Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
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Ort: Seminarraum VW.10.001 Raum VW.10.001 auf Ebene 10 von Gebäude VW (gelbe Leitlinie); Kapazität für 38 Personen |
| Datum: Montag, 02.03.2026 | |
| 16:00 - 17:30 | AK Lehr-Lern-Labore Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Christian Rütten, Universität Duisburg-Essen Chair der Sitzung: Silvia Schöneburg-Lehnert, Universität Leipzig Chair der Sitzung: Nicole Hoiboom, Bergische Universität Wuppertal |
| Datum: Dienstag, 03.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | Die Praktik "konstruktive Unterstützung von Verstehensprozessen" und ihre situative Adaption bei einer Expertenlehrkraft Denise Carstens, Nils Buchholtz Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Praktiken bezeichnen wiederkehrende Handlungsmuster, die Lehrkräfte in Reaktion auf die von ihnen wahrgenommenen Anforderungssituationen ausüben. Insbesondere Expertenlehrkräfte können diese Handlungsmuster flexibel und kurzfristig an die situativen Erfordernisse anpassen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer explorativen Studie zu den konstitutiven Elementen der Praktik "konstruktive Unterstützung von Verstehensprozessen" und ihrer situativen Adaption am Beispiel einer Expertenlehrkraft dargestellt. |
| 9:15 - 9:50 | Verstehensorientierte Gesprächsführung beim Zusammenführen lernstufendifferenzierter Aufgaben Viktoria ter Laak, Birte Pöhler Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Der Beitrag analysiert das verstehensorientierte Gesprächshandeln einer Lehrkraft in Plenumsphasen beim Einsatz einer lernstufendifferenzierten, digitalen Lehr-Lernumgebung zum verständigen Rechnen in Jahrgangsstufe 5. Anhand einer videografierten Unterrichtsstunde wird untersucht, wie die Lehrkraft unterschiedliche Lernstufen zusammenführt und welche Gesprächsstrategien sie nutzt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Zusammenführen der Lernstufen überwiegend lehrkraftzentriert erfolgt und insbesondere durch Impulse zu Darstellungsvernetzungen und Operationsverständnis unterstützt wird. |
| 10:00 - 10:35 | Lerngelegenheiten zum Aufbau des Stellenwertverständnisses in Mathematikbüchern in der Schuleingangsphase Laura Ucke, Moritz Herzog Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Obwohl das Stellenwertverständnis eine zentrales Elementarithmetischer Kompetenzen darstellt, ist wenig darüber bekannt, wie es in Lehrwerken instruiert wird. Der Beitrag analysiert Umfang, Art und die zu Grunde liegenden Prinzipien von Lerngelegenheiten zum Stellenwertsystem im Anfangsunterricht. Untersucht wurden drei Schulbuchreihen der Jahrgangsstufen 1 und 2. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als 4 % der Segmente explizit das Stellenwertverständnis adres-sieren, überwiegend im Zahlenraum von 21 bis 100. Dabei dominiert das Stellenwertprinzip gegenüber dem Bündelungsprinzip. |
| 11:05 - 11:40 | Vom Blick zum Modell: Kognitive Prozesse beim Modellieren im Freien durch Eyetracking sichtbar machen Isabella Gogesch, Matthias Ludwig Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Diese Pilotstudie untersucht mithilfe eines mobilen Eyetrackers, wie sich die frühen Phasen mathematischer Modellierung in Blickbewegungsmustern von Lernenden zeigen. Drei potenziell begabte Lernende bearbeiteten Modellierungsaufgaben an realen Objekten im Freien und reflektierten ihre Blickverläufe in Stimulated Recall Interviews. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass individuelle Modellierungsstrategien bereits früh visuell sichtbar werden. |
| 11:50 - 12:25 | Designing Assumption-Eliciting Probability Tasks Based on Probabilistic Environments Masafumi Kumode Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Many probability tasks fix assumptions and expect one numerical answer, yet classrooms often yield multiple answers. After ten heads, for example, some expect tails and others suspect bias—typically marked wrong. Viewing judgment as adaptation, these responses reflect premise completion under uncertainty. We therefore propose assumption-eliciting tasks that prompt learners to state and compare assumptions. |
| 12:35 - 13:10 | Zustandspezifisches Aufgabendesign für Lernumgebungen zum Beweisen mit Theorembeweisern Irene Garnelo, Michael Liebendörfer Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Theorembeweiser werden zunehmend in der Hochschullehre eingesetzt, da sie Studierende beim Erwerb formaler Beweisfertigkeiten unterstützen, sind jedoch nicht einfach zu erlernen. Der Beitrag schärft ein Designprinzip zum Scaffolding von Lernumgebungen zu Theorembeweisern aus. Insbesondere untersuchen wir dafür unterschiedliche Zustände in der Arbeit mit Theorembeweiser und die damit verknüpften Strategien. Die Ergebnisse sprechen für ein zustandsspezifisches Aufgabendesign, das unterschiedliche Stützen gezielt hervorhebt. |
