstellungen von Lehrkräften bezüglich einzelner Bereiche im Kontext von Fehlern zu erheben. Ein Instrument, das diese vielfältigen Aspekte zusammenhängend standardisiert operationalisiert, existiert jedoch nicht. Im Vortrag wird über die Entwicklung eines solchen Instruments und dessen erste Validierung im Rahmen einer Pilotstudie berichtet. |
| 12:35 - 13:10 | Formatives Assessment im arithmetischen Anfangsunterricht Jeanne-Celine Linker Ort: Seminarraum K1 |
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Formatives Assessment gilt als ein wirksames Konzept zur Optimierung schulischen Lernens. Die Realisierung scheint jedoch herausfordernd für Lehrkräfte zu sein. Im Rahmen des Projektes FÖDIMA wurden daher zwei Fortbildungsvarianten zur förderorientierten Diagnostik im arithmetischen Anfangsunterricht für Lehrkräfte entwickelt und durchgeführt, die sich im fokussierten Ansatz formativen Assessments unterscheiden. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden die Diagnosefähigkeiten und selbstberichteten Praktiken der Lehrkräfte vor und im Anschluss an die Teilnahme untersucht. |
| 12:35 - 13:10 | Formel und Struktur: Wie ein virtuell-haptisches Artefakt-System die Herleitung einer Formel unterstützt Angelika Bikner-Ahsbahs, Marit Hvalsøe Schou Ort: Hörsaal 26 |
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Formeln aufzustellen ist schwer. Ein Artefakt-System bestehend aus einem haptischen und einem virtuellen 3D-Puzzle soll Lernende dabei unterstützen. Die Puzzle stellen jeweils einen Würfel dar, der aus sechs kongruenten Pyramiden zusammengesetzt ist, bieten den Lernenden aber komplementäre Erkundungsangebote an. Vorgestellt wird eine Fallstudie, in der rekonstruiert wurde, wie zwei Schülerinnen die Volumenformel für nur eine Pyramide ermittelten. Im Fokus stand, wie das Artefakt-System das Erkennen von Strukturen fördert und so das Aufstellen der Formel unterstützen konnte. |
| 12:35 - 13:10 | Gegenstandsbezogene Professionalisierung im Blended-Learning-Format: Planung und Reflexion der För-derpraxis zum Stellenwertverständnis in Klasse 5 Kerstin Hein Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Nachhaltiger Verständnisaufbau ist ein zentrales Ziel mathematischer Lernprozesse. Lehrkräfte sollen über Aufgabenbewältigung hinaus tragfähige Zahlvorstellungen fördern. Der Beitrag untersucht im Rahmen der Digitalen Fortbildungsoffensive NRW (DFO-NRW), wie gegenstandsbezogene Professionalisierungsprozesse in einem Blended-Learning-Format gestaltet und qualitativ erforscht werden können. Analysiert wird, wie Lehrkräfte in Selbstlern- und Reflexionsphasen fachliche Denk- und Wahrnehmungskategorien entwickeln und für Unterrichtsplanung und Reflexion nutzen. |
| 12:35 - 13:10 | Grundschulkinder erkunden strukturelle Eigenschaften von funktionalen Zusammenhängen Kathrin Akinwunmi, Tony Prange Ort: Hörsaal 30 |
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Der Beitrag berichtet über eine explorative Studie, in der Grundschulkinder im Unterricht sowie in Tandeminterviews bei der Bearbeitung einer Lernumgebung zu Figurenfolgen videographiert wurden. Die Daten wurden mit Hilfe des epistemologischen Dreiecks nach Steinbring (2005) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Grundschulkinder durch die Lernumgebung und geeignete Impulsfragen dazu angeregt werden, strukturelle Eigenschaften von funktionalen Zusammenhängen, wie u. a. die Linkstotalität zu erkunden und ein Verständnis von funktionalen Beziehungen entwickeln. |
| 12:35 - 13:10 | Grundvorstellungen zur Achsenspiegelung Sarah Langenhagen, Tomma Jetses, Alexander Salle Ort: Seminarraum K8 |
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Die Achsenspiegelung ist ein zentraler Begriff des schulischen Geometrieunterrichts, da dieser grundlegend für das Verständnis von Symmetrie und Kongruenz ebener Figuren ist. Studien zeigen jedoch, dass Lernende häufig Schwierigkeiten mit dem Begriff haben. Grundvorstellungen zur Achsenspiegelung können hier ansetzen und als didaktische Leitlinien für den Unterricht dienen. Im Rahmen des Vortrags werden vier Grundvorstellungen zur Achsenspiegelung vorgeschlagen. Dabei wird dargelegt, wie diese mithilfe eines theoriebasierten Verfahrensrahmens hergeleitet wurden. |
| 12:35 - 13:10 | Inhaltliche Beliefs angehender Mathematiklehrer:innen der Sekundarstufe Stefan Götz, Felix Woltron Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Es wird eine Studie vorgestellt, bei der eine innovative Methodik zur Evaluierung von „fachlichen Beliefs“ angehender Mathematiklehrer:innen der Sekundarstufe eingesetzt wird. Dabei liegt der Fokus auf ihrer Wahrnehmung fachlicher Konzepte und Resultate am Beispiel "Folgen und Reihen" und deren Relevanz für den Unterricht. Eine qualitative und quantitative Analyse liefert Einblicke in fachliche Beliefs angehender Lehrpersonen. Obwohl der überwiegende Teil der zu evaluierenden Konzepte/Resultate als relevant eingestuft worden ist, sind die dazu erhobenen Beispiele oft nur oberflächlicher Natur. |
| 12:35 - 13:10 | Integration von Data Science in der universitären Lehrkräfteausbildung mit DataSETUP Lisa Birk Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Daten bestimmen das Leben in allen Lebensbereichen. Daher ist es zentral, bereits in der Schule den kompetenten Umgang mit Daten zu fördern. Um dieser gesellschaftlichen Aufgabe angemessen begegnen zu können, müssen angehende MINT-Lehrkräfte bereits während ihrer universitären Lehrkräfteausbildung in ihren eigenen data science-Kompetenzen gefördert werden. Das europäische Projekt DataSETUP widmet sich dessen durch die Entwicklung und Implementierung von kurzen data science-Modulen. Im Vortrag werden das Projekt, ein exemplarisches Modul sowie Einblicke in die empirische Auswertung vorgestellt. |
| 12:35 - 13:10 | Leonard Nelsons Konzeption kritischen Denkens im Ma-thematikunterricht Shafie Shokrani Ort: Seminarraum K3 |
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Angeregt durch Platons Schriften wurde die sokratische Methode von verschiedenen Pädagogen konzipiert und angewandt. Auch der deutsche Philosoph Leonard Nelson hat diese Methode zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Rahmen der neukantianischen kritischen Philosophie sowohl als wissenschaftliche als auch als didaktische Methode systematisch ausgearbeitet. In diesem Beitrag wird Nelsons sokratische Methode vorgestellt und analysiert, insbesondere im Hinblick auf ihren Einsatz im mathematischen Kontext. |
| 12:35 - 13:10 | Mathematik für eine BNE – Reflexionsorientierung und systemisches Denken in einer Lernumgebung für die Sek I Johanna Brück, Katja Lengnink Ort: Hörsaal 27 |
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Der Beitrag stellt eine im Rahmen eines Promotionsprojekts entwickelte Lernumgebung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Ziel ist die Förderung systemischen Denkens durch die Vernetzung mathematischer, ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektiven am Kontext Lebensmittelkonsum und -produktion. Mithilfe von Systemmodellen und Aufgaben zur Reflexion werden Zielkonflikte, Chancen und Grenzen mathematischer Modellierungen sowie deren gesellschaftliche Bedeutung thematisiert. Die Wirksamkeit der bereits erprobten Lernumgebung wird aktuell empirisch untersucht. |
| 12:35 - 13:10 | Mathematisch kreative Prozesse bei Schüler*innen: Triangulation eines Modells aus verschiedenen Blickwinkeln Julia Joklitschke, Benjamin Rott, Maike Schindler Ort: Seminarraum K5 |
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Um Lernende auf flexible Lösungen zukünftiger, komplexer Probleme vorzubereiten, ist Kreativität unverzichtbar – auch in der Mathematik und im Mathematikunterricht. Doch gezielte Förderung erfordert Diagnostik jenseits der Produktorientierung. Es ist ein tiefes Prozessverständnis nötig, das über Expertenmodelle von Kreativität hinausgeht. Diese Studie trianguliert explorative Vorarbeiten mittels Eye-Tracking und Stimulated Recall-Interviews und zeigt, dass Prozesse von Lernen-den stabilen, identifizierbaren Phasen folgen. Dies bildet die Basis für gezielte fachdidaktische Maßnahmen. |
| 12:35 - 13:10 | Mathematische Forschung im Kleinen: Einblicke in das Schüler*innenforschungsprojekt an der Universität Bonn Regula Krapf, Henning Heller Ort: Seminarraum K4 |
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Der Beitrag beschreibt ein Schüler:innenforschungsprojekt der Universität Bonn, in dem mathematisch begabte Jugendliche eigenständig mathematische Fragestellungen erkunden. Im ersten Durchgang untersuchte die Forschungsgruppe Muster im Pascalschen Dreieck mithilfe von visuellen Methoden und gewann dabei neue Einsichten in gewichtete Zeilensummen, unter anderem im Zusammenhang mit Fibonacci- und Jacobsthal-Zahlen. Die Ergebnisse wurden in einem gemeinsamen Artikel veröffentlicht. Der Beitrag zeigt, dass authentische mathematische Forschung bereits mit Schülerinnen und Schülern realisierbar ist. |
| 12:35 - 13:10 | Produktion oder Rezeption? Vergleich der Lernwirksamkeit von Erklärvideos zu Zufallsgeneratoren David Schwarzkopf Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Aufgrund ihres audiovisuellen Charakters könnten Erklärvideos dazu beitragen, die Herausforderungen bei der Einführung der Wahrscheinlichkeitsrechnung in Bezug auf Sprache und Darstellungen zu bewältigen. In einer Interventionsstudie mit 176 Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe einer bayerischen Mittelschule wurde die Lernwirksamkeit unterschiedlicher Formen des Lernens mit Videos im Vergleich zum herkömmlichen Unterricht untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass aktive Lernformen mit Videos zu höheren Lernzuwächsen führen als rein rezeptive Ansätze. |
| 12:35 - 13:10 | Prozeduren erklären oder nur ausführen? – Aufgabentypen zu prozeduralem und konzeptuellem Wissen zu Inhalten der Differentialrechnung Franziska Sommerlade, Andreas Eichler Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Prozedurales und konzeptuelles Wissen werden meist auf individueller Ebene untersucht. Der Beitrag stellt ein Studiendesign vor, das beide Konstrukte in der Differentialrechnung prozedurspezifisch über drei Aufgabentypen getrennt erfasst: Berechnungsaufgaben zur Ausführung, Anleitungsaufgaben zur Verbalisierung der Schritte und Erklärungsaufgaben zur Begründung ihrer Gültigkeit. Das übergreifende Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, inwiefern Studienanfänger:innen mathematische Prozeduren der Differentialrechnung nicht nur korrekt ausführen, sondern auch konzeptuell erklären können. |
| 12:35 - 13:10 | Stärken nutzen, Schwächen ausgleichen: Bedingungsfaktoren für eine effektive Schulbuchnutzung in der Grundschule Jessica Wrosch, Femke Sporn, Constanze Koschwitz, Ann-Katrin van den Ham, Aiso Heinze Ort: Hörsaal 31 |
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Die Studie untersucht, wie Schulbuchqualität und Professionswissen von Lehrkräften die Implementationsqualität von Schulbuchinhalten und die Leistungen von Schüler*innen beeinflussen. Analysiert wurden Daten von 1073 Zweitklässler*innen aus 64 Klassen mittels Mehrebenen-Strukturgleichungsmodellen. Das Professionswissen der Lehrkräfte sagt die Nutzung von Stärken und den Ausgleich von Schwächen der Schulbücher signifikant vorher. Der Schwächenausgleich zeigt einen positiven Effekt auf den Lernerfolg. Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Rolle der Lehrkraft bei der Schulbuchimplementation. |
| 12:35 - 13:10 | Validierung eines Messinstruments zur Erhebung von Mathematikangst bei Grundschüler:innen Paula Brandt, Hedwig Gasteiger Ort: Hörsaal 28 |
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Emotionale Faktoren sind zentral für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Mathematikangst und Mathematikleistung in der Grundschule, wobei unterschiedliche mathematische Aufgabenbereiche relevant sein können. Deshalb wurde ein Instrument zum Auftreten von Mathematikangst bei verschiedenen Aufgaben entwickelt. Zur Prüfung der Reliabilität und Validität wurden bei Erst- und Zweitklasskindern (N=471) Mathematikangst und allgemeine Angst erhoben und bei Erst- und Zweitklasskindern (N=6) Einzelinterviews im Rahmen einer Cognitive Lab-Studie durchgeführt. |
| 12:35 - 13:10 | Zustandspezifisches Aufgabendesign für Lernumgebungen zum Beweisen mit Theorembeweisern Irene Garnelo, Michael Liebendörfer Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Theorembeweiser werden zunehmend in der Hochschullehre eingesetzt, da sie Studierende beim Erwerb formaler Beweisfertigkeiten unterstützen, sind jedoch nicht einfach zu erlernen. Der Beitrag schärft ein Designprinzip zum Scaffolding von Lernumgebungen zu Theorembeweisern aus. Insbesondere untersuchen wir dafür unterschiedliche Zustände in der Arbeit mit Theorembeweiser und die damit verknüpften Strategien. Die Ergebnisse sprechen für ein zustandsspezifisches Aufgabendesign, das unterschiedliche Stützen gezielt hervorhebt. |
| 13:10 - 14:30 | Mittagspause Ort: Mensa und Cafeteria Den Speiseplan für unsere Mensa finden Sie hier. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Selbstversorgung finden sie zusammengestellt auf unserer Website: XXX |
| 13:15 - 14:00 | Chor-Probe Ort: Seminarraum K5 |
| 14:30 - 15:30 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Friedhelm Käpnick, Universität Münster „Das hat mich sehr erstaunt!“ – Impulsgebende Resultate der Begabungsforschung für die Breitenförderung im Mathematikunterricht |
| 15:30 - 16:00 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematiklehren- und Lernen in Ungarn Ort: Seminarraum I.14.75 Chair der Sitzung: Johann Sjuts, Universität Osnabrück Weitere Leitung: Gabriella Ambrus |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematikunterricht und digitale Werkzeuge Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Carina Büscher, Universität zu Köln Weitere Leitung: Sara Becker |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematikunterricht und Mathematikdidktik in Österreich Ort: Seminarraum I.14.60 Chair der Sitzung: Edith SCHNEIDER, Universität Klagenfurt Chair der Sitzung: Stefan Götz, Universität Wien Weitere Leitung: Myriam Burtscher |
| 16:00 - 17:30 | AK Semiotik, Zeichen und Sprache der Mathematikdidakik Ort: Hörsaal 27 Chair der Sitzung: Christof Schreiber, Justus-Liebig-Universität Gießen Chair der Sitzung: Barbara Ott, Pädagogische Hochschule St.Gallen Weitere Leitung: Gert Kadunz |
| 16:00 - 17:30 | AK Empirische Bildungsforschung in der Mathematikdidaktik Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Johanna Schönherr, Universität Osnabrück Chair der Sitzung: Timo Leuders, Pädagogische Hochschule Freiburg |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematik und Bildung Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Christian Büscher, Universität Duisburg-Essen Weitere Leitung: Anselm Lambert |
| 16:00 - 17:30 | W10: Mathematik zum Hören - Lernumgebungen mit Audiostiften gestalten Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Anika Hölkeskamp, Justus-Liebig- Universität Weitere Leitung: Kirsten Greiten |
| 16:00 - 17:30 | W11: Prompt-Techniken und KI im Mathematikunterricht - Didaktische Perspektiven und praktische Umsetzungen Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Sebastian Schorcht, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Julian Kriegel, Technische Universität Dresden |
| 16:00 - 17:30 | W13: Zählprozesse durch Strukturnutzung überwinden - Aufbau von Zahl- und Operationsvorstellungen im ZR 10 Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Sebastian Wartha, Pädagogische Hochschule Karlsruhe |
| 16:00 - 17:30 | W14: Arithmetische Basiskompetenzen im inklusiven Unterricht stärken - Stellenwerte mit dem Zehnereinmaleins erkunden und verstehen Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Katja Geppert, Universität Münster/ Löwenherz-Grundschule Chair der Sitzung: Annika Raßbach, Universität Münster Weitere Leitung: Prof. Dr. Marcus Nührenbörger |
| 16:00 - 17:30 | W15: Schüler*innen akkurat beim Beweisen und Argumentieren einschätzen Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) |
| 16:00 - 17:30 | W17: Mathematische Basiskompetenzen diagnostizieren und fördern für den erfolgreichen Übergang in die Sek 1 Ort: Senatssaal Chair der Sitzung: Susanne Prediger, TU Dortmund / IPN |
| 16:00 - 17:30 | W19: Spielend Brüche am Zahlenstrahl platzieren - Das produktive Übungsspiel ‚Bazo‘ digital umgesetzt Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Lukas Baumanns, Universität Duisburg-Essen |
| 16:00 - 17:30 | W2: Mit SpieLKi∩Gs individuelle Potenziale erkennen und fördern Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Franziska Strübbe, Bergische Universität Wuppertal |
| 16:00 - 17:30 | W22: Vorstellungsaufbau in der Differenzialrechnung Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Florian Schacht, Universität Duisburg-Essen |
| 16:00 - 17:30 | W24: Mathematik und Zaubern - Spannende Anwendungen für den Unterricht und Arbeitsgemeinschaften Ort: Seminarraum VW.11.002 Chair der Sitzung: Stefan Hartmann, Hausdorff Center for Mathematics |
| 16:00 - 17:30 | W25: Das Skalarprodukt in der analytischen Geometrie - Grundvorstellungsorientierte Einführung und Erarbeitung Ort: Seminarraum W.11.018 Chair der Sitzung: Daniel Frohn, Universität Bielefeld |
| 16:00 - 17:30 | W3: Hüpfen, spielen, Muster erforschen - Mathe im Kindergarten entdecken Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Susanne Kuratli Geeler, PHSG Chair der Sitzung: Corinne Regli, Pädagogische Hochschule St. Gallen |
| 16:00 - 17:30 | W5: Mit Zahlen spielen in der Kita und im Anfangsunterricht Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Dorothea Tubach, Universität Paderborn |
| 16:00 - 17:30 | W9: Förderorientierte Diagnostik im Arithmetikunterricht der Primarstufe Ort: Seminarraum K5 Leitung: Prof. Dr. Christoph Selter, Anne Lausmann |
| 17:30 - 18:30 | Nachwuchsforum Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Theresa Büchter, Universität Kassel Chair der Sitzung: Malina Schröder, Technische Universität Dortmund Während der GDM-Tagung möchten wir mit allen Nachwuchswissenschaftler*innen der GDM in den Dialog treten. Im Nachwuchsforum berichten wir aus der Nachwuchsvertretung über unsere Aktivitäten im letzten Jahr und stehen für Fragen, Ideen oder Anregungen zur Verfügung. |
| 17:45 - 19:00 | W1: Wenn Kinder gemeinsam bauen - Mathematik in Freispielsituationen Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Anna-Marietha Vogler, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Chair der Sitzung: Esther Henschen, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg Chair der Sitzung: Martina Teschner, PH Ludwigsburg |
| 17:45 - 19:00 | W12: Beschreiben und Begründen im Mathematikunterricht anregen und unterstützen - Arbeit mit der „Was? Wie? Warum?“-Kartei Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Daniela Götze, TU Dortmund |
| 17:45 - 19:00 | W16: Problemlösen im MU - Probleme und Heurismen Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Benjamin Rott, Unversität zu Köln Chair der Sitzung: Tim Karpuschewski, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Joerg Zender, Universität zu Köln |
| 17:45 - 19:00 | W18: (Mit) SMART im Unterricht diagnostizieren und fördern Ort: Seminarraum K4 Chair der Sitzung: Bärbel Barzel, Universität Duisburg-ESsen Chair der Sitzung: Matthias Glade, Universität Duisburg-Essen |
| 17:45 - 19:00 | W20: Zahl- und Operationsverständnis von Brüchen identifizieren, diagnostizieren und fördern Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Kim-Alexandra Rösike, TU Dortmund |
| 17:45 - 19:00 | W21: Die Welt in Daten - Digitale Ressourcen für den Stochastikunterricht Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Susanne Schnell, Goethe-Universität Frankfurt Chair der Sitzung: Malin Slotty, Goethe-Universität Frankfurt |
| 17:45 - 19:00 | W23: Einstieg in die Binomialverteilung - Die Bernoulli-Formel verstehen Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Haverkamp, Universität Greifswald |
| 17:45 - 19:00 | W26: Pfeiljagd im Mathematikunterricht - visuelle Beweise rund um die Binomialkoeffizienten Ort: Seminarraum VW.11.002 Leitung: Annemarie Fischer |
| 17:45 - 19:00 | W4: Legespiele im Bereich Raum und Form in der frühen mathematischen Bildung Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Meike Grüßing, Universität Vechta |
| 17:45 - 19:00 | W6: Spielerische Möglichkeiten zur Schaffung von Kardinalzahlverständnis Ort: Senatssaal Leitung: Dr. Hendrik Simon |
| 17:45 - 19:00 | W7: Aktivierung von mehrsprachigen Ressourcen durch den Einsatz von KI Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Taha Ertuğrul Kuzu, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd |
| 17:45 - 19:00 | W8: Ein Weg durch die Anton-App - Das Bewusstsein für ihre Grenzen stärken Ort: Seminarraum K1 Chair der Sitzung: Janine Pape, Uni Wuppertal Chair der Sitzung: Frida Stach, Bergische Universität Wuppertal |
| 19:00 - 21:00 | Liederabend im Sparkassenturm Ort: Sparkassenturm "Es ist alles dabei. Berg, Talkurven, Mond und viel schöne Musik. Emotionale Abwechslung, nix Lanweiliges, bissel was Provokatives." |
| 19:30 | Kneipenabend Ort: Hans im Glück Chair der Sitzung: Laura Graewert, Universität Siegen Chair der Sitzung: Lisa Birk, Universität Münster Am Dienstag, den 03.03.2026, findet ab 19.30 Uhr im Anschluss an das Nachwuchsforum der alljährliche Kneipenabend bei Hans im Glück in der Wuppertaler Innenstadt statt. Alle, die sich dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugehörig fühlen, haben hier in entspannter Atmosphäre die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich informell zu vernetzen. Bei hohem Andrang besteht die Möglichkeit, sich auf die umliegenden Kneipen und Bars zu verteilen, um den Austausch dort in netter Atmosphäre fortzusetzen. Hier könnt ihr euch auch dazugesellen, falls ihr am Nachwuchstag selbst noch nicht dabei sein konntet oder ihr euch weiter vernetzen wollt.
Traditionell sind natürlich alle eingeladen, die sich dem wissenschaftlichen Nachwuchs verbunden fühlen – ganz unabhängig von Alter oder Position.
Wir starten nach dem Nachwuchsforum (HS 26) um ca. 19:10 Uhr und sind ab etwa 19:30 Uhr im Hans im Glück - Wuppertal Elberfeld. |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | „Die Lösung steht doch da!“ Einsatz von ChatGPT zur Lösung einer Fermiaufgabe in Klasse 4 Xenia-Rosemarie Reit, Jakob Gerloff Ort: Hörsaal 28 |
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"Warte kurz, ich frage ChatGPT!". Während KI im Alltag vieler angekommen zu sein scheint und Forschungsprojekte im Sekundarstufenbereich zunehmen, fehlen vergleichbare Forschungsprojekte im Primarbereich, die aufzeigen, wie ein lernwirksamer Einsatz von KI im Mathematikunterricht aussehen kann. In der vorliegenden Studie wurden daher 4.-klässler bei der Bearbeitung einer Fermiaufgabe mit ChatGPT in den Blick genommen. Die Ergebnisse zeigen: Verständnisfördernd ist vor allem eine aktive Rolle der Lernenden, die zwischen eigenem Denken und gezielten Anfragen an ChatGPT wechseln. |
| 8:00 - 8:35 | Antwortsicherheit und metakognitive Kalibrierung beim Größenvergleich positiver rationaler Zahlen Christina Imp, Florian Stampfer Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Beim Arbeiten mit positiven rationalen Zahlen unterscheiden sich Lernende nicht nur in der Lösungsrichtigkeit, sondern auch in ihrer Antwortsicherheit. In dieser Studie wurde untersucht, wie Lernende ihre Antwortsicherheit bei Größenvergleichsaufgaben mit positiven rationalen Zahlen einschätzen und welche Muster der metakognitiven Kalibrierung auftreten. Die Ergebnisse zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede in Antwortsicherheit und Kalibrierung und verdeutlichen das diagnostische Potenzial von Antwortsicherheitsangaben als Perspektive auf metakognitive Prozesse für den Mathematikunterricht. |
| 8:00 - 8:35 | Begabungsförderlicher Mathematikunterricht – Sichtweisen von Multiplikator*innen Nele Spillner, Janina Lenhart, Silvia Wördemann Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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In einer qualitativen Interviewstudie wurden elf Multiplikator*innen im Projekt LemaS-Transfer zu Merkmalen gelungenen begabungsförderlichen Mathematikunterrichts befragt und die Daten mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Multiplikator*innen für die „Begabungsförderung“ eine inklusive Ausrichtung als bedeutsam sehen ebenso wie eine inhaltliche Ausrichtung auf mathematisch reichhaltige Aufgabenstellungen, die für alle Lernenden zugänglich sind. |
| 8:00 - 8:35 | Big Data von Unternehmen: Mathematikhaltige Datenanalysen mit Pivot-Tabellen von Lernenden und Lehrkräften Gero Stoffels Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Ausgehend von der Nutzung von Big Data in Unternehmen und fachdidaktischen Ergebnissen ihrer Verwendung im Mathematikunterricht werden Pivot-Tabellen als etabliertes Tool zur Datenanalyse in Unternehmen sowie ihre Anwendung im Schulunterricht betrachtet. Dazu werden zwei konkrete berufsorientierende Kontexte auch im Sinne der critical data literacy aus dem Projekt MINTco@NRW vorgestellt, die Best-Practice Beispiele für ähnliche Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen darstellen können und verschiedene Forschungsanlässe im Kontext von Big Data in der Mathematikdidaktik bieten. |
| 8:00 - 8:35 | Grundvorstellungen zu Kongruenzabbildungen – Eine Lehrbuchanalyse Dorothee Sophie Dahl Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Um für den Unterricht didaktisch und methodisch fundierte Entscheidungen zu treffen, kann sich an Grundvorstellungen orientiert werden. Diese sind für Kongruenzabbildungen bislang jedoch kaum entwickelt worden. Für die Herleitung passender Grundvorstellungen angelehnt an das Vorgehen von Salle und Clüver (2021) wird daher eine qualitative Lehrbuchanalyse durchgeführt, um Definitionen, Phänomene, Anwendungsfelder, Repräsentationen und Methoden der Begriffsgenese bei 18 Lehrbüchern (1946-2024) zu sammeln. Damit sollen anschließend Merkmale für Grundvorstellungen erarbeitet werden. |
| 8:00 - 8:35 | Inklusiver Mathematikunterricht aus der Sicht von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Rebecca Henkel Ort: Seminarraum K1 |
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Lehrkräfte werden sowohl von der Gesellschaft als auch von der Bildungs-politik mit der Anforderung konfrontiert, inklusiven Unterricht professio-nell handelnd zu gestalten. Im Rahmen des Vortrages werden Ergebnisse einer Studie mit Lehrkräften im Vorbereitungsdienst für das Fach Mathe-matik vorgestellt. Anhand von Auszügen aus Gruppendiskussionen mit an-gehenden Lehrkräften für Gymnasien und für Sonderpädagogik wird darge-stellt, welche expliziten und impliziten Wissensbestände sich hinsichtlich eines inklusiven Mathematikunterrichtes rekonstruieren lassen. |
| 8:00 - 8:35 | KI als Unterstützung im Modellierungsprozess Leander Koll, Gilbert Greefrath Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Mathematisches Modellieren stellt hohe kognitive Anforderungen an Schüler*innen. Die Studie untersucht die Nutzung Künstlicher Intelligenz durch die Lernenden als Hilfestellung in verschiedenen Phasen des Modellierungsprozesses und die Relevanz der KI-generierten Ausgaben für die weitere Bearbeitung der Aufgabe. Die Ergebnisse zeigen die Vielfalt der Nutzung der Ausgaben in verschiedenen Phasen des Modellierungskreislaufs und dessen Bedeutung für die Lösungsfindung. Dabei konnten jedoch auch Grenzen durch Komplexität und Umfang einzelner KI-generierter Ausgaben identifiziert werden. |
| 8:00 - 8:35 | Leistungsentwicklung mathematischen Argumentierens Bettina Lenzner, Esther Brunner, Jonas Lampart Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Mathematisches Argumentieren stellt eine zentrale Kompetenz kompetenzorientierten Mathematikunterrichts dar und umfasst u. a. das Begründen. In der vorliegenden Längsschnittstudie wurde die Entwicklung der Korrektheit mathematischer Begründungen von 176 Lernenden der 4. bis 6. Jahrgangsstufe über 2,5 Jahre untersucht. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Leistungszuwachs mit mittlerem Effekt. Lernende mit Deutsch als Erstsprache erreichen durchgehend höhere Werte als jene mit anderer Erstsprache, beide Gruppen verbessern sich jedoch signifikant. |
| 8:00 - 8:35 | Mathematikdidaktische Perspektiven auf AI Literacy Astrid Carolus, Frederik Dilling, Judith Huget, Ingo Witzke Ort: Seminarraum K5 |
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Das Projekt untersucht die Konzeptualisierung und Operationalisierung von AI Literacy bezogen auf generative KI im Mathematikunterricht ab Klasse 5. Basierend auf den Frameworks MAILS und AICOS wurden Items kontext-spezifisch adaptiert und mittels Expertenreviews sowie qualitativer Pretests an der Zielgruppe erprobt. Das resultierende Instrument wird aktuell Schüler:innen von Jahrgangsstufe 5 bis zum Abiturjahrgang vorgelegt. Eine Teil-stichprobe dient dann der faktorenanalytischen Modellentwicklung spezifischer Literacy-Aspekte, eine andere der längsschnittliche Analysen von Einflussfaktoren. |
| 8:00 - 8:35 | Mit Erklärvideos zu tragfähigen Vorstellungen – Designprinzipien zur Förderung des Verständnisses von Dezimalbrüchen Lia Brüggemeyer, Stephan Hußmann Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Die Studie untersucht im Rahmen der fachdidaktischen Entwicklungsforschung, wie Erklärvideos zum Thema Dezimalbrüche Lernprozesse unterstützen können. Im Mittelpunkt stehen die entwickelten Designprinzipien, die zur Förderung eines tragfähigen Verständnisses eingesetzt werden. Erste empirische Ergebnisse zeigen, dass dynamische Visualisierungen und die gezielte Thematisierung typischer nicht tragfähiger Vorstellungen Lernende dazu anregen können, mathematische Beziehungen zu erkennen, eigene Denkweisen zu reflektieren und konzeptuelles Wissen weiterzuentwickeln. |
| 8:00 - 8:35 | Professionalisierung angehender Mathematiklehrkräfte: Ökonomische Bildung nach dem Vorbild beruflicher Schulen Birthe Wichmann, Johanna Heitzer Ort: Seminarraum K6 |
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Finanzbildung erfährt zunehmend mediale und politische Aufmerksamkeit und rückt in Fokus bildungspolitischer Debatten. Im Beitrag wird die Bedeutung der Förderung ökonomische Bildung (vs. Finanzbildung) im Mathematikunterricht aufgezeigt. Es werden Wissenslücken junger Menschen hinsichtlich Finanzkompetenz dargestellt und berufliche Schulen als ein mögliches Vorbild zur Adressierung dieser im Mathematikunterricht identifiziert. Abschließend wird ein Praxisbeispiel einer Vorlesungssitzung an der RWTH Aachen vorgestellt, in der Lehramtsstudierende über ökonomische Bildung diskutieren. |
| 8:00 - 8:35 | Strukturieren von Gleichungen und ihr effizientes Lösen: Zwei Eye-Tracking-Studien Christof Weber, Georg Bruckmaier, Max Homberger Ort: Seminarraum K2 |
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Effizientes Gleichungslösen setzt mehr voraus als korrektes Umformen: Entscheidend ist, wie Gleichungen gedanklich strukturiert werden. Der Beitrag untersucht mithilfe von Eye-Tracking, wie Lehramtsstudierende und Gymnasiast*innen Gleichungen mit unterschiedlich effizienten Lösungswegen bearbeiten. Zwei Studien zeigen, dass Expert*innen, die Gleichungen effizient lösen, sie integrativ strukturieren, während nicht effiziente Lösungswege mit lokal-sequenziellen Blickverläufen einhergehen. Diese Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial von Eye-Tracking, Strukturierungsprozesse sichtbar zu machen. |
| 8:00 - 8:35 | Subjektive Widersprüche zwischen Orientierungen und Praktiken von Lehrkräften im analytischen Geometrieunterricht Janine Herrmann Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Die Orientierungen von Lehrkräften zum verstehensorientiertem, analyti-schem Geometrieunterricht stehen mit unterrichtlichen Praktiken in Ver-bindung (Prediger, 2019, S. 370). Indem subjektive Verbindungen durch die Methode des Clusterns (Green, 1971) rekonstruiert werden, zeigt sich, dass Lehrkräfte, die das Ziel haben, *Lernende auf das Abitur vorzubereiten* häufig Praktiken berichten, die für verstehensorientierten Unterricht unproduktiv sind. Ein genaueres Verständnis von subjektiven Widersprüchen hilft dabei, Fortbildungen an die Bedürfnisse von Lehrkräften anzupassen. |
| 8:00 - 8:35 | The product rule(s) for differentiation – an example case for teaching proofs in mathematics education Roland Gunesch Ort: Seminarraum K3 |
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This article attempts to cover one aspect of teaching mathematical content and process-oriented knowledge in mathematics education studies at the tertiary level (university level) which the author finds especially interesting and which may be didactically very useful: the product formula(s) for differentiation (derivatives) and the corresponding proof(s). |
| 8:00 - 8:35 | Unterstützung von Mathematiklehramtsstudierenden bei der Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik Antonia Hintze, Martina Döhrmann, Meike Grüßing, Björn Schwarz Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Im Projekt „Mathematik vernetzen – Unterstützung von Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik“ werden unter Berücksichtigung der Gegebenheiten der Lehramts-Ausbildung an der Universität Vechta Aufgaben entwickelt, welche exemplarisch die Zusammenhänge zwischen Schul- und Hochschulmathematik aufzeigen und die Lernenden studienbegleitend zu einer reflexiven Auseinandersetzung mit diesen Bezügen anregen sollen. Im Beitrag wird das Projekt sowie die entwickelten Kriterien für die Aufgaben vorgestellt. |
| 8:00 - 8:35 | Vielfältige Wahrscheinlichkeitsinterpretationen bei Fragen zur Variabilität Arabella Denk Ort: Seminarraum K4 |
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In diesem Beitrag werden individuelle Situierungen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs diskutiert. Ergebnisse einer Studie zum Variabilitätsdenken von Lehramtsstudierenden verdeutlichen, dass sich Interpretationen von Wahrscheinlichkeiten in Aufgaben zum Themenkreis des empirischen Gesetzes der großen Zahlen nicht auf ihre "Schätzbarkeit" durch kumulierte relative Häufigkeiten beschränken. Zudem bietet die Studie Einblicke in individuelle Sichtweisen auf Daten im Wechselspiel von mathematischen Mustern und Abweichungen. |
| 8:00 - 8:35 | Vom Rechteck zum Parallelogramm – (Was) Reflexionsanlässe beim Programmieren schaffen Anna-Christin Söhling, Carina Büscher Ort: Seminarraum K8 |
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In der vorgestellten Studie wird untersucht, wie Reflexionsanlässe beim Programmieren geometrischer Figuren mathematisches Verstehen unterstützen. In einer Turtle-Coder-Lernumgebung programmieren Lehramtsstudierende verschiedene Vierecke und reflektieren vor und nach dem Programmieren deren Eigenschaften. Anhand von Fallstudien zur Parallelogramm-Programmierung wird analysiert, welche Verstehenselemente aufgegriffen und/oder konkretisiert werden. Die Ergebnisse zeigen Chancen, aber auch Grenzen reflexiver Anlässe, insbesondere bei nicht unmittelbar im Code sichtbaren Eigenschaften. |
| 8:00 - 8:35 | Wahrgenommene Teacher Moves in gemeinsamen Gesprächsphasen zum flexiblen Rechnen in Klasse 1 Federica Becker, Julia Bruns Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Die Studie untersucht expertise-bezogene Unterschiede in der professionellen Unterrichtswahrnehmung von Lehrkräften bei der Moderation gemeinsamer Gespräche zum flexiblen Rechnen in Klasse 1. Anhand von Einzelinterviews mit je 10 angehenden und erfahrenen Lehrkräften wird erfasst, welche Teacher Moves in drei videobasierten Unterrichtsszenen wahrgenommen, wie diese interpretiert und welche Handlungsalternativen genannt werden. Erste Ergebnisse zeigen Unterschiede in den wahrgenommenen Teacher Moves sowie deutliche Unterschiede in deren Interpretation und der Nennung alternativer Handlungen. |
| 8:00 - 8:35 | Was ist eine Variable? Felix Lensing, Kata Sebök Ort: Senatssaal |
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Variablen sind in der Mathematik allgegenwärtig. Ihre Verwendungskontexte sind jedoch derart vielfältig, dass man sich bei dem Versuch, einen einheitlichen Variablenbegriff zu gewinnen, vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt sieht. Durch den Vortrag möchten wir mit Ihnen über diese Schwierigkeiten ins Gespräch kommen. Zur Vorbereitung bitten wir Sie daher, darüber nachzudenken, wie Sie die folgenden drei Leerstellen füllen würden: 1. Eine Variable ist ein(e) ________. 2. ________ ist eine Variable. 3. In der Mathematik verwenden wir Variablen, um ________. |
| 8:00 - 8:35 | Welche Instrumente nutzen Mathematiklehrkräfte zur Erhebung von Lernausgangslagen und welche Gründe liegen dieser Auswahl zugrunde? Erste Ergebnisse aus LaMbda Marlon Steinmann, Milena Riedel, Melanie Trypke, Poldi Kuhl, Sonja Nonte, Hedwig Gasteiger Ort: Hörsaal 31 |
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Datengestützte Diagnostik ist ein zentrales Element zur Sicherung von Mindeststandards an Grundschulen. Wenig erforscht ist, ob und nach welchen Kriterien Lehrkräfte diagnostische Tools auswählen und einsetzen. Dies wurde im vom BMFSFJ geförderten Projekt LaMbda mittels standardisierter Befragungen untersucht, ebenso die eingeschätzte Wichtigkeit der Tools. Das diagnostische und professionelle Handeln der Lehrkräfte ist überwiegend im Unterricht verortet, orientiert sich an Lehrwerken und erfolgt unter zeitlichen sowie organisatorischen Rahmenbedingungen. |
| 8:00 - 8:35 | Wie Lernende Abhängigkeiten zwischen Wahrscheinlichkeiten verstehen – Ein dynamischer Zugang zu bedingten Wahrscheinlichkeiten Nicole Steib, Theresa Büchter, Stefan Krauss, Katharina Böcherer-Linder, Karin Binder, Andreas Eichler, Markus Vogel Ort: Hörsaal 26 |
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Der Base-Rate-Neglect stellt ein zentrales Lernhindernis beim Umgang mit bedingten Wahrscheinlichkeiten dar und wird in diesem Kontext überwiegend statisch über Bayesianische Aufgaben operationalisiert. Der Beitrag stellt einen dynamischen Zugang vor, bei dem der Einfluss von Parameteränderungen auf den positiv prädiktiven Wert beurteilt wird. Anhand einer Trainingsstudie im Prä-Post-Follow-up-Design mit N=515 Medizin- und Jurastudierenden wird gezeigt, dass es sich beim Base-Rate-Neglect um ein veränderbares und beim Base-Rate-Respect um ein trainierbares Phänomen handelt. |
| 8:00 - 8:35 | Wirkt Heimatnähe? Eine empirische Studie zum Einfluss lokaler Kontexte auf Aufgabenwert und Modellierungsleistung von Schüler*innen Simon Staudinger, Stanislaw Schukajlow, Jascha Quarder Ort: Hörsaal 30 |
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Die Studie untersucht, ob die Einbettung lokaler Kontexte in Modellierungsaufgaben den aufgabenbezogenen Wert und die Modellierungsleistung von Schüler*innen beeinflusst. In einem experimentellen Between-Subject-Design (N=279) bearbeiteten Lernende Aufgaben entweder mit lokalem Kontext oder mit neutralem Kontext. Insgesamt zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Explorative Analysen weisen jedoch darauf hin, dass leistungsstärkere Schüler*innen einen höheren aufgabenbezogenen Wert bei lokalen Kontexten berichten. |
| 8:00 - 8:35 | Zum Zusammenhang von Fähigkeiten im schriftlichen Subtrahieren und dem konzeptuellen Stellenwertverständnis Katja Lenz, Gerald Wittmann Ort: Hörsaal 27 |
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Sowohl empirische Befunde als auch stoffdidaktische Analyse deuten darauf hin, dass ein konzeptuelles Stellenwertverständnis eine wesentliche Voraussetzung für das Erlernen der schriftlichen Subtraktion ist. In einer empirischen Studie mit N = 406 Kindern in Klasse 4 wird der Zusammenhang von Fähigkeiten im schriftlichen Subtrahieren und dem konzeptuellen Stellenwertverständnis auf der individuellen Ebene untersucht. Eine hierarchische Clusteranalyse zeigt, dass beide Aspekte individuell unterschiedlich ausgeprägt sein können. |
| 8:00 - 9:30 | Publizieren in wissenschaftlichen Zeitschriften Ort: Seminarraum MI.13.05 Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel Dieser Informationsvortrag mit integrierten Fragephasen wendet sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler*innen, die Artikel für (nationale und/oder internationale) wissenschaftliche Zeitschriften mit peer review schreiben möchten. Dazu wird über verschiedene Aspekte des Publizierens in wissenschaftlichen Zeitschriften informiert und es werden Hinweise zum Vorgehen gegeben. Thematisiert wird dabei:
Die Rolle von Publikationen für die Wissenschaft; die Rolle von Publikationen für die wissenschaftliche Karriere; Nationale vs. internationale Publikationen; Publikationsarten & Ansehen von Publikationen; Review-Verfahren: Arten, Ziele, Ablauf; Worauf beim Schreiben zu achten ist: häufige Kritikpunkte in Gutachten; Tipps zum Publizieren/Publikationsstrategie; Rechtliche Fragen und „Anstandsregeln“ (Plagiate, Predatory Journals, Publikationsethik, KI-Nutzung, Autor*innenanteile etc.).
