Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Sitzungsübersicht |
| Datum: Mittwoch, 04.03.2026 | |
| 8:00 - 8:35 | „Die Lösung steht doch da!“ Einsatz von ChatGPT zur Lösung einer Fermiaufgabe in Klasse 4 Xenia-Rosemarie Reit, Jakob Gerloff Ort: Hörsaal 28 |
|
|
"Warte kurz, ich frage ChatGPT!". Während KI im Alltag vieler angekommen zu sein scheint und Forschungsprojekte im Sekundarstufenbereich zunehmen, fehlen vergleichbare Forschungsprojekte im Primarbereich, die aufzeigen, wie ein lernwirksamer Einsatz von KI im Mathematikunterricht aussehen kann. In der vorliegenden Studie wurden daher 4.-klässler bei der Bearbeitung einer Fermiaufgabe mit ChatGPT in den Blick genommen. Die Ergebnisse zeigen: Verständnisfördernd ist vor allem eine aktive Rolle der Lernenden, die zwischen eigenem Denken und gezielten Anfragen an ChatGPT wechseln. |
| 8:00 - 8:35 | Antwortsicherheit und metakognitive Kalibrierung beim Größenvergleich positiver rationaler Zahlen Christina Imp, Florian Stampfer Ort: Seminarraum VW.11.002 |
|
|
Beim Arbeiten mit positiven rationalen Zahlen unterscheiden sich Lernende nicht nur in der Lösungsrichtigkeit, sondern auch in ihrer Antwortsicherheit. In dieser Studie wurde untersucht, wie Lernende ihre Antwortsicherheit bei Größenvergleichsaufgaben mit positiven rationalen Zahlen einschätzen und welche Muster der metakognitiven Kalibrierung auftreten. Die Ergebnisse zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede in Antwortsicherheit und Kalibrierung und verdeutlichen das diagnostische Potenzial von Antwortsicherheitsangaben als Perspektive auf metakognitive Prozesse für den Mathematikunterricht. |
| 8:00 - 8:35 | Begabungsförderlicher Mathematikunterricht – Sichtweisen von Multiplikator*innen Nele Spillner, Janina Lenhart, Silvia Wördemann Ort: Seminarraum VW.10.001 |
|
|
In einer qualitativen Interviewstudie wurden elf Multiplikator*innen im Projekt LemaS-Transfer zu Merkmalen gelungenen begabungsförderlichen Mathematikunterrichts befragt und die Daten mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Multiplikator*innen für die „Begabungsförderung“ eine inklusive Ausrichtung als bedeutsam sehen ebenso wie eine inhaltliche Ausrichtung auf mathematisch reichhaltige Aufgabenstellungen, die für alle Lernenden zugänglich sind. |
| 8:00 - 8:35 | Big Data von Unternehmen: Mathematikhaltige Datenanalysen mit Pivot-Tabellen von Lernenden und Lehrkräften Gero Stoffels Ort: Seminarraum VW.10.002 |
|
|
Ausgehend von der Nutzung von Big Data in Unternehmen und fachdidaktischen Ergebnissen ihrer Verwendung im Mathematikunterricht werden Pivot-Tabellen als etabliertes Tool zur Datenanalyse in Unternehmen sowie ihre Anwendung im Schulunterricht betrachtet. Dazu werden zwei konkrete berufsorientierende Kontexte auch im Sinne der critical data literacy aus dem Projekt MINTco@NRW vorgestellt, die Best-Practice Beispiele für ähnliche Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen darstellen können und verschiedene Forschungsanlässe im Kontext von Big Data in der Mathematikdidaktik bieten. |
| 8:00 - 8:35 | Grundvorstellungen zu Kongruenzabbildungen – Eine Lehrbuchanalyse Dorothee Sophie Dahl Ort: Seminarraum VW.09.002 |
|
|
Um für den Unterricht didaktisch und methodisch fundierte Entscheidungen zu treffen, kann sich an Grundvorstellungen orientiert werden. Diese sind für Kongruenzabbildungen bislang jedoch kaum entwickelt worden. Für die Herleitung passender Grundvorstellungen angelehnt an das Vorgehen von Salle und Clüver (2021) wird daher eine qualitative Lehrbuchanalyse durchgeführt, um Definitionen, Phänomene, Anwendungsfelder, Repräsentationen und Methoden der Begriffsgenese bei 18 Lehrbüchern (1946-2024) zu sammeln. Damit sollen anschließend Merkmale für Grundvorstellungen erarbeitet werden. |
| 8:00 - 8:35 | Inklusiver Mathematikunterricht aus der Sicht von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Rebecca Henkel Ort: Seminarraum K1 |
|
|
Lehrkräfte werden sowohl von der Gesellschaft als auch von der Bildungs-politik mit der Anforderung konfrontiert, inklusiven Unterricht professio-nell handelnd zu gestalten. Im Rahmen des Vortrages werden Ergebnisse einer Studie mit Lehrkräften im Vorbereitungsdienst für das Fach Mathe-matik vorgestellt. Anhand von Auszügen aus Gruppendiskussionen mit an-gehenden Lehrkräften für Gymnasien und für Sonderpädagogik wird darge-stellt, welche expliziten und impliziten Wissensbestände sich hinsichtlich eines inklusiven Mathematikunterrichtes rekonstruieren lassen. |