| 16:00 - 17:30 | W13: Zählprozesse durch Strukturnutzung überwinden - Aufbau von Zahl- und Operationsvorstellungen im ZR 10 Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Sebastian Wartha, Pädagogische Hochschule Karlsruhe |
| 17:45 - 19:00 | W21: Die Welt in Daten - Digitale Ressourcen für den Stochastikunterricht Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Susanne Schnell, Goethe-Universität Frankfurt Chair der Sitzung: Malin Slotty, Goethe-Universität Frankfurt |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | Begabungsförderlicher Mathematikunterricht – Sichtweisen von Multiplikator*innen Nele Spillner, Janina Lenhart, Silvia Wördemann Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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In einer qualitativen Interviewstudie wurden elf Multiplikator*innen im Projekt LemaS-Transfer zu Merkmalen gelungenen begabungsförderlichen Mathematikunterrichts befragt und die Daten mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Multiplikator*innen für die „Begabungsförderung“ eine inklusive Ausrichtung als bedeutsam sehen ebenso wie eine inhaltliche Ausrichtung auf mathematisch reichhaltige Aufgabenstellungen, die für alle Lernenden zugänglich sind. |
| 8:45 - 9:20 | Merkmale von Vorlesungen als Bedingungsfaktoren für Studienerfolg im Fach Mathematik Hans Richter, Sebastian Geisler Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Mathematische Studiengänge verzeichnen im Fächervergleich die höchsten Abbruchquoten, wobei mangelnde Motivation eine zentrale Rolle spielt. Der Übergang von der Schule zur Hochschule ist häufig mit veränderten Anforderungen verbunden, die motivationale Probleme begünstigen können. Im Sinne der Person-Umwelt-Passung werden in der geplanten Studie sowohl Studierendenmerkmale als auch Merkmale von Mathematikvorlesungen untersucht. In einer quantitativen Längsschnittstudie wird analysiert, wie diese Merkmale die Motivationsentwicklung und Studienzufriedenheit beeinflussen. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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9:45 - 10:30
Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge TU Chemnitz, Deutschland Der Beitrag greift den Einsatz von Bilderbüchern im Mathematikunterricht in Kombination mit der App Book Creator auf und versteht Mehrsprachig-keit dabei als didaktische Ressource. Vorgestellt wird eine Staatsexamensarbeit zur Gestaltung einer entsprechenden mathematischen Lernumgebung, die zugleich als explorativer Impuls für ein geplantes Habilitationsprojekt im Rahmen des MINT-Fit-Programms dient. Darüber hinaus gibt der Beitrag Einblicke in die Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge. 10:30 - 11:15
AI-Based Development of Multilingual Tasks: Insights into Pre-Service Teachers’ Use of Large Language Models 1Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland LLMs such as ChatGPT are increasingly used to support teachers in designing multilingual mathematical learning opportunities, particularly in linguistically diverse classrooms. However, little is known about how pre-service teachers actually use LLMs for this purpose. This article presents empirical insights from a study in which 33 prospective teachers developed mathematics tasks with AI support and explored linguistic nuances between German and Turkish. The focus lies on how LLMs handle fine-grained meaning differences and how teachers interpret and build on these AI-generated suggestions. |
| Datum: Donnerstag, 05.03.2026 | |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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8:30 - 9:15
Mehrsprachigkeit als Ressource beim Verstehen von Divisionsaufgaben in deutsch-spanischen Lerngruppen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Mehrsprachigkeit kann als Ressource genutzt werden, um mathematische Konzepte zu verstehen. Dieser Beitrag untersucht die Rolle der Mehrsprachigkeit beim mathematischen Lernen insbesondere beim Verstehen von Divisionsaufgaben in deutsch-spanischen Lerngruppen. Es wird ein Setting vorgestellt, in dem Lernende Aufgaben in Deutsch und Spanisch bearbeiten. Analysiert wird, wie sie strukturelle Zusammenhänge wahrnehmen und Unterschiede zwischen Aufgabenformaten beschreiben. 9:15 - 10:00
