Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
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Ort: Seminarraum K5 Raum K.11.20 auf Ebene 11 von Gebäude K (grüne Leitlinie); Kapazität für 54 Personen |
| Datum: Sonntag, 01.03.2026 | |
| 13:40 - 15:25 | Nachwuchstag: Selbst- und Zeitmanagement Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Laura Graewert, Universität Siegen Chair der Sitzung: Lisa Birk, Universität Münster Die eigene Promotion stellt uns vor viele neue Herausforderungen. Das Arbeitspensum steigt stetig und man kennt das Gefühl, nicht zu wissen, wo man anfangen oder aufhören soll. Damit seid ihr nicht alleine! In unserem Workshop zum Selbst- und Zeitmanagement stellen wir euch effektive Techniken zur guten Zeitplanung und zum effektiven Selbstmanagement vor, die ihr auch direkt ausprobieren werdet. Darüber hinaus geben wir euch wichtige Impulse zur Stressbewältigung. Der Austausch über eigene Schwierigkeiten, Erfahrungen und die vorgestellten Impulse zu Zeitmanagement und Stressbewältigung kann zum Ausgangspunkt für einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen werden. |
| 15:45 - 17:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag I Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Dialogische Lernprozesse im Mathematikunterricht – Einblicke in die Analyse von Lerntagebüchern Freie Universität Berlin, Deutschland Innerhalb des Lehr-Lern-Kontexts werden Dialoge gemeinhin als interpersonelle Prozesse betrachtet. Das Dialogische Lernkonzept nach Ruf & Gallin fokussiert zusätzlich auf eine intrapersonelle Dimension. Vor dem Austausch mit anderen ist eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Fachinhalt erforderlich, die auch als Dialog mit der Sache bezeichnet wird. In dem Beitrag wird eine qualitative Inhaltsanalyse von Äußerungen von Lernenden in Lerntagebüchern vorgestellt und im Kontext des Dialogverständnisses diskutiert. Entwicklung und Beforschung eines KI-Tutors mit interaktiven Visualisierungen zur Bruchaddition Universität Siegen, Deutschland KI-gestützten Tutoren wird ein erhebliches Potenzial zur konstruktiven Unterstützung von Lernenden zugeschrieben. Gegenwärtig beschränken sich entsprechende Tutoren jedoch überwiegend auf prozedurale Hilfestellungen und nutzen interaktive, verstehensförderliche Visualisierungen bislang nur in geringem Maße. Das Promotionsprojekt zielt auf die Entwicklung und empirische Untersuchung eines KI-gestützten, dialogbasierten Tutors ab, der Lernende bei der Bearbeitung von Übungsaufgaben zur Addition von Brüchen konstruktiv unterstützt, indem gezielt interaktive Visualisierungen eingesetzt werden. |
| 17:00 - 17:45 | Nachwuchstag: Networking-Kaffee-Pause Ort: Seminarraum K5 |
| 17:45 - 19:00 | Nachwuchstag: Probevorträge Sonntag II Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Ömer Arslan, Universität Duisburg-Essen Es handelt sich um Probevorträge im Rahmen des Nachwuchstages! |
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Entwicklung einer Lernumgebung zum frühen Gewichtsverständnis im kooperativ-dialogischen Anfangsunterricht Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland ‚Gewichte‘ ab Klasse 1? Das Forschungsprojekt fokussiert als Design Research die Entwicklung einer kooperativ-dialogischen Lernumgebung zur Masse. Erforscht wird deren Umsetzbarkeit in Klasse 1, um frühzeitig reichhaltige Erfahrungen zu dieser visuell nicht wahrnehmbaren Größe zu gewähren. Der Beitrag begründet das Anliegen theoretisch und illustriert die Vorbereitung der iterativen Forschung. Auf der sachanalytischen Ebene folgen Entwicklungsstufen zum frühen Gewichtsverständnis und auf Designebene werden Gestaltungsprinzipien aus der dialogischen Didaktik hergeleitet. Analyse typischer Ableitungsfehler - Fehlerprofile bei Studierenden Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Es wurde eine explorative Untersuchung der Fehler und Fehlerprofile von Studierenden beim Ableiten durchgeführt. 69 Studierenden haben in einem Test zum Ableiten 1231 Fehlern produziert. Mit einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden 26 datenbasierte Fehlerkategorien gebildet. Diese wurden vier literaturbasierten Kategorien zugeordnet. Mit einer Clusteranalyse konnten vier Fehlerprofile identifiziert werden. Die Resultate geben Aufschluss über die Heterogenität von Ableitungsfehlern, über das allgemeine Fehlerverhalten und zeigen eine geeignete, literaturbasierte Klassifizierung von Fehlern auf. |
| Datum: Montag, 02.03.2026 | |
| 8:30 - 10:15 | Nachwuchstag: Vorträge halten Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Lena S. Jaeger, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Gerrit Loth, Universität Münster Ein guter Vortrag ist zuallererst gelungene Kommunikation – und zwar mit Zuhörenden, die man oft gar nicht kennt. Um uns auf dieses kommunikative Abenteuer gut vorzubereiten, werden wir im Workshop besprechen und ausprobieren, wie man den eigenen Vortrag klar strukturiert, mit ansprechenden Folien sinnvoll unterstützt und dann souverän und sympathisch hält.
