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Der Beitrag untersucht, wie Lernende Wahrscheinlichkeiten in Bruchform deuten. Anhand eines Lernendenprodukts und eines Interviews aus einer qualitativen Studie mit Lehramtsstudierenden wird gezeigt, dass der Bruch 2/5 als mehrstufiges Handlungsgeschehen interpretiert wird. Die Analyse verdeutlicht, dass probabilistische Fehlvorstellungen bereits auf der Ebene einzelner Bruchdeutungen entstehen und eng mit einer komponentenweisen Verarbeitung von Brüchen verknüpft sind. Daraus ergeben sich didaktische Implikationen für eine verständnisorientierte Einführung der Laplace-Wahrscheinlichkeit.