Die Folien werden vorher bereitgestellt. Interessierte sind herzlich willkommen. |
| 8:45 - 9:20 | Aufgabenspezifisch oder aggregiert: Wann wird Feedback in OSAs als hilfreich wahrgenommen? Carl Wolfert, Irene Neumann, Daniel Sommerhoff Ort: Seminarraum K5 |
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Online Self Assessments (OSA) gewinnen, gerade am Übergang Schule-Hochschule, zunehmend an Bedeutung. Ein integraler Bestandteil von OSAs ist Feedback. Offen ist jedoch, wie Feedback gestaltet werden sollte, um möglichst hilfreich zu sein. Die vorgestellte empirische Studie vergleicht die wahrgenommene Nützlichkeit von aufgabenspezifischem und aggregiertem Feedback in mathematischen OSAs. Die Ergebnisse zeigen, dass keine generelle Empfehlung für eine Feedbackart möglich ist und vielmehr die Charakteristika der Lernenden differenziell in die Gestaltung des Feedbacks einbezogen werden sollten. |
| 8:45 - 9:20 | BNE in der Lehre mit einem projektbasierten Seminar ermöglichen – ein Erfahrungsbericht Christian Büscher, Carina Büscher Ort: Seminarraum K8 |
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BNE handelt von komplexen Problemen, der Ausbildung eigener Positionen und dem Erwerb von Handlungsfähigkeit – drei Aspekte, die auch für die die didaktische Umsetzung von BNE im Mathematikunterricht gelten. In projektbasierten Seminaren an den Universitäten Essen und Köln erarbeiteten Studierende eigenständig Unterrichtsmaterial für die Integration von BNE in den Mathematikunterricht. Der Vortrag gibt Einblicke in Designprinzipien des Seminars und diskutiert die Erfahrungen der Dozierenden sowie erste Ergebnisse der Auswertung von Fragebögen aus der Begleitforschung. |
| 8:45 - 9:20 | Darstellungsvernetzung bei präalgebraischen Termen - Die Rolle der Gestik für das Explizieren von Strukturen Alexandra Tondorf Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Das Explizieren zentraler Strukturen ist für die Darstellungsvernetzung und den Verständnisaufbau zentral. Die Relevanz bedeutungsbezogener Sprache dabei ist für verschiedenen Inhaltsbereiche beschrieben worden. Am Lerngegenstand "Termumformung von Zahlentermen" wird ein Ein-blick in qualitative Analysen gegeben, in denen neben Verbalsprache insbe-sondere auch Gestik zur Explizierung zentraler Strukturen für die Darstel-lungsvernetzung untersucht wird. Herausgearbeitete Strategien, wie Lernende beide Modalitäten für Struk-turexplizierung und Darstellungsvernetzung kombinieren werden vorge-stellt. |
| 8:45 - 9:20 | Die »Digitale Fortbildungsoffensive II« Mathematik Primarstufe – Konzeptionelles und erste empirische Befunde Eva Mehren, Sofia Schrader, Daniela Götze, Daniel Walter Ort: Hörsaal 31 |
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Die steigende Bedeutung von Lehrkräftefortbildungen im Primarbereich erfordert qualitativ hochwertige, langfristige und zugleich flexible Konzepte. In der Digitalen Fortbildungsoffensive II Mathematik Primarstufe (DFO II) werden synchrone und asynchrone digitale Phasen mit unterrichtlicher Praxiserprobung und gemeinsamer Reflexion zur Förderung arithmetischer Basiskompetenzen miteinander kombiniert. Erste Evaluationen zeigen eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden sowie geben Hinweise bezüglich der Orientierungen von Lehrkräften zur Weiterentwicklung ihres Mathematikunterrichts. |
| 8:45 - 9:20 | Die Schnittpunktvorstellung - stoffdidaktische Analyse einer Grundvorstellung zum Parallelitätsbegriff Franziska Strunk, Mathias Hattermann Ort: Seminarraum K2 |
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Im Themengebiet der analytischen Geometrie der Sekundarstufe II werden Lagebeziehungen wie Parallelität im Raum behandelt. Während für die Ebene Grundvorstellungen zum Parallelitätsbegriff formuliert wurden (Fetzer & Paravicini, 2024), fehlen entsprechende für den Raum. Für ein aufwärtskompatibles, flexibles konzeptuelles Verständnis werden diese jedoch benötigt. Dieser Beitrag analysiert stoffdidaktisch die Übertragbarkeit der Schnittpunktvorstellung („parallele Geraden haben keinen Schnittpunkt oder sind identisch“) in den Raum unter Verwendung des Verfahrensrahmens von Salle & Clüver(2021). |
| 8:45 - 9:20 | Dynamische Visualisierung von Gleichungen in zwei Variablen in einem online-Tool Reinhard Oldenburg Ort: Senatssaal |
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Gleichungen in zwei Variablen aufzustellen, bereitet erhebliche Schwierigkeiten, unter anderem tritt der sogenannte Umkehrfehler häufig auf. Es wird ein online Tool vorgestellt, das die Bedeutung solcher Gleichungen erfahrbar macht, und es werden erste Erfahrungen damit berichtet. |
| 8:45 - 9:20 | Erarbeitung des dezimalen Stellenwertsystems im Zahlenraum über eine Million – erste Ergebnisse einer Schulbuchanalyse für Klasse 5 Christian Schöttler Ort: Seminarraum K3 |
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Ein zentraler Inhalt des Mathematikunterrichts der unteren Sekundarstufe I ist die Erweiterung des dezimalen Stellenwertverständnisses auf den Zahlenraum größer als eine Million. Im Rahmen einer Schulbuchanalyse wird analysiert, wie der neue Zahlenraum eingeführt, welche Lerngelegenheiten sich ergeben, welche Darstellungen genutzt und welche Art von Verständnis gefördert werden. Im Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. |
| 8:45 - 9:20 | Eye-Tracking-Forschung in der Mathematikdidaktik: Ein Einblick in die aktuelle Studienlage Maike Schindler, Lukas Baumanns, Anna Lisa Simon, Achim J. Lilienthal Ort: Hörsaal 26 |
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Um die aktuelle Entwicklung des dynamischen Forschungsfeldes der Eye-Tracking-Forschung in der Mathematikdidaktik zu verfolgen, zu strukturieren und zusammenzufassen, wurde eine systematische Übersichtsstudie durchgeführt, die im vorliegenden Beitrag synthetisiert wird. Es wurden 116 Eye-Tracking-Studien eingezogen, die zwischen 2019 und 2024 publiziert wurden. Der Beitrag thematisiert u.a. die mathematischen Inhaltsbereiche der Eye-Tracking-Studien sowie die deskriptiven Studienmerkmale wie etwa die Klassen- und Altersstufen der Teilnehmenden, für die sich interessante Trends zeigen. |
| 8:45 - 9:20 | Interaktionsgranularität voicebasierter KI-Unterstützung im Modellierungsprozess Valentin Katter, Alexander Salle, Fabian Wolff, Martin Laun Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Aktuelle Studien zeigen, dass Large Language Models (LLMs) Lernprozesse unterstützen können, zugleich jedoch häufig sehr ausführliche und informationsdichte Antworten erzeugen. Der Beitrag untersucht, wie sich diese Komplexität in mathematischen Modellierungsprozessen systematisch erfassen lässt. Dazu wird das Konzept der Interaktionsgranularität auf LLM-basierte Tutoring-Dialoge übertragen und operationalisiert. In einer Mixed-Methods-Studie mit Schüler*innen der Sekundarstufe I werden voicebasierte Interaktionen mit ChatGPT analysiert. |
| 8:45 - 9:20 | Konzeption eines Tests zum Beweisverständnis von Lehramtsstudierenden Marco Kindervater, Barbara Schmidt-Thieme Ort: Hörsaal 27 |
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Das Beweisen ist sowohl in der Fachdisziplin als auch im Mathematikunterricht in Form des Argumentierens und Beweisens von zentraler Bedeutung. Für die Unterrichtspraxis ist insbesondere das Erschließen eines Beweises mit einem entsprechenden individuellen Beweisverständnis als Ergebnis relevant. Ein solches Beweisverständnis lässt sich über Kompetenzdimensionen, Komplexitätsstufen und Aufgabenbereiche zielführend beschreiben. Darauf basierend wurde ein Test entwickelt, der das Verständnis von Teilbarkeitsaussagen von Lehramtsstudierenden erfasst. Die Struktur des Tests wird hier präsentiert. |
| 8:45 - 9:20 | Lehr-Lern-Labore als Orte der Lehrkräftefortbildung - Gestaltungsmöglichkeiten und Evaluation an einem Beispiel aus dem teutolab-mathematik Anna Reher Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Schülerlabore stellen innovative Lernorte dar, an denen außerschulische Angebote entwickelt und erprobt werden. Zunehmend werden sie auch in die Lehrkräftefortbildung integriert. Der Beitrag thematisiert verschiedene Gestaltungsansätze von Fortbildungen in Lehr-Lern-Laboren und konkretisiert diese am Beispiel des teutolab-mathematik. Die Evaluation der durchgeführten Fortbildung zeigt positive Effekte auf ausgewählte kognitive Variablen der Teilnehmenden, insbesondere auf das Pedagogical Content Knowledge (PCK). |
| 8:45 - 9:20 | Lehrkräftewissen zum Lehren von Problemlösen – Erkenntnisse aus einem Scoping Review Hendrik Streit, Benjamin Rott Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Die erfolgreiche Förderung der Problemlösekompetenz von Schüler*innen hängt maßgeblich von Lehrkräften ab. Vor allem für die Lehrkräftebildung erscheint es daher wesentlich, dass Anforderungen an Lehrkräfte klar umrissen sind. Um einen Überblick über die Forschung zum Lehren von Problemlösen zu generieren, haben wir einen Scoping Review angefertigt. Von elf identifizierten Forschungsschwerpunkten wird in diesem Beitrag exemplarisch der Schwerpunkt ‚Wissen der Lehrkraft‘ diskutiert. Es wird aufgezeigt, inwieweit existierende Konzepte mithilfe des Überblickes ergänzt und erweitert werden können. |
| 8:45 - 9:20 | Mehr als Anwendungen im Alltag? Mathematische Weltbilder von Studierenden des Grundschullehramts Inga Gebel, Lisa Marie Langerwisch Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Mathematische Weltbilder sind subjektive Einstellungen über Mathematik und können durch den Formalismus-, Schema-, Anwendungs- und Prozess-Aspekt beschrieben werden. Insbesondere (zukünftige) Lehrkräfte sollten ein vielseitiges Bild aufweisen. In der vorliegenden Untersuchung wurden daher die mathematischen Weltbilder von 35 Grundschullehramtsstudierenden betrachtet und über eine Clusteranalyse mögliche Typen entwickelt. Dabei zeigte sich eine Dominanz des Formalismus- und Anwendungs-Aspekts, sowie ein vornehmlich eindimensionales Auftreten des Anwendungs-Aspekts. |
| 8:45 - 9:20 | Merkmale von Vorlesungen als Bedingungsfaktoren für Studienerfolg im Fach Mathematik Hans Richter, Sebastian Geisler Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Mathematische Studiengänge verzeichnen im Fächervergleich die höchsten Abbruchquoten, wobei mangelnde Motivation eine zentrale Rolle spielt. Der Übergang von der Schule zur Hochschule ist häufig mit veränderten Anforderungen verbunden, die motivationale Probleme begünstigen können. Im Sinne der Person-Umwelt-Passung werden in der geplanten Studie sowohl Studierendenmerkmale als auch Merkmale von Mathematikvorlesungen untersucht. In einer quantitativen Längsschnittstudie wird analysiert, wie diese Merkmale die Motivationsentwicklung und Studienzufriedenheit beeinflussen. |
| 8:45 - 9:20 | Raus aus der Linearitätsfalle! Visualisierungen gegen lineare Übergeneralisierungen bei nicht linearen Geometrieproblemen. Gudula Volbers, Stanislaw Schukajlow, Gilbert Greefrath, Janina Krawitz Ort: Hörsaal 30 |
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Lineare Übergeneralisierungen sind eine zentrale Fehlerquelle beim Lösen nicht linearer Geometrieprobleme. Die Studie untersucht den Einfluss digitaler Lernumgebungen mit statischen und dynamischen Visualisierungen auf das Verständnis solcher Probleme. In einer quasiexperimentellen Untersuchung mit 306 Lernenden zeigte die Experimentalgruppe bessere Leistungen bei nicht linearen Problemen und weniger lineare Übergeneralisierungen als die Kontrollgruppe. Negative Effekte auf lineare Probleme traten nicht auf. Die Ergebnisse sprechen für das lernförderliche Potenzial geeigneter Visualisierungen. |
| 8:45 - 9:20 | Rechenschwäche in der Sekundarstufe: Eine Professionalisierungsaufgabe für das österreichische Schulsystem Annalisa Steinecke, Karner Andrea Ort: Seminarraum K1 |
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Nationale und internationale Vergleichsstudien weisen immer wieder darauf hin, dass ein relevanter Anteil an Schüler*innen ohne hinreichend gesicherte Basiskompetenzen im Bereich der Arithmetik in die Sekundarstufe I übertritt. Die Aufarbeitung derartiger Verstehensdefizite erfordert eine zielgerichtete Professionalisierung von Lehrkräften des Sekundarbereichs. Im vorliegenden Beitrag werden das Konzept sowie erste empirische Ergebnisse eines Weiterbildungsprogramms der Pädagogischen Hochschule Steiermark vorgestellt, das in Kooperation mit der Universität Bayreuth durchgeführt wird. |
| 8:45 - 9:20 | Rekonstruktion von Lernendenvorstellungen zum Skalarprodukt ungleich Null Olga Lomas Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Der Beitrag untersucht Lernendenvorstellungen zum Skalarprodukt ungleich Null nach der Einführung des Orthogonalitätskriteriums. Ausgangspunkt ist eine entwickelten Lernumgebung, in der Lernende in Kleingruppen arbeiten. Auf Grundlage von Vergnauds Theorie der konzeptuellen Felder werden mithilfe von Konzepten- und Theoremen-in-Aktion geteilte Vorstellungen einer Lerngruppe rekonstruiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Fall "Skalarprodukt ungleich Null" zunächst über eine Abgrenzung zum orthogonalen Spezialfall erschlossen und im Lernverlauf zunehmend algebraisch strukturiert wird. |
| 8:45 - 9:20 | Unendlich im Mathematikunterricht der Primarstufe Lisa Kohlmetz, Ergi Acar Bayraktar Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Im Rahmen einer Staatsexamensarbeit wurde erforscht, welche Imaginationen und Deutungen zum mathematischen Begriff des Unendlichen in philosophisch angelegten Gesprächen mit Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren sichtbar werden. Das Unendliche ist im schulischen Kontext bislang unzureichend erforscht und im deutschen Mathematikunterricht nicht systematisch thematisiert. Die Analyse zeigt, dass das Unendlichkeitsverständnis von Lerner*innen wenig mathematisch ausdifferenziert ist, sich auf einer intuitiv-inhaltlichen Ebene befindet und v. a. durch lebensweltliche Erfahrungen geprägt ist. |
| 8:45 - 9:20 | Verschränkung der Querschnittsfelder BNE und Digitalisierung bei der Auseinandersetzung mit Zukunftsherausforderungen im Mathematikunterricht Philip Helf, Johanna Heitzer Ort: Seminarraum K6 |
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Viele Zukunftsherausforderungen stehen in direkter Verbindung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung und Digitalisierung. Der Durchbruch generativer künstlicher Intelligenz, die Klimakrise sowie mediale Unsicherheiten durch Fake News sind zentrale Themen, die sowohl gesellschaftliches Handeln als auch (mathematische) Bildung beeinflussen. Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird gezeigt, wie diese Verbindung produktiv für die Gestaltung von Mathematikunterricht genutzt werden kann. |
| 8:45 - 9:20 | Vorgehensweisen von Grundschulkindern beim Bearbeiten von Aufgaben zum Raumvorstellungs-Material Ansichtssache Jonathan von Ostrowski Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Im Beitrag wird das Vorgehen von Grundschulkindern beim Bearbeiten von Aufgaben des Materials Ansichtssache untersucht, welches frei verfügbar als OER veröffentlicht ist und zur Förderung der Raumvorstellung genutzt werden kann. Anhand der Analysen zweier Kinder (1. und 4. Klasse) werden unterschiedliche Strategien im Umgang mit Seitenansichten sichtbar. Diese Strategien werden auf die Komponenten der Raumvorstellung sowie ausgewählte prozessbezogene Kompetenzen bezogen. |
| 8:45 - 9:20 | Warum Erklären-Wie einfacher fällt Marco Riehle, Reit Xenia-Rosemarie Ort: Hörsaal 28 |
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„Warum?“ „Das weiß ich doch nicht!“. In einer Studie mit 72 Lernenden der 5.-7. Jahrgangsstufe wurde mithilfe eines entwickelten Kategoriensystem festgestellt, dass Lernenden das Erklären wie ein mathematisches Muster zustande kommt leichter fällt, als das Erklären warum. Während die Argumentationen vielfach bedeutsame Elemente enthielten, scheiterten Lernenden vor allem an der sprachlichen Präzision und der Struktur des Arguments. Die Interviews der Lernenden deuten darauf hin, dass mündliche Erklärungen nicht grundsätzlich besser sind als die schriftlichen. |
| 8:45 - 9:20 | Wie verlässlich sind Selbstberichte zur Überzeugung durch mathematische Argumente? Milena Damrau Ort: Seminarraum K4 |
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Die Studie untersucht experimentell, inwiefern selbstberichtete Überzeugung von der Gültigkeit von Aussagen durch mathematische Argumente tatsächliche Überzeugung widerspiegelt. 430 Studienanfänger*innen validierten jeweils fünf Aussagen nach dem Lesen verschiedener Arten von Argumenten und gaben anschließend ihre Überzeugung durch die Argumente an. Traditionelle Beweise wurden als besonders überzeugend berichtet. Tatsächlich überzeugten jedoch vor allem empirische Argumente von der Gültigkeit der Aussagen. Insgesamt zeigten sich deutliche Hinweise auf systematische Diskrepanzen. |
| 8:45 - 9:20 | Zufallsexperimente in Grundschulbüchern Eva Treiber Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Laut den Bildungsstandards sollen Schülerinnen und Schüler zum Ende der Grundschulzeit die Chancen für Ereignisse bei einfachen Zufallsexperimenten einschätzen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Zufallsexperimente in bayerischen Grundschulbüchern zu finden sind, also wohl als „einfach“ eingeschätzt werden. Einheitlich wird bereits im Anfangsunterricht dazu angeregt, praktische Erfahrungen mit dem Ziehen von Objekten zu sammeln; darüber hinaus zeigen sich kleinere und größere Unterschiede. |
| 9:20 - 9:45 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 01: Aktuelle Forschung zu mathematischen Begabungen Ort: Senatssaal Chair der Sitzung: Matthias Brandl, Universität Passau Chair der Sitzung: Ralf Benölken, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Lukas Donner, Universität Göttingen Chair der Sitzung: Peter Kaiser, Eberhard Karls Universität Tübingen Chair der Sitzung: Moritz Zehnder, Universität Bayreuth |
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9:45 - 10:15
"Mathematische Begabungen" – Quo vadis? Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Das Thema "mathematische Begabung" ist nach wie vor ein vielschichtig studiertes Forschungsfeld. Im Vortrag sollen aktuelle Forschungsströmungen und -perspektiven subsummiert werden. 10:15 - 10:45
Challenging Deconstruction of Signs by Iconoclasm as a Motivational Aspect for the Mathematically Gifted and Creative Personality - A Theoretical Consideration and Hypothesis 1University of Passau, Germany; 2Stockholm University, Sweden With regard to the question of what level of challenge is appropriate for the respective categories of students, a new line of thought is proposed that deals with the hypothesis that the desire of gifted individuals to understand mathematics and solve mathematical problems may be even greater when the process of unpacking/deconstructing of mathematical signs or artifacts (Vygotsky) remains more demanding and challenging. This seems to be related and justified by the concept of iconoclasm, which is currently being discussed in connection with mathematical giftedness and creativity. 10:45 - 11:15
Systematische Untersuchungen zur Förderung von mathematischer Strukturierungskompetenz bei mathematisch potenziell begabten Schüler*innen Universität Tübingen, Deutschland Im Beitrag werden drei randomisierte Feldstudien sowie übergreifende explorative Fragestellungen zur Untersuchung eines Enrichment-Kurses zur Förderung mathematischer Strukturierungskompetenz (MSK) bei (mathematisch) begabten Schüler*innen (N=435, Klassenstufen 2–6) vorgestellt. Alle drei Studien bestätigten die Wirksamkeit des Kurses bezüglich der Förderung von MSK. Multiple Regressionen zeigen, dass die MSK der Schüler*innen vor allem durch arithmetische Kompetenz, fluide Intelligenz und Selbstkonzept vorhergesagt wird. Am stärksten profitieren Schülerinnen mit hoher mathematischer Begabung. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 02: Zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen - Potenziale von Bewegungen für mathematische Lernprozesse Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Lena Radünz, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Thomas Rottmann, Universität Bielefeld |
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9:45 - 10:30
Mathematik zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen – Problemaufriss zum Forschungsfeld 1Bergische Universität Wuppertal, Deutschland; 2Universität Bielefeld, Deutschland Der Beitrag zeichnet einen Problemaufriss zum Forschungsfeld des Bewegten Lernens im Mathematikunterricht. Trotz vielfältiger Begriffe und Perspektiven – von sportwissenschaftlichen Konzepten bis zur Embodied Cognition – fehlt ein kohärentes begriffliches Verständnis. Diese Unschärfe erschwert die Einordnung von Studien, den Vergleich ihrer Ergebnisse und die Ableitung tragfähiger didaktischer Konsequenzen. Der Text bündelt zentrale Herausforderungen, zeigt konzeptionelle Strukturierungsansätze auf und skizziert Perspektiven für weitere Forschung. 10:30 - 11:15
Die Notwendigkeit einer begrifflichen Klärung von Embodied Learning Environments 1Universität Graz, Österreich; 2Universität Graz, Österreich Der Beitrag diskutiert eine Klärung des Begriffs der ‚embodied learning environments‘ (ELE). Die Notwendigkeit der Klärung hat sich im Prozess der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche (SLR) zu solchen ELEs ergeben, da nur nach einer solchen begrifflichen Ausschärfung Lernumgebungen gezielt, präzise und konsistent als ‚embodied‘ identifiziert und von anderen Lernumgebungen abgegrenzt werden können. Aus diesem Grund stellt sich der vorliegende Artikel die Frage: Wie können ELEs definiert und charakterisiert werden und welche Ein- und Ausschlusskriterien ergeben sicher hierdurch für die SLR? |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 03: Beweis- und Argumentationsprozesse Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Meyer, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Eva Müller-Hill, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Silke Neuhaus-Eckhardt, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes |
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9:45 - 10:15
Formale logische Sprache - Diskussion über den Gebrauch im Mathematikunterricht Universität des Saarlandes, Deutschland Formalisieren bedeutet die „Übersetzung von Sachverhalten (…) in eine mathematische Fachsprache“ zur inhaltlichen Präzisierung (Tietze et al., 1982, S. 30). Dabei existiert ein Spektrum zwischen präzisierter Umgangs- und formaler Kunstsprache (Tietze et al., 1982). Auch im Unterricht sind verschiedene Sprachformen, u. a. die verbal-begriffliche (mündlich oder schriftlich in natürlicher Sprache) und die formal-algebraische (Formelzeichen), bedeutsam (Lambert, 2020). Inwieweit Formalisieren hier sinnvoll erscheint, hängt ab von der Lerngruppe, dem Unterrichtsgegenstand und dem Unterrichtsziel. 10:15 - 10:45
Wie Schüler*innen Lehrkrafthandlungen beim mathematischen Argumentieren im Unterricht adaptieren 1Universität Bremen, Deutschland; 2Universität Bremen, Deutschland In diesem Beitrag gewähren wir empirische Einblicke in epistemologische Dimensionen und soziale Dynamiken, die bei der Entwicklung eigenständiger mathematischer Argumentationen von Schüler*innen im schulischen Unterricht wirksam werden. Unsere empirische Untersuchung von Schulklassen des 8. Jahrgangs zeigt ein Spektrum von lehrkraftzentrierten mathematischen Argumentationen bis hin zu eigenständigen mathematischen Argumentationen von Schüler*innen. 10:45 - 11:15
Mathematiklernen in Argumentationsformaten Universität zu Köln, Deutschland Ausgehend von einer interaktionistischen Perspektive auf Lehr-Lern-Prozesse wird im Beitrag das Konzept des Mathematiklernens in Argumentationsformaten (Krummheuer, 1992) zunächst theoretisch fundiert und anschließend anhand empirischer Erkenntnisse weiter ausdifferenziert. Grundlage des Beitrags bilden Analysen von zwölf Transkriptsequenzen aus fünf aufeinanderfolgenden Unterrichtsstunden einer ersten Klasse zum Thema „Starke Päckchen“, in welchen sich in den Interaktionen eine Argumentationsfigur etabliert, die von den Lernenden zunehmend autonomer hervorgebracht wird. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 04: Computational Thinking im Mathematikunterricht - Diagnose und Förderung Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Carina Büscher, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Jens Dennhard, PH Heidelberg Chair der Sitzung: Saskia Schreiter, PH Schwäbisch Gmünd |
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9:45 - 10:30
Computational Thinking unterstützt Mathematiklernen im Primarbereich?! – Ausschnitt eines systematischen Reviews 1Universität zu Köln; 2Universität Bielefeld; 3Universität Koblenz; 4Technische Universität Dresden Computational Thinking (CT) wird als Zukunftskompetenz für Alle verstanden. Die Integration von CT in den Mathematikunterricht der Primarstufe ist nicht nur möglich, sondern auch gegenseitig bereichernd. Um einen detaillierteren Blick darauf einzunehmen, untersuchen wir die Frage: Wie sieht die konkrete Integration von CT in den MU aus? Unser Literaturreview kartografiert die Rollen von CT im MU der Primarstufe. Dieser Beitrag fokussiert sich auf die Rolle der CT-Aktivität Abstraktion als lernförderlich für den Mathematikunterricht und analysiert den ihren Einsatz in den einzelnen Papern. 10:30 - 11:15
Computational Thinking fördern: Machine Learning im Mathematikunterricht der Grundschule Universität des Saarlandes, Deutschland Wie kann eine kindgerechte Auseinandersetzung mit KI aussehen, die gleichzeitig mathematische Kompetenzen vertieft und Computational Thinking (CT) fördert? Der vorliegende Beitrag beschreibt eine Lernumgebung für Viertklässler:innen, in der Kinder einen Klassifizierer trainieren, der selbst gezeichnete Dreiecke und Vierecke unterscheidet. Dabei werden sie zu ML-Modifikator:innen und entwickeln praktisch CT-Kompetenzen. Besonders im Fokus steht die algorithmische Verzerrung. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 05: Data Science Education im Mathematikunterricht: Wege und Perspektiven Ort: Seminarraum I.14.75 Chair der Sitzung: Karin Binder, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Daniel Frischemeier, Universität Münster Chair der Sitzung: Sarah Schönbrodt, Paris Lodron Universität Salzburg |
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9:45 - 10:30
Die Bedeutung des Kontextwissens von Grundschüler:innen für das datenbasierte Argumentieren gegen Falschinformationen zum Thema Klimawandel Universität Paderborn, Deutschland Klimabezogene Themen sind in hohem Maß durch die Verbreitung von Falschinformationen betroffen. Eine frühzeitige Förderung von Data Literacy gewinnt an Bedeutung. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse aus einem Lehr‑Lern‑Arrangements zum Thema Klimawandel. Als Impuls diente ein fiktives Video, in dem ein Influencer die Existenz des Klimawandels bestreitet. Im Fokus der Analysen stehen die datenbasierten Argumentationen von Drittklässler:innen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Bedeutung des Kontextwissens der Grundschüler:innen beim Umgang mit klimabezogenen Falschinformationen. 10:30 - 11:15
Vorstellungen von Grundschulkindern zu Daten und Daten im Internet - Erste Ergebnisse aus dem Projekt PInGu 1Universität Münster, Deutschland; 2Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland Daten prägen zunehmend den Alltag, besonders in digitalen Kontexten. Kinder verfügen jedoch nur über ein begrenztes Verständnis, wie Daten entstehen, verarbeitet und im Netz verbreitet werden. Die Studie des transdisziplinären Projekts PInGu untersucht Vorstellungen von Kindern im Alter von 9-10 Jahren zu Daten und Daten im Internet. Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews, die mittels qualitativer Verfahren ausgewertet wurden. Die Ergebnisse liefern Einblicke in frühe konzeptionelle Vorstellungen zu Daten und geben Anhaltspunkte für die Förderung einer Data Literacy im Kindesalter. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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9:45 - 10:30
Erwartungen von Lehrkräften bei der Einführung von Lernverlaufsdiagnostik 1IPN Kiel, Deutschland; 2Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Für das Fach Mathematik ist digitale Lernverlaufsdiagnostik als Form des formativen Assessments ein vielversprechender Ansatz für einen evidenzbasierten Unterricht sowie eine adaptive, diagnosebasierte Förderung. Trotz nachgewiesener Effektivität ist die praxisbezogene Nutzung jedoch aktuell auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Im Rahmen einer Studie haben wir deshalb die Erwartungen von Lehrkräften an Lernverlaufsdiagnostik unter Berücksichtigung individueller und systemischer Faktoren analysiert, um Schlussfolgerungen für das Design und die Implementation von LVD ableiten zu können. 10:30 - 11:15
“Das nervt ein bisschen.” – Zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Certainty-based Marking im Unterricht 1Universität zu Köln, Deutschland; 2Universität Potsdam, Deutschland Der Beitrag untersucht, wie Schüler*innen Certainty-based Marking (CBM) im Mathematikunterricht wahrnehmen. Auf Grundlage qualitativer Gruppeninterviews zeigt sich, dass regelmäßig eingesetzte, unbenotete CBM-Tests überwiegend als entlastend und lernförderlich erlebt werden. Lernende berichten von besserer Selbsteinschätzung und gezielterem Üben, äußern jedoch auch Unsicherheiten und strategische Nutzung der Sicherheitsangaben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass CBM Potenzial für formative Lernprozesse besitzt, aber einer klaren Einführung und sorgfältigen Gestaltung bedarf. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 07: Fachliche Kompetenzen im Lehramtsstudium Mathematik Ort: Seminarraum V.08.001 Chair der Sitzung: Frank Feudel, Humboldt-Universität zu Berlin Chair der Sitzung: Erik Hanke, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd |
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9:45 - 10:30
Mathematischer Brückenbau durch die Konzeption von Tutoriumssequenzen der Linearen Algebra Universität Graz Das Ziel dieses Vortrags besteht in der Ergründung von Kriterien zur anschlussfähigen Gestaltung von Universitätslehre mit Blick auf die erste Diskontinuität. Hierfür wurden Tutoriumssequenzen zur Linearen Algebra 1 entwickelt und erforscht. Als Basis dafür wurden Expert*inneninterviews mit Universitätslehrenden zu möglichen Schwerpunkten sowie Anknüpfstellen durchgeführt und ausgewählte didaktischen Rahmungen und Werke für die Konzeption hinzugezogen. Durch Studierendenbefragungen zu wahrgenommener Kontinuität wurden Merkmale besonders diskontinuitätsreduzierender Sequenzen identifiziert. 10:30 - 11:15