| 8:00 - 8:35 | KI als Unterstützung im Modellierungsprozess Leander Koll, Gilbert Greefrath Ort: Seminarraum VW.12.001 |
|
|
Mathematisches Modellieren stellt hohe kognitive Anforderungen an Schüler*innen. Die Studie untersucht die Nutzung Künstlicher Intelligenz durch die Lernenden als Hilfestellung in verschiedenen Phasen des Modellierungsprozesses und die Relevanz der KI-generierten Ausgaben für die weitere Bearbeitung der Aufgabe. Die Ergebnisse zeigen die Vielfalt der Nutzung der Ausgaben in verschiedenen Phasen des Modellierungskreislaufs und dessen Bedeutung für die Lösungsfindung. Dabei konnten jedoch auch Grenzen durch Komplexität und Umfang einzelner KI-generierter Ausgaben identifiziert werden. |
| 8:00 - 8:35 | Leistungsentwicklung mathematischen Argumentierens Bettina Lenzner, Esther Brunner, Jonas Lampart Ort: Seminarraum I.14.75 |
|
|
Mathematisches Argumentieren stellt eine zentrale Kompetenz kompetenzorientierten Mathematikunterrichts dar und umfasst u. a. das Begründen. In der vorliegenden Längsschnittstudie wurde die Entwicklung der Korrektheit mathematischer Begründungen von 176 Lernenden der 4. bis 6. Jahrgangsstufe über 2,5 Jahre untersucht. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Leistungszuwachs mit mittlerem Effekt. Lernende mit Deutsch als Erstsprache erreichen durchgehend höhere Werte als jene mit anderer Erstsprache, beide Gruppen verbessern sich jedoch signifikant. |
| 8:00 - 8:35 | Mathematikdidaktische Perspektiven auf AI Literacy Astrid Carolus, Frederik Dilling, Judith Huget, Ingo Witzke Ort: Seminarraum K5 |
|
|
Das Projekt untersucht die Konzeptualisierung und Operationalisierung von AI Literacy bezogen auf generative KI im Mathematikunterricht ab Klasse 5. Basierend auf den Frameworks MAILS und AICOS wurden Items kontext-spezifisch adaptiert und mittels Expertenreviews sowie qualitativer Pretests an der Zielgruppe erprobt. Das resultierende Instrument wird aktuell Schüler:innen von Jahrgangsstufe 5 bis zum Abiturjahrgang vorgelegt. Eine Teil-stichprobe dient dann der faktorenanalytischen Modellentwicklung spezifischer Literacy-Aspekte, eine andere der längsschnittliche Analysen von Einflussfaktoren. |
| 8:00 - 8:35 | Mit Erklärvideos zu tragfähigen Vorstellungen – Designprinzipien zur Förderung des Verständnisses von Dezimalbrüchen Lia Brüggemeyer, Stephan Hußmann Ort: Seminarraum I.14.60 |
|
|
Die Studie untersucht im Rahmen der fachdidaktischen Entwicklungsforschung, wie Erklärvideos zum Thema Dezimalbrüche Lernprozesse unterstützen können. Im Mittelpunkt stehen die entwickelten Designprinzipien, die zur Förderung eines tragfähigen Verständnisses eingesetzt werden. Erste empirische Ergebnisse zeigen, dass dynamische Visualisierungen und die gezielte Thematisierung typischer nicht tragfähiger Vorstellungen Lernende dazu anregen können, mathematische Beziehungen zu erkennen, eigene Denkweisen zu reflektieren und konzeptuelles Wissen weiterzuentwickeln. |
| 8:00 - 8:35 | Professionalisierung angehender Mathematiklehrkräfte: Ökonomische Bildung nach dem Vorbild beruflicher Schulen Birthe Wichmann, Johanna Heitzer Ort: Seminarraum K6 |
|
|
Finanzbildung erfährt zunehmend mediale und politische Aufmerksamkeit und rückt in Fokus bildungspolitischer Debatten. Im Beitrag wird die Bedeutung der Förderung ökonomische Bildung (vs. Finanzbildung) im Mathematikunterricht aufgezeigt. Es werden Wissenslücken junger Menschen hinsichtlich Finanzkompetenz dargestellt und berufliche Schulen als ein mögliches Vorbild zur Adressierung dieser im Mathematikunterricht identifiziert. Abschließend wird ein Praxisbeispiel einer Vorlesungssitzung an der RWTH Aachen vorgestellt, in der Lehramtsstudierende über ökonomische Bildung diskutieren. |
| 8:00 - 8:35 | Strukturieren von Gleichungen und ihr effizientes Lösen: Zwei Eye-Tracking-Studien Christof Weber, Georg Bruckmaier, Max Homberger Ort: Seminarraum K2 |
|
|
Effizientes Gleichungslösen setzt mehr voraus als korrektes Umformen: Entscheidend ist, wie Gleichungen gedanklich strukturiert werden. Der Beitrag untersucht mithilfe von Eye-Tracking, wie Lehramtsstudierende und Gymnasiast*innen Gleichungen mit unterschiedlich effizienten Lösungswegen bearbeiten. Zwei Studien zeigen, dass Expert*innen, die Gleichungen effizient lösen, sie integrativ strukturieren, während nicht effiziente Lösungswege mit lokal-sequenziellen Blickverläufen einhergehen. Diese Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial von Eye-Tracking, Strukturierungsprozesse sichtbar zu machen. |