Wenn ihr an diesem Workshop teilnehmen möchtet, bringt gerne eine erste Idee oder ein grobes Thema für einen Vortrag mit, den ihr in naher Zukunft halten möchtet. Diese Idee kann als Ausgangspunkt für die gemeinsamen Arbeitsphasen dienen. |
| Datum: Dienstag, 03.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | Mathematikangst als funktionale Einschränkung: Zwei-Schleifen-Modell und mikroadaptive Handlungsoptionen Felix Koch, Katharina Loibl, Timo Leuders Ort: Seminarraum K5 |
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Mathematikangst ist ein verbreitetes Phänomen, das Lern- und Leistungsprozesse situativ beeinträchtigen kann. Da therapeutische Behandlungen außerhalb des Handlungsbereichs von Lehrkräften liegen, besteht ihre Aufgabe im Unterricht im Funktionserhalt - Lernende trotz auftretender Angst arbeitsfähig zu halten. Der Beitrag integriert zentrale Forschungsbefunde in ein Zwei-Schleifen-Modell, das die Entstehung situativer Mathematikangst über Bewertungs- und Regulationsprozesse beschreibt und zeigt evidenzbasierte mikroadaptive Handlungsoptionen für adaptives Unterrichtshandeln von Lehrkräften auf. |
| 9:15 - 9:50 | Zur Bedeutung der Fachspezifität von Beobachter*innen und Beobachtungskriterien für die Einschätzung von Unterrichts-qualität Linn Hansen, Marita Friesen, Tosca Daltoè, Benjamin Fauth, Richard Göllner, Anika Dreher Ort: Seminarraum K5 |
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Als eine Möglichkeit, den inkonsistenten Ergebnissen von Beobachtungs-ratings entgegenzuwirken, untersucht dieser Beitrag die Fachspezifität von Beobachter*innen und Beobachtungskriterien. Beobachter*innen mit unterschiedlicher Fachspezifität schätzen geskriptete Videos aus dem Mathe-matikunterricht anhand generischer beziehungsweise fachspezifischer Beobachtungskriterien ein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl die Fachspezifität der Beobachter*innen als auch der Beobachtungskriterien die Beobachtungsratings beeinflussen und zur Erklärung inkonsistenter Ergebnisse beitragen können. |
| 10:00 - 10:35 | Kommen Praxiserprobungen aus Lehrkräftefortbildungen im Unterricht an? Ein Blick auf den Implementationsprozess im Rahmen von QuaMath Madeleine Ullrich, Marita Friesen, Anika Dreher Ort: Seminarraum K5 |
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Damit Fortbildungsinhalte in der Unterrichtspraxis wirksam werden können, ist die Umsetzung durch Lehrkräfte entscheidend. Vor diesem Hintergrund wird der Prozess der Implementation im Rahmen des QuaMath-Fortbildungsmoduls „Algebra und Modellieren“ untersucht. Dabei sollen Gelingensbedingungen und Hürden in diesem Prozess identifiziert werden. Grundlage dafür bilden Daten aus den Fortbildungen, welche hauptsächlich qualitativ und ergänzend quantitativ ausgewertet werden. |
| 11:05 - 11:40 | Problemlösekompetenzen von Studierenden der Ingenieurmathematik Mathias Hattermann, Frank Feudel, Katja Tüting, Dirk Langemann, Daniel Heinrich, Sabrina Pusch Ort: Seminarraum K5 |
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Im Beitrag werden Problemlösekompetenzen von ca. 350 Studierenden der Ingenieurmathematik im ersten Semester untersucht. Neben der Zuweisung eines individuellen Problemlösescores werden Bearbeitungsstrategien bei Problemlöseaufgaben auf Niveau der Sekundarstufe I herausgearbeitet und Zusammenhänge der individuellen Problemlösekompetenz mit dem Abschneiden in der Abschlussklausur sowie dem Besuch eines Mathematik Leistungskurses und der Abiturnote analysiert. |
| 11:50 - 12:25 | Mathematikunterricht als Dispositiv: Etablierungsprozesse zu Beginn der Sekundarstufe Christoph Aumann, Kirstin Erath Ort: Seminarraum K5 |