Kontrastive Fallanalyse von Lösungswegen zu einer Schnittstellenaufgabe zur Dezimaldarstellung rationaler Zahlen Universität Paderborn, Deutschland Im Beitrag analysieren wir Bearbeitungen zu einer Schnittstellenaufgabe (mit Fokus auf den Übergang von der Universität in die Arbeit als Lehrkraft) zur Umwandlung von Brüchen in Dezimalzahlen. Studierende klären dabei fachliche Hintergründe und transferieren diese in einen fiktiven Schülerdialog. Dabei wird ein Kategoriensystem entwickelt, dass einen Vergleich unterschiedlicher Bearbeitungen in Hinblick auf die Identifizierung unterschiedlicher Studierendentypen ermöglichen soll und im Beitrag an zwei Fällen exploriert. Im Vortrag stellen wir tiefere Einsichten in die weitere Auswertung vor. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 08: Frühe mathematische Bildung Ort: Seminarraum I.14.60 Chair der Sitzung: Julia Bruns, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Miriam Lüken, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Stephanie Schuler, RPTU in Landau |
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9:45 - 10:30
Gestaltung adaptiven Unterrichts am Beispiel MathAptiv 1RPTU in Landau, Deutschland; 2FHNW, Schweiz; 3PH Tirol, Innsbruck Der Umgang mit Heterogenität in der schulischen Praxis und im Wissenschaftsdiskurs hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Kontext chancengerechter und inklusiver Bildung. Der Beitrag fokussiert auf das Konzept des adaptiven Unterrichts und beleuchtet am Beispiel des mathematischen Anfangsunterrichts, wie Lehrkräfte in der Umsetzung adaptiven Unterrichts unterstützt werden können. Die Ausführungen basieren auf Ergebnissen aus dem Projekt MathAptiv, in dem ein adaptives Unterstützungsangebot entwickelt und die Umsetzung wissenschaftlich begleitet wird. 10:30 - 11:15
Kognitive Aktivierung beim Einsatz von Aktivitäten der Kartei „Mathematik am Schulanfang“ TU Dortmund, Deutschland Kinder kommen mit heterogenen mathematischen Vorerfahrungen in die Schule. Um allen einen erfolgreichen Start in das schulische Mathematiklernen zu ermöglichen, sollten Kenntnislücken aufgeholt werden. Damit von Anfang an ein verstehensorientiertes Lernen stattfindet, spielt die kognitive Aktivierung als Qualitätsmerkmal von Unterricht eine zentrale Rolle. Inwiefern angehende Lehrkräfte in Fördersituationen mit Kindern am Schulanfang kognitiv aktivierend Gespräche initiieren, um arithmetische Kompetenzen am Schulanfang zu fördern, ist Schwerpunkt dieser Studie. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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9:45 - 10:30
Größenvorstellungen zu Längen - empirische Ergebnisse zur Dimensionalität des Konstrukts 1Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 2Universität Rostock; 3Friedrich-Schiller-Universität Jena Der Umgang mit Größen und das Verständnis gehören zu grundlegenden Bestandteilen mathematischer Bildung. In der Primarstufe, in der Kinder erste Erfahrungen mit Größen sammeln, sollen Größenvorstellungen ge-zielt und nachhaltig aufgebaut werden (KMK, 2022). Dafür ist es nötig, das Konstrukt der Größenvorstellungen und seine Komponenten zu be-stimmen, wobei Literatur und curricularen Standards zeigen, dass die Kon-zeptualisierungsansätze nicht immer übereinstimmen (Hagena, 2022). Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Ergebnisse einer empirischen Analyse der Dimensionalität dar. 10:30 - 11:15
Empirische Dimensionen des Gewichtsverständnisses: Eine Hauptkomponentenanalyse von Gewichtsitems in Klasse 4 1Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Freiburg Im Beitrag wird untersucht, welche empirischen Dimensionen sich für den Größenbereich Gewicht in einer schriftlichen Erhebung in Klasse 4 identifizieren lassen. Ausgangspunkt bilden die im Modell von Reuter und Schuler (2023) beschriebenen Kerntätigkeiten Vergleichen, Messen und Schätzen. Die Hauptkomponentenanalyse basiert auf einer Erhebung mit N=327 Kindern. Erste Ergebnisse und deren Bezug zum Größenverständnismodell von Reuter und Schuler (2023) werden vorgestellt. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 11: Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit in der Elementar- und Primarstufe Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Charlott Thomas, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Maria Wendt, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Antonia Wunsch, Universität Hildesheim |
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9:45 - 10:30
Nicht nur Fehlvorstellungen: Wie Vorschulkinder ihre Wahrscheinlichkeitseinschätzungen tragfähig begründen Universität Bielefeld, Deutschland Kindliche Wahrscheinlichkeitsvorstellungen werden oft anhand sogenannter Fehlvorstellungen defizitorientiert beschrieben. Dieser Beitrag nimmt eine potenzialorientierte Perspektive ein und untersucht, welche tragfähigen Ideen Vorschulkinder (n=54) beim Begründen ihrer Einschätzungen des wahrscheinlicheren Ereignisses in variierenden Verhältnissen im Urnenmodell zeigen. Die Analyse verdeutlicht, dass sich die meisten Begründungen an den gegebenen Ergebnismengen orientieren und dabei oft (proto-)quantitative Vergleiche sowie relationale Bezüge zwischen den (Teil-)Mengen hergestellt werden. 10:30 - 11:15
Kombinatorische Darstellungen Lernender der Primarstufe Technische Universität Dresden, Deutschland Im geplanten Beitrag wird eine qualitative Studie vorgestellt, bei der die Darstellungen Lernender beim Lösen kombinatorischer Aufgaben im Fokus stehen. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurden die Darstellungen der Kinder bezogen auf die kombinatorische Grundfigur analysiert. Dabei zeigte sich, dass eine Unterscheidung dieser Eigenproduktionen nach den gängigen Kategorien - Liste, Baumdiagramm, Tabelle usw. - nicht ausreicht um die Vielfalt der Eigenproduktionen der Kinder abzubilden. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge TU Chemnitz, Deutschland Der Beitrag greift den Einsatz von Bilderbüchern im Mathematikunterricht in Kombination mit der App Book Creator auf und versteht Mehrsprachig-keit dabei als didaktische Ressource. Vorgestellt wird eine Staatsexamensarbeit zur Gestaltung einer entsprechenden mathematischen Lernumgebung, die zugleich als explorativer Impuls für ein geplantes Habilitationsprojekt im Rahmen des MINT-Fit-Programms dient. Darüber hinaus gibt der Beitrag Einblicke in die Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge. 10:30 - 11:15
AI-Based Development of Multilingual Tasks: Insights into Pre-Service Teachers’ Use of Large Language Models 1Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland LLMs such as ChatGPT are increasingly used to support teachers in designing multilingual mathematical learning opportunities, particularly in linguistically diverse classrooms. However, little is known about how pre-service teachers actually use LLMs for this purpose. This article presents empirical insights from a study in which 33 prospective teachers developed mathematics tasks with AI support and explored linguistic nuances between German and Turkish. The focus lies on how LLMs handle fine-grained meaning differences and how teachers interpret and build on these AI-generated suggestions. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 13: Lernen, Lehren und Forschen mit digitalen Medien im Mathematikunterricht der Primarstufe Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes Chair der Sitzung: Aileen Steffen-Delplanque, Universität Osnabrück |
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9:45 - 10:30
Unterstützung strategischen Denkens durch digitales Scaffol-ding? – Untersuchung der Nutzungsweisen von Lernenden im Kontext des digitalen Nim-Spiels TU Dortmund, Deutschland Die Studie untersucht, wie Zweitklässler:innen beim digitalen Nim-Spiel Gewinnstrategien entwickeln und digitale Scaffolds nutzen. Im Zentrum stehen ihre Vorgehensweisen bei der Identifikation von Gewinnfeldern sowie die Nutzung der Archivfunktionen der App zur Analyse von Spielverläufen. Es zeigen sich unterschiedliche Nutzungsweisen, die verdeutlichen, dass eine gezielte unterrichtliche Rahmung notwendig ist, um die Potenziale digitaler Medien zur Förderung strategischen Denkens produktiv zu nutzen. 10:30 - 11:15
Uhrzeitlernen mit multiplen synchronisierten Repräsentationen Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland Das Erlernen des Uhrenlesens und das Verstehen von Zeitkonzepten stellt eine anhaltende Herausforderung im Mathematikunterricht dar. Trotz Alltagsrelevanz zeigen Studien, dass viele Kinder über die Grundschule hinaus Schwierigkeiten haben, Stunden- und Minutenzeiger zu koordinieren, die duale Basis-12/Basis-60-Struktur zu verstehen und Zeitdauern zu konzeptualisieren. Die Tablet-App "Zeit und Uhr" begegnet diesen Herausforderungen und stellt synchronisierte multiple Repräsentationen bereit, die implizite Zeitbeziehungen durch dynamische, manipulierbare Visualisierungen explizit machen. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 14: Produktive und effektive Einbindung digitaler Medien im Mathematikunterricht in der Sekundarstufe Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Hoang Nguyen, Universität Münster Weitere Leitung: Malina Abraham, Sofia Bielinski |
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Wie nutzen Lernende GeoGebra beim Modellieren? Eine qualitative Analyse digitaler Modellierungsprozesse Universität Münster, Deutschland Digitale Tools wie GeoGebra können Lernende beim mathematischen Modellieren auf vielfältige Weise unterstützen. Im Gegensatz zum analogen Modellieren erfordert das Modellieren mit digitalen Tools zusätzliche Fähigkeiten. Dadurch ergeben sich neben den bekannten, analogen Modellierungsteilkompetenzen digitale Teilkompetenzen, die über diese hinausgehen. Der Beitrag untersucht, wie Lernende der 8. und 9. Jahrgangsstufe GeoGebra während des Modellierens verwenden und welches Verhältnis von analogen und digitalen Modellierungskompetenzen erkennbar wird. 10:30 - 11:15
Werkzeugkompetenzen beim Problemlösen mit GeoGebra RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Technologiegestütztes Lernen kann mathematische Kompetenzen nachweislich fördern. Dennoch werden digitale Mathematiksysteme (DMS) selten von Lernenden im Unterricht eingesetzt. Zur Nutzung von DMS als digitales Werkzeug ohne Vorstrukturierung sind noch viele Forschungsfragen ungeklärt, unter anderem, welche Werkzeugkompetenzen Lernende bei der Bearbeitung von Aufgaben benötigen. In diesem Beitrag wird exemplarisch erarbeitet, welche Werkzeugkompetenzen Lernende an welchen Stellen im Problemlöseprozess unterstützen können. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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9:45 - 10:30
Aus dem Hörsaal in die Praxis: Zur Rolle der Situierung bei der Transformation von Professionswissen in Handlungskompetenz angehender Mathematiklehrkräfte 1Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg; 2Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel Die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz bleibt eine zentrale Herausforderung, da angehende Lehrkräfte ihr universitär erworbenes Wissen oft nicht in der Praxis umsetzen können. Der Beitrag beleuchtet zentrale Lernmechanismen, die den Übergang von deklarativem Wissen zu handlungsbezogenen Kompetenzen (hier: reflexive und aktionsbezogene Kompetenz) unterstützen. Aufbauend auf kognitionspsychologischen Modellen wurde in einer Interventionsstudie (N = 187) untersucht, wie situierte Lerngelegenheiten diese transformationsbezogenen Prozesse fördern können. 10:30 - 11:00
Mehr als nur mehr Wissen? Die Entwicklung diagnostischer Kompetenz aus der Perspektive der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung 1IPN Kiel, Deutschland; 2LMU München, Deutschland Diagnostik zählt zu den zentralen professionellen Kompetenzbereichen von Lehrkräften. Obwohl deren Stellenwert weithin anerkannt ist, wird häufig auf ihre Beschreibung oder auf ihre Förderung fokussiert. Modelle, die beschreiben, wie sich Diagnosekompetenzen entwickeln, sind rar. Der vorliegende Beitrag überträgt daher zentrale theoretische und empirische Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung auf die Entwicklung von Diagnoseprozessen und -kompetenzen von Lehrkräften, um Implikationen für die Förderung sowie die Erforschung von Diagnosekompetenzen abzuleiten. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 16: Schulbücher und andere curriculare Ressourcen Ort: Hörsaal 31 Chair der Sitzung: Henning Sievert, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Sebastian Rezat, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel |
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Schulbuchnutzung im Mathematikunterricht der Grundschule – Eine explorative Interviewstudie Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Es gibt kaum empirische Befunde, wie die Schulbuchnutzung (insbesondere in der Grundschule) im Detail aussieht. Im Rahmen einer explorativen Studie wurde untersucht, wie Grundschullehrkräfte das Schulbuch für den Mathematikunterricht nutzen. Dazu wurden leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Studie zeigt, wie Lehrkräfte das Schulbuch im Mathematikunterricht der Grundschule nutzen, wie sie diese Nutzung begründen und was sie ergänzend oder alternativ nutzen. Es ergibt sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Nutzungen. 10:30 - 11:15
Ressourcennutzung von Schüler*innen zum Mathematiklernen – Nutzungstypen und weitere Eigenschaften Universität Paderborn, Deutschland Schüler*innen nutzen verschiedene Ressourcen, um außerhalb des Unterrichts Mathematik zu lernen, von traditionellen Schulbüchern über Lernvideos bis hin zu sozialen Ressourcen wie Eltern oder Mitschüler*innen. Auf Basis einer schriftlichen Befragung von 1101 Schüler*innen der Sek. I und II wurde untersucht, ob sich Lernende nach ihrer Ressourcennutzung gruppieren lassen. Eine Clusteranalyse zeigte drei Nutzungstypen: die vielfältig (inter-)aktiven, die digitalen und die zurückhaltenden Nutzer*innen. In dem Beitrag werden die Typen charakterisiert und weitere Eigenschaften diskutiert. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 17: Vorstellungsorientierter Mathematikunterricht in der Sek II Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Susanne Digel, RPTU Kaiserslautern-Landau Chair der Sitzung: Gilbert Greefrath, Universität Münster Chair der Sitzung: Lena Wessel, Universität Paderborn |
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9:45 - 10:15
Verständnisorientiert Unterrichten und Prüfen in der analytischen Geometrie RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Ein relevanter Mangel im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II ist die Konzentration auf Formalismus, dem Verständnisorientierung entgegengesetzt werden sollte. Für die Analysis bieten ausgeschärfte Grundvorstellungen eine gute Basis, an der es der analytischen Geometrie so noch mangelt. Im Rahmen des Fortbildungsprogramms MaTeGnu wurde ein verständnisorientiertes Unterrichtskonzept entwickelt, das die Verständniselemente der analytischen Geometrie zusammenführt und im Sinne des constructive alignment eine diesbezügliche Veränderung der Prüfungskultur adressiert sowie evaluiert. 10:15 - 10:45
Vorstellungen von Vektoren im eindimensionalen Pfeilmodell Universität Bielefeld, Deutschland Um tragfähige geometrisch-orientierte Vorstellungen zu Vektoren aufzubauen, müssen Schülerinnen und Schüler diverse Hürden überwinden. Zu diesen Hürden gehört u. a. das Verständnis eines Vektors als Pfeilklasse, die Deutung der Skalarmultiplikation als Stauchung bzw. Streckung und ggf. Orientierungsumkehr, etc. Im Beitrag wird diskutiert, welche Chancen und Schwierigkeiten eine Interpretation schon der rationalen Zahlen als Pfeilklassen aus mathematisch-inhaltlicher Sicht bietet, um im Sinne eines anschlussfähigen Unterrichts den Aufbau tragfähiger Vorstellungen in der Sek II zu unterstützen. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 18: Sprachbildung im Mathematikunterricht Ort: Seminarraum W.12.011 Chair der Sitzung: Melina Fabian, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Olga Lomas, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Jessica Mähnert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
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9:45 - 10:30
Erklärungsvielfalt von Divisionsaufgaben im Kontext des Passen-in Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Zwei Brüche werden dividiert, indem mit dem Kehrwert multipliziert wird. Viele Lernende verstehen diese Regel nur oberflächlich. Der Beitrag untersucht, wie Schülerinnen und Schüler Divisionsaufgaben im Sinne des Passen-in bearbeiten, wenn sie nicht ausschließlich auf die Kehrwertregel zurückgreifen, sondern verschiedene Zugänge nutzen können. Gleichzeitig wird analysiert, welche sprachlichen Mittel sie verwenden, um ihre Denkwege zu erklären und wie bedeutungsbezogene sprachliche Äußerungen dazu beitragen, konzeptuelles Verständnis aufzubauen. 10:30 - 11:15
Unterrichtspraktische Überlegungen zum sprachbildenden Vorstellungsaufbau bei der Einführung negativer Zahlen Universität Potsdam, Deutschland In diesem Beitrag werden forschungsbasierte Ideen für eine sprachbildende Einführung der negativen Zahlen im Unterricht vorgestellt. Hierfür werden sprachliche und fachliche Überlegungen systematisch zusammengeführt und durch konkrete Aufgabenbeispiele und Impulse für die Unterrichtspraxis angereichert. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 20: Erklärvideos zum Lehren und Lernen von Mathematik Ort: Hörsaal 27 Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Martin Ohrndorf, Universität Bremen Chair der Sitzung: David Schwarzkopf, Otto-Friedrich-Universität Bamberg |
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15 Jahre internationale Forschung zu Videos für Mathematik: Erklären, Lernen, YouTube - eine Frage der Perspektive? 1Universität Bielefeld, Deutschland; 2Universität Bremen, Deutschland; 3Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 4Universität Duisburg-Essen, Deutschland; 5Technische Universität Dortmund, Deutschland Die Nutzung und Beforschung von Videos für das mathematische Lernen sind von großer Relevanz, während es keine einheitlichen Konzeptualisierungen dieser Videos gibt. Basierend auf einem systematischen Literaturreview, in welchem charakterisierende Merkmale für Videos herausgearbeitet worden sind, werden im Beitrag die zeitlichen Entwicklungen einzelner Merkmale untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Dauer, Ortsunabhängigkeit der Nutzung und der Fokus auf prozedurales Wissen abnehmen, während mathematikdidaktische Aspekte zunehmen. 10:30 - 11:15
Auswahlprozess von mathematischen Erklärvideos durch Sekundarlehrkräfte PH Freiburg, Deutschland In Bezug auf Erklärvideos (EVs) wurden bisher vor allem Qualitätskriterien diskutiert, und der ist Auswahlprozess kaum untersucht. In dieser Studie wurden 22 Lehrkräfte interviewt und bei einer beispielhaften Suche beobachtet. Die Analyse zeigt unterschiedliche Vorgehen– von algorithmusgeleiteten Suchen über die Konzentration auf vertraute Anbieter bis hin zur Nutzung vorausgewählter EVs. Fünf Fallbeispiele verdeutlichen diese Spannbreite. Die Ergebnisse zeigen, dass Entscheidungen eher von Routinen, Überzeugungen und verfügbaren Materialien als von fachdidaktischen Kriterien geprägt sind. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 21: Vignetten als Werkzeug für Forschung und Lehre Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Jens Oliver Krummenauer, Hochschule Esslingen Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz |
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9:45 - 10:30
Realistische, animierte oder bildbasierte Videos? Die Rolle unterschiedlicher Videoformate beim Diagnostizieren in einer simulationsbasierten Lernumgebung 1Technische Universität München (TUM); 2Ludwig-Maximilians-Universität München; 3IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Die Studie untersucht, wie das Videoformat den Erwerb diagnostischer Kompetenz in einer Videosimulation beeinflussen kann. 190 Lehramtsstudierende arbeiteten mit denselben diagnostischen Fällen in einem realistischen, animierten oder bildbasierten Videoformat. Erwartungsgemäß wurden Unterschiede in der physischen Ähnlichkeit wahrgenommen, während sich sonst in Authentizität, Salienz und diagnostischer Performanz keine Unterschiede zwischen den Formaten zeigten. Animierte und bildbasierte Formate erwiesen sich damit als wirksame und datenschutzfreundliche Alternativen zu realistischen Videos. 10:30 - 11:15
Argumentieren und Begründen im Mathematikunterricht: Eine vignettengestützte Studie mit angehenden Lehrkräften Universität Graz, Österreich Die Studie untersucht, inwiefern Lehramtsstudierende mithilfe cartoonartig gestalteter Vignetten unterschiedliche Schüler*innenargumentationen im Kontext des grafischen Differenzierens in der Sekundarstufe II erkennen und kriterienorientiert bewerten. Auf Basis der Variation Theory wurden Unterrichtssituationen als Vignetten konstruiert, die sich hinsichtlich Struktur und mathematischem Inhalt der Argumente unterscheiden. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Vignetten kontrastreiche Einschätzungen hervorrufen und somit ein geeignetes Instrument zur Förderung von Noticing-Prozessen darstellen. |
| 9:55 - 10:30 | Der Einfluss von Raster-Darstellungsvarianten beim Setzen von Punkten im virtuellen Raum Yasamin Tahiri, Mutfried Hartmann, Thomas Borys, Daniela Maier Ort: Seminarraum W.11.018 |
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In einem ersten Schritt wurden vier Varianten zur Darstellung von Ras-tern in virtuellen Räumen erarbeitet. Im Rahmen dieses Beitrags werden das Forschungsdesign zur Identifizierung möglicher Unterschiede zwi-schen den Darstellungsvarianten sowie die entsprechenden Überlegun-gen vorgestellt. Die Darstellungsvarianten wurden durch eine qualitative Untersuchung mit rund 40 Teilnehmer*innen evaluiert. Im Rahmen der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass die Art der Darstellungsvariante einen Einfluss auf das Setzen von Punkten im virtuellen Raum hat. |
| 9:55 - 10:30 | Erkundungsbasiertes Lehrveranstaltungskonzept für die Einführung in die Mathematikdidaktik Jana Peters, Lukas M. Günther Ort: Seminarraum K4 |
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In diesem Beitrag wird eine theoriebasierte Konzeption und Reflexion einer erkundungsbasierten Lehrveranstaltung für eine Einführung in die Mathematikdidaktik für Lehramtsstudierende vorgestellt, die Möglichkeitsräume für die hochschulmathematische Enkulturation der Studierenden durch transformatorische Bildungsprozesse schaffen soll. Diese Lehrentwicklung bildet darüber hinaus auch den Ausgangspunkt und das Ziel unserer Auseinandersetzung, um verschiedene theoriebezogene Reflexionen zu Lernen, Lehren, Bildung und professioneller Entwicklung miteinander in Beziehung zu setzen. |
| 9:55 - 10:30 | Euklids Vermächtnis: Die Postulate-Geometrie Bodo von Pape Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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„Mathematik treiben“, das heißt nach Euklid: „Nachdenken über Sätze und Beweise, und zwar auf der Basis von Definitionen und allgemeinen Grundsätzen“. Die Euklidische Art der Gedankenführung, die deduzierende, hat in der Frühzeit der Aufklärung dem Denken überhaupt seinen Stempel aufgedrückt. In der Philosophie kam das Deduzieren in Mode: Auch Ethik, Staatslehre und Rechtslehre wurden bald „more geometrico“ betrieben. Es geht bekanntlich um Konstruktionen "mit Zirkel und Lineal“. Ein Blick hinter die Kulissen, die in der Neuzeit dazu aufgebaut sind, drängt sich auf. |
| 9:55 - 10:30 | Kegelschnitte falten – Kognitive Aktivierung entfalten Christian van Randenborgh Ort: Seminarraum K1 |
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Kognitive Aktivierung ist eine der drei Basisdimensionen bzw. ein Merkmal der Tiefenstruktur guten Unterrichts. Hier zeigt sich die Qualität des Lernarrangements. Am Beispiel des Faltens von Kegelschnitten wird aufgezeigt, wie eine kognitive Aktivierung entstehen kann. Mit Hilfe des Konzepts der Instrumentellen Genese wird ein Modell entwickelt, dass es erlaubt wesentliche Merkmale für Lerngegenstände mit dem Potential einer kognitiven Aktivierung aufzuzeigen und einzuordnen. |
| 10:40 - 11:15 | "Weil wenn man es dreht bleibt es Gleich." - Verständnis von Lernenden zur Drehsymmetrie Kim Fenrich, Katrin Rolka Ort: Seminarraum K1 |
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Vor dem Hintergrund, dass in bisherigen Studien überwiegend Achsensymmetrie untersucht und Schülerlaborangebote vorrangig von Gymnasien genutzt werden sowie lediglich kurzfristige Effekte zeigen, fokussiert der Beitrag das Drehsymmetrieverständnis von Lernenden aus Schulen in herausfordernden Lagen mit Abstand zu einem Schülerlaborprojekttag. Grundlage bildet ein mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewerteter schulischer Follow-up-Test. Die Ergebnisse deuten das Potenzial des Projekttags zur Anbahnung eines ersten Verständnisses an und zeigen die Notwendigkeit schulischer Nachbereitung. |
| 10:40 - 11:15 | KI-gestützte Förderung mathematischen Argumentierens – ein Werkstattbericht zu Rollen didaktischer KI-Agenten und Schüler*innen-Agency Ingo Witzke, Frederik Dilling, Birgit Pepin Ort: Seminarraum K4 |
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Der Beitrag berichtet von einer Studie zum Einsatz generativer KI im Mathematikunterricht, in der unterschiedliche didaktische KI-Rollen (u.a. Ghostwriter, Socratic Tutor, Critical Friend, Advocatus Diaboli) genutzt wurden, um mathematisches Argumentieren in einer 8. Klasse anzuregen. Erste Beobachtungen zeigen, dass die Möglichkeit, KI-Rollen auszuwählen und anzupassen, Lernende dazu ermutigt, eigene Argumentationen zu entwickeln, zu prüfen und zu überarbeiten. Dadurch eröffnen sich neue Formen von Schüler*innen-Agency im Umgang mit KI. |
| 10:40 - 11:15 | Professionswissen und Unterrichtsqualität von Mathematiklehrkräften - erste Befunde aus FALKO-PV Laura Simböck, Alfred Lindl, Stefan Krauss Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Empirische Studien zu Effekten der professionellen Kompetenz von Mathematiklehrkräften auf Unterrichtsqualität und auf Lernerfolge von Schüler*innen stellen weiterhin ein Desiderat dar (Brunner & Star, 2024). Orientiert an der COACTIV-Studie (Kunter et al., 2011) steht eine längsschnittliche Analyse dieser Zusammenhänge im Fokus der interdisziplinären Forschungsgruppe FALKO-PV. In diesem Vortrag werden erste Befunde zum Professionswissen (z. B. Schulformunterschiede) sowie Zusammenhänge zwischen diesem und der Unterrichtsqualität im Fach Mathematik in den Blick genommen. |
| 10:40 - 11:15 | Zu einer Theorie transformatorisch-mathematischer Bildung Lukas Günther Ort: Seminarraum W.11.018 |
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In diesem Beitrag wird ein transformatorisch-mathematischer Bildungsbegriff zusammenfassend dargelegt, der eine deskriptive und subjekt-bezogene Perspektive auf mathematische Bildung einnimmt und sich für eine Auseinandersetzung mit mathematischen Enkulturationsprozessen als nützlich erwiesen hat. Hierzu gehört neben einem Einblick in die Theorie und Empirie auch die Skizzierungen eines daraus abgeleiteten hochschuldidaktischen Ansatzes für eine Lehrveranstaltung mit Lehramtsstudierenden des ersten Studienjahres. |
| 11:30 - 12:00 | Nachwuchspreis Ort: Hörsaal 33 |
| 12:00 - 13:00 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Andreas Dengel, Goethe-Universität Frankfurt Die eierlegende Wollmilch-KI: Bildung über, mit und trotz Künstlicher Intelligenz |
| 13:00 - 14:00 | Mittagspause Ort: Mensa und Cafeteria Den Speiseplan für unsere Mensa finden Sie hier. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Selbstversorgung finden sie zusammengestellt auf unserer Website: XXX |
| 14:00 - 18:00 | Ausflugsprogramm Ort: Wuppertal und Umgebung |
| Datum: Donnerstag, 05.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | Durchgängigkeit und Kreativität durch Analogisieren fördern – Ein Beispiel aus der Geometrie Mutfried Hartmann Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Vor dem Hintergrund der QuaMath-Prinzipien wird gezeigt, wie ausgehend von der Schlüsselidee der Tortenstückmethode sich Lernende durch gezieltes Analogisieren u. a. Inhaltsmaße von Kreisringen, Kegeloberflächen sowie verschiedener Körper erarbeiten können. Das Aufgreifen struktureller Gemeinsamkeiten etabliert einen handlungsleitenden Leitgedanken, der spiralförmiges, nachhaltiges und anwendungsorientiertes Lernen unterstützt und Durchgängigkeit als verstehensorientiertes Wiederverwenden tragfähiger Ideen konkretisiert. |
| 8:30 - 9:05 | Lebensweltorientiertes Arbeiten mithilfe von Sachaufgaben für Schüler*innen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung? - eine Schulbuchanalyse Georg Pfeiffer Ort: Seminarraum K1 |
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Mit dem Einsatz von Sachaufgaben kann der Forderung nach einem lebensweltorientierten Mathematikunterricht Rechnung getragen werden, da Sachaufgaben u. a. mit dem Erschließen der außerschulischen Lebenswelt verbunden werden. Allerdings ist bislang kaum bekannt, inwiefern Sachaufgaben in Schulbüchern für Schüler*innen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine Aufgabenkultur im Sinne eines lebensweltorientierten Arbeitens eröffnen. In einer quantitativen Studie wurden deshalb Schulbücher daraufhin analysiert, in welcher Weise sie eine entsprechende Aufgabenkultur anbieten. |
| 8:30 - 9:05 | Lehrkräfte, Schüler*innen, digitale Tafeln – Mathematiklehren und -lernen im digital-analogen Spannungsfeld Julia Bräuer, Stella Mauderer Ort: Seminarraum K4 |
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Digitale Tafeln prägen Mathematikunterricht der Grundschule und eröffnen ein Spannungsfeld zwischen digitalen und analogen Praktiken. Der Beitrag stellt zwei qualitative, videobasierte Promotionsprojekte vor. Projekt A analysiert das didaktische Handeln von Lehrkräften an der digitalen Tafel und zeigt fragile Verknüpfungen mathematikdidaktischer und technischer Kompetenzen in der Unterrichtsinteraktion. Projekt B richtet den Blick auf spezifische Lernbedingungen, die im Zusammenspiel von Darstellungen und Handlungen an der digitalen Tafel und analogen Arbeitsformen der Schüler*innen entstehen. |
| 8:30 - 9:05 | Verständiges Prozentrechnen am digitalen Prozentstreifen fördern: Explizieren von Strukturen statt nur Kontrollieren? Monika Post, Yasemin Platen, Annika Lawrence Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Digitale Medien und Werkzeuge werden vielfältig im Mathematikunterricht eingesetzt. Im Fokus fachdidaktischer Forschung stehen digitale Werkzeuge, die kognitiv aktivieren und zum Verständnisaufbau mathematischer Konzepte und Verfahren beitragen. In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie durch einen digitalen Prozentstreifen verständiges Prozentrechnen gefördert werden könnte. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 01: Aktuelle Forschung zu mathematischen Begabungen Ort: Senatssaal Chair der Sitzung: Matthias Brandl, Universität Passau Chair der Sitzung: Ralf Benölken, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Lukas Donner, Universität Göttingen Chair der Sitzung: Peter Kaiser, Eberhard Karls Universität Tübingen Chair der Sitzung: Moritz Zehnder, Universität Bayreuth |
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8:30 - 9:00
Aktuelle Projekte zur Unterstützung neuer Mathematikwettbewerbs-strukturen in Afrika AKSF, Österreich Derzeit gibt es eine Fülle von Initiativen zur Steigerung der Qualität des Mathematikunterrichts in Afrika mit Hilfe des Ausbaus der mathematischen Wettbewerbskultur. Über einige derartige Initiativen wird berichtet, sowie über die Hoffnungen, wie die Unterrichtssituation in Afrika auf diesem Weg verbessert werden könnte. 9:00 - 9:30