| 8:00 - 8:35 | Subjektive Widersprüche zwischen Orientierungen und Praktiken von Lehrkräften im analytischen Geometrieunterricht Janine Herrmann Ort: Seminarraum W.11.018 |
|
|
Die Orientierungen von Lehrkräften zum verstehensorientiertem, analyti-schem Geometrieunterricht stehen mit unterrichtlichen Praktiken in Ver-bindung (Prediger, 2019, S. 370). Indem subjektive Verbindungen durch die Methode des Clusterns (Green, 1971) rekonstruiert werden, zeigt sich, dass Lehrkräfte, die das Ziel haben, *Lernende auf das Abitur vorzubereiten* häufig Praktiken berichten, die für verstehensorientierten Unterricht unproduktiv sind. Ein genaueres Verständnis von subjektiven Widersprüchen hilft dabei, Fortbildungen an die Bedürfnisse von Lehrkräften anzupassen. |
| 8:00 - 8:35 | The product rule(s) for differentiation – an example case for teaching proofs in mathematics education Roland Gunesch Ort: Seminarraum K3 |
|
|
This article attempts to cover one aspect of teaching mathematical content and process-oriented knowledge in mathematics education studies at the tertiary level (university level) which the author finds especially interesting and which may be didactically very useful: the product formula(s) for differentiation (derivatives) and the corresponding proof(s). |
| 8:00 - 8:35 | Unterstützung von Mathematiklehramtsstudierenden bei der Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik Antonia Hintze, Martina Döhrmann, Meike Grüßing, Björn Schwarz Ort: Seminarraum W.12.011 |
|
|
Im Projekt „Mathematik vernetzen – Unterstützung von Studierenden in der bewussten Wahrnehmung von Bezügen zwischen Schul- und Hochschulmathematik“ werden unter Berücksichtigung der Gegebenheiten der Lehramts-Ausbildung an der Universität Vechta Aufgaben entwickelt, welche exemplarisch die Zusammenhänge zwischen Schul- und Hochschulmathematik aufzeigen und die Lernenden studienbegleitend zu einer reflexiven Auseinandersetzung mit diesen Bezügen anregen sollen. Im Beitrag wird das Projekt sowie die entwickelten Kriterien für die Aufgaben vorgestellt. |
| 8:00 - 8:35 | Vielfältige Wahrscheinlichkeitsinterpretationen bei Fragen zur Variabilität Arabella Denk Ort: Seminarraum K4 |
|
|
In diesem Beitrag werden individuelle Situierungen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs diskutiert. Ergebnisse einer Studie zum Variabilitätsdenken von Lehramtsstudierenden verdeutlichen, dass sich Interpretationen von Wahrscheinlichkeiten in Aufgaben zum Themenkreis des empirischen Gesetzes der großen Zahlen nicht auf ihre "Schätzbarkeit" durch kumulierte relative Häufigkeiten beschränken. Zudem bietet die Studie Einblicke in individuelle Sichtweisen auf Daten im Wechselspiel von mathematischen Mustern und Abweichungen. |
| 8:00 - 8:35 | Vom Rechteck zum Parallelogramm – (Was) Reflexionsanlässe beim Programmieren schaffen Anna-Christin Söhling, Carina Büscher Ort: Seminarraum K8 |
|
|
In der vorgestellten Studie wird untersucht, wie Reflexionsanlässe beim Programmieren geometrischer Figuren mathematisches Verstehen unterstützen. In einer Turtle-Coder-Lernumgebung programmieren Lehramtsstudierende verschiedene Vierecke und reflektieren vor und nach dem Programmieren deren Eigenschaften. Anhand von Fallstudien zur Parallelogramm-Programmierung wird analysiert, welche Verstehenselemente aufgegriffen und/oder konkretisiert werden. Die Ergebnisse zeigen Chancen, aber auch Grenzen reflexiver Anlässe, insbesondere bei nicht unmittelbar im Code sichtbaren Eigenschaften. |
| 8:00 - 8:35 | Wahrgenommene Teacher Moves in gemeinsamen Gesprächsphasen zum flexiblen Rechnen in Klasse 1 Federica Becker, Julia Bruns Ort: Seminarraum V.08.001 |
|
|
Die Studie untersucht expertise-bezogene Unterschiede in der professionellen Unterrichtswahrnehmung von Lehrkräften bei der Moderation gemeinsamer Gespräche zum flexiblen Rechnen in Klasse 1. Anhand von Einzelinterviews mit je 10 angehenden und erfahrenen Lehrkräften wird erfasst, welche Teacher Moves in drei videobasierten Unterrichtsszenen wahrgenommen, wie diese interpretiert und welche Handlungsalternativen genannt werden. Erste Ergebnisse zeigen Unterschiede in den wahrgenommenen Teacher Moves sowie deutliche Unterschiede in deren Interpretation und der Nennung alternativer Handlungen. |
| 8:00 - 8:35 | Was ist eine Variable? Felix Lensing, Kata Sebök Ort: Senatssaal |
|
|