Mehrsprachigkeit als Ressource mathematischer Argumentation Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Der Beitrag verbindet theoretische Ansätze zu Sprache, Mathematiklernen und Argumentation mit einer qualitativ-argumentationstheoretischen Analyse einer bilingualen Interaktion zwischen einer Lehrkraft und einem Viertklässler. Er zeigt, dass die in beiden Sprachen konventionell verwendeten Begriffe zur Parität zu verschiedenen Konzeptualisierungen führen und dadurch neue argumentative Zugänge eröffnen. Damit wird deutlich, dass Mehrsprachigkeit eine wertvolle Ressource darstellt, die mathematisches Argumentieren bereichern kann. |
| 10:25 - 10:45 | Anwendung der Qualitativen Inhaltsanalyse auf historisches mathematikdidaktisches Quellenmaterial – Methodische Überlegungen Marie Grenzer Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Die Geschichte von Mathematikunterricht und -didaktik stellt ein interdisziplinäres Forschungsfeld dar, zu dem verschiedene methodische Zugänge möglich sind. Zentral sind sowohl hermeneutische Ansätze der Historischen Bildungs- und Sozialforschung als auch qualitative Methoden der Mathematikdidaktik. Im Rahmen des Vortrags wird diskutiert, inwieweit sich die in der empirischen mathematikdidaktischen Forschung etablierte Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse für die systematische Untersuchung größerer Mengen bisher unerschlossener historischer Quellen zum Mathematikunterricht eignet. |
| 10:55 - 11:15 | Kognitive Aktivierung im Kontext der Differenzialrechnung (SEK II) Rauno Friedlin Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Kognitive Aktivierung wurde bisher nicht systematisch in der Sekundarstufe II erforscht. Im Kontext der Differenzialrechnung soll nun mit Hilfe einer Fragebogenstudie (N=400) eruiert werden, inwiefern Lehrkräfte der SEK II in der Lage sind kognitive Aktivierung im Unterricht einzuschätzen. Daran anschließend geben Videografien des Unterrichts samt externer Ratings Aufschluss darüber, ob das Verhalten der Lehrkräfte im Unterricht kohärent mit den Antworten im Fragebogen ist. Schülerfragebögen in ausgewählten Klassen eröffnen eine weitere Perspektive. |
| Datum: Freitag, 06.03.2026 | |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
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9:00 - 9:45
"Shí bedeutet immer zehn" - Einbezug von Mehrsprachigkeit in den alltäglichen Mathematikunterricht der Grundschule Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Viele Kinder wachsen mehrsprachig auf, allerdings wird ihre Mehrsprachigkeit bisher nur selten gezielt in den Mathematikunterricht an Grundschulen einbezogen. Studien weisen allerdings auf Chancen durch den Einbezug von Mehrsprachigkeit hin. Im Promotionsprojekt wird untersucht, inwiefern die Mehrsprachigkeit von Lernenden bereits in den ersten beiden Schuljahren in alltäglichen Mathematikunterricht einbezogen werden kann und welche Chancen und Herausforderungen dabei entstehen. Erste empirische Daten werden vorgestellt. |
| 11:00 - 11:35 | Die Entwicklung eines Kompetenzstufenmodells für arithmetische Basiskompetenzen Ricarda Holland, Carolin Wosch, Tobias Rolfes, Jessica Hoth Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Mathematiklehrpersonen sollten über vertieftes Hintergrundwissen zu den Schulinhalten verfügen bzw. ebenfalls über die mathematischen Kompetenzen aus der Schulstufe, an die der von ihnen unterrichteten Schulstufe anschließt (hier: Sek I). Da es bisher kein Diagnoseinstrument zur Erfassung dieser Basiskompetenzen angehender Lehrpersonen gibt, wird nachfolgend die Entwicklung eines Diagnosetests und das daraus entstandene Kompetenzstufenmodell dargestellt. |
| 11:45 - 12:20 | Chancen und Herausforderungen der schriftlichen Erhebung von individuellen Vorstellungen Eva Schöll, Tomma Jetses, Alexander Salle Ort: Seminarraum VW.10.001 |
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Zur Erhebung individueller Vorstellungen werden häufig Interviews genutzt. Diese bieten eine reichhaltige Datenbasis für die Rekonstruktion von Vorstellungen. Um jedoch verallgemeinerbare Aussagen zu Vorstellungen tätigen zu können, wird zur Generierung einer repräsentativen Datenbasis meist auf schriftliche Erhebungsmethoden zurückgegriffen. Inwieweit schriftliche Erhebungen den Charakter individueller Vorstellungen erfassen können, wird im Vortrag thematisiert. Dazu werden Chancen und Herausforderungen anhand ausgewählter Daten einer aktuellen Untersuchung diskutiert. |