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Wissen ist nie neutral, sondern immer in soziale Strukturen eingebunden. Für ein erfolgreiches Erlernen von (mathematischem) Wissen ist also auch Wissen über diese sozialen Strukturen erforderlich. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in die Konstitution der sozialen Strukturen in Sinne eines Foucaultschen Dispositivs und die Verschränkung von Macht und Wissen im Mathematikunterricht einer fünften Klasse, direkt nach dem Schulübergang. Dafür wurden die ersten Interaktionen im Mathematikunterricht qualitativ analysiert und bezüglich des Dispositivs interpretiert. |
| 12:35 - 13:10 | Mathematisch kreative Prozesse bei Schüler*innen: Triangulation eines Modells aus verschiedenen Blickwinkeln Julia Joklitschke, Benjamin Rott, Maike Schindler Ort: Seminarraum K5 |
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Um Lernende auf flexible Lösungen zukünftiger, komplexer Probleme vorzubereiten, ist Kreativität unverzichtbar – auch in der Mathematik und im Mathematikunterricht. Doch gezielte Förderung erfordert Diagnostik jenseits der Produktorientierung. Es ist ein tiefes Prozessverständnis nötig, das über Expertenmodelle von Kreativität hinausgeht. Diese Studie trianguliert explorative Vorarbeiten mittels Eye-Tracking und Stimulated Recall-Interviews und zeigt, dass Prozesse von Lernen-den stabilen, identifizierbaren Phasen folgen. Dies bildet die Basis für gezielte fachdidaktische Maßnahmen. |
| 13:15 - 14:00 | Chor-Probe Ort: Seminarraum K5 |
| 16:00 - 17:30 | W9: Förderorientierte Diagnostik im Arithmetikunterricht der Primarstufe Ort: Seminarraum K5 Leitung: Prof. Dr. Christoph Selter, Anne Lausmann |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | Mathematikdidaktische Perspektiven auf AI Literacy Astrid Carolus, Frederik Dilling, Judith Huget, Ingo Witzke Ort: Seminarraum K5 |
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Das Projekt untersucht die Konzeptualisierung und Operationalisierung von AI Literacy bezogen auf generative KI im Mathematikunterricht ab Klasse 5. Basierend auf den Frameworks MAILS und AICOS wurden Items kontext-spezifisch adaptiert und mittels Expertenreviews sowie qualitativer Pretests an der Zielgruppe erprobt. Das resultierende Instrument wird aktuell Schüler:innen von Jahrgangsstufe 5 bis zum Abiturjahrgang vorgelegt. Eine Teil-stichprobe dient dann der faktorenanalytischen Modellentwicklung spezifischer Literacy-Aspekte, eine andere der längsschnittliche Analysen von Einflussfaktoren. |
| 8:45 - 9:20 | Aufgabenspezifisch oder aggregiert: Wann wird Feedback in OSAs als hilfreich wahrgenommen? Carl Wolfert, Irene Neumann, Daniel Sommerhoff Ort: Seminarraum K5 |
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Online Self Assessments (OSA) gewinnen, gerade am Übergang Schule-Hochschule, zunehmend an Bedeutung. Ein integraler Bestandteil von OSAs ist Feedback. Offen ist jedoch, wie Feedback gestaltet werden sollte, um möglichst hilfreich zu sein. Die vorgestellte empirische Studie vergleicht die wahrgenommene Nützlichkeit von aufgabenspezifischem und aggregiertem Feedback in mathematischen OSAs. Die Ergebnisse zeigen, dass keine generelle Empfehlung für eine Feedbackart möglich ist und vielmehr die Charakteristika der Lernenden differenziell in die Gestaltung des Feedbacks einbezogen werden sollten. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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9:45 - 10:30