Variablen sind in der Mathematik allgegenwärtig. Ihre Verwendungskontexte sind jedoch derart vielfältig, dass man sich bei dem Versuch, einen einheitlichen Variablenbegriff zu gewinnen, vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt sieht. Durch den Vortrag möchten wir mit Ihnen über diese Schwierigkeiten ins Gespräch kommen. Zur Vorbereitung bitten wir Sie daher, darüber nachzudenken, wie Sie die folgenden drei Leerstellen füllen würden: 1. Eine Variable ist ein(e) ________. 2. ________ ist eine Variable. 3. In der Mathematik verwenden wir Variablen, um ________. |
| 8:00 - 8:35 | Welche Instrumente nutzen Mathematiklehrkräfte zur Erhebung von Lernausgangslagen und welche Gründe liegen dieser Auswahl zugrunde? Erste Ergebnisse aus LaMbda Marlon Steinmann, Milena Riedel, Melanie Trypke, Poldi Kuhl, Sonja Nonte, Hedwig Gasteiger Ort: Hörsaal 31 |
|
|
Datengestützte Diagnostik ist ein zentrales Element zur Sicherung von Mindeststandards an Grundschulen. Wenig erforscht ist, ob und nach welchen Kriterien Lehrkräfte diagnostische Tools auswählen und einsetzen. Dies wurde im vom BMFSFJ geförderten Projekt LaMbda mittels standardisierter Befragungen untersucht, ebenso die eingeschätzte Wichtigkeit der Tools. Das diagnostische und professionelle Handeln der Lehrkräfte ist überwiegend im Unterricht verortet, orientiert sich an Lehrwerken und erfolgt unter zeitlichen sowie organisatorischen Rahmenbedingungen. |
| 8:00 - 8:35 | Wie Lernende Abhängigkeiten zwischen Wahrscheinlichkeiten verstehen – Ein dynamischer Zugang zu bedingten Wahrscheinlichkeiten Nicole Steib, Theresa Büchter, Stefan Krauss, Katharina Böcherer-Linder, Karin Binder, Andreas Eichler, Markus Vogel Ort: Hörsaal 26 |
|
|
Der Base-Rate-Neglect stellt ein zentrales Lernhindernis beim Umgang mit bedingten Wahrscheinlichkeiten dar und wird in diesem Kontext überwiegend statisch über Bayesianische Aufgaben operationalisiert. Der Beitrag stellt einen dynamischen Zugang vor, bei dem der Einfluss von Parameteränderungen auf den positiv prädiktiven Wert beurteilt wird. Anhand einer Trainingsstudie im Prä-Post-Follow-up-Design mit N=515 Medizin- und Jurastudierenden wird gezeigt, dass es sich beim Base-Rate-Neglect um ein veränderbares und beim Base-Rate-Respect um ein trainierbares Phänomen handelt. |
| 8:00 - 8:35 | Wirkt Heimatnähe? Eine empirische Studie zum Einfluss lokaler Kontexte auf Aufgabenwert und Modellierungsleistung von Schüler*innen Simon Staudinger, Stanislaw Schukajlow, Jascha Quarder Ort: Hörsaal 30 |
|
|
Die Studie untersucht, ob die Einbettung lokaler Kontexte in Modellierungsaufgaben den aufgabenbezogenen Wert und die Modellierungsleistung von Schüler*innen beeinflusst. In einem experimentellen Between-Subject-Design (N=279) bearbeiteten Lernende Aufgaben entweder mit lokalem Kontext oder mit neutralem Kontext. Insgesamt zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Explorative Analysen weisen jedoch darauf hin, dass leistungsstärkere Schüler*innen einen höheren aufgabenbezogenen Wert bei lokalen Kontexten berichten. |
| 8:00 - 8:35 | Zum Zusammenhang von Fähigkeiten im schriftlichen Subtrahieren und dem konzeptuellen Stellenwertverständnis Katja Lenz, Gerald Wittmann Ort: Hörsaal 27 |
|
|
Sowohl empirische Befunde als auch stoffdidaktische Analyse deuten darauf hin, dass ein konzeptuelles Stellenwertverständnis eine wesentliche Voraussetzung für das Erlernen der schriftlichen Subtraktion ist. In einer empirischen Studie mit N = 406 Kindern in Klasse 4 wird der Zusammenhang von Fähigkeiten im schriftlichen Subtrahieren und dem konzeptuellen Stellenwertverständnis auf der individuellen Ebene untersucht. Eine hierarchische Clusteranalyse zeigt, dass beide Aspekte individuell unterschiedlich ausgeprägt sein können. |
| 8:00 - 9:30 | Publizieren in wissenschaftlichen Zeitschriften Ort: Seminarraum MI.13.05 Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel Dieser Informationsvortrag mit integrierten Fragephasen wendet sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler*innen, die Artikel für (nationale und/oder internationale) wissenschaftliche Zeitschriften mit peer review schreiben möchten. Dazu wird über verschiedene Aspekte des Publizierens in wissenschaftlichen Zeitschriften informiert und es werden Hinweise zum Vorgehen gegeben. Thematisiert wird dabei:
Die Rolle von Publikationen für die Wissenschaft; die Rolle von Publikationen für die wissenschaftliche Karriere; Nationale vs. internationale Publikationen; Publikationsarten & Ansehen von Publikationen; Review-Verfahren: Arten, Ziele, Ablauf; Worauf beim Schreiben zu achten ist: häufige Kritikpunkte in Gutachten; Tipps zum Publizieren/Publikationsstrategie; Rechtliche Fragen und „Anstandsregeln“ (Plagiate, Predatory Journals, Publikationsethik, KI-Nutzung, Autor*innenanteile etc.).
