Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
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Ort: Seminarraum VW.10.002 Raum VW.10.002 auf Ebene 10 von Gebäude VW (gelbe Leitlinie); Kapazität für 32 Personen |
| Datum: Montag, 02.03.2026 | |
| 16:00 - 17:30 | AK Mathematikgeschichte und Unterricht Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Sebastian Schorcht, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Barbara Schmidt-Thieme, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Ysette Weiss, Institut für Mathematik |
| Datum: Dienstag, 03.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | "Wenn ich hier ganz oft tippe", ist das dann hilfreich fürs Mathelernen? Ergebnisse einer Studie zur Interaktion von Erstklässler*innen und einer Interviewerin mit digitalen Arbeitsmitteln Nina Köhne Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Digitale Arbeitsmittel werden von Grundschüler*innen häufig manipulationsbezogen und nicht mathematisch gedeutet. Letzteres ist aus interaktionistischer Perspektive jedoch eine Bedingung für die Möglichkeit mathematischen Lernens. In dieser Studie wurde untersucht, wie in der Interaktion zwischen Kind, Interviewerin und Lehrkraft ein mathematisches Thema hergestellt wird. Es kann gezeigt werden, wie die explizite Frage nach der symbolischen Darstellung das Thema der Interaktion verändert und mathematische Deutungen des Kindes rekonstruierbar werden. |
| 9:15 - 9:50 | Wenn 2/5 zweimal ziehen heißt – Bruchdeutungen als Quelle probabilistischer Fehlvorstellungen Florian Stampfer, Pia Tscholl, Michael Fischer Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Der Beitrag untersucht, wie Lernende Wahrscheinlichkeiten in Bruchform deuten. Anhand eines Lernendenprodukts und eines Interviews aus einer qualitativen Studie mit Lehramtsstudierenden wird gezeigt, dass der Bruch 2/5 als mehrstufiges Handlungsgeschehen interpretiert wird. Die Analyse verdeutlicht, dass probabilistische Fehlvorstellungen bereits auf der Ebene einzelner Bruchdeutungen entstehen und eng mit einer komponentenweisen Verarbeitung von Brüchen verknüpft sind. Daraus ergeben sich didaktische Implikationen für eine verständnisorientierte Einführung der Laplace-Wahrscheinlichkeit. |
| 10:00 - 10:35 | Herausforderungen bei der Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht: Eine qualitative Untersuchung aus Sicht praktizierender Lehrkräfte Marcel Hier, Johanna Schönherr Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Die Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht gilt als zentrales Bildungsziel, spielt in der Unterrichtspraxis jedoch bislang eine untergeordnete Rolle. Ziel dieser Studie ist es, Herausforderungen bei der Förderung von Kreativität aus der Perspektive praktizierender Mathematiklehrkräfte zu untersuchen. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse von 20 semistrukturierten Interviews wurden vielfältige Herausforderungen identifiziert, die auf unterschiedlichen Ebenen wirksam sind und nach Einschätzung der Lehrkräfte die Förderung von Kreativität im Mathematikunterricht einschränken. |
| 11:05 - 11:40 | "And math was, like, another language, like, native language that I spoke" - Mathematik als Raum von Sicherheit und Anerkennung – intersektionale Perspektiven auf Karrierewege Julchen Brieger Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Der Beitrag untersucht, wie queere, intersektional diskriminierte Mathematiker*innen Mathematikunterricht rückblickend als Raum von Sicherheit und Anerkennung rahmen. Auf Basis narrativer Interviews wird nach ersten Analysen gezeigt, dass Mathematik als sozialer Raum wirkt, in dem Zugehörigkeit situativ über mathematische Leistung hergestellt werden kann. |
| 11:50 - 12:25 | Entdeckungen von Viertklässler*innen bei Permutationen mit und ohne Wiederholung – Lernumgebung zu Ziffernkarten Alina Vonstein Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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In der Lernumgebung ‚Permutationen mit Ziffernkarten‘ können Lernende drei- und vierstellige Zahlen mit verschiedenen und doppelten Ziffern finden und kombinatorische Figuren entdecken. Zum Umgang mit Permutationen mit Wiederholung liegen in der Forschung bislang wenige Ergebnisse vor. In einer explorativen Erprobung bearbeiteten Viertklässler*innen die Lernumgebung in Einzelinterviews. Die Analyse von Lernendenäußerungen zum Vergleich zwischen Permutationen mit und ohne Wiederholung von dreistelligen Zahlen, zeigt Entdeckungen zum Zusammenhang zwischen Ziffernmaterial und Lösungsmenge. |