Aus dem Hörsaal in die Praxis: Zur Rolle der Situierung bei der Transformation von Professionswissen in Handlungskompetenz angehender Mathematiklehrkräfte 1Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg; 2Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel Die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz bleibt eine zentrale Herausforderung, da angehende Lehrkräfte ihr universitär erworbenes Wissen oft nicht in der Praxis umsetzen können. Der Beitrag beleuchtet zentrale Lernmechanismen, die den Übergang von deklarativem Wissen zu handlungsbezogenen Kompetenzen (hier: reflexive und aktionsbezogene Kompetenz) unterstützen. Aufbauend auf kognitionspsychologischen Modellen wurde in einer Interventionsstudie (N = 187) untersucht, wie situierte Lerngelegenheiten diese transformationsbezogenen Prozesse fördern können. 10:30 - 11:00
Mehr als nur mehr Wissen? Die Entwicklung diagnostischer Kompetenz aus der Perspektive der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung 1IPN Kiel, Deutschland; 2LMU München, Deutschland Diagnostik zählt zu den zentralen professionellen Kompetenzbereichen von Lehrkräften. Obwohl deren Stellenwert weithin anerkannt ist, wird häufig auf ihre Beschreibung oder auf ihre Förderung fokussiert. Modelle, die beschreiben, wie sich Diagnosekompetenzen entwickeln, sind rar. Der vorliegende Beitrag überträgt daher zentrale theoretische und empirische Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung auf die Entwicklung von Diagnoseprozessen und -kompetenzen von Lehrkräften, um Implikationen für die Förderung sowie die Erforschung von Diagnosekompetenzen abzuleiten. |
| Datum: Donnerstag, 05.03.2026 | |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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8:30 - 9:00
Expertise in der diagnosegeleiteten Lernbegleitung Universität Paderborn, Deutschland Grundlage für gezielte Professionalisierungsmaßnahmen zu Diagnose und Förderung sind Erkenntnisse, wie Lehrkräfte diagnostizieren, darauf bezogene kurz- und langfristige Fördermaßnahmen planen und wie sich diese Expertise im Rahmen von Professionalisierungsmaßnahmen weiterentwickelt. Im Beitrag werden erste Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die mittels evaluativer qualitativer Inhaltsanalyse untersucht, welche Expertise (angehende) Lehrkräfte und Multiplizierende in der Lernbegleitung bei einer Förderung im Rahmen einer Vignettenbearbeitung zeigen. 9:00 - 9:30
Verschränkungsaufgaben zum Aufbau von berufsbezogenem Fachwissen und fachlichem Noticing im Lehramtsstudium 1Pädagogische Hochschule Heidelberg; 2Pädagogische Hochschule Freiburg; 3Universität Heidelberg Verschränkungsaufgaben sind Lerngelegenheiten für Lehramtsstudierende, um Hochschulmathematik mit Anforderungen aus der Schulpraxis zu verbinden. Sie werden im Übungsbetrieb einer Geometrievorlesung für das Gymnasiallehramt eingesetzt und bestehen aus der Repräsentation einer Unterrichtssituation und einem mehrstufigen Scaffolding, das die Bearbeitung anleitet. Der Beitrag leitet fachliches Noticing als Zielkonstrukt aus Theorien zu Lehrkräftekompetenz und professionellem Wissen ab. Anhand einer Verschränkungsaufgabe wird deren Aufbau und Einsatz erklärt und mit dem Zielkonstrukt verknüpft. |
| 10:25 - 10:45 | Design einer Lernumgebung zu Fairness im maschinellen Lernen Clara Müller, Katharina Bata, Jasmin Hörter, Martin Frank Ort: Seminarraum K5 |
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Der Beitrag beschreibt die Entwicklung und erste Erprobung eines Unterrichtsformats, das Fairness im maschinellen Lernen für die Sekundarstufe zugänglich macht. Mithilfe interaktiver Visualisierungen, realer Datensätze und strukturierter Diskurse identifizieren die Lernenden Bias, entwickeln statistische Fairnessmaße und reflektieren deren normative Bedeutung in verschiedenen Anwendungskontexten. Erste explorative Erhebungen liefern Hinweise auf die fachliche Zugänglichkeit des Designs und Potenziale für weiterführende empirische Untersuchung. |
| 10:55 - 11:15 | Pilotierung eines Fragebogens zu algorithmischen Entscheidungssystemen mit angehenden Mathematiklehrkräften Katharina Bata, Sarah Schönbrodt, Martin Geroldinger Ort: Seminarraum K5 |