Die Folien werden vorher bereitgestellt. Interessierte sind herzlich willkommen. |
| 8:45 - 9:20 | Aufgabenspezifisch oder aggregiert: Wann wird Feedback in OSAs als hilfreich wahrgenommen? Carl Wolfert, Irene Neumann, Daniel Sommerhoff Ort: Seminarraum K5 |
|
|
Online Self Assessments (OSA) gewinnen, gerade am Übergang Schule-Hochschule, zunehmend an Bedeutung. Ein integraler Bestandteil von OSAs ist Feedback. Offen ist jedoch, wie Feedback gestaltet werden sollte, um möglichst hilfreich zu sein. Die vorgestellte empirische Studie vergleicht die wahrgenommene Nützlichkeit von aufgabenspezifischem und aggregiertem Feedback in mathematischen OSAs. Die Ergebnisse zeigen, dass keine generelle Empfehlung für eine Feedbackart möglich ist und vielmehr die Charakteristika der Lernenden differenziell in die Gestaltung des Feedbacks einbezogen werden sollten. |
| 8:45 - 9:20 | BNE in der Lehre mit einem projektbasierten Seminar ermöglichen – ein Erfahrungsbericht Christian Büscher, Carina Büscher Ort: Seminarraum K8 |
|
|
BNE handelt von komplexen Problemen, der Ausbildung eigener Positionen und dem Erwerb von Handlungsfähigkeit – drei Aspekte, die auch für die die didaktische Umsetzung von BNE im Mathematikunterricht gelten. In projektbasierten Seminaren an den Universitäten Essen und Köln erarbeiteten Studierende eigenständig Unterrichtsmaterial für die Integration von BNE in den Mathematikunterricht. Der Vortrag gibt Einblicke in Designprinzipien des Seminars und diskutiert die Erfahrungen der Dozierenden sowie erste Ergebnisse der Auswertung von Fragebögen aus der Begleitforschung. |
| 8:45 - 9:20 | Darstellungsvernetzung bei präalgebraischen Termen - Die Rolle der Gestik für das Explizieren von Strukturen Alexandra Tondorf Ort: Seminarraum V.08.001 |
|
|
Das Explizieren zentraler Strukturen ist für die Darstellungsvernetzung und den Verständnisaufbau zentral. Die Relevanz bedeutungsbezogener Sprache dabei ist für verschiedenen Inhaltsbereiche beschrieben worden. Am Lerngegenstand "Termumformung von Zahlentermen" wird ein Ein-blick in qualitative Analysen gegeben, in denen neben Verbalsprache insbe-sondere auch Gestik zur Explizierung zentraler Strukturen für die Darstel-lungsvernetzung untersucht wird. Herausgearbeitete Strategien, wie Lernende beide Modalitäten für Struk-turexplizierung und Darstellungsvernetzung kombinieren werden vorge-stellt. |
| 8:45 - 9:20 | Die »Digitale Fortbildungsoffensive II« Mathematik Primarstufe – Konzeptionelles und erste empirische Befunde Eva Mehren, Sofia Schrader, Daniela Götze, Daniel Walter Ort: Hörsaal 31 |
|
|
Die steigende Bedeutung von Lehrkräftefortbildungen im Primarbereich erfordert qualitativ hochwertige, langfristige und zugleich flexible Konzepte. In der Digitalen Fortbildungsoffensive II Mathematik Primarstufe (DFO II) werden synchrone und asynchrone digitale Phasen mit unterrichtlicher Praxiserprobung und gemeinsamer Reflexion zur Förderung arithmetischer Basiskompetenzen miteinander kombiniert. Erste Evaluationen zeigen eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden sowie geben Hinweise bezüglich der Orientierungen von Lehrkräften zur Weiterentwicklung ihres Mathematikunterrichts. |
| 8:45 - 9:20 | Die Schnittpunktvorstellung - stoffdidaktische Analyse einer Grundvorstellung zum Parallelitätsbegriff Franziska Strunk, Mathias Hattermann Ort: Seminarraum K2 |
|
|
Im Themengebiet der analytischen Geometrie der Sekundarstufe II werden Lagebeziehungen wie Parallelität im Raum behandelt. Während für die Ebene Grundvorstellungen zum Parallelitätsbegriff formuliert wurden (Fetzer & Paravicini, 2024), fehlen entsprechende für den Raum. Für ein aufwärtskompatibles, flexibles konzeptuelles Verständnis werden diese jedoch benötigt. Dieser Beitrag analysiert stoffdidaktisch die Übertragbarkeit der Schnittpunktvorstellung („parallele Geraden haben keinen Schnittpunkt oder sind identisch“) in den Raum unter Verwendung des Verfahrensrahmens von Salle & Clüver(2021). |
| 8:45 - 9:20 | Dynamische Visualisierung von Gleichungen in zwei Variablen in einem online-Tool Reinhard Oldenburg Ort: Senatssaal |
|
|
Gleichungen in zwei Variablen aufzustellen, bereitet erhebliche Schwierigkeiten, unter anderem tritt der sogenannte Umkehrfehler häufig auf. Es wird ein online Tool vorgestellt, das die Bedeutung solcher Gleichungen erfahrbar macht, und es werden erste Erfahrungen damit berichtet. |
| 8:45 - 9:20 | Erarbeitung des dezimalen Stellenwertsystems im Zahlenraum über eine Million – erste Ergebnisse einer Schulbuchanalyse für Klasse 5 Christian Schöttler Ort: Seminarraum K3 |
|
|
Ein zentraler Inhalt des Mathematikunterrichts der unteren Sekundarstufe I ist die Erweiterung des dezimalen Stellenwertverständnisses auf den Zahlenraum größer als eine Million. Im Rahmen einer Schulbuchanalyse wird analysiert, wie der neue Zahlenraum eingeführt, welche Lerngelegenheiten sich ergeben, welche Darstellungen genutzt und welche Art von Verständnis gefördert werden. Im Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. |
| 8:45 - 9:20 | Eye-Tracking-Forschung in der Mathematikdidaktik: Ein Einblick in die aktuelle Studienlage Maike Schindler, Lukas Baumanns, Anna Lisa Simon, Achim J. Lilienthal Ort: Hörsaal 26 |