| 12:35 - 13:10 | Beweisakzeptanz und eigene Beweisversuche – eine Studie mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Mathematik-Olympiade am Anfang der Klassenstufen 5 bis 8 Petra Carina Edel Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Beweise sind in der Mathematik und auch beim Mathematiklernen wichtig. Dabei sollen aus mathematikdidaktischer Sicht auch beim Lernen induktive Prüfungen nicht als Beweis gelten, während der Grad an formalsprachlicher Abfassung nicht entscheidend ist. Studien mit Lernenden ab der Klasse 8 deuten jedoch u. a. auf eine Präferenz formaler Darstellungen hin. Der Vortrag gibt einen Einblick, inwieweit Lernende in den Klassen 5 bis 8 verschiedene fiktive Beweisversuche zu einer Allaussage akzeptieren und inwieweit deren Bewertungen fiktiver Beweisversuche mit eigenen Beweisversuchen zusammenhängen. |
| 16:00 - 17:30 | W19: Spielend Brüche am Zahlenstrahl platzieren - Das produktive Übungsspiel ‚Bazo‘ digital umgesetzt Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Lukas Baumanns, Universität Duisburg-Essen |
| 17:45 - 19:00 | W23: Einstieg in die Binomialverteilung - Die Bernoulli-Formel verstehen Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Haverkamp, Universität Greifswald |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | Big Data von Unternehmen: Mathematikhaltige Datenanalysen mit Pivot-Tabellen von Lernenden und Lehrkräften Gero Stoffels Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Ausgehend von der Nutzung von Big Data in Unternehmen und fachdidaktischen Ergebnissen ihrer Verwendung im Mathematikunterricht werden Pivot-Tabellen als etabliertes Tool zur Datenanalyse in Unternehmen sowie ihre Anwendung im Schulunterricht betrachtet. Dazu werden zwei konkrete berufsorientierende Kontexte auch im Sinne der critical data literacy aus dem Projekt MINTco@NRW vorgestellt, die Best-Practice Beispiele für ähnliche Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen darstellen können und verschiedene Forschungsanlässe im Kontext von Big Data in der Mathematikdidaktik bieten. |
| 8:45 - 9:20 | Mehr als Anwendungen im Alltag? Mathematische Weltbilder von Studierenden des Grundschullehramts Inga Gebel, Lisa Marie Langerwisch Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Mathematische Weltbilder sind subjektive Einstellungen über Mathematik und können durch den Formalismus-, Schema-, Anwendungs- und Prozess-Aspekt beschrieben werden. Insbesondere (zukünftige) Lehrkräfte sollten ein vielseitiges Bild aufweisen. In der vorliegenden Untersuchung wurden daher die mathematischen Weltbilder von 35 Grundschullehramtsstudierenden betrachtet und über eine Clusteranalyse mögliche Typen entwickelt. Dabei zeigte sich eine Dominanz des Formalismus- und Anwendungs-Aspekts, sowie ein vornehmlich eindimensionales Auftreten des Anwendungs-Aspekts. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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9:45 - 10:30
Erwartungen von Lehrkräften bei der Einführung von Lernverlaufsdiagnostik 1IPN Kiel, Deutschland; 2Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Für das Fach Mathematik ist digitale Lernverlaufsdiagnostik als Form des formativen Assessments ein vielversprechender Ansatz für einen evidenzbasierten Unterricht sowie eine adaptive, diagnosebasierte Förderung. Trotz nachgewiesener Effektivität ist die praxisbezogene Nutzung jedoch aktuell auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Im Rahmen einer Studie haben wir deshalb die Erwartungen von Lehrkräften an Lernverlaufsdiagnostik unter Berücksichtigung individueller und systemischer Faktoren analysiert, um Schlussfolgerungen für das Design und die Implementation von LVD ableiten zu können. 10:30 - 11:15
“Das nervt ein bisschen.” – Zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Certainty-based Marking im Unterricht 1Universität zu Köln, Deutschland; 2Universität Potsdam, Deutschland Der Beitrag untersucht, wie Schüler*innen Certainty-based Marking (CBM) im Mathematikunterricht wahrnehmen. Auf Grundlage qualitativer Gruppeninterviews zeigt sich, dass regelmäßig eingesetzte, unbenotete CBM-Tests überwiegend als entlastend und lernförderlich erlebt werden. Lernende berichten von besserer Selbsteinschätzung und gezielterem Üben, äußern jedoch auch Unsicherheiten und strategische Nutzung der Sicherheitsangaben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass CBM Potenzial für formative Lernprozesse besitzt, aber einer klaren Einführung und sorgfältigen Gestaltung bedarf. |
| Datum: Donnerstag, 05.03.2026 | |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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8:30 - 9:15
Wie Lernende digitale Hilfen nutzen: Feedbackprofile beim Bruchrechnen Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland Hilfen als eine Kategorie elaborierten Feedbacks können Lernende – vorausgesetzt der Nutzung dieser Hilfen – in ihrem Lernen unterstützen. Dieser Beitrag untersucht daher die Nutzungsprofile von N = 58 Siebtklässler*innen bei der Bearbeitung von Bruchrechenaufgaben einer digitalen Lernplattform. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Lernenden in drei Gruppen unterscheiden lassen: „(Umfassende) Hilfesuchende“ – die die Hilfen wiederum als positiver wahrnehmen – „Lösungsorientierte Nutzer*innen“ und „Minimale Hilfesuchende“. 9:15 - 10:00