Die Verwendung von Darstellungen beim Lösen von Wettbewerbsaufgaben – eine Analyse des Tags der Mathematik 1Eberhard Karls Universität Tübingen, Deutschland; 2Justus-Liebig-Universität Gießen Mathematik-didaktische Forschung zu Wettbewerben ist bis dato nur vereinzelt zu finden, erfährt jedoch ein wachsendes Interesse. Ein jährlich stattfindender Tageswettbewerb ist der Tag der Mathematik, welcher an zwölf Standorten durchgeführt wird. Anhand der Bearbeitungen eines Standortes zeigen wir, welche Darstellungen Teilnehmende in drei ausgewählten Aufgaben nutzen und wie diese die mathematische Bearbeitungstiefe beeinflussen. 9:30 - 10:00
Internationale Mathematikcamps Europa-Universität Flensburg, Deutschland FUN-THINKING-FRIENDSHIP. Unter diesem Motto hat eine Gruppe von Mathematiker*innen aus verschiedenen Ländern (Deutschland, Wales, USA, Australien, Japan) in den vergangenen Jahren eine Reihe von internationalen Mathematikcamps für Schüler*innen ausgerichtet. Dieser kurze Beitrag möchte einen Einblick in die grundsätzliche Philosophie, die didaktischen Konzepte und einen mathematischen Beispielinhalt geben. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 02: Zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen - Potenziale von Bewegungen für mathematische Lernprozesse Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Lena Radünz, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Thomas Rottmann, Universität Bielefeld |
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8:30 - 9:15
Mathematische Erkundungen in der Bewegung Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland Mathematische Erkundungen in der Bewegung werden im Kontext der Theorieansätze Embodied-Cognition und der Zeichentheorie nach Peirce betrachtet. Es wird dabei die bereits in der mathematikdidaktischen Forschung angeregte Vernetzung dieser beiden Theorieansätze aufgegriffen und an einem an einem konkreten Beispiel aus dem Projekt MoMaMat – Moving Makes Maths veranschaulicht. Sowohl semiotische Deutungen im Sinne des diagrammatischen Arbeitens wie auch Deutungen aus der Embodied Cognition Theorie sind möglich. In der Verschränkung geben sie Hinweise auf mathematische Konzepte der Lernenden. 9:15 - 10:00
Lernen durch Bewegung am begehbaren Zahlenstrahl – Förderung von Zahlenraumorientierung mit Augmented Reality Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland Die Studie untersucht, wie Augmented Reality (AR) Lernen durch Bewegung am Zahlenstrahl ermöglicht. Die AR-Zahlenstrahl App projiziert einen virtuellen Zahlenstrahl in den Raum und ermöglicht körpergebundene Erkundungen des Zahlenraumes. Die AR-Variante zeigte dabei vergleichbare Lernzuwächse bei Number Line Estimation Tasks wie eine nicht-AR-Variante. Für leistungsschwächere Lernende zeigte die AR-Variante leichte Vorteile. Die Ergebnisse illustrieren das Potenzial von AR für integriertes verkörpertes Lernen, wobei dabei jedoch auch zusätzliche kognitive Belastungen entstehen können. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 03: Beweis- und Argumentationsprozesse Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Meyer, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Eva Müller-Hill, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Silke Neuhaus-Eckhardt, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes |
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8:30 - 9:00
Indirektes Argumentieren – (Natürliche) Widersprüche beim Argumentieren mit Beständen und ihren Änderungen Universität Bremen, Deutschland In diesem Beitrag soll das indirekte Argumentieren von Schüler*innen mit Widersprüchen und Unmöglichkeiten beim qualitativen Lösen von Differenzialgleichungen untersucht werden. Dabei soll aufgezeigt werden, wie diese Form des Argumentierens Schüler*innen natürlich unterstützen kann, ihre Vorstellungen und ihr Verstehen mathematischer Konzepte im Bereich der Analysis aufzubauen und auszudifferenzieren. Die Bedeutung des indirekten Argumentierens für die Lernprozesse der Schüler*innen wird dadurch ersichtlich, insbesondere auch, weil es sich vom formalen indirekten Beweisen unterscheidet. 9:00 - 9:30
Ein elementarer Satz der Schulmathematik in verschiedenen Begründungskontexten – eine stoffdidaktische Analyse Universität Duisburg-Essen, Deutschland Den Satz „Von allen Rechtecken gleichen Umfangs hat das Quadrat den größten Flächeninhalt“ kann man auf verschiedenen Stufen des Mathematikunterrichts erarbeiten und begründen. In der Grundschule kann er exemplarisch behandelt werden, in der Sekundarstufe ist er sowohl im Rahmen der elementaren Algebra wie auch der euklidischen Geometrie allgemein beweisbar, mit Mitteln der Funktionenlehre kann er als Extremwertproblem modelliert werden. Dabei wird eine fortlaufende Erweiterung und Ausgereiftheit der verfügbaren mathematischen Methoden und Theoriebestände deutlich. 9:30 - 10:00
Beweisbezogene Aktivitäten und ihr Zusammenhang - ein systematisches Literaturreview 1IPN Kiel, Deutschland; 2Universität Münster, Deutschland Das vorliegende systematische Literaturreview liefert einen Überblick über die Forschung zu Zusammenhängen von beweisbezogenen Aktivitäten wie dem Konstruieren, Lesen und Präsentieren von Beweisen sowie deren Subaktivitäten in der Mathematik. Hierfür wurden publizierte Studien systematisch untersucht, die entweder neben der Konstruktion noch eine weitere beweisbezogene (Sub-)Aktivität betrachten oder sich auf das Verstehen und/oder Präsentieren von Beweisen konzentrieren. Insgesamt wurden 90 passende Beiträge identifiziert und in das Review aufgenommen. Erste Ergebnisse werden präsentiert. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 04: Computational Thinking im Mathematikunterricht - Diagnose und Förderung Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Carina Büscher, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Jens Dennhard, PH Heidelberg Chair der Sitzung: Saskia Schreiter, PH Schwäbisch Gmünd |
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8:30 - 9:15
ACTt - Entwicklung und kognitive Validierung eines Tests zur Erhebung von Computational Thinking im Bereich der Arithmetik 1PH Schwäbisch Gmünd, Deutschland; 2PH Heidelberg, Deutschland Um die Wirksamkeit von Förderungen zu Computational Thinking (CT) zu überprüfen, werden altersgerechte Testinstrumente benötigt. Aufbauend auf der Erkenntnis, dass CT häufig in den Mathematikunterricht – insbesondere in die Arithmetik integriert wird – wird derzeit ein arithmetischer CT-Test für die 4. und 5. Klasse entwickelt. Im Rahmen der Testentwicklung wurden ein Expert*innenrating sowie eine Pilotierung durchgeführt. Um zu überprüfen, ob der Test tatsächlich CT-Kompetenzen erfasst, werden kognitive Interviews als Teil der Inhaltsvalidierung durchgeführt und deren Ergebnisse vorgestellt. 9:15 - 10:00
„Ja, ich stelle mir halt vor, dass ich das jetzt nicht sehe“ – Computational Thinking beim Testen ohne Computer Universität zu Köln, Deutschland Computational Thinking (CT) bezeichnet die notwendigen Denkprozesse zum algorithmischen Formulieren von Lösungen und wird als Teil der Allgemeinbildung gesehen. Doch wie testen Lernende ihre algorithmisierten Lösungen, wenn diese kein Programm sind, das ein Computer ausführt? Der Beitrag zeigt durch Interviews mit Fünftklässler*innen zwei Test-Typen in Lernumgebungen ohne Computer: das Testen durch Weitergeben von Anweisungen und durch mentales Simulieren der Durchführung. Der Beitrag gibt empirische Einblicke in Denkprozesse der CT-Aktivität des Testens und Evaluierens. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 05: Data Science Education im Mathematikunterricht: Wege und Perspektiven Ort: Seminarraum I.14.75 Chair der Sitzung: Karin Binder, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Daniel Frischemeier, Universität Münster Chair der Sitzung: Sarah Schönbrodt, Paris Lodron Universität Salzburg |
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8:30 - 9:15
Vorkenntnisse und intuitive Strategien zu Ausreißern - eine qualitative Studie zu Data Literacy in der Sekundarstufe 1Karlsruher Institut für Technologie (KIT); 2Paris Lodron University of Salzburg; 3Universität Kassel In einem zunehmend datengetriebenen Alltag müssen auch Schüler*innen ungewöhnliche Werte sicher erkennen können. Es wird untersucht, welche Vorkenntnisse und intuitiven Strategien Schüler*innen bei der Erkennung von Ausreißern besitzen. Mit digitalen Arbeitsblättern bearbeiteten 15 Lernende Datensätze mit und ohne Kontext. Mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse wurde ein Kategoriensystem deduktiv-induktiv entwickelt, welches mathematische und kontextuelle Argumentationen sichtbar macht. Die Ergebnisse bieten eine Grundlage für Lernangebote zur Förderung von Data Literacy. 9:15 - 10:00
Interdisziplinäre Förderung von Data Literacy auf der Grundlage einer KI-gestützten Bildungstechnologie im Projekt DUDa Universität Kassel, Deutschland Die zunehmende Digitalisierung macht Data Literacy zu einer Schlüsselkompetenz. Das Projekt DUDa (Digitale adaptive Unterstützung generischer und fachbezogener Datenkompetenz) entwickelt eine KI-gestützte Bildungstechnologie, die Lernende interdisziplinär und individuell durch Lerneinheiten zu Data Literacy anhand realer Datensätze aus der Gesundheits- und Biodiversitätsforschung führt. Eine qualitative Pilotstudie Anfang 2026 bildet die Grundlage der Evaluation eines Prototyps dieser, der das Ziel hat, sowohl generische als auch fachspezifische Data-Literacy von Schüler*innen zu fördern. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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8:30 - 9:15
Wie Lernende digitale Hilfen nutzen: Feedbackprofile beim Bruchrechnen Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland Hilfen als eine Kategorie elaborierten Feedbacks können Lernende – vorausgesetzt der Nutzung dieser Hilfen – in ihrem Lernen unterstützen. Dieser Beitrag untersucht daher die Nutzungsprofile von N = 58 Siebtklässler*innen bei der Bearbeitung von Bruchrechenaufgaben einer digitalen Lernplattform. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Lernenden in drei Gruppen unterscheiden lassen: „(Umfassende) Hilfesuchende“ – die die Hilfen wiederum als positiver wahrnehmen – „Lösungsorientierte Nutzer*innen“ und „Minimale Hilfesuchende“. 9:15 - 10:00
Zum Einfluss des Geschlechts der Lernenden auf das Feedbackverhalten von Lehrkräften im problemorientierten Mathematikunterricht der Grundschule Universität zu Köln, Deutschland Wie beeinflusst das Geschlecht von Grundschulkindern das Feedbackverhalten von Lehrkräften im problemorientierten Mathematikunterricht? Auf Basis videographierter Unterrichtsstunden zeigen erste Analysen leichte Unterschiede in Häufigkeit, Auslösern und inhaltlicher Ausrichtung des Feedbacks und liefern Hinweise auf mögliche geschlechterbezogene Muster und eröffnen Perspektiven für weiterführende Forschung. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 07: Fachliche Kompetenzen im Lehramtsstudium Mathematik Ort: Seminarraum V.08.001 Chair der Sitzung: Frank Feudel, Humboldt-Universität zu Berlin Chair der Sitzung: Erik Hanke, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd |
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8:30 - 9:15
Schulbücher als Brücke zwischen Fachmathematik und Fachdidaktik Universität Potsdam, Deutschland Der Beitrag stellt ein Lehrkonzept vor, das die Arbeit mit Schulbuchauszügen systematisch in fachwissenschaftlichen Analysis- sowie Stoffdidaktik-Veranstaltungen integriert. Es wird diskutiert, wie diese Vernetzung mithilfe von spezifisch zu entwickelnden Lernaufgaben Studierenden helfen kann, um hochschulmathematische Inhalte tiefer zu durchdringen und präziser zu formulieren, ihre schulische Relevanz früher zu erkennen und didaktische Entscheidungen fundierter einzuordnen. 9:15 - 10:00
Interaktive Bücher für Lehramtsstudierende – Integration digitaler Werkzeuge in die Veranstaltung Elementare Geometrie Universität Duisburg-Essen, Deutschland Im Beitrag wird der Einsatz interaktiver Bücher in der Veranstaltung Elementare Geometrie betrachtet. Anhand von task-based Interviews wurde mithilfe der Analyse der Nutzung der Buchelemente durch Lehramtsstudierende unterschiedliche Nutzungsweisen der interaktiven Bücher zwischen eigenständigem Erarbeiten verschiedener Beweisansätze und rezipierendem Arbeiten rekonstruiert. Im aktuellen Wintersemester 2025/26 werden die Erkenntnisse zu den Nutzungstypen durch Akzeptanzbefragungen weiter ausgeschärft, um daraus Empfehlungen für das Design digitaler Werkzeuge im Hochschulkontext abzuleiten. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 08: Frühe mathematische Bildung Ort: Seminarraum I.14.60 Chair der Sitzung: Julia Bruns, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Miriam Lüken, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Stephanie Schuler, RPTU in Landau |
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8:30 - 9:15
Förderung des Zahlverständnisses mit Regelspielen im Vorschulalter – Eine Untersuchung der Lernzuwächse in unterschiedlichen Settings mittels Linear Mixed Modeling 1RPTU Kaiserslautern-Landau; 2PH Schwäbisch-Gmünd; 3PH Ludwigsburg Die Entwicklung früher mathematischer Kompetenzen ist grundlegend für den langfristigen schulischen Erfolg und sollte schon vor Schulbeginn gefördert werden. Eine Möglichkeit zur Förderung sind mathematische Regelspiele. Im Rahmen einer Interventionsstudie mit Prä-Post-Follow-up Design spielten Vorschulkinder vier Wochen solche Spiele – mit oder ohne Lernunterstützung. Linear Mixed Models zeigen: Mit Lernunterstützung werden kurzfristig höhere Zuwächse erzielt als in der Kontrollgruppe. Mittelfristig blieb der Vorsprung erhalten, während Kinder im Setting ohne Lernunterstützung zurückblieben. 9:15 - 10:00
Förderung des Zahlverständnisses im Vorschulalter: Potenziale beim Spielen von Regelspielen mit und ohne Lernunterstützung 1RPTU Landau, Deutschland; 2Fachhochschule Nordwestschweiz In einer Videostudie im letzten Kindergartenjahr wurden sieben Regelspiele mit mathematischem Potenzial eingesetzt, wobei jeweils zwei Spiele das kardinale, ordinale und relationale Zahlverständnis abdecken. Gleichzeitig wurden zwei Spielesettings implementiert: Spielen mit Lernunterstützung und Spielen ohne Lernunterstützung. Anhand von 51 Videosequenzen wird analysiert, inwiefern das theoretisch angenommene Potenzial der Regelspiele in den tatsächlich beobachtbaren mathematischen Aktivitäten der Kinder erkennbar ist und ob sich Unterschiede zwischen den Settings zeigen. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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8:30 - 9:15
Entwicklung einer Lernumgebung zum frühen Gewichtsverständnis im kooperativ-dialogischen Anfangsunterricht Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland ‚Gewichte‘ ab Klasse 1? Das Forschungsprojekt fokussiert als Design Research die Entwicklung einer kooperativ-dialogischen Lernumgebung zur Masse. Erforscht wird deren Umsetzbarkeit in Klasse 1, um frühzeitig reichhaltige Erfahrungen zu dieser visuell nicht wahrnehmbaren Größe zu gewähren. Der Beitrag begründet das Anliegen theoretisch und illustriert die Vorbereitung der iterativen Forschung. Auf der sachanalytischen Ebene folgen Entwicklungsstufen zum frühen Gewichtsverständnis und auf Designebene werden Gestaltungsprinzipien aus der dialogischen Didaktik hergeleitet. 9:15 - 10:00
Messen von Volumina in der Primarstufe - erste Erkenntnisse aus einer Interviewstudie Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Grundvorstellungen zum Volumenbegriff und zum Messprozess sowie Fähigkeiten zur Volumenmessung sind zentrale Bestandteile eines tragfähigen Größenverständnisses im Größenbereich der Volumina. Trotz dieser Relevanz liegen bislang nur wenige einschlägige Studien für das Primarstufenalter vor. Im Rahmen einer Interviewstudie wurden Vorgehensweisen von Kindern der Primarstufe im Umgang mit Messinstrumenten im Größenbereich der Volumina analysiert, um Einblicke in das zugrunde liegende Volumenverständnis zu erlangen. Im Vortrag werden erste Ergebnisse der Vorstudie präsentiert. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 11: Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit in der Elementar- und Primarstufe Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Charlott Thomas, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Maria Wendt, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Antonia Wunsch, Universität Hildesheim |
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8:30 - 9:15
"Weil der Schongsenstreifen ist größer als bei Schale 2." Viertklasskinder vergleichen Gewinnchancen Universität Bielefeld, Deutschland Der Chancenstreifen als didaktisches Hilfsmittel bietet Kindern der Grundschule die Möglichkeit, Chancen von Ereignissen numerisch basiert einschätzen und vergleichen zu können. Eine explorative Studie untersucht, wie Schüler*innen der vierten Klasse in einer Binary-Choice-Aufgabe mit Hilfe der Chancenstreifendarstellung ihre Wahl begründen. Im Vortrag werden Lösungshäufigkeiten vorgestellt und Begründungen der Schüler*innen analysiert. 9:15 - 10:00
Kombinatorische und probabilistische Lerngelegenheiten in Schulbüchern der Primarstufe 1Universität Hildesheim, Deutschland; 2Europa-Universität Flensburg, Deutschland Bereits vor Schuleintritt setzen sich Kinder mit kombinatorischen und probabilistischen Vorgängen auseinander und bringen ihr Vorwissen in den Mathematikunterricht ein. In der Primarstufe finden sich diese Themen in der Leitidee Daten und Zufall. Aktuelle Studien zeigen einerseits Defizite in stochastischen Kompetenzen von Lernenden und belegen andererseits das Potenzial zur frühzeitigen Förderung. Der Umfang und die Qualität einer solchen Förderung sind bisher unklar, als Indikator hierfür dienen die in Schulbüchern enthaltenen stochastischen Lerngelegenheiten. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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8:30 - 9:15
Mehrsprachigkeit als Ressource beim Verstehen von Divisionsaufgaben in deutsch-spanischen Lerngruppen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Mehrsprachigkeit kann als Ressource genutzt werden, um mathematische Konzepte zu verstehen. Dieser Beitrag untersucht die Rolle der Mehrsprachigkeit beim mathematischen Lernen insbesondere beim Verstehen von Divisionsaufgaben in deutsch-spanischen Lerngruppen. Es wird ein Setting vorgestellt, in dem Lernende Aufgaben in Deutsch und Spanisch bearbeiten. Analysiert wird, wie sie strukturelle Zusammenhänge wahrnehmen und Unterschiede zwischen Aufgabenformaten beschreiben. 9:15 - 10:00
Mehrsprachigkeit als Ressource mathematischer Argumentation Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Der Beitrag verbindet theoretische Ansätze zu Sprache, Mathematiklernen und Argumentation mit einer qualitativ-argumentationstheoretischen Analyse einer bilingualen Interaktion zwischen einer Lehrkraft und einem Viertklässler. Er zeigt, dass die in beiden Sprachen konventionell verwendeten Begriffe zur Parität zu verschiedenen Konzeptualisierungen führen und dadurch neue argumentative Zugänge eröffnen. Damit wird deutlich, dass Mehrsprachigkeit eine wertvolle Ressource darstellt, die mathematisches Argumentieren bereichern kann. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 13: Lernen, Lehren und Forschen mit digitalen Medien im Mathematikunterricht der Primarstufe Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes Chair der Sitzung: Aileen Steffen-Delplanque, Universität Osnabrück |
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8:30 - 9:00
Wie sprechen Kinder über digitale Handlungen? Perspektiven am Beispiel zweier Mathematik-Apps 1Technische Universität Dortmund, Dortmund; 2Universität Bielefeld, Bielefeld Die Passung zwischen digitaler Handlung und mentaler Operation wird aus theoretischer Perspektive als Potenzial von Mathematik-Apps gesehen. Bislang ist jedoch wenig erforscht, welche (mathematischen) Vorstellungen Kinder zu den digitalen Handlungen aufbauen. In diesem Beitrag werden exemplarisch Äußerungen von Kindern zu digitalen Handlungen aus zwei verschiedenen Studien fokussiert. Im Abgleich mit den Strukturen des jeweils zugrundeliegenden mathematischen Objekts werden exemplarisch evident werdende Differenzen beschrieben, aus denen sich spezifische Forschungsdesiderate ergeben. 9:00 - 9:30
KI-basierter Reflexionsassistent zur fachlichen Analyse von Mathematik-Aufgaben Universität Vechta, Deutschland Im Rahmen des von der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre geförderten Projekts MOin (Mehr Open Educational Resources and Practices) wurde ein Reflexionsinstrument entwickelt, bestehend aus einem Leitfragendokument und einem KI-basierten Reflexionsassistenten. Dieses Instrument soll Lehramtsstudierende bei der fachmathematischen Analyse von bestehenden Aufgaben unterstützen. 9:30 - 10:00
Mehrsprachigkeit und KI: Zum Einsatz eigenproduzierter Erklärvideos im sprachsensiblen Mathematikunterricht Universität Münster, Deutschland Erklärvideos rücken zunehmend in den Fokus der mathematikdidaktischen Forschung. Der Einbezug KI-gestützter Tools erweitert diese Möglichkeiten, etwa durch sprachliche Unterstützung, Übersetzungsfunktionen und individuelles Feedback. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Beitrag mit der Themenstellung, wie Lernende im sprachsensiblen Mathematikunterricht durch KI-gestützte, eigenproduzierte Erklärvideos ihre mehrsprachigen Ressourcen nutzen, um mathematische Zusammenhänge zu beschreiben und zu erklären. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 14: Produktive und effektive Einbindung digitaler Medien im Mathematikunterricht in der Sekundarstufe Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Hoang Nguyen, Universität Münster Weitere Leitung: Malina Abraham, Sofia Bielinski |
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Einflussfaktoren auf den selbstständigen Einsatz von GeoGebra – eine Interviewstudie in der Sekundarstufe II Universität Bielefeld, Deutschland Digitale Mathematikwerkzeuge wie GeoGebra können das Mathematiklernen produktiv unterstützen. Entscheidend sind dabei neben den Lehrkräften, deren professionellen Kompetenzen sowie Haltungen und Beliefs zu digitalen Medien auch die Lernenden selbst. Während diverse Studien die Lehrkräfte oder Rahmenbedingungen des Medieneinsatzes fokussieren, sind relevante Faktoren auf Seiten der Lernenden nur wenig erforscht. Im Beitrag wird deshalb eine Interviewstudie mit Lernenden der Sekundarstufe II vorgestellt, in der Einflussfaktoren auf den selbstständigen Einsatz von GeoGebra identifiziert werden. 9:15 - 10:00
Der Einfluss von Nutzungshäufigkeiten interaktiver Elemente in GeoGebra-Applets auf das Lernen des Ableitungsbegriffs Universität Münster, Deutschland GeoGebra-Applets bieten verschiedene interaktive Elemente, deren Lernwirksamkeit von ihrer tatsächlichen Nutzung abhängt. Der Beitrag untersucht, inwiefern selbstberichtete Nutzungshäufigkeiten von Animationen, Zugmodus, Eingabefeldern und der Regulierung der Wiedergabegeschwindigkeit mit dem Verständnis der Ableitung sowie der Ausprägung der Grundvorstellung Tangentensteigung zusammenhängen. Multiple lineare Regressionen zeigen konsistent positive Zusammenhänge für den Zugmodus, während eine häufige Nutzung von Animationen tendenziell negativ mit beiden Größen verbunden ist. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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8:30 - 9:00
Expertise in der diagnosegeleiteten Lernbegleitung Universität Paderborn, Deutschland Grundlage für gezielte Professionalisierungsmaßnahmen zu Diagnose und Förderung sind Erkenntnisse, wie Lehrkräfte diagnostizieren, darauf bezogene kurz- und langfristige Fördermaßnahmen planen und wie sich diese Expertise im Rahmen von Professionalisierungsmaßnahmen weiterentwickelt. Im Beitrag werden erste Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die mittels evaluativer qualitativer Inhaltsanalyse untersucht, welche Expertise (angehende) Lehrkräfte und Multiplizierende in der Lernbegleitung bei einer Förderung im Rahmen einer Vignettenbearbeitung zeigen. 9:00 - 9:30
Verschränkungsaufgaben zum Aufbau von berufsbezogenem Fachwissen und fachlichem Noticing im Lehramtsstudium 1Pädagogische Hochschule Heidelberg; 2Pädagogische Hochschule Freiburg; 3Universität Heidelberg Verschränkungsaufgaben sind Lerngelegenheiten für Lehramtsstudierende, um Hochschulmathematik mit Anforderungen aus der Schulpraxis zu verbinden. Sie werden im Übungsbetrieb einer Geometrievorlesung für das Gymnasiallehramt eingesetzt und bestehen aus der Repräsentation einer Unterrichtssituation und einem mehrstufigen Scaffolding, das die Bearbeitung anleitet. Der Beitrag leitet fachliches Noticing als Zielkonstrukt aus Theorien zu Lehrkräftekompetenz und professionellem Wissen ab. Anhand einer Verschränkungsaufgabe wird deren Aufbau und Einsatz erklärt und mit dem Zielkonstrukt verknüpft. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 16: Schulbücher und andere curriculare Ressourcen Ort: Hörsaal 31 Chair der Sitzung: Henning Sievert, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Sebastian Rezat, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel |
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8:30 - 9:15
"Wege im Graphen" in Schulbüchern und ihr Potential zur Förderung von Computational Thinking in der Grundschule Universität Hildesheim, Deutschland Computational Thinking (CT) gilt als Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts und gewinnt auch im Mathematikunterricht der Grundschule an Bedeutung. Diese Arbeit analysiert Lerngelegenheiten zu „Wege im Graphen“ aus sechs nds. Schulbuchreihen der Grundschule. Untersucht wird, in welchem Umfang graphentheoretische Lerngelegenheiten vertreten sind und welche Denkprozesse von CT dabei adressiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Aufgaben bereits Potenzial zur Förderung von CT enthalten und insbesondere die Denkprozesse „Datenrepräsentation“ und „Algorithmus-Design“ adressiert werden. 9:15 - 10:00
Statistische Tabellen in Mathematikbüchern der Grundschule Universität Kassel, Deutschland Statistische Tabellen sind ein wichtiges Instrument zur Darstellung und Kommunikation von Daten. Die Fähigkeiten im Umgang mit Tabellen sind grundlegende Teilkompetenzen von Data Literacy und sollten bereits in der Grundschule angebahnt werden. Ob und wie dies erfolgt, ist bislang nur wenig erforscht. Unsere systematische Analyse statistischer Tabellen und zugehöriger Aufgaben in Grundschul-Mathematikbüchern greift diese Forschungslücke auf. Im Minisymposium fokussieren wir die Analyse der Aufgaben und stellen das Kategoriensystem und Ergebnisse zu den adressierten Stufen des Verstehens vor. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 17: Vorstellungsorientierter Mathematikunterricht in der Sek II Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Susanne Digel, RPTU Kaiserslautern-Landau Chair der Sitzung: Gilbert Greefrath, Universität Münster Chair der Sitzung: Lena Wessel, Universität Paderborn |
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8:30 - 8:55
Bayes'schen Schließen ohne Zahlen: Sind Proportionen natürlicher als Wahrscheinlichkeiten? Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Während beim Bayes'schen Schließen die Wirkung natürlicher Häufigkeiten umfassend untersucht ist, gibt es nur wenige Arbeiten zur spezifischen Rolle von Proportionen. Vorhandene Studien vermischen proportionale Framings häufig mit Zahlenangaben oder Designs, die den Multiplikationsschritt eliminieren. Notwendig ist daher ein Ansatz, der Proportionen als eigenständiges kognitives Format testet. Wir prüfen, ob ein Proportions-Framing im Vergleich zu einem Wahrscheinlichkeits-Framing systematisch unterschiedliche mentale Strategien hervorruft und damit zu korrekteren Urteilen führt. 8:55 - 9:20
Mal drei oder hoch drei? Verständnisaufbau beim Einstieg in die Binomialverteilung Universität Greifswald, Deutschland Die Förderung konzeptuellen Verständnisses gilt als zentrales Prinzip des Mathematikunterrichts. Durch die Synthese zweier stoffdidaktischer Sichtweisen wird eine gegenstandsspezifische Konkretisierung von Verständnis beim Einstieg in die Binomialverteilung vorgenommen. Darauf aufbauend werden Verstehensprozesse bei der Auseinandersetzung mit dem Galtonbrett rekonstruiert. Die Ergebnisse verdeutlichen typische Schwierigkeiten von Lernenden der Oberstufe beim Entwickeln informeller Strategien zur Bestimmung von Wahrscheinlichkeiten einer Binomialverteilung. 9:20 - 9:45
Strategienutzung beim Lösen kombinatorischer Aufgaben Universität Potsdam, Deutschland Beim Lösen kombinatorischer Aufgaben können unterschiedliche Strate-gien verwendet werden, deren Auswahl sich auf den Bearbeitungserfolg auswirkt (z. B. Roa, 2000). In diesem Beitrag wird daher untersucht, wel-che Strategien Lernende bei der Bearbeitung konkreter Aufgaben tatsäch-lich einsetzen. Daran anknüpfend werden im Folgenden zentrale Strategien erläutert und ausgewählte Forschungsergebnisse zu deren Nutzung und Wirksamkeit vorgestellt. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 18: Sprachbildung im Mathematikunterricht Ort: Seminarraum W.12.011 Chair der Sitzung: Melina Fabian, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Olga Lomas, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Jessica Mähnert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
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8:30 - 9:15
Interpretation der doppelten Verneinung: deutsch- und türkischsprachige Kinder im Vergleich IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland Logische Operationen sind ein wesentliches strukturelles Merkmal des Faches Mathematik. In diesem Beitrag werden Unterschiede in der Interpretation von doppelten Verneinungsaufgaben im außer- und innermathematischen Kontext bei deutschen und türkischen Erstsprachler*innen aufgezeigt. Dafür wurden insgesamt 64 Schüler*innen im Alter von 7 bis 12 Jahren erhoben. Erste Ergebnisse zeigen, dass deutsche Erstsprachler*innen überwiegend kompensatorisch und türkische Erstsprachler*innen vor allem verstärkend verneinend interpretieren. 9:15 - 10:00
Sachaufgaben in Deutscher Gebärdensprache Universität Hamburg, Deutschland Sachaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil des mathematischen Anfangsunterrichts. Damit Schüler:innen diese erfolgreich bearbeiten können, ist eine grundlegende sprachliche Kompetenz erforderlich. Die Übertragung von lautsprachlichen Textaufgaben in eine Gebärdensprache erfordert eine gründliche Übersetzungsarbeit, bei der vier Aspekte berücksichtigt werden müssen: Zahlgebärden, Richtungsverben, Lokalität und Simultaneität. Eine Untersuchung mit sechsjährigen tauben Kindern hat gezeigt, dass die visuell-räumliche Gebärdensprache ein besonderes Potenzial hat, das weiter zu erforschen ist. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 20: Erklärvideos zum Lehren und Lernen von Mathematik Ort: Hörsaal 27 Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Martin Ohrndorf, Universität Bremen Chair der Sitzung: David Schwarzkopf, Otto-Friedrich-Universität Bamberg |
