Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht | |
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Ort: Seminarraum VW.09.002 Raum VW.09.002 auf Ebene 9 von Gebäude VW (gelbe Leitlinie); Kapazität für 36 Personen |
| Datum: Montag, 02.03.2026 | |
| 16:00 - 17:30 | AK Frauen, Gender & Diversity und Mathematik Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Johanna Hedwig Kerres, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Julchen Brieger, Technische Universität Chemnitz Weitere Leitung: Lara Gildehaus, Renate Motzer, Christiane Scharlach |
| Datum: Dienstag, 03.03.2026 | |
| 8:30 - 9:05 | Computational Thinking als Brücke zwischen Mathematik und Informatik am Beispiel der Konstruktion von Vielecken mit Scratch Hannes Stoppel Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Computational Thinking (CT) gilt als verbindend zwischen Mathematik und Informatik. Der Beitrag untersucht, wie sich Lernumgebungen mit Scratch auf die Beliefs von Schüler:innen der Klasse 6 auswirken. 50 Schüler:innen bearbeiteten Aufgaben zu regulären Vielecken. Ein Pre-/Post-Fragebogen erfasste die wahrgenommene Bedeutung von Mathematik für das Programmieren sowie des Programmierens für das mathematische Verständnis. Die Ergebnisse zeigen deutliche Veränderungen der Beliefs und deuten darauf hin, dass CT die epistemische Beziehung zwischen beiden Fächern stärken kann. |
| 9:15 - 9:50 | Herleitungsstrategien der Multiplikation - Nutzungsweisen von interaktiven Videos Juliane Wefers Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Im Rahmen meines Promotionsprojekts wurden an vier Schulen in NRW, bei 154 Kindern der zweiten Jahrgangsstufe Herleitungsstrategien der Multiplikation unterschiedlich eingeführt. Im Beitrag geht es um die Einführung durch interaktive Videos. Ziel ist es, individuelle Nutzungsweisen zu analysieren und zu kontrastieren. Im Vortrag werden erste Ergebnisse präsentiert und es werden Einblicke in das methodische Vorgehen gegeben, wie die Daten der Interaktionen mit dem Video analysiert werden. |
| 10:00 - 10:35 | Wie offen ist zu offen? Herausforderungen bei offenen, medial gestützten Aufgaben begegnen Patrick Ebers Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Offene Aufgaben gelten als lernwirksam, die Bearbeitung mit digitalen Werkzeugen wird von Lehrkräften jedoch häufig als unsystematisches Probieren wahrgenommen. Kontrastierende Aussagen von Lehrkräften zu einem Videofalls zur Aufgabe Parabel als Produkt zweier linearer Funktionen werden mit der Lupe des Teacher Noticing betrachtet. Die unterschiedliche Interpretation des Falls führt zu gewinnbringenden Diskussionen über Unterstützungsstrategien und Adaptionen der Aufgabe zwischen Offenheit und Lenkung. Ziel ist es, Lehrkräfte beim Einsatz offener, medial gestützter Aufgaben zu unterstützen. |
| 11:05 - 11:40 | Entwicklung digitaler Materialien für den Mathematikunterricht: Eine designbasierte Fallstudie im Lehramtsstudium Edith Lindenbauer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Die Studie untersucht eine fachdidaktische LV, in der Studierende iterativ GeoGebra-Materialien für die Sekundarstufe 1 entwickelten. Ziel ist es, fundierte Designprinzipien für eine LV zur Förderung von Professionswissen (TPACK) bei Erstellung und Bewertung digitaler Materialien (DM) zu entwickeln. Die thematische Analyse von Interviews und Lerntagebüchern zeigt Zuwächse im fachdidaktischen und technologisch-fachdidaktischen Wissen. Förderlich waren fachdidaktische Analysen und systematisches Feedback; Herausforderungen lagen in Aufgabengestaltung und Integration von DM in den Unterricht. |