Zum Einfluss des Geschlechts der Lernenden auf das Feedbackverhalten von Lehrkräften im problemorientierten Mathematikunterricht der Grundschule Universität zu Köln, Deutschland Wie beeinflusst das Geschlecht von Grundschulkindern das Feedbackverhalten von Lehrkräften im problemorientierten Mathematikunterricht? Auf Basis videographierter Unterrichtsstunden zeigen erste Analysen leichte Unterschiede in Häufigkeit, Auslösern und inhaltlicher Ausrichtung des Feedbacks und liefern Hinweise auf mögliche geschlechterbezogene Muster und eröffnen Perspektiven für weiterführende Forschung. |
| 10:25 - 10:45 | Schüler:innenperspektiven auf den Erwerb mathematischer Kompetenzen mit Unterstützung eines KI-Tutors Adrian Bachmann, Christoph Erath Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Seit der Veröffentlichung von ChatGPT rückt der Einsatz künstlicher Intelligenz im Mathematikunterricht verstärkt in den Fokus. Die Studie untersucht, wie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I den Einsatz eines KI-Tutors beim Erwerb mathematischer Kompetenzen erleben. In einer Unterrichtssequenz arbeiteten 14-jährige Lernende mit einem KI-Tutor, der adaptive Hinweise ohne Lösungsangaben bereitstellte. Schriftliche Rückmeldungen wurden mittels deduktiver qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen Potenziale und Herausforderungen KI-gestützter Lernunterstützung auf. |
| 10:55 - 11:15 | Zum Operationsverständnis von Addition und Subtraktion in der Schuleingangsphase – Eine qualitative Studie zu kindlichen Bedeutungszuschreibungen Lena Volke Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Das Dissertationsvorhaben untersucht das Operationsverständnis von Addition und Subtraktion in der Schuleingangsphase. Im Fokus steht dabei, wie Kinder symbolische Darstellungen interpretieren, eigene Darstellungen zu Additions- und Subtraktionsgleichungen erstellen und den Zusammenhang beider Operationen als Umkehroperationen nutzen. Unter besonderer Beachtung von Grundvorstellungen und der Darstellungsvernetzung werden dafür videografierte Leitfadeninterviews analysiert, um subjektive Bedeutungszuschreibungen zu rekonstruieren und mögliche Potenziale von Eigenproduktionen aufzuzeigen. |
| Datum: Freitag, 06.03.2026 | |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
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9:00 - 9:45
Sprechen oder tippen? Reichhaltigkeit von Lernendenantworten im digitalen, formativen Assessment zu Bruchverständnis 1Technische Universität Dortmund; 2IPN – Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Berlin/Kiel Der Beitrag untersucht, wie die Eingabeform (Tippen vs. Sprechen) die Reichhaltigkeit von Lernendenantworten in einem digitalen formativen Assessment zum Bruchverständnis beeinflusst. Im Mathe-sicher-können–Online-Check bearbeiteten 50 Sechstklässler Aufgaben zu Brüchen, drei Items schriftlich, drei per Spracheingabe. 77 mündliche und 68 schriftliche Antworten wurden qualitativ auf Sprachhandlungen und Verstehenselemente analysiert. Mündliche Antworten erweisen sich als sprachlich, fachlich und diagnostisch reichhaltiger. |
| 11:00 - 11:35 | Math goes to Hollywood: Dekonstruktion mathematischer Stereotypen bei Lehramtsstudierenden der Primarstufe András Bátkai, Ingrid Gessner, Lea Grimm, Fabian Hoya Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Dieser Beitrag untersucht, wie Lehramtsstudierende der Primarstufe mathematische Stereotypen im Spielfilm „The Imitation Game“ dekonstruieren. Im Fokus steht die Reflexion eigener Überzeugungen: Typische Narrative wurden analysiert und kritisch hinterfragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden diese Stereotypen erfolgreich identifizieren und für ihr pädagogisches Selbstverständnis explizit ablehnen. Die Studie verdeutlicht, wie die Auseinandersetzung mit kulturellen Bildern einen Belief-Shift hin zu einem realistischen, verständnisorientierten Mathematikbild initiiert. |
| 11:45 - 12:20 | Conceptual Change in der Lehrkräftebildung - Entwicklung und Evaluation einer Einführung in die Mathematikdidaktik Katharina Böcherer-Linder, Anne-Sophie Behr Ort: Seminarraum VW.10.002 |
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Welche Überzeugungen Lehrkräfte haben, bestimmt ihr Unterrichtshandeln. Die Beliefs von Lehramtsstudierenden sind jedoch häufig durch rezeptorientierte und lehrendenzentrierte Erfahrungen geprägt. Im Vortrag wird die Konzeption einer Lehrveranstaltung vorgestellt, die neben der Vermittlung fachdidaktischer Inhalte auch einen Wandel der Überzeugungen zum Ziel hat. Zur Evaluation wurden COACTIV-Skalen zu Lehrkräfteüberzeugungen in einem Prä-Post-Design eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass die Zustimmung der Studierenden zu transmissiven Items abnahmen und zu konstruktivistischen Items zunahmen. |