|
|
Um die aktuelle Entwicklung des dynamischen Forschungsfeldes der Eye-Tracking-Forschung in der Mathematikdidaktik zu verfolgen, zu strukturieren und zusammenzufassen, wurde eine systematische Übersichtsstudie durchgeführt, die im vorliegenden Beitrag synthetisiert wird. Es wurden 116 Eye-Tracking-Studien eingezogen, die zwischen 2019 und 2024 publiziert wurden. Der Beitrag thematisiert u.a. die mathematischen Inhaltsbereiche der Eye-Tracking-Studien sowie die deskriptiven Studienmerkmale wie etwa die Klassen- und Altersstufen der Teilnehmenden, für die sich interessante Trends zeigen. |
| 8:45 - 9:20 | Interaktionsgranularität voicebasierter KI-Unterstützung im Modellierungsprozess Valentin Katter, Alexander Salle, Fabian Wolff, Martin Laun Ort: Seminarraum W.12.011 |
|
|
Aktuelle Studien zeigen, dass Large Language Models (LLMs) Lernprozesse unterstützen können, zugleich jedoch häufig sehr ausführliche und informationsdichte Antworten erzeugen. Der Beitrag untersucht, wie sich diese Komplexität in mathematischen Modellierungsprozessen systematisch erfassen lässt. Dazu wird das Konzept der Interaktionsgranularität auf LLM-basierte Tutoring-Dialoge übertragen und operationalisiert. In einer Mixed-Methods-Studie mit Schüler*innen der Sekundarstufe I werden voicebasierte Interaktionen mit ChatGPT analysiert. |
| 8:45 - 9:20 | Konzeption eines Tests zum Beweisverständnis von Lehramtsstudierenden Marco Kindervater, Barbara Schmidt-Thieme Ort: Hörsaal 27 |
|
|
Das Beweisen ist sowohl in der Fachdisziplin als auch im Mathematikunterricht in Form des Argumentierens und Beweisens von zentraler Bedeutung. Für die Unterrichtspraxis ist insbesondere das Erschließen eines Beweises mit einem entsprechenden individuellen Beweisverständnis als Ergebnis relevant. Ein solches Beweisverständnis lässt sich über Kompetenzdimensionen, Komplexitätsstufen und Aufgabenbereiche zielführend beschreiben. Darauf basierend wurde ein Test entwickelt, der das Verständnis von Teilbarkeitsaussagen von Lehramtsstudierenden erfasst. Die Struktur des Tests wird hier präsentiert. |
| 8:45 - 9:20 | Lehr-Lern-Labore als Orte der Lehrkräftefortbildung - Gestaltungsmöglichkeiten und Evaluation an einem Beispiel aus dem teutolab-mathematik Anna Reher Ort: Seminarraum VW.11.002 |
|
|
Schülerlabore stellen innovative Lernorte dar, an denen außerschulische Angebote entwickelt und erprobt werden. Zunehmend werden sie auch in die Lehrkräftefortbildung integriert. Der Beitrag thematisiert verschiedene Gestaltungsansätze von Fortbildungen in Lehr-Lern-Laboren und konkretisiert diese am Beispiel des teutolab-mathematik. Die Evaluation der durchgeführten Fortbildung zeigt positive Effekte auf ausgewählte kognitive Variablen der Teilnehmenden, insbesondere auf das Pedagogical Content Knowledge (PCK). |
| 8:45 - 9:20 | Lehrkräftewissen zum Lehren von Problemlösen – Erkenntnisse aus einem Scoping Review Hendrik Streit, Benjamin Rott Ort: Seminarraum I.14.75 |
|
|
Die erfolgreiche Förderung der Problemlösekompetenz von Schüler*innen hängt maßgeblich von Lehrkräften ab. Vor allem für die Lehrkräftebildung erscheint es daher wesentlich, dass Anforderungen an Lehrkräfte klar umrissen sind. Um einen Überblick über die Forschung zum Lehren von Problemlösen zu generieren, haben wir einen Scoping Review angefertigt. Von elf identifizierten Forschungsschwerpunkten wird in diesem Beitrag exemplarisch der Schwerpunkt ‚Wissen der Lehrkraft‘ diskutiert. Es wird aufgezeigt, inwieweit existierende Konzepte mithilfe des Überblickes ergänzt und erweitert werden können. |
| 8:45 - 9:20 | Mehr als Anwendungen im Alltag? Mathematische Weltbilder von Studierenden des Grundschullehramts Inga Gebel, Lisa Marie Langerwisch Ort: Seminarraum VW.10.002 |
|
|
Mathematische Weltbilder sind subjektive Einstellungen über Mathematik und können durch den Formalismus-, Schema-, Anwendungs- und Prozess-Aspekt beschrieben werden. Insbesondere (zukünftige) Lehrkräfte sollten ein vielseitiges Bild aufweisen. In der vorliegenden Untersuchung wurden daher die mathematischen Weltbilder von 35 Grundschullehramtsstudierenden betrachtet und über eine Clusteranalyse mögliche Typen entwickelt. Dabei zeigte sich eine Dominanz des Formalismus- und Anwendungs-Aspekts, sowie ein vornehmlich eindimensionales Auftreten des Anwendungs-Aspekts. |
| 8:45 - 9:20 | Merkmale von Vorlesungen als Bedingungsfaktoren für Studienerfolg im Fach Mathematik Hans Richter, Sebastian Geisler Ort: Seminarraum VW.10.001 |
|
|
Mathematische Studiengänge verzeichnen im Fächervergleich die höchsten Abbruchquoten, wobei mangelnde Motivation eine zentrale Rolle spielt. Der Übergang von der Schule zur Hochschule ist häufig mit veränderten Anforderungen verbunden, die motivationale Probleme begünstigen können. Im Sinne der Person-Umwelt-Passung werden in der geplanten Studie sowohl Studierendenmerkmale als auch Merkmale von Mathematikvorlesungen untersucht. In einer quantitativen Längsschnittstudie wird analysiert, wie diese Merkmale die Motivationsentwicklung und Studienzufriedenheit beeinflussen. |