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8:30 - 9:15
Ein Erklärvideo für alle? Personenbezogene Unterschiede beim Lernen mit YouTube-Videos zur Ableitung Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland Mathematische Erklärvideos auf YouTube gewinnen an Bedeutung, obwohl ihre fachdidaktische Qualität stark variiert. Im Rahmen des Angebots-Nutzungs-Modells untersucht unsere Studie, welchen Einfluss die fachdidaktische Qualität der Videos und die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen auf Lernprozesse haben. In einem quasi-experimentellen Design mit vier YouTube-Videos zum Ableitungsbegriff von verschiedener Qualität werden sowohl der Lernzuwachs als auch die subjektive Bewertung von 250 Schüler*innen erfasst und vor dem Hintergrund ihrer Lernvoraussetzungen analysiert. 9:15 - 10:00
Kann man Variablen mit Hilfe von Erklärvideos verstehen? Nur wenn aktivierende Lernangebote genutzt werden können 1Technische Universität Dortmund; 2IPN Leibniz Institute für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel/Berlin Erklärvideos können Verständnisaufbau fördern, wenn sie kognitiv aktivieren und auf relevante Fachinhalte fokussieren. Neben der Einbettung in Lernumgebungen unterstützen Prompts wie Interaktionselemente und Erklärimpulse die fokussierte kognitive Aktivierung. Der Beitrag berichtet von einer kontrollierten Interventionsstudie mit 239 Lernenden (Klasse 9-11), die beim Systematisieren ihres Vorwissens zum Variablenverständnis durch ein Erklärvideo mit Prompts unterstützt wurden. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verständniszuwächse, die durch die Nutzung der Prompts vermittelt sind. |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 21: Vignetten als Werkzeug für Forschung und Lehre Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Jens Oliver Krummenauer, Hochschule Esslingen Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz |
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8:30 - 9:15
Nutzung von Textvignetten zur validen Messung von Teacher Noticing im interkulturellen Kontext 1Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; 2Pädagogische Hochschule Freiburg; 3National Taiwan Normal University Aufgrund der soziokulturellen Bedingtheit von Noticing ist dessen valide Messung im interkulturell vergleichenden Kontext eine Herausforderung. Unterschiedliche Auffassungen hoher Unterrichtsqualität in verschiedenen kulturellen Kontexten beeinflussen, was und wie Lehrkräfte im Unterricht wahrnehmen. Das TaiGer Noticing Projekt nutzt einen textvignetten-basierten Ansatz, um dies zu untersuchen. Zudem wird die Notwendigkeit, kulturspezifische Referenzrahmen zu explizieren und zu nutzen, deutlich. 9:15 - 10:00
Videovignetten zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Umgang mit prozessbezogenen Kompetenzen von Lernenden 1Universität Potsdam, Deutschland; 2Universität zu Köln, Deutschland Videovignetten können prozessbezogene Kompetenzen von Lernenden im mathematischen Handeln sichtbar machen und eröffnen angehenden Lehrkräften einen strukturierten Zugang zu den Lernprozessen. Im Projekt entstehen inszenierte, auf realen Modellierungs- und Problemlösesituationen basierende Vignetten sowie Begleitmaterialien. Sie unterstützen die fokussierte Beobachtung und Analyse typischer Lernprozesse und stärken die situationsspezifischen Diagnose- und Förderkompetenzen. Die Wirksamkeit der Implementierung der Videos in der mathematikdidaktischen Lehre wird anschließend empirisch untersucht. |
| 9:15 - 9:50 | „So kann man denken“ – Heuristische Lösungsbeispiele in der Hochschulausbildung von Grundschullehrkräften Wiebke Neumann Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass gerade das selbstständige Konstruieren von Begründungen für viele Studierende eine große Herausforderung darstellt. Dieser Beitrag stellt einen Teil eines Dissertationsprojektes vor, welches zum Ziel hat zu untersuchen, ob und wie sich die Verwendung heuristischer Lösungsbeispiele als Unterstützungsmaßnahme auf die Begründungskompetenz der Studierenden auswirkt. Darüber hinaus wird analysiert, ob die Lösungsbeispiele Einfluss auf affektive Merkmale wie mathematische Selbstwirksamkeitserwartung haben. |
| 9:15 - 9:50 | Explorative Studie zum Simulationsverständnis von Schüler*innen: Identifizierung von Teilkompetenzen und ihre Evaluation in der Praxis Sonja Bleymehl Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Simulationen sind eine zentrale wissenschaftliche Methode zur Erkenntnisgewinnung und spielen eine wichtige Rolle in gesellschaftsrelevanten Entscheidungsprozessen. Dennoch bleibt das Lernen über Simulationen als wissenschaftliche Methode in deutschen Schulen unterrepräsentiert. Das Dissertationsprojekt untersuchte die für ein grundlegendes Simulationsverständnis notwendigen Kompetenzen und entwickelte darauf aufbauend eine Unterrichtssequenz für den Mathematikunterricht der Sekundarstufe I sowie Fragebögen zur Evaluation der Intervention. |
| 9:15 - 9:50 | Neue Prüfungsform für das mathematische Modellieren? Eine qualitative Studie zum diagnostischen Potenzial digitaler Portfolios Catharina Beckschulte, Jascha Quarder, Annika Rosendahl, Stanislaw Schukajlow Ort: Seminarraum K1 |
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Mathematisches Modellieren ist eine zentrale Kompetenz in den Bildungsstandards, wird jedoch in traditionellen Prüfungsformaten nur eingeschränkt erfasst. Der Beitrag untersucht das diagnostische Potenzial digitaler Portfolios als alternative Prüfungsform. In einer qualitativen Studie mit 91 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 wurden digitale Portfolios zu digital gestützten Modellierungsaufgaben inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass zentrale Modellierungsteilkompetenzen sowie zusätzliche metakognitive und strukturierende Aspekte in den Portfolios identifizierbar sind. |
| 9:15 - 9:50 | Personale und materiale Implementationsstrategien: Materialnutzung von Lehrkräften in verschiedenen Fortbildungsbedingungen Tobias Röthemeier, Jennifer Dröse Ort: Seminarraum K4 |
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Im Projekt MuM-Pro-Lesen wurde eine Unterrichtsreihe erprobt, die zur Förderung von mathematikspezifischen Lese- und Verstehensstrategien sowie der Wahrnehmung sprachlicher Feinstrukturen angelegt ist. Diese wurde hinsichtlich ihrer Wirkungen und Wirksamkeit untersucht, indem unter anderem die Materialnutzung von Lehrkräften in verschiedenen Implementationsbedingungen betrachtet wurde. Im Vortrag werden zwei in Fortbildungen unterschiedlich qualifizierte Gruppen bezüglich der genutzten Aufgaben, gewählten Scaffolds und der benötigten Dauer verglichen und erste Ergebnisse dargestellt. |
| 9:50 - 10:25 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 10:25 - 10:45 | (Digital) lesen – mathematisch denken. Vom Sourcing zur Aufgabenbearbeitung Franziska Stamer Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Das Lesen mathematischer Texte ist auch im digitalen Zeitalter eine zentrale Grundlage selbstregulierten Lernens. Lernenden wie Lehrenden steht eine große Auswahl mathematischer Texte mit unterschiedlichen Merkmalen über Mathematik zur Verfügung. Welche speziellen Anforderungen und Chancen sich dabei für Lernende bei der Aufgabenbearbeitung ergeben können, soll in einer quasi-experimentellen Studie untersucht werden. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie mathematische Texte von Oberstufenschüler*innen und Studierenden ausgewählt und mit welchen Lesestrategien sie verarbeitet werden. |
| 10:25 - 10:45 | Anwendung der Qualitativen Inhaltsanalyse auf historisches mathematikdidaktisches Quellenmaterial – Methodische Überlegungen Marie Grenzer Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Die Geschichte von Mathematikunterricht und -didaktik stellt ein interdisziplinäres Forschungsfeld dar, zu dem verschiedene methodische Zugänge möglich sind. Zentral sind sowohl hermeneutische Ansätze der Historischen Bildungs- und Sozialforschung als auch qualitative Methoden der Mathematikdidaktik. Im Rahmen des Vortrags wird diskutiert, inwieweit sich die in der empirischen mathematikdidaktischen Forschung etablierte Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse für die systematische Untersuchung größerer Mengen bisher unerschlossener historischer Quellen zum Mathematikunterricht eignet. |
| 10:25 - 10:45 | Design einer Lernumgebung zu Fairness im maschinellen Lernen Clara Müller, Katharina Bata, Jasmin Hörter, Martin Frank Ort: Seminarraum K5 |
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Der Beitrag beschreibt die Entwicklung und erste Erprobung eines Unterrichtsformats, das Fairness im maschinellen Lernen für die Sekundarstufe zugänglich macht. Mithilfe interaktiver Visualisierungen, realer Datensätze und strukturierter Diskurse identifizieren die Lernenden Bias, entwickeln statistische Fairnessmaße und reflektieren deren normative Bedeutung in verschiedenen Anwendungskontexten. Erste explorative Erhebungen liefern Hinweise auf die fachliche Zugänglichkeit des Designs und Potenziale für weiterführende empirische Untersuchung. |
| 10:25 - 10:45 | Ein Zertifikatsprogramm in den Lehramtsstudiengängen der Universität Hamburg: Ein Ansatz zur Ausbildung von professionellen KI-bezogenen Kompe-tenzen für angehende Lehrkräfte Fabian Anton Müller, Nils Buchholtz Ort: Seminarraum K6 |
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Das Zertifikatsprogramm „KI-Lotse“ der Universität Hamburg qualifiziert angehende Mathematiklehrkräfte für die fachlichen, didaktischen und ethischen Anforderungen einer KI-geprägten Bildungslandschaft. Es zielt auf den Aufbau professionsspezifischer AI-Literacy als transdisziplinärer Schlüsselkompetenz. Durch die Verknüpfung fachdidaktischer Module mit KI-Inhalten, interdisziplinären Lehrformaten und reflektierender Praxis fördert das Programm technisches Verständnis, kritische Urteilskraft und verantwortungsbewusstes pädagogisches Handeln. |
| 10:25 - 10:45 | Einstellungen von Lehrkräften gegenüber datengestützter Unterrichtsentwicklung mit VERA-8 Kathrin Pasel, Gilbert Greefrath Ort: Senatssaal |
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In dem Projekt wird eine Fortbildung für Mathematiklehrkräfte evaluiert, deren Ziel es ist, durch gezielte Maßnahmen datengestützte Unterrichtsentwicklung im Kollegium zu etablieren. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass Lehrkräfte landesweiten formativen Assessments wie den VERA-8 Tests und ihrem Nutzen für die Unterrichtsentwicklung kritisch gegenüber eingestellt sind. Die vorgestellte Studie stellt den aktuellen Stand der Einstellungen von Lehrkräften zu VERA-8 dar und diskutiert mögliche Veränderungen gegenüber früheren Erhebungen. Erste Ergebnisse werden berichtet. |
| 10:25 - 10:45 | FACET: Multi-Agenten-System für heterogene Mathematik-Klassen Konstantin Fackeldey, Jana Gonnermann-Müller, Jennifer Haase, Sebastian Pokutta Ort: Hörsaal 27 |
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Differenzierung im Unterricht ist notwendig, um den unterschiedlichen Vorkenntnissen, Bedürfnissen und Fähigkeiten der Lernenden gerecht zu werden. In diesem Vortrag stellen wir FACET, ein KI-Tool zur Erstellung individualisierter Unterrichtsmaterialien in Form von Aufgabenzetteln für den Mathematikunterricht, vor. FACET ist ein Multi-Agenten-System, bei dem die Lehrkraft Profile der Lernenden angeben kann, um unterschiedliche Perspektiven bei der Erstellung von Lehrmaterialien zu berücksichtigen. Das System erstellt differenzierte Materialien, die die Lehrkraft bei Bedarf anpassen kann. |
| 10:25 - 10:45 | Feedback Literacy Analyzer: Entwicklung eines KI-basierten Tools zur Analyse der Feedback Literacy von Lernenden Farhad Razeghpour, Michael Kallweit, Katrin Rolka Ort: Seminarraum K8 |
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Inwieweit Feedback das Lernen beeinflusst, hängt maßgeblich von der Fähigkeit der Studierenden ab, die Informationen effektiv zu nutzen, um Fehler zu reflektieren und zu korrigieren – eine Kompetenz, die als Feedback Literacy bezeichnet wird. Deren Erforschung erfordert jedoch qualitative Auswertungen, die zeitaufwendig sind. Daher wurde ein KI-basiertes Tool entwickelt, das die Analyse von Transkripten unterstützt. Das Tool nutzt einen modularen Prompt mit festen Analysefragen und variablen Parametern und konnte in ersten Tests relevante Textstellen zuverlässig identifizieren und auswerten. |
| 10:25 - 10:45 | Gezieltes Diagnose-Feedback auf Schüler:innenebene zur Prozentrechnung Paul Tyrichter Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Das SMART-Projekt entwickelt und beforscht ein Online-Testinstrument, welches das individuelle konzeptuelle Wissen bei Schüler:innen schnell und treffsicher diagnostiziert. Die Rückmeldung fokussiert dabei nicht auf eine Lösungsquote, sondern darauf, welche konkreten Grundvorstellungen ein:e Schüler:in bereits aufgebaut hat und welche spezifischen Fehlvorstellungen ggf. vorliegen. Dieser Vortrag thematisiert gezieltes Diagnose-Feedback auf Schüler:innenebene zu diagnostischen Prozentrechnungstests innerhalb des SMART-Projekts und zeigt erste Forschungsergebnisse. |
| 10:25 - 10:45 | Herausforderungen der Wirkungsforschung im Rahmen von QuaMath: Methodische Einblicke in das Modul Raum und Form 1-4 Elisabeth Tonewizki, Hedwig Gasteiger, Julia Bruns Ort: Hörsaal 26 |
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Für die Gestaltung eines verständnisorientierten und anschlussfähigen Symmetrieunterrichts greifen Lehrkräfte auf fachliches und fachdidaktisches Wissen zurück. Zur Förderung dieser Wissensfacetten wurde im Rahmen des KMK-geförderten Programms QuaMath ein Fortbildungsbaustein zur Symmetrie entwickelt. Strukturelle Vorgaben stellen die Wirkungsforschung zu diesem Baustein vor Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird gezeigt, wie verschiedene Testformate und -zeitpunkte innerhalb des Moduls Raum und Form 1-4 kombiniert werden, um die Entwicklung des Lehrkräftewissens zu untersuchen. |
| 10:25 - 10:45 | Hinweise auf metakognitive Anforderungen: Atypisches Lösungsverhalten im Känguru-Wettbewerb Elke Grinschgl Ort: Seminarraum K3 |
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Der Beitrag präsentiert Zwischenergebnisse eines Projekts, das das metakognitive Potenzial von Aufgaben der österreichischen Version des Multiple-Choice-Wettbewerbs Känguru der Mathematik untersucht. Im Fokus des Vortrags stehen Aufgaben mit ungewöhnlichem Itemverhalten, etwa wenn hohe Gesamtscores der Teilnehmer*innen nicht mit höheren Lösungshäufigkeiten einhergehen. Mittels Rasch-Analyse werden solche atypischen Antwortmuster identifiziert und die Aufgaben hinsichtlich möglicher metakognitiver Anforderungen sowie weiterer Ursachen für ihr ungewöhnliches Itemverhalten analysiert. |
| 10:25 - 10:45 | Informatik als Teil des Mathematikunterrichts in der Grundschule: Eine Lehrplananalyse Eve Tessenow, Richard Schwarz Ort: Seminarraum K4 |
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Digitalität prägt die Lebenswelt von Kindern. Schulen sind daher gefordert, Lernende zum kompetenten Umgang mit digitalen Technologien zu befähigen – durch Medienbildung und informatische Bildung. Während informatische Kompetenzen ab Klasse fünf in einem eigenständigen Fach oder integriert vermittelt werden, kommt in der Grundschule dem Fach Mathematik eine Leitfunktion zu. Unser Beitrag beleuchtet, inwiefern informatische Kompetenzen curricular verankert sind. |
| 10:25 - 10:45 | Intelligente tutorielle Systeme (ITS) im Spannungsfeld zwischen regelbasierter Logik und Generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) Phillip Henn Ort: Seminarraum W.11.018 |
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ITS können mathematische Lernprozesse unterstützen. Aktuell ist zu beobachten, dass traditionelle ITS durch die Einbindung von GenAI erweitert werden, etwa durch individuell generiertes Feedback. Ob solche Systeme weiterhin positive Effekte auf Lernprozesse haben können, ist angesichts des Wandels von deterministischen zu probabilistischen Verfahren unklar. Ohne einen fundierten didaktischen Rahmen können Lernerfolge beim Einsatz von ITS mit GenAI sogar gefährdet sein. Daher ist es nötig, didaktische Rahmenbedingungen in ITS mit und ohne GenAI zu identifizieren und systematisch zu vergleichen. |
| 10:25 - 10:45 | KI-gestützte Lernumgebung zum PPDAC-Datenanalysezyklus Stephan Blömker Ort: Seminarraum K1 |
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Vorgestellt wird eine KI-gestützte Lernumgebung zum PPDAC-Datenanalysezyklus für Studierende des Lehramts Sonderpädagogik. In dieser werden die Studierenden paarweise durch den Datenanalysezyklus geführt und erhalten in jeder Phase ein Feedback durch das LLM. Dieses entscheidet zudem über Phasenübergänge und trifft eine Vorauswahl geeigneter Datensätze. Die Lernumgebung wird im Übungsbetrieb unter tutorieller Begleitung eingesetzt und als Design Research entwickelt. Es werden Ergebnisse der ersten Erhebung präsentiert und die Weiterentwicklung wird diskutiert. |
| 10:25 - 10:45 | Macht die Aufgabe den Unterschied? – Der Gender-Gap bei der österreichischen Reifeprüfung Evita Lerchenberger, Christian Dorner Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Der Gender-Gap im Fach Mathematik ist in Österreich mittlerweile zur (traurigen) Tradition geworden. Bei der Reifeprüfung schneiden Kandidaten im Fach Mathematik durchschnittlich besser ab als Kandidatinnen. Dabei gibt es Aufgaben mit einem Gender-Gap von über 20 Prozentpunkten zugunsten der Kandidaten, aber auch einige Aufgaben, bei denen die Lösungsquote der Kandidatinnen höher ist. Das Projekt Gen[ ]Rep versucht, eine Erklärung auf Aufgabenebene dafür zu finden. Im Vortrag werden erste Analyseansätze präsentiert. |
| 10:25 - 10:45 | Mathematik und Klimadaten: Vom EINSEHEN bis zum VERARBEITEN Johanna Heitzer Ort: Hörsaal 31 |
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An den Beispielen anthropogener Emission und atmosphärischer Konzentration von CO2 möchte ich thematisieren, wie die Auseinandersetzung mit Klimadaten vom Einsehen bis zum Verarbeiten mathematisch ist; aber eben auch längst nicht nur. Schon beim Einsehen gibt es Hürden: CO2- oder C-, absolute oder relative, Bestands- oder Änderungsangaben? Welche Bezugsgröße genau? Dass das Verarbeiten keine rein mathematische Angelegenheit ist, sondern auch Resilienzstrategien erfordert, merkt schon der Lehrende beim vorbereitenden Hineinknien in die Daten. Austausch erwünscht: MBNE muss Thema bleiben. |
| 10:25 - 10:45 | Mathematiker*innen aus der Sichtweise von Schüler*innen der Sekundarstufe II – eine Interventionsstudie zur Veränderung von Beliefs Martin Quendler, Benjamin Rott, Robin Göller, David Kollosche Ort: Hörsaal 28 |
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In dieser explorativen Mixed-Methods-Studie wird untersucht, ob und wie sich Beliefs von Schüler*innen der Sek. II über Mathematiker*innen verändern lassen. Die Intervention umfasst mehrere zeitlich versetzte, interaktive Begegnungen mit Mathematiker*innen, ausgewählt mit maximaler Variation. Die Datenerhebung erfolgt längsschnittlich mittels halbstrukturierter Interviews und Fragebögen. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse bzw. Varianzanalyse. Der Vortrag bietet Einblicke in die Pilotierung sowie Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung interventionsbasierter Studiendesigns. |
| 10:25 - 10:45 | Professionelle Kompetenzen von Lehrkräften und der Einsatz digitaler Übungsprogramme: Eine Mixed-Methods-Studie zu MatheBattle Richard Schulte, Armin Fabian, Andreas Lachner, Daniel Thurm, Walther Paravicini Ort: Hörsaal 30 |
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Die Nutzung digitaler Programme zum Üben im Mathematikunterricht wurde bisher meist mit Fokus auf die Schüler:innenperspektive untersucht. Wie Lehrkräfte solche Programme im Unterricht einsetzen und welche Rolle ihre professionellen Kompetenzen dabei spielen, ist bislang wenig erforscht. Eine Mixed-Methods-Feldstudie am Beispiel der Übungsplattform MatheBattle kombiniert Fragebogen-, Log- und Interview-Daten und adressiert diese Forschungslücke. Im Vortrag werden das Studiendesign sowie vorläufige Ergebnisse vorgestellt. |
| 10:25 - 10:45 | Schüler:innenperspektiven auf den Erwerb mathematischer Kompetenzen mit Unterstützung eines KI-Tutors Adrian Bachmann, Christoph Erath Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Seit der Veröffentlichung von ChatGPT rückt der Einsatz künstlicher Intelligenz im Mathematikunterricht verstärkt in den Fokus. Die Studie untersucht, wie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I den Einsatz eines KI-Tutors beim Erwerb mathematischer Kompetenzen erleben. In einer Unterrichtssequenz arbeiteten 14-jährige Lernende mit einem KI-Tutor, der adaptive Hinweise ohne Lösungsangaben bereitstellte. Schriftliche Rückmeldungen wurden mittels deduktiver qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen Potenziale und Herausforderungen KI-gestützter Lernunterstützung auf. |
| 10:25 - 10:45 | Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lehrkräften zur Diagnose mit Audience Response Systemen - Entwicklung eines Erhebungsinstruments Marcus Röhming, Elise Stroetmann, Ulrich Kortenkamp Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Der Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht hängt wesentlich mit digitalisierungsbezogenen Kompetenzen von Lehrkräften und deren Selbstwirksamkeitsüberzeugungen (SWÜ) zusammen. Das QuaMath-Fortbildungsmodul "Digitale Medien 5-10" adressiert diese Kompetenzen in drei Bausteinen, um den qualitätsvollen Einsatz digitaler Medien zu fördern. Zur Untersuchung der Wirksamkeit der Fortbildung wurden Erhebungsinstrumente für SWÜ entwickelt. Dieser Beitrag stellt ein pilotiertes Erhebungsinstrument vor und schlüsselt Faktoren für SWÜ im Bereich “Diagnose mit Audience Response Systemen” auf. |
| 10:25 - 10:45 | Simulationskompetenz fördern - Das Projekt SIMBA-MINT Christoph Till Ort: Seminarraum K2 |
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Im Rahmen des Teilprojekts SIMBA-MINT innerhalb des vom Land Baden-Württemberg geförderten Verbundprojekts Simulierte Welten (2011-2028) werden Lehr-Lern-Konzepte zum simulationsbasierten Lernen in den MINT-Fächern entwickelt. Im Kurzvortrag wird zum einen das Instrument zur Erfassung von Simulationskompetenz vorgestellt, das im Frühjahr 2026 pilotiert wird. Zum anderen werden erste Prototypen von Simulationstools präsentiert und zur Diskussion gestellt, die im Rahmen von SIMBA-MINT für den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe I entwickelt werden. |
| 10:25 - 10:45 | Stages of Concern im Mathematikunterricht – Eine geplante Implementierungsstudie zur erstmaligen Einführung der Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Sekundarstufe I in Österreich Magdalena Steuxner, Florian Stampfer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Seit dem Schuljahr 2023/24 gilt in Österreich ein neuer Lehrplan für die Sekundarstufe I, der ab 2025/26 erstmals die Wahrscheinlichkeitsrechnung in der 7. und 8. Schulstufe verankert. Lehrpersonen stehen damit vor der Herausforderung, ein neues Inhaltsgebiet oft ohne entsprechende Ausbildung umzusetzen. Die Studie begleitet diesen Implementierungsprozess und untersucht die Stages of Concern von Lehrpersonen nach dem Concerns-Based Adoption Model. Methodisch folgt sie einem Mixed-Methods-Design aus qualitativen Interviews, Fragebogenerhebungen und einer Analyse des realisierten Unterrichts. |
| 10:25 - 10:45 | Stellenwertsysteme und schriftliche Subtraktion Roland Pilous, Uwe Schürmann Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Unsere Pilotstudie mit 33 angehenden Primarlehrpersonen liefert erste empirische Belege, dass die Behandlung nicht-dekadischer Stellenwertsystemen das Verständnis der schriftlichen Subtraktion im dezimalen Stellenwertsystem fördert (operationalisiert durch die Fähigkeit das Verfahren zu erklären). Implikationen für die Hauptstudie werden diskutiert. Diese hat das Ziel, zur Evidenzbasierung der fachwissenschaftlichen Ausbildung von Lehrpersonen am Beispiel nicht-dekadischer Stellenwertsysteme beizutragen. |
| 10:25 - 10:45 | Zukunftsrelevante und nachhaltigkeitsbezogene Mathematikdidaktik – Designprinzipien und Lernprozesse von Schüler:innen am Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe Nadine Ehrlich Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Gegenwärtig gewinnt die Ausbildung zukunftsrelevanter, nachhaltigkeitsbezogener Lernprozesse in der Fachdidaktik an Bedeutung. Im Vortrag wird hierzu ein Projekt vorgestellt, das Designprinzipien von entsprechend ausgerichteten MINT-Lernumgebungen aus der Perspektive des Faches Mathematik diskutiert. Die empirischen Fragen konzentrieren sich auf die autonomen Lernprozesse und individuellen Lernpfade von Schüler:innen zu Beginn der Sekundarstufe, die sich in einem Lehr-Lern-Labor eigenständig mit zukunftsrelevanten und nachhaltigkeitsbezogenen mathematischen Fragestellungen auseinandersetzen. |
| 10:55 - 11:15 | Auswirkungen eines Lehrveranstaltungskonzepts mit Praxisbezug auf die Mathematikeinstellung von Lehramtsstudierenden Till Burchert, Katja Jung, Katrin Vorhölter Ort: Hörsaal 27 |
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In Niedersachsen ist Mathematik für Lehramtsstudierende der Primarstufe als Schulfach nicht verpflichtend und kann durch eine Basisqualifikation ersetzt werden. Viele dieser Studierenden stehen mathematischen Inhalten skeptisch bis ängstlich gegenüber. Für dieses Klientel wurde ein Lehrkonzept erprobt, das fachliche und fachdidaktische Grundlagen verbindet und in die Planung, Durchführung und Evaluation eigener Lehr-Lernangebote mündet. Ziel war neben dem Erwerb von Basisfähigkeiten die Förderung der Mathematikeinstellung. Ergebnisse der Evaluation werden im Vortrag vorgestellt und diskutiert. |
| 10:55 - 11:15 | Automatisierte Qualitätssicherung für STACK-Aufgaben Michael Kallweit, Benjamin Schulz-Rosenberger Ort: Seminarraum K8 |
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Die Qualitätssicherung großer Mengen digitaler Aufgaben erfordert skalierbare Verfahren jenseits manueller Einzelprüfung. Vorgestellt wird ein Ansatz für STACK-Aufgaben, der Batch-Tests über eine API mit LLM-basierten Lösungsversuchen kombiniert. Im Mittelpunkt steht die Konsistenzprüfung zwischen Aufgabentext, Auswertungslogik und generiertem Feedback. Der Vortrag analysiert, wo KI Fehler verlässlich identifiziert, wo Automatisierung an Grenzen stößt, und zeigt, wie KI-gestützte Vorprüfungen Redaktionsprozesse robuster machen können. |
| 10:55 - 11:15 | Berufserfahrung und professionelle Unterrichtswahrnehmung von Mathematiklehrkräften aus Chile, China und Deutschland Mireia Viguer Pérez Ort: Seminarraum K1 |
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Diese Studie analysiert die professionelle Unterrichtswahrnehmung von Mathematiklehrkräften aus Deutschland, Chile und China mit unterschiedlicher Berufserfahrung. Als situationsspezifische Fähigkeit gilt sie als zentral für die Lehrkräfteprofessionalisierung und entwickelt sich über Ausbildung und Berufspraxis. Die Ergebnisse zeigen länderspezifische Unterschiede zugunsten erfahrener Lehrkräfte in Chile und China, während in Deutschland Lehrkräfte am Anfang der Berufslaufbahn stärker abschneiden. Dies verweist auf kulturell geprägte Lerngelegenheiten und Schwerpunkte in Ausbildung und Praxis. |
| 10:55 - 11:15 | Der Karlsruher Didaktik-Workshop – ein Forum für die Stoffdidaktik Sebastian Bauer, Tobias Hartnick, Ingrid Lenhardt, Kevin Löhlein, Wolf-Aidan Wechinger Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Wir stellen das Konzept und die Inhalte zum „Karlsruher Didaktik Workshop“ (KIT) vor: eine seit 2022 fünfmal durchgeführte Reihe zum Mathematikunterricht der Sekundarstufen aus stoffdidaktischer Sicht. In Vorträgen und Diskussionen bringen wir Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und Forschende aus der Fachdidaktik sowie der Fachmathematik zusammen, um aktuell erfolgreiche und zukünftig mögliche Unterrichtsinhalte, Materialien und Settings vorzustellen und zu diskutieren. Die Themen reichten bisher von moderner Stoffdidaktik über differenzierende Aufgaben bis zu Algebra und Stochastik. |
| 10:55 - 11:15 | Entwicklung und Beforschung eines KI-Tutors mit interaktiven Visualisierungen zur Bruchaddition Fabian Mustaff, Daniel Thurm Ort: Seminarraum I.14.60 |
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KI-gestützten Tutoren wird ein erhebliches Potenzial zur konstruktiven Unterstützung von Lernenden zugeschrieben. Gegenwärtig beschränken sich entsprechende Tutoren jedoch überwiegend auf prozedurale Hilfestellungen und nutzen interaktive, verstehensförderliche Visualisierungen bislang nur in geringem Maße. Das Promotionsprojekt zielt auf die Entwicklung und empirische Untersuchung eines KI-gestützten, dialogbasierten Tutors ab, der Lernende bei der Bearbeitung von Übungsaufgaben zur Addition von Brüchen konstruktiv unterstützt, indem gezielt interaktive Visualisierungen eingesetzt werden. |
| 10:55 - 11:15 | Frühe Modellierungsphasen in IMMC-Lösungen: Ein Bewertungsraster und seine Anwendung in der Lehrerbildung Martin Bracke Ort: Hörsaal 31 |
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Auf Basis öffentlich verfügbarer Lösungsreports der International Mathematical Modeling Challenge (IMMC) 2024/25 (Kategorie Outstanding) sowie ausgewählter Beiträge aus Deutschland und Österreich (Honorable Mention) wurde ein fünfdimensionales Bewertungsraster für die frühen Modellierungsschritte entwickelt. Im Beitrag wird gezeigt, wie damit Unterschiede zwischen den Kategorien bereits im ersten Modell sichtbar werden und wie das Raster in einem fachdidaktischen Seminar eingesetzt wurde, um angehende Lehrkräfte für begründete Modellierungsurteile und Rückmeldungen zu sensibilisieren. |
| 10:55 - 11:15 | KI als Hilfe zur Bearbeitung von Übungsblättern im Mathematikstudium Thomas Stenzel Ort: Seminarraum W.12.011 |
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In vorhergehenden Studien hat sich gezeigt, dass Studierende bei der Bearbeitung mathematischer Übungsblätter häufig Schwierigkeiten haben, insbesondere aufgrund eines unzureichenden Verständnisses neuer Begriffe und Konzepte. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verfügbarkeit generativer KI-Systeme stellt sich die Frage, wie diese unterstützend eingesetzt werden können, ohne die eigenständige Problembearbeitung zu ersetzen. Dieser Beitrag skizziert erste Überlegungen zu möglichen Einsatzszenarien und diskutiert beispielhafte Prompt-Strategien zur Förderung des Aufgabenverständnisses. |
| 10:55 - 11:15 | Klickinary – Ein Vorschul-Spiel zum Verständnis des Stellenwertsystems durch Konstruktion von Dienes Blöcken aus Magnetwürfeln Uwe Geisler Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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In diesem Spiel werden Vorschulkinder dazu angeregt, die Bündelung von Dienes-Blöcke selbst vorzunehmen, indem sie Magnetwürfel nach einem einfachen Algorithmus bündeln. Erste Ergebnisse aus dem Feld sind sehr vielversprechend. Der Algorithmus ist bereits im Alter von drei Jahren erlernbar und erzeugt eine hohe intrinsische Motivation. Damit lässt sich ein erstes intuitives Verständnis des Stellenwertsystems spielerisch vermitteln. So konnte beispielsweise ein vierjähriges Kind aus ungebündelten Würfeln problemlos die dazugehörige sechsstellige Dualzahl generieren. |