| 11:50 - 12:25 | Stochastische Kompetenzen bei finanziellen Entscheidungen unter Ungewissheit – Konzeption einer Interviewstudie Johannes Hellmund, Michael Liebendörfer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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In diesem Beitrag wird die Konzeption einer Interviewstudie vorgestellt, die untersucht, welche Bedeutung stochastische Kompetenzen bei finanziellen Entscheidungen unter Ungewissheit haben. Grundlage bildet ein Modell, das Aspekte von Entscheidungssituationen mit stochastischen Konzepten verknüpft. Für eine Pilotstudie werden Entscheidungssituationen entwickelt, um in Interviews mit Lehramtsstudierenden der Mathematik die Nutzung stochastischen Wissens in alltäglichen Finanzentscheidungen zu rekonstruieren. |
| 12:35 - 13:10 | Inhaltliche Beliefs angehender Mathematiklehrer:innen der Sekundarstufe Stefan Götz, Felix Woltron Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Es wird eine Studie vorgestellt, bei der eine innovative Methodik zur Evaluierung von „fachlichen Beliefs“ angehender Mathematiklehrer:innen der Sekundarstufe eingesetzt wird. Dabei liegt der Fokus auf ihrer Wahrnehmung fachlicher Konzepte und Resultate am Beispiel "Folgen und Reihen" und deren Relevanz für den Unterricht. Eine qualitative und quantitative Analyse liefert Einblicke in fachliche Beliefs angehender Lehrpersonen. Obwohl der überwiegende Teil der zu evaluierenden Konzepte/Resultate als relevant eingestuft worden ist, sind die dazu erhobenen Beispiele oft nur oberflächlicher Natur. |
| 16:00 - 17:30 | W15: Schüler*innen akkurat beim Beweisen und Argumentieren einschätzen Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Michael Nickl, Technische Universität München (TUM) |
| 17:45 - 19:00 | W20: Zahl- und Operationsverständnis von Brüchen identifizieren, diagnostizieren und fördern Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Kim-Alexandra Rösike, TU Dortmund |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | Grundvorstellungen zu Kongruenzabbildungen – Eine Lehrbuchanalyse Dorothee Sophie Dahl Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Um für den Unterricht didaktisch und methodisch fundierte Entscheidungen zu treffen, kann sich an Grundvorstellungen orientiert werden. Diese sind für Kongruenzabbildungen bislang jedoch kaum entwickelt worden. Für die Herleitung passender Grundvorstellungen angelehnt an das Vorgehen von Salle und Clüver (2021) wird daher eine qualitative Lehrbuchanalyse durchgeführt, um Definitionen, Phänomene, Anwendungsfelder, Repräsentationen und Methoden der Begriffsgenese bei 18 Lehrbüchern (1946-2024) zu sammeln. Damit sollen anschließend Merkmale für Grundvorstellungen erarbeitet werden. |
| 8:45 - 9:20 | Unendlich im Mathematikunterricht der Primarstufe Lisa Kohlmetz, Ergi Acar Bayraktar Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Im Rahmen einer Staatsexamensarbeit wurde erforscht, welche Imaginationen und Deutungen zum mathematischen Begriff des Unendlichen in philosophisch angelegten Gesprächen mit Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren sichtbar werden. Das Unendliche ist im schulischen Kontext bislang unzureichend erforscht und im deutschen Mathematikunterricht nicht systematisch thematisiert. Die Analyse zeigt, dass das Unendlichkeitsverständnis von Lerner*innen wenig mathematisch ausdifferenziert ist, sich auf einer intuitiv-inhaltlichen Ebene befindet und v. a. durch lebensweltliche Erfahrungen geprägt ist. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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9:45 - 10:30