| 8:45 - 9:20 | Raus aus der Linearitätsfalle! Visualisierungen gegen lineare Übergeneralisierungen bei nicht linearen Geometrieproblemen. Gudula Volbers, Stanislaw Schukajlow, Gilbert Greefrath, Janina Krawitz Ort: Hörsaal 30 |
|
|
Lineare Übergeneralisierungen sind eine zentrale Fehlerquelle beim Lösen nicht linearer Geometrieprobleme. Die Studie untersucht den Einfluss digitaler Lernumgebungen mit statischen und dynamischen Visualisierungen auf das Verständnis solcher Probleme. In einer quasiexperimentellen Untersuchung mit 306 Lernenden zeigte die Experimentalgruppe bessere Leistungen bei nicht linearen Problemen und weniger lineare Übergeneralisierungen als die Kontrollgruppe. Negative Effekte auf lineare Probleme traten nicht auf. Die Ergebnisse sprechen für das lernförderliche Potenzial geeigneter Visualisierungen. |
| 8:45 - 9:20 | Rechenschwäche in der Sekundarstufe: Eine Professionalisierungsaufgabe für das österreichische Schulsystem Annalisa Steinecke, Karner Andrea Ort: Seminarraum K1 |
|
|
Nationale und internationale Vergleichsstudien weisen immer wieder darauf hin, dass ein relevanter Anteil an Schüler*innen ohne hinreichend gesicherte Basiskompetenzen im Bereich der Arithmetik in die Sekundarstufe I übertritt. Die Aufarbeitung derartiger Verstehensdefizite erfordert eine zielgerichtete Professionalisierung von Lehrkräften des Sekundarbereichs. Im vorliegenden Beitrag werden das Konzept sowie erste empirische Ergebnisse eines Weiterbildungsprogramms der Pädagogischen Hochschule Steiermark vorgestellt, das in Kooperation mit der Universität Bayreuth durchgeführt wird. |
| 8:45 - 9:20 | Rekonstruktion von Lernendenvorstellungen zum Skalarprodukt ungleich Null Olga Lomas Ort: Seminarraum I.14.60 |
|
|
Der Beitrag untersucht Lernendenvorstellungen zum Skalarprodukt ungleich Null nach der Einführung des Orthogonalitätskriteriums. Ausgangspunkt ist eine entwickelten Lernumgebung, in der Lernende in Kleingruppen arbeiten. Auf Grundlage von Vergnauds Theorie der konzeptuellen Felder werden mithilfe von Konzepten- und Theoremen-in-Aktion geteilte Vorstellungen einer Lerngruppe rekonstruiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Fall "Skalarprodukt ungleich Null" zunächst über eine Abgrenzung zum orthogonalen Spezialfall erschlossen und im Lernverlauf zunehmend algebraisch strukturiert wird. |
| 8:45 - 9:20 | Unendlich im Mathematikunterricht der Primarstufe Lisa Kohlmetz, Ergi Acar Bayraktar Ort: Seminarraum VW.09.002 |
|
|
Im Rahmen einer Staatsexamensarbeit wurde erforscht, welche Imaginationen und Deutungen zum mathematischen Begriff des Unendlichen in philosophisch angelegten Gesprächen mit Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren sichtbar werden. Das Unendliche ist im schulischen Kontext bislang unzureichend erforscht und im deutschen Mathematikunterricht nicht systematisch thematisiert. Die Analyse zeigt, dass das Unendlichkeitsverständnis von Lerner*innen wenig mathematisch ausdifferenziert ist, sich auf einer intuitiv-inhaltlichen Ebene befindet und v. a. durch lebensweltliche Erfahrungen geprägt ist. |
| 8:45 - 9:20 | Verschränkung der Querschnittsfelder BNE und Digitalisierung bei der Auseinandersetzung mit Zukunftsherausforderungen im Mathematikunterricht Philip Helf, Johanna Heitzer Ort: Seminarraum K6 |
|
|
Viele Zukunftsherausforderungen stehen in direkter Verbindung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung und Digitalisierung. Der Durchbruch generativer künstlicher Intelligenz, die Klimakrise sowie mediale Unsicherheiten durch Fake News sind zentrale Themen, die sowohl gesellschaftliches Handeln als auch (mathematische) Bildung beeinflussen. Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen wird gezeigt, wie diese Verbindung produktiv für die Gestaltung von Mathematikunterricht genutzt werden kann. |
| 8:45 - 9:20 | Vorgehensweisen von Grundschulkindern beim Bearbeiten von Aufgaben zum Raumvorstellungs-Material Ansichtssache Jonathan von Ostrowski Ort: Seminarraum VW.12.001 |
|
|
Im Beitrag wird das Vorgehen von Grundschulkindern beim Bearbeiten von Aufgaben des Materials Ansichtssache untersucht, welches frei verfügbar als OER veröffentlicht ist und zur Förderung der Raumvorstellung genutzt werden kann. Anhand der Analysen zweier Kinder (1. und 4. Klasse) werden unterschiedliche Strategien im Umgang mit Seitenansichten sichtbar. Diese Strategien werden auf die Komponenten der Raumvorstellung sowie ausgewählte prozessbezogene Kompetenzen bezogen. |
| 8:45 - 9:20 | Warum Erklären-Wie einfacher fällt Marco Riehle, Reit Xenia-Rosemarie Ort: Hörsaal 28 |
|
|
„Warum?“ „Das weiß ich doch nicht!“. In einer Studie mit 72 Lernenden der 5.-7. Jahrgangsstufe wurde mithilfe eines entwickelten Kategoriensystem festgestellt, dass Lernenden das Erklären wie ein mathematisches Muster zustande kommt leichter fällt, als das Erklären warum. Während die Argumentationen vielfach bedeutsame Elemente enthielten, scheiterten Lernenden vor allem an der sprachlichen Präzision und der Struktur des Arguments. Die Interviews der Lernenden deuten darauf hin, dass mündliche Erklärungen nicht grundsätzlich besser sind als die schriftlichen. |
| 8:45 - 9:20 | Wie verlässlich sind Selbstberichte zur Überzeugung durch mathematische Argumente? Milena Damrau Ort: Seminarraum K4 |