| 10:55 - 11:15 | Kognitive Aktivierung im Kontext der Differenzialrechnung (SEK II) Rauno Friedlin Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Kognitive Aktivierung wurde bisher nicht systematisch in der Sekundarstufe II erforscht. Im Kontext der Differenzialrechnung soll nun mit Hilfe einer Fragebogenstudie (N=400) eruiert werden, inwiefern Lehrkräfte der SEK II in der Lage sind kognitive Aktivierung im Unterricht einzuschätzen. Daran anschließend geben Videografien des Unterrichts samt externer Ratings Aufschluss darüber, ob das Verhalten der Lehrkräfte im Unterricht kohärent mit den Antworten im Fragebogen ist. Schülerfragebögen in ausgewählten Klassen eröffnen eine weitere Perspektive. |
| 10:55 - 11:15 | Konstruktiv Algorithmisieren in Explorier-Lernumgebungen Theresa Schlumpp, Tobias Huhmann Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Konstruktivistisch orientierter Mathematikunterricht sollte (auch) Algorithmen als Prozess und nicht nur als Produkt thematisieren. „Algorithmen als Prozess“ bedeutet, das Algorithmisieren als konstruktiv-mathematische Tätigkeit erfahrbar zu machen: Mit diesem Ziel werden Explorier-Lernumgebungen mit Blockprogrammierung entwickelt und mit dem Forschungsinteresse untersucht, ob und in welcher Weise Lernende dadurch algorithmisieren lernen. |
| 10:55 - 11:15 | Kreatives Denken, kollaboratives Handeln im mathematischen Escape Room in einem Projekt für die 7. Schulstufe Sarah Lang Ort: Seminarraum K3 |
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Wenn Flow vollständige Versunkenheit ins eigene Tun beschreibt, verringert sich dann die Kollaborationsbereitschaft? Eine Fragebogenauswertung (n = 108) lässt im Educational Escape Room das Gegenteil vermuten: Flow zeigt sich hier stärker als soziales Phänomen, denn als individuell erlebter Zustand. Zudem kann kein Einfluss von Mindset, sozialem Geschlecht und Mathematikbegeisterung auf das immersive und kollaborative Spielerlebnis bestätigt werden. Damit ist diese Methode für alle Schüler*innen zum Aufbau der 4K-Kompetenz geeignet; gerade im Kontext eines aktivierenden Mathematikunterrichts. |
| 10:55 - 11:15 | Mathematische Mindeststandards nach der Sekundarstufe I. Pilotierung einer Lehrkräftebefragung Franz Brakel, Gilbert Greefrath Ort: Senatssaal |
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Die bundesweiten Bildungsstandards der KMK beschreiben Regelstandards, welche die durchschnittlich zu erreichenden Kompetenzen von Schüler:innen darstellen. Offen bleibt jedoch, welche inhaltlichen Mindestanforderungen für einen Schulabschluss notwendig sind. Das vorgestellte Projekt untersucht diese Frage anhand von Lehrkräftebefragungen. Ziel ist es, eine normative Perspektive für die Priorisierung einzelner Kompetenzen innerhalb der Bildungsstandards Sek. I zu gewinnen. Im Vortrag werden Beispiele und erste Ergebnisse einer Pilotierung mit angehenden Lehrkräften diskutiert. |
| 10:55 - 11:15 | Mathematisches Modellieren mit einem instruierten KI-Assistenten Alina Alwast Ort: Seminarraum K2 |
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Die Bearbeitung von Modellierungsproblemen stellt sowohl für Lernende als auch für Lehrkräfte oft eine Herausforderung dar. In diesem Beitrag wird daher das Potenzial generativer künstlicher Intelligenz für die individuelle Unterstützung von Modellierungsprozessen untersucht. Zu diesem Zweck wurde ein modellierungsspezifischer KI-Assistent instruiert und eine Lernumgebung analysiert, in der Studierende Modellierungsprobleme mit Hilfe des entwickelten KI-Assistenten bearbeiten. Neben dem Design der Studie werden erste Ergebnisse einer Videostudie präsentiert, die an die Pilotstudie anknüpfen. |
| 10:55 - 11:15 | Pilotierung eines Fragebogens zu algorithmischen Entscheidungssystemen mit angehenden Mathematiklehrkräften Katharina Bata, Sarah Schönbrodt, Martin Geroldinger Ort: Seminarraum K5 |
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Algorithmische Entscheidungssysteme (engl. algorithmic decision-making systems, ADMS) nutzen statistische Modelle und datenbasierte Algorithmen, um große Datenmengen zu analysieren und menschliche Entscheidungen zu unterstützen oder zu automatisieren. Angesichts des wachsenden Einflusses von ADMS auf gesellschaftliche Prozesse wird ein Fragebogen entwickelt, um Erfahrungen und selbst eingeschätztes Wissen zu ADMS sowie Einstellungen zur unterrichtlichen Behandlung bei Lehrkräften zu erheben. Der Kurzvortrag stellt Ergebnisse einer Pilotierung der Items mit angehenden Mathematiklehrkräften vor. |
| 10:55 - 11:15 | Schülervorstellungen zum arithmetischen Mittelwert Miriam Romberg Ort: Seminarraum K4 |
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SMART-Tests diagnostizieren neben Verstehensstufen auch gezielt themenspezifische Fehlvorstellungen. Beim SMART-Test zum arithmetischen Mittelwert in zwei 7. Klassen eines Gymnasiums konnte mehr als die Hälfte der Schüler:innen das Konzept nicht richtig im Sachkontext deuten. Dabei sind die Kalkülfertigkeiten nicht mit den relevanten Vorstellungen verbunden. Es werden Fragen für die weitere Forschung vorgestellt, konkret welche Aspekte konzeptuellen Wissens Schüler:innen fehlen, die nur über prozedurales Wissen verfügen, und wie sich dies über die Klassenstufen hinweg verändert. |
| 10:55 - 11:15 | Situationsspezifische Fähigkeiten angehender Lehrkräfte in simulierten Unterrichtssituationen zu Mathematik und Sprache Constanze Erbslöh Ort: Seminarraum K6 |
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Das Promotionsprojekt untersucht mittels Comicvignetten professionelles Wissen angehender Mathematiklehrkräfte. In qualitativen Interviews analysieren die Teilnehmenden Lehr-Lernsituationen, indem sie sich in die Lehrendenrolle versetzen, vorgegebene Äußerungen interpretieren und Aussagen zum Stellenwert von Sprache im Mathematikunterricht bewerten. Als theoretischer Zugang dient das PID-Modell, zu dessen einzelnen Aspekten Zusammenhänge zur Aktivierung von PK, PCK, CK und zugrundeliegenden Überzeugungen hergestellt werden. Erste Ergebnisse zeigen verstärkte CK-Nutzung bei Interpretationen. |
| 10:55 - 11:15 | Theorie-Praxis-Transfer in der Grundschuldidaktik Mathematik – Professionelle Reflexionsfähigkeiten von Studierenden an der Schnittstelle von Universität und Vorbereitungsdienst Susanne Wöller Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Es wird die Professionalisierung von Studierenden in einem phasenübergreifenden Seminar in der Grundschuldidaktik Mathematik untersucht. Studierende und Referendar:innen entwickeln und erproben offene Aufgaben für einen natürlich differenzierenden Mathematikunterricht. Videovignetten des eigenen Unterrichts werden in Gruppeninterviews nach dem learning-to-notice-framework (Van Es & Sherin, 2021) analysiert. Die Ergebnisse zeigen Professionalisierung als reflexiven Aushandlungsprozess, in dem Theorie-Praxis-Transfer als wechselseitige Abstimmung unterschiedlicher Wissensformen sichtbar wird. |
| 10:55 - 11:15 | TOSCAneo – eine Längsschnittuntersuchung zur gymnasialen Oberstufe Walther Paravicini, Guido Pinkernell, Peter Kaiser Ort: Hörsaal 30 |
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Die TOSCAneo-Studie untersucht die Effektivität der gymnasialen Oberstufe an beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg unter Berücksichtigung heterogener Eingangsvoraussetzungen. Längsschnittlich werden fachliche Leistungen sowie motivationale und kognitive Merkmale erhoben und mit anderen Schularten verglichen (N > 4000). Erste Befunde zeigen unter anderem deutliche leistungsbezogene Unterschiede je nach Herkunftsschulart und gewähltem Profil. Wir diskutieren auch die zum letzten Messzeitpunkt im Frühjahr 2026 eingesetzten Messinstrumente, welche das Abiturniveau der Lernenden erfassen. |
| 10:55 - 11:15 | Unterrichtsplanungskompetenz von grundständig ausgebildeten Mathematiklehrkräften und Seiteneinsteigenden der Sek I – Analysen anhand der Ergebnisse eines Vignettentests Katharina Berking, Benjamin Rott Ort: Hörsaal 28 |
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Eine „gute" Unterrichtsplanung gilt als Qualitätsmerkmal von Unterricht. Unterrichtsplanungskompetenz erhält insbesondere in der jüngeren Lehrer:innenprofessionsforschung Aufmerksamkeit. Der Beitrag diskutiert erste Ergebnisse eines schriftlichen Vignettentests, der die Planungskompetenz von Mathematiklehrkräften der Sek I erfasst. Er ist Teil einer umfangreichen Längsschnittstudie, die den Seiteneinstieg innerhalb des Referendariats von 2024 bis 2026 in NRW begleitet und evaluiert. Es werden sowohl Aussagen zur Testgüte getroffen als auch vergleichende Analysen beider Gruppen präsentiert. |
| 10:55 - 11:15 | Verständnisorientierter Ansatz für das Testen von Hypothesen - Kernideen-Modell: Entwicklung und empirische Validierung Henrik Ossadnik, Jürgen Roth Ort: Hörsaal 26 |
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Hypothesentesten wird im Mathematikunterricht oft als unzugänglich und abstrakt wahrgenommen, auch weil Verbindungen zur Mittelstufen-Stochastik selten sind und der Unterricht häufig stark am Kalkül orientiert ist. Um dem entgegenzuwirken wird ein spiralcurricularer Unterrichtsansatz vorgeschlagen, der Kernideen als strukturierende Elemente nutzt und auf konzeptuelles Verständnis abzielt. Die Kernideen wurden in einem mehrstufigen Prozess entwickelt und von Expert/inn/en validiert. Im Vortrag werden das Modell und eine dazu intendierte empirische Studie vorgestellt und diskutiert. |
| 10:55 - 11:15 | Welche Erfahrungen aktivieren Schüler:innen in einem finanziell allgemeinbildenden Mathematikunterricht? Daniel Pötz, Christina Krause Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Erfahrungsbergriff im Kontext finanziell allgemeinbildenden Mathematikunterrichts (MU) zum Thema Inflation. Der Fokus liegt dabei auf den persönlichen Erfahrungen, die Schüler:innen in der konkreten Beschäftigung - insbesondere beim Problemlösen und Modellieren - heranziehen. Diese werden durch Mikrophänomenologische Interviews erfasst und für die Analyse nutzbar gemacht. Ein Verständnis dieser Erfahrungswelten soll Grundlagen für zukünftige Konzeptionen schaffen und dazu beitragen, den Erfahrungsbegriff im Kontext des MUs auszuschärfen. |
| 10:55 - 11:15 | Wie gut können generative KI-Systeme mathematisch modellieren? Ergebnisse aus einer qualitativen und einer quantitativen Studie sowie Implikationen für den Schulbereich Oliver Straser Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Obwohl generative KI komplexe mathematische Probleme löst, bereiten ihr schultypische Modellierungsaufgaben Schwierigkeiten. In diesem Vortrag werden Ergebnisse zweier aufeinander aufbauender Studien präsentiert: Zunächst wurden Fehlermuster identifiziert, die anschließend mittels eines standardisierten Tests quantitativ validiert und konkret im Modellierungskreislauf verortet wurden. Die Ergebnisse bestätigen, dass Defizite trotz gestiegener Leistung bestehen. Implikationen für Aufgabendesign und kritische KI-Reflexion werden kurz diskutiert. |
| 10:55 - 11:15 | Zum Operationsverständnis von Addition und Subtraktion in der Schuleingangsphase – Eine qualitative Studie zu kindlichen Bedeutungszuschreibungen Lena Volke Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Das Dissertationsvorhaben untersucht das Operationsverständnis von Addition und Subtraktion in der Schuleingangsphase. Im Fokus steht dabei, wie Kinder symbolische Darstellungen interpretieren, eigene Darstellungen zu Additions- und Subtraktionsgleichungen erstellen und den Zusammenhang beider Operationen als Umkehroperationen nutzen. Unter besonderer Beachtung von Grundvorstellungen und der Darstellungsvernetzung werden dafür videografierte Leitfadeninterviews analysiert, um subjektive Bedeutungszuschreibungen zu rekonstruieren und mögliche Potenziale von Eigenproduktionen aufzuzeigen. |
| 11:30 - 12:30 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Fiene Bredow, Universität Bremen Die Rolle von Lehrkräften beim mathematischen Argumentieren im Unterricht: Eine interpretative Perspektive |
| 12:30 - 13:15 | Chor-Probe Ort: Hörsaal 33 |
| 12:30 - 13:30 | Mittagspause Ort: Mensa und Cafeteria Den Speiseplan für unsere Mensa finden Sie hier. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Selbstversorgung finden sie zusammengestellt auf unserer Website: XXX |
| 13:30 - 15:00 | Postersession Ort: Foyer K |
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5 vor 12! Das Zeitverständnis als Bezugssystem Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland Konstruktion netzwerkartiger Kompetenzstrukturen für adaptives formatives Assessment im Bereich «Lineare Funktionen» der Sekundarstufe 1. Pädagogische Hochschule St.Gallen, Schweiz Sprachlich-diskursive Praktiken der mathematischen Sinnbildung im Vergleich von Grundschule und Familie mit Fokus auf Adressierungspraktiken in den Sprachen Deutsch und Türkisch Universiät Bielefeld, Deutschland •Qualität von Erklärvideos und Lernwirksamkeit: Eine Interventionsstudie zur Rechenstrategie der Hilfsaufgabe in der Grundschule 1Universität Hildesheim, Deutschland; 2Europa-Universität Flensburg, Deutschland Datengestützte Diagnose und Förderung basaler Kompetenzen zum Stellenwertverständnis Universität Paderborn, Deutschland Theoretische Analyse des Unterrichtskonzeptes "Didaktik der Vielfalt" auf der Grundlage von Prinzipien eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts Universität Bielefeld, Deutschland Förderung der Diagnose- und Interventionsfähigkeit in der Lehramtsausbildung anhand von individueller Sequenzierung der Fälle bei einer Simulation zur Bruchrechnung LMU, Deutschland Mathematisches Problem Posing von Lernenden in Outdoor-Settings Goethe Universität Frankfurt, Deutschland Diagnose und Förderung Räumlicher Vorstellung mit SMART - Präsentation eines Forschungsvorhabens Universität Duisburg-Essen, Deutschland Selbstkonzept zur Addition und Subtraktion von Grundschulkindern Universität Kassel, Deutschland Realitätsbezüge im inklusiven Mathematikunterricht: Eine systematische Literaturübersicht 1Leuphana Universität Lüneburg; 2Leibniz Universität Hannover; 3Universität Kassel Einstellungen und Selbstwirksamkeit von pädagogischen Fachkräften zu Beobachtung und Dokumentation mathematischer Kompetenzen 1Pädagogische Hochschule Karlsruhe; 2Universität Tübingen Erhebung des intuitiven Verständnisses des Funktions- und Ableitungsbegriffs in der Sekundarstufe I Universität Hildesheim, Deutschland „Ich habe das stolz meiner Sitznachbarin gezeigt“ – Authentischer und hubristischer Stolz von Grundschullehramtsstudierenden im Mathematikstudium 1Universität Münster, Deutschland; 2HMU Health and Medical University Erfurt Wissenskategorien zur Unterstützung des Lernens von Lehrkräften: Untersuchung der Schwerpunktsetzungen von Multiplizierenden Universität Münster, Deutschland Experimentieren beim Mathematischen Modellieren: Auswirkungen auf State und Trait Values 1Universität Potsdam, Deutschland; 2Otto-von-Guericke Universität Magdeburg Die Mathematik des Backens 1Universität zu Köln, Deutschland; 2PLÖTZBROT – Im Dienste guten Brotes GmbH Unterrichtsintegrierte Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler in Jahrgangsstufe 5: Bedarfe, Herausforderungen und Chancen aus Lehrkräfteperspektive Universität Bayreuth, Deutschland Digitale Basiskompetenzen in der Kita bei Kindern und (angehenden) Fachkräften entwickeln und stärken (BASIS-D) RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Mathematisches Lernen in Bewegung: Embodied Cognition und Motion Tracking im Kindergarten Universität zu Köln Dealing with data in school Universität Greifswald, Deutschland Mathematiklernen mit KI - Analyse der selbständigen Nutzungsweisen von Lernenden und deren Zusammenhang mit dem konzeptuellen Verständnis kombinatorischer Grundfiguren Universität Paderborn, Deutschland Mathematische Argumentationstätigkeiten von Schüler*innen im Kontext von Fermi-Aufgaben Universität Paderborn, Deutschland KI-Tutor zur Unterstützung selbstregulierten Lernens innerhalb der Übungsplattform MatheBattle 1Universität Tübingen, Deutschland; 2Pestalozzi Gymnasium, Biberach Bewertung von fächerübergreifenden Unterrichtsmaterialien lernen - Förderung im Mathematik-Lehramtsstudium mit KI-basierten Agenten IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Deutschland Teacher Training Tool in Mathematics for Support Activities (TeToM) 1Universität Hildesheim, Deutschland/ Universität Bielefeld, Deutschland; 2Universität Bayreuth, Deutschland; 3Pädagogische Hochschule Steiermark, Österrich Curriculare Verankerung informatischer Bildung im Mathematikunterricht der Grundschule: Eine Lehrplananalyse Gesellschaft für Informatik e.V., Deutschland Zusammenhang zwischen arithmetischen und räumlichen Fähigkeiten am Beispiel des Teile-Ganzes-Verständnisses Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland Beforschung eines LLM-gestützten Conversational Tutoring Agents mit interaktiven Visualisierungen zur adaptiven Unterstützung von Lernenden Universität Siegen, Deutschland Entwicklung digitaler Escape Games zur Wiederholung mathematischer Basiskompetenzen Universität Siegen, Deutschland Schlüsselkompetenzen mit digitalen MINT Escape Games spielerisch fördern Universität Siegen, Deutschland Mathematik als Erlebnis- inklusive Materialien gestalten - vom Kindergarten bis in die Sekundarstufe 2 Lehrerin Mathematik StR i.R., Deutschland Eine Meta-Analyse digital angereicherter Zugänge im Mathematikunterricht der Primarstufe mit Fokus auf Nutzung und Gestaltung digitaler Lernumgebungen 1Pädagogische Hochschule Freiburg; 2Universität Münster; 3Technische Universität Dortmund KI basiertes Feedback bei Outdoor-Modellierungsaufgaben in der MathCityMap-App Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland Mathematisches Denken im Sachunterricht fördern: Entwicklung und Transfer mit Hilfe einer Lehrkräftefortbildung zu modellbasierten Untersuchungen zur Klimabildung Universität Bielefeld, Deutschland Wie kognitiv aktivierend vermitteln angehende Mathematiklehrkräfte den Grenzwertbegriff in Unterrichtssimulationen? Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland Herausforderungen für Frauen in der Spitzenmathematik - Fallrekonstruktionen zu den Lebenswegen professioneller Mathematikerinnen Universität Münster, Deutschland Lerntypen in einer 4C/ID-basierten Onlinelernumgebung: Eine Clusteranalyse Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Generative KI im Mathematikunterricht - Lernbegleiter statt Lösungsautomat Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Deutschland Selbstregulationsstrategien beim Problemlösen im Mathematikunterricht der Grundschule Universität Koblenz, Deutschland Gelingensbedingungen und Herausforderungen der Professionalisierung von Lehrkräften in Schulnetzwerken aus Perspektive der Multiplizierenden 1Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Förderung der Beweiskompetenz im Rahmen der Individuellen Lernzeitverkürzung (ILV) im neuen neunjährigen Gymnasium in Bayern Universität Bayreuth, Deutschland 3D-Druck für den Mathematikunterricht - Studierende entwickeln ihr didaktisches Material 1Universität Rostock, Deutschland; 2Goehte-Universität Frankfurt «Aber dein Weg ist viel schneller als meiner!» Effekte des Strategievergleichs mathematischer Lösungswege auf das flexible Rechnen von leistungsschwachen Kindern 1Pädagogische Hochschule FHNW, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule Graubünden, Schweiz; 3Technische Universtität Kaiserslautern-Landau, Deutschland Didaktisch profilierte KI-Assistenten beim Erwerb des Ableitungsbegriffs Universität Siegen, Deutschland Sprachsensibler Mathematikunterricht - Wissen und Haltung von Lehrenden Universität Hildesheim, Deutschland Problemlösen autistischer Grundschulkinder Universität Duisburg-Essen, Deutschland Aspekte professioneller Kompetenz von Grundschullehrkräften zum Lehren und Lernen des mathematischen Problemlösens PH Ludwigsburg, Deutschland „Mathematik entdecken“ initiieren, heterogenitätssensibel begleiten und unterstützen PH Weingarten, Deutschland Kollaborative Zuordnungsaktivitäten in der Grundschule: Eine epistemologische und partizipatorische Untersuchung zur Förderung des Multiplikationsverständnisses MLU Halle-Wittenberg, Deutschland Virtuelles Klassenzimmer Mathematik (VKZM) – Didaktik lernen durch Interaktion im virtuellen Raum Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Iterative Weiterentwicklung der App Maßzahlen unter Einbezug von Studierendenrückmeldungen 1Universität des Saarlandes, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland Begabungsförderung im digitalen Lehr-Lern-Labor - Das Projekt Digitale Drehtür Wuppertal Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Personalisierte Unterstützung für Diagnostizieren und Intervenieren in Mathematik 1Technische Universität München; 2Ludwig-Maximilians-Universität München Vom Pixel zum Gefühl: Anhand der Emotionserkennung die Mathematik hinter Künstlichen Neuronalen Netzen entdecken Karlsruher Institut für Technologie, Deutschland |
| 15:00 - 15:30 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 15:30 - 18:00 | Mitgliederversammlung Ort: Hörsaal 33 |
| 19:00 | Gesellschaftsabend Ort: Brauhaus Wuppertal Feiern Sie mit uns den Gesellschaftsabend der GDM 2026 im einzigartigen Ambiente des Wuppertaler Brauhauses – einer ehemaligen Schwimmhalle mit besonderem Flair. Freuen Sie sich auf ein vielfältiges kulinarisches Angebot an mehreren Foodstationen, erfrischende Getränke und entspannte Gespräche in geselliger Atmosphäre. Für musikalische Highlights sorgen die Live-Band Local Hasards und ein DJ, der bis in die Nacht für Stimmung sorgt. Genießen Sie einen festlichen Abend voller Begegnungen, Musik und guter Laune – wir freuen uns auf Sie! |
| Datum: Freitag, 06.03.2026 | |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 01: Aktuelle Forschung zu mathematischen Begabungen Ort: Senatssaal Chair der Sitzung: Matthias Brandl, Universität Passau Chair der Sitzung: Ralf Benölken, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Lukas Donner, Universität Göttingen Chair der Sitzung: Peter Kaiser, Eberhard Karls Universität Tübingen Chair der Sitzung: Moritz Zehnder, Universität Bayreuth |
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9:00 - 9:30
Förderung mathematischer Begabung unter Bedingungen von Digitalität – Das Beispiel der "Digitalen Drehtür Wuppertal" Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Der Beitrag stellt das Projekt „Digitale Drehtür Wuppertal“ als Ansatz zur Förderung mathematischer Begabung unter Bedingungen von Digitalität vor. Auf Basis etablierter Drehtür- und Enrichment-Modelle wird ein digitales Förderkonzept skizziert, das asynchrone Lernangebote, Live-Sitzungen und projektorientiertes Arbeiten verbindet. Erste Evaluationsergebnisse deuten auf positive Kompetenzzuwächse bei beteiligten Lehramtsstudierenden hin und unterstreichen das Potenzial digitaler Drehtürmodelle. 9:30 - 10:00
Lösungsansätze und Strategien von besonders begabten Schüler:innen unterschiedlichen Alters und was wir daraus für die Förderung lernen können Universität Hamburg, Deutschland In der Förderung mathematisch besonders begabter Schüler:innen setzen wir Problemstellungen ein, die sowohl in der Primar- als auch in der Sekundarstufe bearbeitet werden können (Progressive Forscheraufgaben, ProFa). In einer Studie haben wir anhand einer Aufgabenstellung überprüft, wie sich Lösungsräume und -Strategien von der dritten bis zur siebten Klasse unterscheiden. Die Ergebnisse zeigen eine wachsende Nutzung anspruchsvoller mathematischer Denkweisen und Lösungsstrategien. Die Vorgehensweisen der älteren Schüler:innen geben Hinweise für die Förderung der jüngeren. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 02: Zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen - Potenziale von Bewegungen für mathematische Lernprozesse Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Lena Radünz, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Thomas Rottmann, Universität Bielefeld |
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9:00 - 9:45
Wie Bewegungen des eigenen Körpers die Perspektivübernahme beim Arbeiten mit dem Blue-Bot als Lernroboter unterstützen können – Der Fall von Lisa Universität zu Köln, Deutschland Die Fähigkeit zur Perspektivübernahme ist auch im Alltag immer wieder relevant. Um sich die Perspektivübernahme zu erleichtern, scheinen Bewegungen des eigenen Körpers eine zentrale Rolle zu spielen. Offen ist die Frage, welche Rolle sie bei der Förderung der Fähigkeit zur Perspektivübernahme durch den Einsatz von Lernrobotern spielen können. In einer qualitativen Studie wurde daher untersucht, welche physischen Handlungen Kinder zur Perspektivübernahme beim Arbeiten mit dem Blue-Bot heranziehen. Der Fall von Lisa illustriert die Vielfalt möglicher hilfreicher Bewegungen. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 03: Beweis- und Argumentationsprozesse Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Meyer, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Eva Müller-Hill, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Silke Neuhaus-Eckhardt, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes |
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9:00 - 9:30
Verständnis der Funktionen von Beweisen für die Gültigkeit von Allaussagen bei Studienanfänger*innen LMU München, Deutschland Die Gültigkeit einer Allaussage ist äquivalent zur Nicht-Existenz von Gegenbeispielen. Beweise stellen beides sicher. Wir untersuchen, inwiefern N = 93 Studienanfänger*innen konsistente Überzeugungen bzgl. der Gültigkeit einer Allaussage, der Nicht-Existenz von Gegenbeispielen und der Gültigkeit eines Beweises zeigen. Einige Teilnehmende glauben trotz eines gültigen Beweises an die Existenz von Gegenbeispielen und geben konkrete (vermeintliche) Gegenbeispiele an. Zur Validierung beziehen sich viele auf den Aussageninhalt und nicht auf allgemeine Prinzipien zu den Funktionen von Beweisen. 9:30 - 10:00
CAS reloaded: Aktuelle Befunde zur digitalen Unterstützung der Beweisprozesse in der Hochschulmathematik Universität Erfurt, Deutschland Vor dem Hintergrund, dass Gymnasiasten in Thüringen CAS verbindlich einsetzen und hierdurch über ausgeprägte digitale Kompetenzen verfügen, bzw. dass Lehramtsstudierende der Mathematik gerade zu Beginn ihres Studiums oft Schwierigkeiten mit formalen Beweisen haben, wurde im Studienjahr 2024/25 ein Projekt zum Einsatz von CAS bei Beweisprozessen in der Hochschulmathematik durchgeführt. Im Vortrag werden Forschungsbefunde aus dem zweiten Durchlauf im Sommersemester 2025 präsentiert sowie im Hinblick auf die Veränderung der universitären Lehre kritisch diskutiert. 10:00 - 10:30
Proof Frameworks: theoretische und empirische Analyse einer Unterstützungsmaßnahme zur Beweiskonstruktion Philipps-Universität Marburg, Deutschland Unser Forschungsprojekt setzt die Idee der Proof Frameworks von Selden und Selden in Form von Scaffolds um, die Studierende in der Studieneingangsphase bei der Beweiskonstruktion unterstützen sollen. Wir möchten dabei Aufschluss darüber erhalten, welche Funktionen solche Scaffolds erfüllen können. Zu diesem Zweck untersuchen wir die Wirkung der Scaffolds sowohl theoretisch-analytisch als auch qualitativ-empirisch anhand von Aufzeichnungen von Studierenden beim Konstruieren von Beweisen. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 04: Computational Thinking im Mathematikunterricht - Diagnose und Förderung Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Carina Büscher, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Jens Dennhard, PH Heidelberg Chair der Sitzung: Saskia Schreiter, PH Schwäbisch Gmünd |
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9:00 - 9:45
Zwischen Steckwürfeln und Scratch: Zur Wahl der Repräsentationsebene beim Lösen von Aufgaben zum Euklidischen Algorithmus Universität Duisburg-Essen, Deutschland Im Beitrag wird untersucht, welche Darstellungen Schülerinnen und Schüler beim Lösen vertiefender Aufgaben zum Euklidischen Algorithmus nutzen und welche Gründe dafür maßgeblich sind. Eine qualitative Inhaltsanalyse von task-based Interviews mit Lernenden der sechsten Jahrgangsstufe zeigt, dass diese flexibel zwischen enaktiven, visuellen, tabellarischen und digitalen Repräsentationen wechseln. Die Wahl wird von Anschaulichkeit, Effizienz, Präferenz und Aufgabentyp beeinflusst und verdeutlicht die Bedeutung vielfältiger Darstellungsformen für das Verständnis von Algorithmen im Fachunterricht. 9:45 - 10:30
Game-Design als Zugang zum mathematischem Problemlösen 1Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz; 2Universität Basel; 3University of Colorado Boulder Aufbauend auf Paperts konstruktionistischem Ansatz untersucht dieser Beitrag, welche Formen mathematischen Problemlösens von Lernenden der sechsten Jahrgangsstufe sich beim Programmieren von Spielen mit Zufallselementen zeigen. Vier Schülerpaare gestalteten ein Whac-a-Mole-Spiel. Die Analyse von Videodaten und Stimulated-Recall-Interviews zeigt: Der Design-Prozess folgt iterativen, zyklischen Mustern, in denen Phasen wie das Planen, Implementieren, Testen und Evaluieren mehrfach durchlaufen werden. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 05: Data Science Education im Mathematikunterricht: Wege und Perspektiven Ort: Seminarraum I.14.75 Chair der Sitzung: Karin Binder, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Daniel Frischemeier, Universität Münster Chair der Sitzung: Sarah Schönbrodt, Paris Lodron Universität Salzburg |
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9:00 - 9:45
Statistisch signifikant - also ist Zufall ausgeschlossen? Konzeption einer Interventionsstudie zur Einführung von Signifikanztests mit Simulationen Universität Paderborn, Deutschland Im Zusammenhang mit Signifikanztests und p-Werten sind viele Missvorstellungen und -interpretationen gut belegt. Um diese zu überwinden und ein konzeptionelles Verständnis statistischer Inferenz aufzubauen, wird in der Literatur die Einführung statistischer Inferenz mittels Simulationen diskutiert. Der vorliegende Beitrag präsentiert die Konzeption einer Interventionsstudie, in welcher Simulationen zur Einführung von Signifikanztests und p-Werten genutzt werden. Im Vortrag werden zudem erste Ergebnisse aus einer Pilotierung vorgestellt. 9:45 - 10:30
Fast and Frugal Trees im Vergleich zu anderen Inferenzma-schinen PH Ludwigsburg, Deutschland Ein Fast-and-Frugal-Tree (FFT) ist eine Repräsentation von Klassifikations- oder Entscheidungsschritten in Form eines sehr einfachen Baumdiagramms. Gegenüber anderen Inferenzmechanismen zeichnet sich ein solcher Baum dadurch aus, dass Klassifikationen und Entscheidungen sehr einfach sind und sich mit geringen Eingangsinformationen schnell aus-führen lassen, während ihre prädiktive Kraft sehr hoch ist. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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9:00 - 9:45