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Algorithmische Entscheidungssysteme (engl. algorithmic decision-making systems, ADMS) nutzen statistische Modelle und datenbasierte Algorithmen, um große Datenmengen zu analysieren und menschliche Entscheidungen zu unterstützen oder zu automatisieren. Angesichts des wachsenden Einflusses von ADMS auf gesellschaftliche Prozesse wird ein Fragebogen entwickelt, um Erfahrungen und selbst eingeschätztes Wissen zu ADMS sowie Einstellungen zur unterrichtlichen Behandlung bei Lehrkräften zu erheben. Der Kurzvortrag stellt Ergebnisse einer Pilotierung der Items mit angehenden Mathematiklehrkräften vor. |
| Datum: Freitag, 06.03.2026 | |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
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9:00 - 9:30
Wird die Wirkung einer Weiterbildung zu Peer- & Self-Assessment auf das mathematische Lernen der Schüler:innen durch das mathematische Professionswissen vermittelt? - Eine randomisierte Kontrollstudie 1Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz; 2Pädagogische Hochschule St. Gallen, Schweiz; 3Pädagogische Hochschule Luzern, Schweiz Formatives Peer-/Self-Assessment hat das Potenzial, Lernen positiv zu beeinflussen. Zu dessen Umsetzung benötigen Lehrpersonen Professionswissen, das nicht ausreichend vorhanden ist. Deshalb entwickelte das FORMA-Projekt eine Weiterbildung, um die mathematikdidaktische und pädagogische Kompetenz der Lehrpersonen (n=96) zu Peer-/Self-Assessment zu fördern. Der Vortrag zeigt Effekte dieser interdisziplinären Intervention auf das fachliche Lernen der Schüler:innen (n=1525). Mittels Mediatoranalyse wird geprüft, ob das Professionswissen die Wirksamkeit der Weiterbildung auf das Lernen vermittelt. 9:30 - 10:00
Professionelles Lernen von Lehrkräften als Aneignung diagnostischer Kategorien im sprachbildenden Fachunterricht TU Dortmund, Deutschland Diagnosepraktiken von Mathematiklehrkräften sind geprägt von den diagnostischen Kategorien, die sie für das Wahrnehmen und Interpretieren aktivieren. Im Beitrag wird untersucht, inwiefern eine Fortbildung die Priorisierung von diagnostischen Kategorien zu sprachlichen Aspekten von Lernendenerklärungen verschiebt. |
| 11:00 - 11:35 | Förderung der Nutzung von Orientierungspunkten auf dem Zahlenstrahl: Einblicke in Lernprozesse Anna Lisa Simon, Florian Schindler, Maike Schindler Ort: Seminarraum K5 |
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Der Zahlenstrahl ist ein wichtiges Arbeitsmittel, erschließt sich Lernenden jedoch häufig nicht unmittelbar. Dieser Beitrag untersucht anhand eines Fallbeispiels aus einer Förderstudie am Ende der vierten Klasse, wie Kinder im Nutzen des Zahlenstrahls gefördert werden können. Am Beispiel von Emir wird die Förderung zur Nutzung der Einviertel- (25) und Dreiviertelmarkierung (75) auf dem Zahlenstrahl 0-100 dargestellt. Auf Basis von Emirs Äußerungen, Gesten und Blickbewegungen werden Hürden und förderliche Schlüsselstellen im Lernprozess rekonstruiert. |
| 11:45 - 12:20 | Rekonstruktion handlungsleitender Orientierungen von Mathematiklehrkräften: Eine Interviewstudie Mareike Kristin Nagel, Gilbert Greefrath Ort: Seminarraum K5 |
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Der Unterrichtsalltag von Mathematiklehrkräften ist durch vielfältige didaktische Anforderungssituationen geprägt, deren erfolgreiche Bewältigung die Berücksichtigung fachbezogener Unterrichtsqualitätsmerkmale erfordert. Fünf Prinzipien gelten als zentral für eine nachhaltige Sicherung dieser Qualität. Die Studie untersucht, inwieweit handlungsleitende Orientierungen von Lehrkräften die Berücksichtigung dieser Prinzipien prägen, indem selbstberichtete Praktiken zur Auswahl und Adaption von Aufgaben und Medien analysiert werden. |