Größenvorstellungen zu Längen - empirische Ergebnisse zur Dimensionalität des Konstrukts 1Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 2Universität Rostock; 3Friedrich-Schiller-Universität Jena Der Umgang mit Größen und das Verständnis gehören zu grundlegenden Bestandteilen mathematischer Bildung. In der Primarstufe, in der Kinder erste Erfahrungen mit Größen sammeln, sollen Größenvorstellungen ge-zielt und nachhaltig aufgebaut werden (KMK, 2022). Dafür ist es nötig, das Konstrukt der Größenvorstellungen und seine Komponenten zu be-stimmen, wobei Literatur und curricularen Standards zeigen, dass die Kon-zeptualisierungsansätze nicht immer übereinstimmen (Hagena, 2022). Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Ergebnisse einer empirischen Analyse der Dimensionalität dar. 10:30 - 11:15
Empirische Dimensionen des Gewichtsverständnisses: Eine Hauptkomponentenanalyse von Gewichtsitems in Klasse 4 1Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Freiburg Im Beitrag wird untersucht, welche empirischen Dimensionen sich für den Größenbereich Gewicht in einer schriftlichen Erhebung in Klasse 4 identifizieren lassen. Ausgangspunkt bilden die im Modell von Reuter und Schuler (2023) beschriebenen Kerntätigkeiten Vergleichen, Messen und Schätzen. Die Hauptkomponentenanalyse basiert auf einer Erhebung mit N=327 Kindern. Erste Ergebnisse und deren Bezug zum Größenverständnismodell von Reuter und Schuler (2023) werden vorgestellt. |
| Datum: Donnerstag, 05.03.2026 | |
| 8:30 - 10:00 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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8:30 - 9:15
Entwicklung einer Lernumgebung zum frühen Gewichtsverständnis im kooperativ-dialogischen Anfangsunterricht Leuphana Universität Lüneburg, Deutschland ‚Gewichte‘ ab Klasse 1? Das Forschungsprojekt fokussiert als Design Research die Entwicklung einer kooperativ-dialogischen Lernumgebung zur Masse. Erforscht wird deren Umsetzbarkeit in Klasse 1, um frühzeitig reichhaltige Erfahrungen zu dieser visuell nicht wahrnehmbaren Größe zu gewähren. Der Beitrag begründet das Anliegen theoretisch und illustriert die Vorbereitung der iterativen Forschung. Auf der sachanalytischen Ebene folgen Entwicklungsstufen zum frühen Gewichtsverständnis und auf Designebene werden Gestaltungsprinzipien aus der dialogischen Didaktik hergeleitet. 9:15 - 10:00
Messen von Volumina in der Primarstufe - erste Erkenntnisse aus einer Interviewstudie Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Grundvorstellungen zum Volumenbegriff und zum Messprozess sowie Fähigkeiten zur Volumenmessung sind zentrale Bestandteile eines tragfähigen Größenverständnisses im Größenbereich der Volumina. Trotz dieser Relevanz liegen bislang nur wenige einschlägige Studien für das Primarstufenalter vor. Im Rahmen einer Interviewstudie wurden Vorgehensweisen von Kindern der Primarstufe im Umgang mit Messinstrumenten im Größenbereich der Volumina analysiert, um Einblicke in das zugrunde liegende Volumenverständnis zu erlangen. Im Vortrag werden erste Ergebnisse der Vorstudie präsentiert. |
| 10:25 - 10:45 | Stages of Concern im Mathematikunterricht – Eine geplante Implementierungsstudie zur erstmaligen Einführung der Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Sekundarstufe I in Österreich Magdalena Steuxner, Florian Stampfer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Seit dem Schuljahr 2023/24 gilt in Österreich ein neuer Lehrplan für die Sekundarstufe I, der ab 2025/26 erstmals die Wahrscheinlichkeitsrechnung in der 7. und 8. Schulstufe verankert. Lehrpersonen stehen damit vor der Herausforderung, ein neues Inhaltsgebiet oft ohne entsprechende Ausbildung umzusetzen. Die Studie begleitet diesen Implementierungsprozess und untersucht die Stages of Concern von Lehrpersonen nach dem Concerns-Based Adoption Model. Methodisch folgt sie einem Mixed-Methods-Design aus qualitativen Interviews, Fragebogenerhebungen und einer Analyse des realisierten Unterrichts. |