Sprechen oder tippen? Reichhaltigkeit von Lernendenantworten im digitalen, formativen Assessment zu Bruchverständnis 1Technische Universität Dortmund; 2IPN – Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Berlin/Kiel Der Beitrag untersucht, wie die Eingabeform (Tippen vs. Sprechen) die Reichhaltigkeit von Lernendenantworten in einem digitalen formativen Assessment zum Bruchverständnis beeinflusst. Im Mathe-sicher-können–Online-Check bearbeiteten 50 Sechstklässler Aufgaben zu Brüchen, drei Items schriftlich, drei per Spracheingabe. 77 mündliche und 68 schriftliche Antworten wurden qualitativ auf Sprachhandlungen und Verstehenselemente analysiert. Mündliche Antworten erweisen sich als sprachlich, fachlich und diagnostisch reichhaltiger. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 07: Fachliche Kompetenzen im Lehramtsstudium Mathematik Ort: Seminarraum V.08.001 Chair der Sitzung: Frank Feudel, Humboldt-Universität zu Berlin Chair der Sitzung: Erik Hanke, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd |
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9:00 - 9:45
Mathematische Arbeitsweisen als Problemfeld für Lehramtsstudierende Universität Augsburg, Deutschland Die vorgestellte Studie untersucht, wie Studierende des gymnasialen Lehramts offene mathematische Problemstellungen bearbeiten. In einem Seminar haben 25 Studierende ihre Lösungsprozesse zu algebraischen Problemen schriftlich dokumentiert. Die Bearbeitungen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und hinsichtlich verwendeter Arbeitsweisen analysiert. Es wurde ein Kategoriensystem mit drei Hauptkategorien entwickelt und darauf aufbauend Ausprägungsgrade bestimmt. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen den Studierenden, die zur Typenbildung genutzt werden konnten. 9:45 - 10:30
Unterschiede in motivationalen Merkmalen in der Studieneingangsphase zwischen Standorten und Studiengängen 1Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; 2Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; 3Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Um das Phänomen einer wahrgenommenen doppelten Diskontinuität abzumildern, werden in fachwissenschaftlichen Veranstaltungen teils schulbezogene Aufgaben eingesetzt. Der Beitrag gibt Einblicke in die Begleitstudie einer entsprechenden Lehrinnovation mit 132 Mathematikstudierenden des ersten Semesters zweier deutscher Universitäten. Betrachtet wird die Ausgangslage bezüglich motivationaler Variablen wie mathematisches Selbstkonzept und Interesse sowie die Wahrnehmung einer doppelten Diskontinuität, wobei standort- und studiengangbezogene Unterschiede fokussiert werden. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 08: Frühe mathematische Bildung Ort: Seminarraum I.14.60 Chair der Sitzung: Julia Bruns, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Miriam Lüken, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Stephanie Schuler, RPTU in Landau |
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9:00 - 9:45
Facetten des Teile-Ganzes-Verständnisses im fachschulischen Unterricht angehender Erzieher*innen Universität Paderborn, Deutschland Das Teile-Ganzes-Verständnis (TGV) ist eine zentrale Voraussetzung späterer mathematischer Kompetenzen und sollte bereits im Elementarbereich gefördert werden. Entsprechend ist eine Thematisierung im fachschulischen Unterricht angehender Erzieher*innen bedeutsam. Die qualitative multiple-case Fallstudie untersucht anhand zweier Fachschullehrkräfte der Qualifizierung „QuaMath – FmB an Fachschulen“, welche Facetten des TGV (Resnick, 1992) im Unterricht aufgegriffen werden. Ergebnisse zeigen, dass beide Lehrkräfte zentrale Elemente des TGV einbeziehen, jedoch unterschiedliche Schwerpunkte setzen. 9:45 - 10:30
Facetten mathematikdidaktischer Kompetenz und ihre Bedeutung für die mathematikspezifische Interaktionsqualität frühpädagogischer Fachkräfte in Spielsituationen 1Universität Paderborn, Deutschland; 2Universität Osnabrück, Deutschland Die Interaktion zwischen Fachkraft und Kind ist entscheidend für mathematische Lernprozesse in der Kita. Um Interaktionen adaptiv zu gestalten, gelten das mathematikdidaktische Wissen (MPCK) sowie die Fähigkeit zur situativen Beobachtung und Wahrnehmung (SBW) der Fachkräfte als bedeutsam. Die Studie untersucht, inwiefern fortbildungsbedingte Entwicklungen in MPCK und SBW zu Entwicklungen in der Interaktionsqualität von N = 151 Fachkräften führen. Ergebnisse der Varianzanalysen legen nahe, dass die Entwicklung beider Facetten mit positiven Entwicklungen in der Interaktionsqualität einhergehen. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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9:00 - 9:45
Das Schätzen von Längen in der Grundschule - Indikatoren von Schätzkompetenz und ihre Einflussfaktoren Universität Rostock, Deutschland Obwohl es in vielen Situationen im Alltag – z. B. im Straßenverkehr – wichtig ist, Längen nicht nur möglichst genau, sondern gleichzeitig auch möglichst schnell schätzen zu können, wurde die Längenschätzgeschwindigkeit von Grundschulkindern bislang noch nicht als Indikator für Schätzkompetenz in den Blick genommen. Die im Vortrag vorgestellte Studie untersucht, inwieweit die Längenschätzgenauigkeit und -geschwindigkeit von Viertklässlerinnen und Viertklässlern miteinander zusammenhängen und welche Faktoren die beiden Komponenten beeinflussen. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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9:00 - 9:45
"Shí bedeutet immer zehn" - Einbezug von Mehrsprachigkeit in den alltäglichen Mathematikunterricht der Grundschule Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Viele Kinder wachsen mehrsprachig auf, allerdings wird ihre Mehrsprachigkeit bisher nur selten gezielt in den Mathematikunterricht an Grundschulen einbezogen. Studien weisen allerdings auf Chancen durch den Einbezug von Mehrsprachigkeit hin. Im Promotionsprojekt wird untersucht, inwiefern die Mehrsprachigkeit von Lernenden bereits in den ersten beiden Schuljahren in alltäglichen Mathematikunterricht einbezogen werden kann und welche Chancen und Herausforderungen dabei entstehen. Erste empirische Daten werden vorgestellt. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 13: Lernen, Lehren und Forschen mit digitalen Medien im Mathematikunterricht der Primarstufe Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes Chair der Sitzung: Aileen Steffen-Delplanque, Universität Osnabrück |
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9:00 - 9:30
Erfassung des technologiebezogenen fachdidaktischen Wissens angehender Grundschullehrkräfte am Beispiel multiplikativen Denkens PH Schwäbisch Gmünd, Deutschland Der Vortrag bietet einen Einblick in ein Forschungsprojekt, welches die direkte Erfassung technologiebezogenen fachdidaktischen Wissens (TPCK) angehender Grundschullehrkräfte durch ein vignettenbasiertes Testinstrument untersucht, um Verzerrungen durch Selbstauskünfte zu vermeiden. Da TPCK kontextgebunden ist, wird am Beispiel des multiplikativen Denkens untersucht, inwiefern TPCK von angehenden Grundschullehrkräften vignettenbasiert erfasst werden kann. Der Vortrag schließt mit ersten empirischen Befunden sowie einem Ausblick auf das weitere Forschungs- und Entwicklungsvorgehen. 9:30 - 10:00
Überzeugungen von angehenden Fach- und Lehrkräften zu digitalen Werkzeugen– Entwicklung eines Seminarkonzepts zu Bodenrobotern RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Lernangebote (LA) mit Bluebots können bereits bei jungen Kindern Programmierfähigkeiten fördern. Doch wie können Studierende dazu befähigt werden, LA zu digitalen Werkzeugen zu gestalten? Dazu wurde ein Seminarkonzept entwickelt, das sich an Studierende des Grundschullehramts und der Erziehungswissenschaften richtet. Ziel war die kooperative Entwicklung und Erprobung von LA in der Kita durch die beiden Gruppen und der Aufbau professioneller Kompetenzen (Wissen, Einstellungen) bei den Studierenden. Im Vortrag werden erste Ergebnisse der Begleitforschung vorgestellt. 10:00 - 10:30
„Ich glaube kaum, dass er uns das sagt“ – Die Nutzung des KI-Tutors Knobelix durch Lernende beim Problemlösen Technische Universität Dresden, Deutschland Der Einsatz großer Sprachmodelle beim Mathematiklernen in der Primarstufe wird vielfältig diskutiert und zugleich noch selten erforscht. Die vorliegende Studie nimmt deshalb die Nutzung des KI-Tutors "Knobelix" durch mathematisch interessierte Kinder beim Problemlösen in den Blick. Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, welche verschiedenen KI-Nutzungsweisen die Lernenden verfolgen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Nutzung von Knobelix, im Vergleich zu einem gängigen KI-Chatbot, zu einer inhaltlichen Erweiterung bisher bekannter KI-Nutzungsweisen führt. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 14: Produktive und effektive Einbindung digitaler Medien im Mathematikunterricht in der Sekundarstufe Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Hoang Nguyen, Universität Münster Weitere Leitung: Malina Abraham, Sofia Bielinski |
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9:00 - 9:45
Der Erwerb konzeptuellen Wissens zu Boxplots in einer digitalen zweiphasigen Lernumgebung: Effekte von Medium und Refutationstexten Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Zur Bedeutung der Boxgröße erwerben Lernende häufig Fehlvorstellungen und nehmen an, dass eine größere Box mehr Datenpunkte repräsentiere. Eine Interventionsstudie (2×2-Prä-Post, N=200) untersucht, wie (1) dynamische Instruktion und (2) Refutationsbeispiele den konzeptuellen Wissensaufbau in einer digital-gestützten Lernumgebung unterstützen. Es werden positive Haupteffekte und eine Interaktion erwartet, bei der Refutation von der kognitiven Entlastung der dynamischen Instruktion profitiert. Zudem wird erwartet, dass die Nutzung einer vorherigen Explorationsphase die Effektstärken moderiert. 9:45 - 10:30
Dynamische Multirepräsentationstools sind kein Selbstläufer - Explizite Strukturfokussierung zum Verständnisaufbau Technische Universität Dortmund, Deutschland Dynamische Multirepräsentationstools zeigen durch die Möglichkeit, Veränderungen simultan in mehreren Darstellungen zu verknüpfen, Potenziale den Verständnisaufbau im Mathematikunterricht zu unterstützen. Dieser Beitrag fokussiert, inwieweit die Einbindung von Multirepräsentationstools im Sinne der fachdidaktischen Designprinzipien Darstellungsvernetzung und Kommunikationsförderung produktiv zum Verständnisaufbau beitragen kann. Dies geschieht am Beispiel von zwei Lehr-Lernumgebungen: dem dynamischen Punktefeld und dem dynamischem Gewichte-Tool. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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9:00 - 9:30
Wird die Wirkung einer Weiterbildung zu Peer- & Self-Assessment auf das mathematische Lernen der Schüler:innen durch das mathematische Professionswissen vermittelt? - Eine randomisierte Kontrollstudie 1Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule St. Gallen, Schweiz; 3Pädagogische Hochschule Luzern, Schweiz Formatives Peer-/Self-Assessment hat das Potenzial, Lernen positiv zu beeinflussen. Zu dessen Umsetzung benötigen Lehrpersonen Professionswissen, das nicht ausreichend vorhanden ist. Deshalb entwickelte das FORMA-Projekt eine Weiterbildung, um die mathematikdidaktische und pädagogische Kompetenz der Lehrpersonen (n=96) zu Peer-/Self-Assessment zu fördern. Der Vortrag zeigt Effekte dieser interdisziplinären Intervention auf das fachliche Lernen der Schüler:innen (n=1525). Mittels Mediatoranalyse wird geprüft, ob das Professionswissen die Wirksamkeit der Weiterbildung auf das Lernen vermittelt. 9:30 - 10:00
Professionelles Lernen von Lehrkräften als Aneignung diagnostischer Kategorien im sprachbildenden Fachunterricht TU Dortmund, Deutschland Diagnosepraktiken von Mathematiklehrkräften sind geprägt von den diagnostischen Kategorien, die sie für das Wahrnehmen und Interpretieren aktivieren. Im Beitrag wird untersucht, inwiefern eine Fortbildung die Priorisierung von diagnostischen Kategorien zu sprachlichen Aspekten von Lernendenerklärungen verschiebt. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 16: Schulbücher und andere curriculare Ressourcen Ort: Hörsaal 31 Chair der Sitzung: Henning Sievert, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Sebastian Rezat, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel |
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9:00 - 9:45
Übergreifende Themen in österreichischen Mathematikschulbüchern 1Universität Klagenfurt; 2Universität Graz; 3Pädagogische Hochschule Steiermark; 4Universität Wien Seit 2023 ist die Integration übergreifender Themen (ÜT) in allen Fächern in Österreich verpflichtend. Die Analyse von fünf Mathematikschulbüchern der 5. Schulstufe untersucht, wie häufig ÜT in Schulbüchern auftreten und in welchen Kompetenzbereichen sie verortet sind. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede in der Häufigkeit der aufgegriffenen ÜT, der Verteilung in den einzelnen Schulbüchern und Über- bzw. Unterrepräsentationen in verschiedenen Kompetenzbereichen. Die Ergebnisse liefern keine Auskunft über die Erreichbarkeit von ÜT und bilden daher die Grundlage für eine qualitative Analyse. 9:45 - 10:30
Digitale Mathematikschulbücher zwischen Innovation und Zugänglichkeit Universität Münster, Deutschland Wie können digitale Mathematikschulbücher ihr didaktisches Potenzial voll ausschöpfen und zugleich für alle zugänglich gestalten werden? Der Beitrag stellt Guidelines aus dem Projekt DEM vor und illustriert sie an einem Prototyp zu funktionalen Zusammenhängen. Aus den Perspektiven Technik, Barrierefreiheit und Didaktik vereint der Prototyp die Umsetzung von UDL-Prinzipien und konkreten Barrierefreiheitskriterien mit dynamischen Visualisierungen, die exemplarisch das didaktische Potenzial digitaler Mathematikschulbücher im Spannungsfeld zwischen Innovation und Zugänglichkeit verdeutlichen. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 17: Vorstellungsorientierter Mathematikunterricht in der Sek II Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Susanne Digel, RPTU Kaiserslautern-Landau Chair der Sitzung: Gilbert Greefrath, Universität Münster Chair der Sitzung: Lena Wessel, Universität Paderborn |
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9:00 - 9:30
Normative Grundvorstellungen zu Begriffen der Schulkombinatorik Universität zu Köln, Deutschland Basierend auf dem Herleitungsverfahren von Salle und Clüver (2021) stellt der Beitrag normative Grundvorstellungen zur Variation als Grundfigur der abzählenden Kombinatorik vor. Dabei wird nicht nur untersucht, inwiefern grundlegende Zählprinzipien hinter den Grundfiguren zu einem flexiblen Verständnisaufbau beitragen, sondern auch wie die verschiedenen Denkmodelle Urnen-, Teilchen-Fächer- und Wortmodell mit ihren impliziten Handlungsvorstellungen von Auswählen, Ver- und Aufteilen das Lösen von Anzahlbestimmungsproblemen unterstützen. 9:30 - 9:55
Von der mittleren zur lokalen Änderungsrate: Eine Entwicklungsforschungsstudie zur fach- und sprachintegrierten Förderung Universität Duisburg-Essen, Deutschland Seit Jahrzehnten wird der Analysisunterricht aufgrund seiner Kalküllastigkeit kritisiert. Gefordert wird ein an Verstehens- und Vorstellungsorientierung ausgerichteter Analysisunterricht. Das Dissertationsprojekt hat zum Ziel, eine Lernumgebung zur sprach- und fachintegrierten Förderung zum Übergang von der mittleren zur lokalen Änderungsrate zu entwickeln. Es wird die Frage adressiert, welche Sprachmittel zum Verstehen des Übergangs von Relevanz sind, welche konzeptuellen Schwierigkeiten im Rahmen des Grenzwertprozesses auftreten und welche empirischen Prozesse sich rekonstruieren lassen. 9:55 - 10:20
Numerisch zuerst – eine Gemeinsamkeit der Erzählungen zu Oberstufenthemen im MaTeGnu-Projekt RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Es wird der Begriff der Erzählung aus der Narratologie als mathematikdidaktischer Begriff vorgeschlagen und präzisiert, wobei sich zeigt, dass er den Grundvorstellungsbegriff ergänzt. Mit diesem begrifflichen Werkzeug werden übergreifende Aspekte des Projektes MaTeGnu kurz analysiert, das den Erwerb von Grundvorstellungen in der Sek II digital sinnvoll unterstützt. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 18: Sprachbildung im Mathematikunterricht Ort: Seminarraum W.12.011 Chair der Sitzung: Melina Fabian, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Olga Lomas, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Jessica Mähnert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
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9:00 - 9:45
Zur sprachbezogenen Selbstwirksamkeit beim Mathematiklernen Universität zu Köln, Deutschland Diese Studie erhebt durch einen Fragebogen Selbstwirksamkeitseinschätzungen in den Sprachdomänen Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen in mathematikspezifischen und allgemeinsprachlichen Situationen. Die Ergebnisse zeigen eine niedrige Selbstwirksamkeit beim Sprechen und Schreiben sowie Unterschiede in allgemeiner und mathematikspezifischer sprachbezogener Selbstwirksamkeit. Lehramtsstudierende weisen eine geringere Selbstwirksamkeit auf als Sekundarstufenschüler*innen. Regressionsanalysen identifizierten weitere bedeutsame Prädiktoren der sprachlichen Selbstwirksamkeit. |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 20: Erklärvideos zum Lehren und Lernen von Mathematik Ort: Hörsaal 27 Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Martin Ohrndorf, Universität Bremen Chair der Sitzung: David Schwarzkopf, Otto-Friedrich-Universität Bamberg |
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9:00 - 9:45
Animierte Erklärvideos zur Elaboration von concept images in Analysis-Vorlesungen Technische Universität Darmstadt, Deutschland Das Bilden neuer Begriffe und der Erwerb zugehöriger Vorstellungen folgt in beweiszentrierten Mathematikvorlesungen grundsätzlich anderen Mustern als im schulischen Mathematikunterricht. Um Studierende bei der Entwicklung von Vorstellungen zu Grundbegriffen der Analysis zu unterstützen und gezielt Einfluss auf mit diesen Begriffen assoziierte concept images zu nehmen, erörtern wir die Potentiale des Einsatzes von animierten Erklärvideos. Zudem erläutern wir unser Vorgehen bei der Produktion entsprechender Videos unter stoff- und mediendidaktischen Gesichtspunkten. 9:45 - 10:30
Verstehensillusion beim Lernen des Grenzwertbegriffs an der Hochschule mit Erklärvideos Universität Kassel, Deutschland Unter Verstehensillusion versteht man das Phänomen, dass Lernende ihr eigenes Verständnis überschätzen. Es wird untersucht, inwiefern die explizite Ansprache typischer Fehlvorstellungen in Erklärvideos Verstehensillusionen reduziert. Dazu wurde ein dreigruppiges Prä-Post-Experiment zum Grenzwertbegriff durchgeführt und die Metacomprehension Accuracy (wie präzise Lernende ihr eigenes Verständnis einschätzen) erhoben. Erste Ergebnisse zeigen jedoch, dass Lernende ihr Verständnis trotz thematisierter Fehlvorstellungen weiterhin überschätzen und sich die Verstehensillusion sogar verstärkt. |
| 9:10 - 9:45 | Anregung reichhaltiger mathematischer Diskurse durch LLM-basierte Teachable Agents Hanna Eckhardt Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Die Vermittlung kognitiv anspruchsvoller Inhalte erfordert interaktive Lerngelegenheiten, in denen Lernende ihre Denkprozesse sprachlich explizieren und weiterentwickeln können. Im Unterrichtsalltag fehlen gleichwohl Gelegenheiten, um solche produktiven Sprachhandlungen zu ermöglichen. Der Beitrag greift den Ansatz LLM-basierter Teachable Agents auf, die Lernende gezielt dazu auffordern, mathematische Konzepte und Zusammenhänge mündlich zu erklären. Es wird untersucht, inwiefern auf diese Weise reichhaltige Diskurse zur Förderung von mathematischem Verstehen angeregt werden können. |
| 9:10 - 9:45 | Dialogische Lernprozesse im Mathematikunterricht – Einblicke in die Analyse von Lerntagebüchern Alexandra Rezmer, Brigitte Lutz-Westphal Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Innerhalb des Lehr-Lern-Kontexts werden Dialoge gemeinhin als interpersonelle Prozesse betrachtet. Das Dialogische Lernkonzept nach Ruf & Gallin fokussiert zusätzlich auf eine intrapersonelle Dimension. Vor dem Austausch mit anderen ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Fachinhalt erforderlich, die auch als Dialog mit der Sache bezeichnet wird. In dem Beitrag wird eine qualitative Inhaltsanalyse von Äußerungen von Lernenden in Lerntagebüchern vorgestellt und im Kontext des Dialogverständnisses diskutiert. |
| 9:10 - 9:45 | Fehlvorstellungen und Grundlagen des Dezimalbruchverständnisses - Eine Standortbestimmung im sechsten Schuljahr an Gesamtschulen Johannes Kiskemper Ort: Seminarraum K2 |
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Dezimalbrüche sind im Alltag sowie in zahlreichen Berufsfelder allgegenwärtig. Dennoch haben viele Lernende Schwierigkeiten beim Aufbau eines tragfähigen Dezimalbruchverständnisses. Die Studie mit 199 Lernenden untersucht das Auftreten typischer Fehlvorstellungen sowie Zusammenhänge zwischen dem Vorwissen im Stellenwert- und Bruchverständnis mit den Kompetenzen im Dezimalbruchverständnis. Die Ergebnisse zeigen, dass die Komma-trennt-Vorstellung die häufigste Fehlvorstellung darstellt und das untersuchte Vorwissen signifikant mit dem Dezimalbruchverständnis zusammenhängt. |
| 9:10 - 9:45 | Konzeptuelles Verständnis von Mathematiklehramtsstudierenden zu schulmathematischen Inhalten Silvia Schöneburg-Lehnert, Susanne Dögnitz Ort: Seminarraum K4 |
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Das Verständnis für schulmathematische Konzepte ist für Lehrkräfte zentral, damit es gelingt fehlerhafte Alltagskonzepte von Lernenden zugunsten korrekter Vorstellungen zu verändern. Doch inwieweit haben Mathematiklehramtsstudierende des 5. Semesters diese Fehlkonzepte überwunden und inwieweit gelingt es ihnen korrekte Vorstellungen auch unter Zeitdruck abzurufen? Diese Fragen sollen im Vortrag für die Teilbereiche Brüche, Algebra, Stochastik, Geometrie und natürliche Zahlen diskutiert werden. |
| 9:10 - 9:45 | Problem-Posing trifft Modellieren: Die Schüler-Accounts von MathCityMap Philipp Larmann, Simone Jablonski, Simon Barlovits, Matthias Ludwig Ort: Seminarraum K1 |
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Im Beitrag wird die Verbindung von Problem-Posing und mathematischem Modellieren im realweltlichen Setting dargestellt. Als Werkzeug für eine unterrichtspraktische Umsetzung, die diese Verbindung in den Blick nimmt, werden die Schüler-Accounts von MathCityMap vorgestellt. Lernende erstellen, strukturiert durch die Schüler-Accounts, eigene Aufgaben zu realen Objekten und überprüfen diese kollaborativ. Zwei Evaluationszyklen mit Lehrkräften zeigen eine hohe Motivation der Lernenden bei der Arbeit mit den Schüler-Accounts sowie vermehrt auftretende modellierungshaltige Aufgaben. |
| 9:55 - 10:30 | "Ist das jetzt eine Praktik oder nicht?" – Zur Konturierung des Praktikbegriffs aus interaktionistischer Perspektive Sebastian Kollhoff Ort: Seminarraum K4 |
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Der Beitrag zielt auf eine begriffliche Ausschärfung des Praktikbegriffs aus interaktionistischer Perspektive. Im Zentrum steht dessen theoretische Konzeptualisierung und systematische Charakterisierung, die es erlaubt, innerhalb eines Forschungszusammenhangs analytisch zwischen Praktiken, Aktivitäten und Handlungen zu differenzieren. |
| 9:55 - 10:30 | Bestimmung von Schwellenwerten in Screening-Instrumenten für den Mathematikunterricht: Potenziale und Grenzen eines datengetriebenen klassenanalytischen Ansatzes Léon Brings, Michael Kleine Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Der Beitrag diskutiert eine datengetriebene Cut-off-Setzung für Mathematik-Screenings mittels latenter Klassenanalyse. Unter explizierten Annahmen werden geordnete Leistungsklassen aus den Itemantwortmustern geschätzt und Summenscore-Schwellen als Schnittpunkte posteriorer Klassenwahrscheinlichkeiten regelgeleitet bestimmt. Das DiToM-Screening 6+ (n=1010) zeigt bei einer latenten Klassenanalyse mit k=3 Cut-off-Scores bei 34 und 54 Punkten; Bootstrap-Analysen zeigen enge Konfidenzintervalle. Der Ansatz ist Reproduzierbar, verlangt jedoch eine theoriegeleitete Profilinterpretation der Klassen. |
| 9:55 - 10:30 | Hypothesenbildung in Entdeckungskontexten zum Funktionsbegriff mit der digitalen Lernumgebung Math-Nodes Nicolas Regel Ort: Seminarraum K2 |
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Der Beitrag stellt die digitale Lernumgebung Math-Nodes vor, in der Funktionen als Maschinen dargestellt und in einer am flow-based programming orientierten Oberfläche verkabelt werden. Untersucht werden Vorgehensweisen von Lernenden bei der Hypothesenbildung in offenen Entdeckungskontexten zum Funktionsbegriff. Anhand einer exemplarischen Aufgabenbearbeitung zur Funktionskomposition wird gezeigt, wie Hypothesen im Zusammenspiel aus Exploration und abduktiver Einsicht entstehen. Zur Analyse dienen das Modell Scientific Discovery as Dual Search sowie die epistemischen Schlussformen nach Peirce. |
| 9:55 - 10:30 | Von der Konzeption zur Datenanalyse: Entwicklung und Evaluation einer Lerneinheit zu ganzen Zahlen an Leitgedanken Sabine Kühn Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Natürliche Differenzierung ermöglicht individuelles Lernen, erschwert aber oft die gemeinsame Reflexion. Das Konzept der „Leitgedanken“ begegnet dem, indem es den fachlichen Kern bündelt. Der Vortrag stellt Konzeption und Erprobung einer Lerneinheit zu ganzen Zahlen vor. Die Analyse von 56 Lernendendokumente gibt anhand eines Kategoriensystems Einblicke, wie sich Vorstellungen entwickeln und welche Erklärungsebenen sowie Zugänge die Lernenden nutzen. |
| 9:55 - 10:30 | Wirkungen von Lernvideos auf Strategiewissen, Skizzenqualität und Modellierungsleistung im Bereich Geometrie Oliver Baumann, Johanna Schönherr, Pia Gödecke, Jascha Quarder, Stanislaw Schukajlow, Maike Schindler, Werner Blum Ort: Seminarraum K1 |
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Das eigenständige Erstellen von Skizzen beim Modellieren gilt als hilfreich, jedoch verfügen Lernende häufig über begrenztes Strategiewissen zu Skizzen. Diese Studie untersucht Effekte konventioneller und blickbewegungsgestützter Lernvideos auf Strategiewissen, Skizzenqualität und Modellierungsleistung. In einer Prä-Post-Studie mit 332 Lernenden der 9. und 10. Jahrgangsstufe wurden beide Lernvideos mit einer Kontrollbedingung verglichen. Die Ergebnisse zeigen keine positiven Effekte der Lernvideos, was u. a. auf fehlende Übungsgelegenheiten oder fehlerhaften Transfer hindeuten könnte. |
| 10:30 - 11:00 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 10:45 - 12:15 | Erste eigenständige fachdidaktische Vorlesungen gestalten Ort: Seminarraum MI.13.05 Chair der Sitzung: Kirstin Erath, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Endlich ist es so weit, für das kommende Semester ist die erste eigenständig gehaltene fachdidaktische Vorlesung geplant. In die Vorfreude mischen sich jedoch auch viele Fragen zur Auswahl der Inhalte, zur allgemeinen Gestaltung (roter Faden, Praxisbezug, Grad der Aktivierung der Studierenden usw.) und zur Einbettung der Vorlesung in den Studienverlauf. Im Workshop wird gemeinsam an Antworten auf diese Fragen und von den Teilnehmenden mitgebrachten Fragen gearbeitet. Ziel ist es eine Idee zu bekommen, wann und wie man mit der Vorbereitung anfangen sollte, auf welche Quellen und Ressourcen man zurückgreifen kann und welche Punkte man schon in der Vorbereitung bedenken kann, um sich als Lehrperson in der neuen Rolle wohlzufühlen. |
| 11:00 - 11:35 | An Exploratory Comparative Study on Understanding Geometric Structures and Spatial Relations on VR, AR, and 2D Environments in Mathematics Education Hidemichi Okamoto, Thomas Borys, Mutfried Hartmann, Tetsushi Kawasaki, Xenia-Rosemarie Reit, Hiroki Totani Ort: Seminarraum K2 |
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This study explores how learners perceive geometric structures and spatial relationships in VR, AR, and 2D environments. In a first pilot study with university students (N=2), reaction time and accuracy were higher in VR than in 2D. Building on a spatial ability framework, additional tasks for AR and extrinsic spatial judgments were developed for a second pilot study. The results may serve as a reference for designing VR/AR-supported geometry learning. |
| 11:00 - 11:35 | Anschaulich Beweisen im Mathematikunterricht der Grundschule - Einblick in Ergebnisse einer Interventionsstudie Vera Landgraf Ort: Seminarraum V.08.001 |
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Im Forschungsprojekt schauMal wird anschauliches Beweisen im Mathematikunterricht der Grundschule thematisiert. Die Grundidee des Projekts ist die Förderung von anschaulicher Beweisfähigkeit durch den Einsatz von Darstellungsmitteln im Unterricht. Dafür werden fachlich und fachdidaktisch fundierte Unterrichtseinheiten zum anschaulichen Beweisen von Teilbarkeiten in Form von Lernumgebungen entwickelt, in einer Intervention in der 3. Jahrgangsstufe implementiert und Effekte evaluiert. Im Beitrag werden Einblicke in Ergebnisse des Projekts präsentiert. |
| 11:00 - 11:35 | Das Erleben von Mathematikangst im Kontext neuer Inhalte im Mathematikunterricht Jana Filek, Moritz Herzog Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Wie erleben Lernende die Einführung neuer mathematischer Inhalte und welche Rolle spielt dabei die Mathematikangst? Der Beitrag gibt einen Überblick über empirische Befunde zu emotionalen Reaktionen in der Einführungsphase neuer Inhalte. Auf Grundlage einer systematischen Literaturrecherche wurden empirische Studien identifiziert und deskriptiv ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Mathematikangst das Lernen neuer Inhalte beeinträchtigen und angstbedingte Leistungseinbußen insbesondere von der Kontextualisierung der Aufgaben abhängen können. |
| 11:00 - 11:35 | Die Entwicklung eines Kompetenzstufenmodells für arithmetische Basiskompetenzen Ricarda Holland, Carolin Wosch, Tobias Rolfes, Jessica Hoth Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Mathematiklehrpersonen sollten über vertieftes Hintergrundwissen zu den Schulinhalten verfügen bzw. ebenfalls über die mathematischen Kompetenzen aus der Schulstufe, an die der von ihnen unterrichteten Schulstufe anschließt (hier: Sek I). Da es bisher kein Diagnoseinstrument zur Erfassung dieser Basiskompetenzen angehender Lehrpersonen gibt, wird nachfolgend die Entwicklung eines Diagnosetests und das daraus entstandene Kompetenzstufenmodell dargestellt. |
| 11:00 - 11:35 | Digitale Mathematikaufgaben und automatisiertes Feedback - Erste Erkenntnisse aus einem Scoping Review Birte Reich, Michael Liebendörfer Ort: Seminarraum K3 |
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Digitale Mathematikaufgaben und automatisiertes Feedback gewinnen an Bedeutung. Ihre didaktischen Funktionen im Mathematikunterricht ab Klasse 10 und in der Hochschullehre sind bisher wenig erforscht. Der Beitrag präsentiert erste Ergebnisse eines Scoping Reviews, das die mathematikdidaktische Forschung der letzten zehn Jahre dahingehend systematisch erfasst und hinsichtlich Aufgaben- und Feedbacktypen, didaktischer Funktionen sowie theoretischer und empirischer Ansätze analysiert. |
| 11:00 - 11:35 | Ein Vergleich von Schulbuchaufgaben für Mittelschule, Realschule und Gymnasium am Beispiel Bruchrechnung Jennifer Postupa Ort: Seminarraum K1 |
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Vorgestellt wird eine Untersuchung zu schulartspezifischer Besonderheiten von Schulbuchaufgaben in Büchern für bayerische Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien. Die exemplarisch zum Thema Bruchrechnung durchgeführte quantitative Analyse der Schulbücher erlaubt erste Einsichten in Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Gestaltung von Schulbüchern für unterschiedliche Schularten. |
| 11:00 - 11:35 | Fachbezogene Kooperationsanregungen für Lehrkräfte zu Tiefenstrukturen im QuaMath-Fortbildungsprogramm Anne Tester, Maya Zastrow, Susanne Prediger, Lars Holzäpfel Ort: Senatssaal |
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Fachbezogene Kooperation gilt international als zentraler Motor der Professionalisierung von Mathematiklehrkräften, ist in Deutschland jedoch häufig auf Materialaustausch begrenzt. Der Beitrag diskutiert drei Ansätze des QuaMath-Fortbildungsprogramms zur Anregung und Ausgestaltung unbegleiteter kooperativer Prozesse an fachlichen Tiefenstrukturen. Erste empirische Einblicke zeigen Potenziale für vertiefte fachliche Aushandlungsprozesse, verweisen jedoch zugleich auf offene Fragen zur nachhaltigen Etablierung kollegialer Zusammenarbeit. |
| 11:00 - 11:35 | Förderung der Nutzung von Orientierungspunkten auf dem Zahlenstrahl: Einblicke in Lernprozesse Anna Lisa Simon, Florian Schindler, Maike Schindler Ort: Seminarraum K5 |
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Der Zahlenstrahl ist ein wichtiges Arbeitsmittel, erschließt sich Lernenden jedoch häufig nicht unmittelbar. Dieser Beitrag untersucht anhand eines Fallbeispiels aus einer Förderstudie am Ende der vierten Klasse, wie Kinder im Nutzen des Zahlenstrahls gefördert werden können. Am Beispiel von Emir wird die Förderung zur Nutzung der Einviertel- (25) und Dreiviertelmarkierung (75) auf dem Zahlenstrahl 0-100 dargestellt. Auf Basis von Emirs Äußerungen, Gesten und Blickbewegungen werden Hürden und förderliche Schlüsselstellen im Lernprozess rekonstruiert. |
| 11:00 - 11:35 | Ich würde es mir zutrauen! Erfolgserwartungen angehender Lehrkräfte bei der Bewertung von mathematischen Modellierungen im Portfolio Annika Rosendahl, Stanislaw Schukajlow, Catharina Beckschulte, Jascha Quarder Ort: Hörsaal 30 |
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Das Bewerten vollständiger mathematischer Modellierungsprozesse ist über Portfolios als alternative Prüfungsform möglich, gilt aus der Perspektive der Lehrkräfte jedoch als herausfordernd. In einer qualitativen Interviewstudie wurden die Erfolgserwartungen von acht angehenden Lehrkräften untersucht, die im Rahmen des AlPMo-Projekts Schülerportfolios bewertet hatten. Die Analyse bietet Einblicke in herausfordernde wie förderliche Aspekte; insgesamt zeigten die angehenden Lehrkräfte jedoch eher ausgeprägte Erfolgserwartungen. |
| 11:00 - 11:35 | Individuelle Unterschiede im konzeptuellen und prozeduralen Wissen zu Brüchen und Algebra: Eine latente Profilanalyse auf Grundlage Rasch-skalierter Fähigkeitsmaße Michael D'Erchie, Claire Forsmann, Michael Schneider, Andreas Obersteiner Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Die Studie untersucht bei 357 Siebtklässler*innen individuelle Unterschiede im konzeptuellen und prozeduralen Wissen zu Brüchen und Algebra mittels latenter Profilanalysen auf Basis Rasch-skalierter Fähigkeitsmaße. In beiden Inhaltsbereichen unterscheiden sich die identifizierten Profile primär im allgemeinen Wissensniveau, nicht jedoch im relativen Verhältnis von konzeptuellem und prozeduralem Wissen. Die Ergebnisse stützen theoretische Modelle, die von einer iterativen und wechselseitig verstärkenden Entwicklung konzeptuellen und prozeduralen Wissens ausgehen. |
| 11:00 - 11:35 | Informationen Evidenzorientierung in der Praxis? Nutzungs- und Unterstützungsszenarien (am Beispiel des ZMFP) Timo Leuders, Maike Abshagen, Gilbert Greefrath, Reinhold Haug, Uta Häsel-Weide, Stefan Pohlkamp Ort: Hörsaal 28 |
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Evidenzorientiertes Handeln bezeichnet die systematische Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Begründung, Reflexion und Absicherung professioneller Entscheidungen. Es erfordert eine situationssensible Integration von Evidenzen mit fachlichem, fachdidaktischem und pädagogischem Wissen sowie mit Kontextbedingungen. Dafür müssen wissenschaftliche Befunde zugänglich, aufbereitet und kontextualisiert werden. Die ZMFP zeigt exemplarisch, wie empirische Befunde und theoretische Konzepte praxisnah aufbereitet werden können, ohne normative Handlungsanweisungen zu geben. |
| 11:00 - 11:35 | KI- unterstützte mehrsprachige Modellierungsprozesse beim Konstruieren von Würfelgebäuden Jennifer Laura Kolomitchouk, Taha Ertuğrul Kuzu Ort: Seminarraum K8 |
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In dieser Design-based Research Studie werden KI-Nutzungs- und Promptingprozesse von Grundschullernenden (Klasse 3/4) im Kontext der Geometrie untersucht (Würfelgebäude und Raumvorstellung). Die Analysen deuten darauf hin, dass insbesondere mehrsprachige Lernende davon profitieren, dass sie ihre Sprachen in der Interaktion mit der KI fluide wechseln können, und dass eine eigene Vorabbearbeitung der Aufgabe elementar ist, damit es zu tragfähigen Interaktionen mit der KI kommt, in welchen auch KI-Fehler reflektiert und als konstruktive Impulse zur Weiterarbeit genutzt werden können. |
| 11:00 - 11:35 | Kriterienbasierte Konzeption und Analyse von Cartoonvignetten durch Lehramtsstudierende: Szenarien fallbasierten professionsbezogenen Lernens zum Mathematikunterricht Sebastian Kuntze, Jens Krummenauer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Analysekompetenz zu konkreten Situationen im Mathematikunterricht kann in der Lehramtsausbildung vignettenbasiert herausgefordert und trainiert werden. Wenn Studierende kriterienbasiert Darstellungen von Unterrichtssituationen selbst konzipieren und diese mit digitaler Unterstützung als Cartoon-Vignetten gestalten, können solche Aktivitäten - wie auch nachgelagerte Lernanlässe auf der Basis dieser Vignetten - spezifische Lernpotentiale aufweisen. Im Vortrag werden diese professionsbezogenen Lernpotentiale untersucht, auch erste empirische Ergebnisse werden vorgestellt. |
| 11:00 - 11:35 | Lehrkräftekompetenzen für einen inklusiven Algebraunterricht: Ein längsschnittlicher Vergleich von Masterstudierenden und Lehrkräften Isabelle Klee-Schramm, Anton Bastian, Nils Buchholtz, Natalie Ross, Gabriele Kaiser, Johannes König, Benjamin Rott Ort: Hörsaal 31 |
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Der Beitrag im Rahmen des Projekts TEDS-IME untersucht die Lehrkräftekompetenzen im Hinblick auf einen inklusiven Algebraunterricht. Dazu werden die Leistungen von Masterstudierenden und Lehrkräften im Schuldienst im Bereich des Noticings und im professionellen Wissen vor und nach der Teilnahme an einer Intervention verglichen und Zuwächse in einzelnen Kompetenzfacetten näher beleuchtet. Die Ergebnisse der Intragruppenvergleiche zeigen vergleichbare Zuwächse in den Noticing- und Wissensfacetten nach der Teilnahme an der Intervention. |
| 11:00 - 11:35 | Mach's dir doch selbst: Prozessanalyse beim Erstellen von Manipulatives Tim Läufer, Matthias Ludwig Ort: Hörsaal 27 |
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Mit dem 3D-Drucker können Lehrkräfte bestehende Manipulatives nachbauen, anpassen, oder eigene Manipulatives drucken. Leider fehlt die Vorbereitung darauf häufig. In einem themenorientierten Seminar wurden Studierende retrospektiv bezüglich ihrer Vorgehensweise beim Konzeptualisieren, Modellieren, Vorbereiten und Drucken befragt, und die Interviews auf diese Phasen und TPACK genauer untersucht. Während gerade beim Konzetualisieren alle Grundfacetten von TPACK sichtbar sind, ballen sich hauptsächlich technische Themen zum Ende des Prozesses. |
| 11:00 - 11:35 | Math goes to Hollywood: Dekonstruktion mathematischer Stereotypen bei Lehramtsstudierenden der Primarstufe András Bátkai, Ingrid Gessner, Lea Grimm, Fabian Hoya Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Dieser Beitrag untersucht, wie Lehramtsstudierende der Primarstufe mathematische Stereotypen im Spielfilm „The Imitation Game“ dekonstruieren. Im Fokus steht die Reflexion eigener Überzeugungen: Typische Narrative wurden analysiert und kritisch hinterfragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden diese Stereotypen erfolgreich identifizieren und für ihr pädagogisches Selbstverständnis explizit ablehnen. Die Studie verdeutlicht, wie die Auseinandersetzung mit kulturellen Bildern einen Belief-Shift hin zu einem realistischen, verständnisorientierten Mathematikbild initiiert. |
| 11:00 - 11:35 | Mittelsenkrechtenvierecke als substantielle Lernumgebung Hans Humenberger Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Es werden einige Lernaktivitäten für Lernende vorgestellt, die sich aus Fragen und Phänomenen zur Konstruktion der Mittelsenkrechten von Viereckseiten ergeben, wodurch ein neues Viereck, ein sogenanntes Mittelsenkrechtenviereck, entsteht. Insgesamt kann dies als substanzielle Lernumgebung im Geometrieunterricht ("substantial teaching units", Wittmann 1995) betrachtet werden, da sich die Lernenden mit motivierenden und zusammengehörigen Fragestellungen auf einem adäquaten Niveau auseinandersetzen, was typisch für Mathematik als Prozess ist. |
| 11:00 - 11:35 | Relevanter Kontext - relevante Mathematik? Zur Rolle des Kontexts bei der Relevanzwahrnehmung Mira H. Wulff, Marcel Funk, Femke Sporn, Aiso Heinze Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Ausgehend vom Relevanzparadox und einem EVT-basierten Relevanzverständnis wird untersucht, wie Schüler*innen demselben mathematischen Inhalt (Kreisbogenlänge) je nach Kontext (authentisch, eingekleidet, innermathematisch) Relevanz zuschreiben. In acht Gruppeninterviews (N=26) wird erfasst, welche subjektive und objektive Gegenwarts- und Zukunftsrelevanz sie (a) den Kontexten und (b) der Mathematik im Kontext zuschreiben. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass authentische Kontexte objektive Relevanzzuschreibungen erhöhen, aber nicht ausreichen, um subjektive Zuschreibungen systematisch zu stärken. |
| 11:00 - 11:35 | Sprachliche Komplexität in informativen und instruktiven Aufgabenteilen des Abiturs Louisa Ebel, Sascha Schroeder, Stefan Halverscheid Ort: Seminarraum K4 |
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Die Anforderung des Zentralabiturs führt immer wieder zu Debatten, auch hinsichtlich sprachlicher Merkmale. Beschreibende Texte üben dabei in den Aufgaben eine andere Funktion aus als Instruktionen. Mithilfe von Natural Language Processing wurden informative und instruktive Textbausteine auf Unterschiede hinsichtlich Textlänge, semiotischer Register, Alltagssprachlichkeit und beziehungstragender Strukturen untersucht. Unterschiede werden berichtet und mögliche Implikationen für die sprachliche Komplexität des Abiturs sowie weitere Einflussfaktoren diskutiert. |
| 11:00 - 11:35 | Systematischen Fehlern bei der Interpretation statistischer Graphen durch Lehrkräftebildung begegnen Ayline Heursen, Vuslat Seker, Anita Alexander, Martin Abt, Lonneke Boels, Wim Van Dooren, Frank Reinhold, Saskia Schreiter, Markus Vogel Ort: Seminarraum W.12.011 |
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Bei der Interpretation statistischer Graphen treten häufig systematische Fehler auf – bei Schüler*innen und Lehrkräften. Im Projekt eye-teach-stats wurde eine Lehrkräftebildung entwickelt, die auf Eye-Tracking-Vignetten basiert. Dieser neue Ansatz macht Blickmuster von Schüler*innen bei der Interpretation sichtbar und ermöglicht einen erweiterten Zugang zum Denkprozess von Schüler*innen. Ziel der vorliegenden Studie ist es das fachlichen und fachdidaktischen Wissens von (angehenden) Lehrkräften zu fördern. |
| 11:00 - 11:35 | Welche Vorkenntnisse haben Kinder in Jahrgangsstufe 1 zu Geld und wie lassen sich diese messen? Hedwig Gasteiger, Julia Homann Ort: Hörsaal 26 |
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Für den Größenbereich Geldwerte wird aufgrund der hohen Alltagsrelavenz angenommen, dass Kinder bereits vor der unterrichtlichen Erarbeitung Vorkenntnisse mitbringen. Gleichzeit nimmt im Zuge der Digitalisierung die Relevanz vom Bargeld in unserem Alltag ab. Daher wurden Erstklasskinder (N=101) bezüglich ihrer Vorkenntnisse im Größenbereich Geldwerte untersucht. Dabei wird analysiert, inwiefern sich Aufgaben zur Erhebung von Kenntnissen zu Geldwerten von solchen abgrenzen lassen, die sich vor allem arithmetisch lösen lassen. |
| 11:00 - 11:35 | Wer entscheidet, was gilt? Einblicke in normative Aushandlungsprozesse beim Mathematiklernen mit generativer KI Clara Westhues Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Der Beitrag untersucht aus interaktionstheoretischer Perspektive mathematische Aushandlungsprozesse in der Lernenden-KI-Interaktion. Anhand eines Fallbeispiels zur Bearbeitung einer algebraischen Aufgabe durch zwei Sechstklässlerinnen wird analysiert, wie die Autorität generativer KI hinsichtlich mathematischer Geltung interaktiv verhandelt wird. Die Interaktionsanalyse macht deutlich, dass generierte Erklärungen nicht ohne Weiteres übernommen werden, sondern unterschiedliche Begriffsverständnisse kritisch reflektiert werden. Dabei erweist sich die normative Rolle der KI als aushandelbar. |
| 11:45 - 12:20 | ,,Das war die erste Frage, die ich im Kopf hatte" – Das Stellen von Leseverständnisfragen im Kontext von Modellieren Katharina Forster, Stanislaw Schukajlow Ort: Hörsaal 30 |
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Mathematische Modellierungsaufgaben stellen hohe Anforderungen an das Leseverständnis von Lernenden. Das Stellen von Leseverständnisfragen, die für die Aufgabenbearbeitung relevant sind, können das Textverständnis verbessern und somit die Modellierungsaktivitäten positiv beeinflussen. Die vorliegende qualitativ-explorative Studie untersucht das Stellen von Leseverständnisfragen und die Gründe hierfür. Die Ergebnisse zeigen, dass Lernende häufig irrelevante Fragen stellen, insbesondere aufgrund fehlender Ideen. |
| 11:45 - 12:20 | „Wie viele Gläser kauft man denn standardmäßig?“ – Fallstudie zur Lösung eines Verpackungsproblems mit KI-gestütztem Sprach- und Videomodus Marie Eckhardt, Frederik Dilling Ort: Seminarraum I.14.75 |
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Der Beitrag untersucht explorativ den Einsatz des Sprach- und Videomodus eines generativen KI-Systems (ChatGPT) beim Bearbeiten einer anwendungsbezogenen Problemaufgabe in der Mathematik. In einer Single-Case-Study arbeiteten drei Lernende im Rahmen eines klinischen Interviews an einem Verpackungsproblem. Die qualitative Analyse der Video- und Transkriptionsdaten gibt Einblicke in unterschiedliche Nutzungsweisen der KI während des Bearbeitungsprozesses und eröffnet Ansatzpunkte für eine weiterführende Auseinandersetzung mit KI-gestützten Lernsettings. |
| 11:45 - 12:20 | (Flexible) Rechenstrategien in der Sekundarstufe Johanna Wieser, Robin Göller Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Flexibles Rechnen bezeichnet die Fähigkeit, Rechenaufgaben auf vielfältige, effiziente und aufgabenadäquate Weise zu lösen. In der Praxis zeigt sich, dass Schüler*innen nach der Einführung der schriftlichen Rechenverfahren vermehrt auf diese zurückgreifen, ohne ihre Effizienz zu reflektieren. Im Rahmen des Projekts "Zahlen im Kopf - Kopfrechnen fördern" wird dieser Problematik nachgegangen. Es wird erhoben, welche Aufgaben Schüler*innen überwiegend (nicht-)schriftlich lösen und ob sich dabei Zusammenhänge mit der Richtigkeit und Bearbeitungsdauer ergeben. |
| 11:45 - 12:20 | Algorithmic Thinking im Mathematikunterricht der Grundschule. Lernenden-Motivation und Umsetzbarkeit von Unterrichtseinheiten Teresa Lipsky, Henning Sievert, Robert von Hering Ort: Hörsaal 28 |
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Algorithmic Thinking gilt als zentral für eine selbstständige Teilhabe an der modernen Lebenswelt. Die Integration von Algorithmic Thinking in den Mathematikunterricht kann Lernmotivation stärken und mathematische Kompetenzen fördern. Da die Einbindung bisher wenig erforscht ist, wurden Unterrichtseinheiten zur Wegbeschreibung für Klasse 2 und 3 entwickelt und mittels Fragebögen auf Durchführbarkeit und Lernendenmotivation evaluiert. Die Ergebnisse zeigen vor allem intrinsische Motivation und deuten auf die effektive Eignung der Einheiten für den regulären Mathematikunterricht hin. |
| 11:45 - 12:20 | Chancen und Herausforderungen der schriftlichen Erhebung von individuellen Vorstellungen Eva Schöll, Tomma Jetses, Alexander Salle Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Zur Erhebung individueller Vorstellungen werden häufig Interviews genutzt. Diese bieten eine reichhaltige Datenbasis für die Rekonstruktion von Vorstellungen. Um jedoch verallgemeinerbare Aussagen zu Vorstellungen tätigen zu können, wird zur Generierung einer repräsentativen Datenbasis meist auf schriftliche Erhebungsmethoden zurückgegriffen. Inwieweit schriftliche Erhebungen den Charakter individueller Vorstellungen erfassen können, wird im Vortrag thematisiert. Dazu werden Chancen und Herausforderungen anhand ausgewählter Daten einer aktuellen Untersuchung diskutiert. |
| 11:45 - 12:20 | Conceptual Change in der Lehrkräftebildung - Entwicklung und Evaluation einer Einführung in die Mathematikdidaktik Katharina Böcherer-Linder, Anne-Sophie Behr Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Welche Überzeugungen Lehrkräfte haben, bestimmt ihr Unterrichtshandeln. Die Beliefs von Lehramtsstudierenden sind jedoch häufig durch rezeptorientierte und lehrendenzentrierte Erfahrungen geprägt. Im Vortrag wird die Konzeption einer Lehrveranstaltung vorgestellt, die neben der Vermittlung fachdidaktischer Inhalte auch einen Wandel der Überzeugungen zum Ziel hat. Zur Evaluation wurden COACTIV-Skalen zu Lehrkräfteüberzeugungen in einem Prä-Post-Design eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass die Zustimmung der Studierenden zu transmissiven Items abnahmen und zu konstruktivistischen Items zunahmen. |
| 11:45 - 12:20 | Das duale Regelschulstudium an der Universität Erfurt: Konzeption und erste Erfahrungen aus der Mathematikdidaktik Hannes Seifert, Heike Hahn Ort: Seminarraum K1 |
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Seit dem Wintersemester 2024/2025 sind an der Universität Erfurt 47 Studierende im dualen Bachelorstudiengang zum Lehramt Regelschule eingeschrieben, darunter zehn mit dem Erstfach Mathematik. Dieser Beitrag beschreibt die Rahmenbedingungen und den Aufbau des Studiums, skizziert Planungen zur fachdidaktischen Evaluation der Theorie-Praxis-Verknüpfung und gibt erste Einblicke in Erfahrungen und Herausforderungen. |
| 11:45 - 12:20 | Der zweite Teddy auf dem neunten Platz - Unterschiedliche Ordnungskonzepte im Ordinalzahlaspekt Lena Seifert, Susanne Schnell Ort: Seminarraum K3 |
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Ordinalzahlen sind ein wesentlicher Bestandteil des Zahlbegriffsverständnisses und für Kinder mit konzeptuellen Herausforderungen verbunden. Der Artikel untersucht anhand von zwei qualitativen Interviews aus dem Projekt SEM, welche Ordnungskonzepte Kinder beim Bestimmen von Platzierungen nutzen. Die Interviews wurden transkribiert und interpretativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder beim Bestimmen von Platzierungen unterschiedliche Ordnungskonzepte verwenden, die sich auf Anordnungssysteme und Orientierungssysteme beziehen und für das Verständnis von Ordinalzahlen bedeutsam sind. |
| 11:45 - 12:20 | Eine Längsschnittstudie zu motivationalen Prozessen und Effekten beim selbstregulierten Lernen von Mathematik Georgina Reimer, Andreas Obersteiner, Frank Reinhold, Anselm Strohmaier Ort: Seminarraum K8 |
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Es werden die Zusammenhänge zwischen selbstregulatorischen und motivationalen Prozessen und Lernleistung in der FSA (Freie Stillarbeit) in Klasse 5 bis 7 eines Gymnasiums untersucht. Die FSA ist ein pädagogischer Ansatz, der speziell die Selbstregulation der Schüler*innen fördert, indem ihnen die Verantwortung für die Organisation ihres Lernprozesses übertragen wird und sie sich Inhalte ohne Instruktion aneignen. Erste Ergebnisse zeigen, dass ältere Schüler*innen (Kl. 7) eine höhere Motivation in der FSA berichten als jüngere (Kl. 6), aber auch dass die wahrgenommene Unterstützung abnimmt. |
| 11:45 - 12:20 | Fachspezifische Dimension von Unterrichtsqualität - ein deskriptives Modell zur Beschreibung der fachlichen und fach-didaktischen Aspekte Victoria Möller Ort: Hörsaal 31 |
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Der IQB-Bildungsmonitor 2024 zeigt, dass sich der negative Bildungstrend mathematischer Lernleistungen fortsetzt. Als zentraler Einflussfaktor für schulische Mathematikleistung wird die qualitätsvolle Gestaltung des Mathematikunterrichts angesehen. Im Beitrag wird ein deskriptives Modell vorgestellt, das die Rekonstruktion fachlicher und fachdidaktischer Aspekte von Mathematikunterricht ermöglicht. Darüber hinaus wirbt der Beitrag für eine ganzheitliche Betrachtung der Einflussfaktoren schulischer Lernleistung und spricht sich für eine Veränderung der Lern- und Prüfungskultur aus. |
| 11:45 - 12:20 | Idealer Mathematikunterricht und wahrgenommene Herausforderungen aus der Sicht von Mathematiklehrkräften im Seiteneinstieg Bennet Buchholz, Leander Kempen Ort: Seminarraum W.12.011 |
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In diesem Beitrag werden auf der Basis des Modells der Professionellen Kompetenz nach Baumert und Kunter Vorstellungen von idealem Mathematikunterricht sowie wahrgenommene Herausforderungen dreier Lehrkräfte im Seiteneinstieg (LiS) dargelegt, die sich in unterschiedlichen Phasen der Seiteneinstiegsqualifizierung befinden. Dazu wurden die Lehrkräfte in einem halbstrukturierten Leitfadeninterview befragt und dieses in qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet, wobei erste Ergebnisse mögliche Ansätze zur Weiterentwicklung der Qualifizierungsmaßnahmen für LiS bieten. |
| 11:45 - 12:20 | Individuelle Vorstellungen von Lernenden der Primarstufe zum Begriff der Achsenspiegelung Amelie Vogler Ort: Seminarraum V.08.001 |
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In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer Fallstudie zu den Begriffsbildungsprozessen zweier Viertklässler zur Achsenspiegelung präsentiert. Analysiert wurden ihre Interaktion und ihr Umgang mit Arbeitsmitteln in einem klinischen Interview. Die Rekonstruktion zeigt, dass die Vorstellungen des einen Schülers an die Spezifität seiner Erfahrungen (Bauersfeld, 1983) mit dem Handspiegel gebunden sind, während das zeichnerische Vorgehen des anderen als Entwicklung einer empirischen Schülertheorie (Burscheid & Struve, 2020) zur Achsenspiegelung von Figuren im Quadratgitter gedeutet werden kann. |
| 11:45 - 12:20 | Mathematische Enkulturation von Studierenden ‒ und wie sie zu messen ist Benedikt Weygandt Ort: Seminarraum VW.11.002 |
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Wann und wie werden Studierende Teil der mathematischen Community – und wie lässt sich das messen? Mathematische Enkulturation beschreibt den Erwerb charakteristischer Denk- und Arbeitsweisen und ist ein häufig angestrebtes Studienziel, besonders in Lehramtsstudiengängen. Zugleich fehlt bislang ein empirisches Messinstrument für hochschuldidaktische Forschung. Eine erste Analyse mittels EFA (n=121) identifiziert fünf Facetten: Intrinsische Motivation, Kompetenzerleben, Habitus, Arbeitsweise und Transfer mathematischer Kompetenzen. Die Ergebnisse stützen die Multidimensionalität des Konstrukts. |
| 11:45 - 12:20 | Mathematisches Modellieren digital und interdisziplinär: Das dim²ension-Projekt im Kontext von BNE Simon Barlovits, Matthias Ludwig, Hans-Stefan Siller Ort: Hörsaal 27 |
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Wie kann mathematisches Modellieren digital unterstützt werden? Und wie können Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durch das mathematische Modellieren in den Mathematikunterricht integriert werden? Der Beitrag adressiert beide Fragestellungen. Als ein möglicher Ansatz wird das dim²ension-Projekt vorgestellt: In einem Webportal können Lehrende Modellierungsaufgaben auswählen oder selbst entwickeln. Lernende bearbeiten jene Aufgaben über eine App. Beide Komponenten stehen ab März 2026 öffentlich zur Verfügung und werden im Vortrag vorgestellt. |
| 11:45 - 12:20 | Muster in Figurenfolgen als möglicher Zugang zur Struktur linearer Funktionen in der Grundschule: Einblicke in eine explorative Studie Anna Susanne Steinweg Ort: Hörsaal 26 |
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Funktionales Denken und das Erkennen und Beschreiben funktionaler Beziehungen wird gemäß Bildungsstandards (KMK, 2022) auch von Kindern der Primarstufe erwartet. Der Beitrag gibt exemplarisch Einblicke in eine Exploration (N = 202), die Figurenfolgen als Zugang zu linearen Funktionen nutzt, um Verständnis der strukturellen Komponenten (Änderungsrate und Konstante) zu fördern. Das Projekt verfolgt das Ziel, durch die Aktivität des Färbens der Konstante, den Primarstufenkindern zu ermöglichen, der Struktur auf die Spur zu kommen, um explizite Regeln der linearen Beziehung formulieren zu können. |
| 11:45 - 12:20 | Neugestaltung der Studieneingangsphase im Mathematikstudium der Ruhr-Universität Bochum Dorothea Plätz, Katrin Rolka, Peter Eichelsbacher, Eva Glasmachers Ort: Seminarraum K4 |
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Zum Wintersemester 25/26 wurde im Mathematikstudium an der Ruhr-Universität Bochum eine Grundlagenvorlesung eingeführt, die den Übergang von Schul- zu Hochschulmathematik erleichtern soll. Im Fokus der Vorlesung stehen dabei nicht nur inhaltliche, sondern vor allem auch methodische Grundlagen, um ein stabiles Fundament für das weitere Mathematikstudium zu schaffen. Ob die Grundlagenvorlesung belegt wird und wann die Lineare Algebra- und die Analysis-Vorlesungen begonnen werden, wird in einer Orientierungswoche mit den Studierenden in einem verbindlichen individuellen Studienplan vereinbart. |
| 11:45 - 12:20 | Rekonstruktion handlungsleitender Orientierungen von Mathematiklehrkräften: Eine Interviewstudie Mareike Kristin Nagel, Gilbert Greefrath Ort: Seminarraum K5 |
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Der Unterrichtsalltag von Mathematiklehrkräften ist durch vielfältige didaktische Anforderungssituationen geprägt, deren erfolgreiche Bewältigung die Berücksichtigung fachbezogener Unterrichtsqualitätsmerkmale erfordert. Fünf Prinzipien gelten als zentral für eine nachhaltige Sicherung dieser Qualität. Die Studie untersucht, inwieweit handlungsleitende Orientierungen von Lehrkräften die Berücksichtigung dieser Prinzipien prägen, indem selbstberichtete Praktiken zur Auswahl und Adaption von Aufgaben und Medien analysiert werden. |
| 11:45 - 12:20 | Schätzen von Anzahlen: Strategien von Drittklässler*innen Leonie Brumm, Elisabeth Rathgeb-Schnierer Ort: Seminarraum K2 |
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Die Studie untersucht das Strategierepertoire von Drittklässler*innen beim Schätzen von Anzahlen bei unterschiedlichen Aufgabentypen. Auf Grundlage eines Schätztests wurden 38 Schüler*innen für halbstandardisierte Interviews ausgewählt. Die Daten wurden videografiert, transkribiert und mithilfe eines deduktiv-induktiven Kategoriensystems analysiert. Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum an Schätzstrategien und unterstreichen die Bedeutung der gezielten Förderung dieser zentralen mathematischen Kompetenz. |
| 11:45 - 12:20 | Typisierung von Fehlern bei Aufgaben zum Stellenwertprinzip - Eine Studie bei Drittklässler*innen Anna Kaiser, Stefan Ufer Ort: Senatssaal |
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Aus Studien sind verschiedene Fehler bei Aufgaben zum Stellenwertprinzip bekannt. Ziel des Beitrags ist es zu klären, ob bestimmte Fehler bei Aufgaben zum Stellenwertprinzip besonders häufig bei Personen in bestimmten Leistungsbereichen auftreten. 40 Klassen der 3. Jahrgangsstufe wurden in einer Querschnittsstudie vor der Einführung des Tausenderraums Aufgaben zum Stellenwertprinzip digital auf Tablets vorgelegt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich in der Tat einzelne Fehler bestimmten, inhaltlich interpretierbaren Leistungsbereichen zuordnen lassen. |
| 11:45 - 12:20 | Von Selbstähnlichkeiten, Fraktalen und Indras Perlen: Zur Ästhetik in der Mathematik Joachim Engel Ort: Seminarraum W.11.018 |
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Mathematik gilt oft als eine Welt der Logik und Strenge, doch für viele Mathematiker und Künstler gleichermaßen offenbart sie eine tiefe und beeindruckende Ästhetik. Diese Schönheit zeigt sich eindrucksvoll in Konzepten wie Selbstähnlichkeiten und Fraktalen . Die Metapher von Indras Perlen, ein Symbol aus der indischen Philosophie, dient als eine weitere Verbindung zwischen Mathematik und einer kosmischen Vorstellung von Schönheit und Unendlichkeit. In diesem Beitrag soll die ästhetische Dimension der Mathematik durch die Erkundung dieser Themen beleuchtet werden. |
| 11:45 - 12:20 | Was hält den Prozess am Laufen? Drei theoretische Perspektiven auf prozedurale Aufgabenbearbeitungen Christoph Ableitinger, Christian Dorner Ort: Seminarraum I.14.60 |
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Quantitative Studien dominieren die Forschung zu prozeduralem Wissen. Im Rahmen unseres qualitativen Ansatzes bearbeiten Schüler*innenpaare prozedurale Aufgaben und legen via think-aloud-Methode ihre Gedanken während des Bearbeitungsprozesses offen. Das prozedurale Arbeiten wird aus drei unterschiedlichen, einander ergänzenden theoretischen Perspektiven (structure sense, executive functions, inferentialism) analysiert und mit Hilfe von Prozessgraphen rekonstruiert. Dabei zeigt sich, dass prozedurales Arbeiten nicht so oberflächlich und linear abläuft wie häufig wahrgenommen. |
| 11:45 - 12:20 | Welches Wissen sollten gymnasiale Mathematiklehrkräfte im Studium erwerben? Die Perspektive der zweiten Phase der Lehrkräftebildung Birke-Johanna Weber, Daniel Sommerhoff, Anika Dreher, Aiso Heinze Ort: Seminarraum VW.12.001 |
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Im Vorbereitungsdienst wird von angehenden Lehrkräften i.d.R. erwartet, dass sie aus dem Studium hochschulmathematisches Fachwissen sowie fachdidaktisches Wissen mitbringen. Fraglich ist, inwiefern Ausbilder*innen aus der zweiten Phase der Lehrkräftebildung (Seminarlehrkräfte) auch erwarten, dass angehende Lehrkräfte bereits ihr hochschulmathematisches Fachwissen auf die Schulmathematik beziehen können, d. h. dass sie schulbezogenes Fachwissen (SRCK) besitzen. Wir stellen Zwischenergebnisse einer Befragung unter Seminarlehrkräften vor, die untersucht, welchen Stellenwert sie SRCK zuschreiben. |
| 12:30 - 13:30 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Ysette Weiss, Institut für Mathematik Blinde Flecken einer wiedervereinigten Mathematikdidaktik |
| 13:30 - 14:00 | Abschluss Ort: Hörsaal 33 |