| 10:55 - 11:15 | Theorie-Praxis-Transfer in der Grundschuldidaktik Mathematik – Professionelle Reflexionsfähigkeiten von Studierenden an der Schnittstelle von Universität und Vorbereitungsdienst Susanne Wöller Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Es wird die Professionalisierung von Studierenden in einem phasenübergreifenden Seminar in der Grundschuldidaktik Mathematik untersucht. Studierende und Referendar:innen entwickeln und erproben offene Aufgaben für einen natürlich differenzierenden Mathematikunterricht. Videovignetten des eigenen Unterrichts werden in Gruppeninterviews nach dem learning-to-notice-framework (Van Es & Sherin, 2021) analysiert. Die Ergebnisse zeigen Professionalisierung als reflexiven Aushandlungsprozess, in dem Theorie-Praxis-Transfer als wechselseitige Abstimmung unterschiedlicher Wissensformen sichtbar wird. |
| Datum: Freitag, 06.03.2026 | |
| 9:00 - 10:30 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
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9:00 - 9:45
Das Schätzen von Längen in der Grundschule - Indikatoren von Schätzkompetenz und ihre Einflussfaktoren Universität Rostock, Deutschland Obwohl es in vielen Situationen im Alltag – z. B. im Straßenverkehr – wichtig ist, Längen nicht nur möglichst genau, sondern gleichzeitig auch möglichst schnell schätzen zu können, wurde die Längenschätzgeschwindigkeit von Grundschulkindern bislang noch nicht als Indikator für Schätzkompetenz in den Blick genommen. Die im Vortrag vorgestellte Studie untersucht, inwieweit die Längenschätzgenauigkeit und -geschwindigkeit von Viertklässlerinnen und Viertklässlern miteinander zusammenhängen und welche Faktoren die beiden Komponenten beeinflussen. |
| 11:00 - 11:35 | Kriterienbasierte Konzeption und Analyse von Cartoonvignetten durch Lehramtsstudierende: Szenarien fallbasierten professionsbezogenen Lernens zum Mathematikunterricht Sebastian Kuntze, Jens Krummenauer Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Analysekompetenz zu konkreten Situationen im Mathematikunterricht kann in der Lehramtsausbildung vignettenbasiert herausgefordert und trainiert werden. Wenn Studierende kriterienbasiert Darstellungen von Unterrichtssituationen selbst konzipieren und diese mit digitaler Unterstützung als Cartoon-Vignetten gestalten, können solche Aktivitäten - wie auch nachgelagerte Lernanlässe auf der Basis dieser Vignetten - spezifische Lernpotentiale aufweisen. Im Vortrag werden diese professionsbezogenen Lernpotentiale untersucht, auch erste empirische Ergebnisse werden vorgestellt. |
| 11:45 - 12:20 | (Flexible) Rechenstrategien in der Sekundarstufe Johanna Wieser, Robin Göller Ort: Seminarraum VW.09.002 |
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Flexibles Rechnen bezeichnet die Fähigkeit, Rechenaufgaben auf vielfältige, effiziente und aufgabenadäquate Weise zu lösen. In der Praxis zeigt sich, dass Schüler*innen nach der Einführung der schriftlichen Rechenverfahren vermehrt auf diese zurückgreifen, ohne ihre Effizienz zu reflektieren. Im Rahmen des Projekts "Zahlen im Kopf - Kopfrechnen fördern" wird dieser Problematik nachgegangen. Es wird erhoben, welche Aufgaben Schüler*innen überwiegend (nicht-)schriftlich lösen und ob sich dabei Zusammenhänge mit der Richtigkeit und Bearbeitungsdauer ergeben. |