|
|
Die Studie untersucht experimentell, inwiefern selbstberichtete Überzeugung von der Gültigkeit von Aussagen durch mathematische Argumente tatsächliche Überzeugung widerspiegelt. 430 Studienanfänger*innen validierten jeweils fünf Aussagen nach dem Lesen verschiedener Arten von Argumenten und gaben anschließend ihre Überzeugung durch die Argumente an. Traditionelle Beweise wurden als besonders überzeugend berichtet. Tatsächlich überzeugten jedoch vor allem empirische Argumente von der Gültigkeit der Aussagen. Insgesamt zeigten sich deutliche Hinweise auf systematische Diskrepanzen. |
| 8:45 - 9:20 | Zufallsexperimente in Grundschulbüchern Eva Treiber Ort: Seminarraum W.11.018 |
|
|
Laut den Bildungsstandards sollen Schülerinnen und Schüler zum Ende der Grundschulzeit die Chancen für Ereignisse bei einfachen Zufallsexperimenten einschätzen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Zufallsexperimente in bayerischen Grundschulbüchern zu finden sind, also wohl als „einfach“ eingeschätzt werden. Einheitlich wird bereits im Anfangsunterricht dazu angeregt, praktische Erfahrungen mit dem Ziehen von Objekten zu sammeln; darüber hinaus zeigen sich kleinere und größere Unterschiede. |
| 9:20 - 9:45 | Kaffeepause Ort: Foyer K, I und VW Wir halten in allen Gebäuden in den Foyers ein Kaffeestation für Sie bereit. Neben Kaffee und Tee sorgen wir für frisches Obst, Snacks und Kaltgetränke. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 01: Aktuelle Forschung zu mathematischen Begabungen Ort: Senatssaal Chair der Sitzung: Matthias Brandl, Universität Passau Chair der Sitzung: Ralf Benölken, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Lukas Donner, Universität Göttingen Chair der Sitzung: Peter Kaiser, Eberhard Karls Universität Tübingen Chair der Sitzung: Moritz Zehnder, Universität Bayreuth |
|
|
9:45 - 10:15
"Mathematische Begabungen" – Quo vadis? Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Das Thema "mathematische Begabung" ist nach wie vor ein vielschichtig studiertes Forschungsfeld. Im Vortrag sollen aktuelle Forschungsströmungen und -perspektiven subsummiert werden. 10:15 - 10:45
Challenging Deconstruction of Signs by Iconoclasm as a Motivational Aspect for the Mathematically Gifted and Creative Personality - A Theoretical Consideration and Hypothesis 1University of Passau, Germany; 2Stockholm University, Sweden With regard to the question of what level of challenge is appropriate for the respective categories of students, a new line of thought is proposed that deals with the hypothesis that the desire of gifted individuals to understand mathematics and solve mathematical problems may be even greater when the process of unpacking/deconstructing of mathematical signs or artifacts (Vygotsky) remains more demanding and challenging. This seems to be related and justified by the concept of iconoclasm, which is currently being discussed in connection with mathematical giftedness and creativity. 10:45 - 11:15
Systematische Untersuchungen zur Förderung von mathematischer Strukturierungskompetenz bei mathematisch potenziell begabten Schüler*innen Universität Tübingen, Deutschland Im Beitrag werden drei randomisierte Feldstudien sowie übergreifende explorative Fragestellungen zur Untersuchung eines Enrichment-Kurses zur Förderung mathematischer Strukturierungskompetenz (MSK) bei (mathematisch) begabten Schüler*innen (N=435, Klassenstufen 2–6) vorgestellt. Alle drei Studien bestätigten die Wirksamkeit des Kurses bezüglich der Förderung von MSK. Multiple Regressionen zeigen, dass die MSK der Schüler*innen vor allem durch arithmetische Kompetenz, fluide Intelligenz und Selbstkonzept vorhergesagt wird. Am stärksten profitieren Schülerinnen mit hoher mathematischer Begabung. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 02: Zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen - Potenziale von Bewegungen für mathematische Lernprozesse Ort: Seminarraum K3 Chair der Sitzung: Lena Radünz, Bergische Universität Wuppertal Chair der Sitzung: Thomas Rottmann, Universität Bielefeld |
|
|
9:45 - 10:30
Mathematik zwischen Embodiment und Bewegtem Lernen – Problemaufriss zum Forschungsfeld 1Bergische Universität Wuppertal, Deutschland; 2Universität Bielefeld, Deutschland Der Beitrag zeichnet einen Problemaufriss zum Forschungsfeld des Bewegten Lernens im Mathematikunterricht. Trotz vielfältiger Begriffe und Perspektiven – von sportwissenschaftlichen Konzepten bis zur Embodied Cognition – fehlt ein kohärentes begriffliches Verständnis. Diese Unschärfe erschwert die Einordnung von Studien, den Vergleich ihrer Ergebnisse und die Ableitung tragfähiger didaktischer Konsequenzen. Der Text bündelt zentrale Herausforderungen, zeigt konzeptionelle Strukturierungsansätze auf und skizziert Perspektiven für weitere Forschung. 10:30 - 11:15
Die Notwendigkeit einer begrifflichen Klärung von Embodied Learning Environments 1Universität Graz, Österreich; 2Universität Graz, Österreich Der Beitrag diskutiert eine Klärung des Begriffs der ‚embodied learning environments‘ (ELE). Die Notwendigkeit der Klärung hat sich im Prozess der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche (SLR) zu solchen ELEs ergeben, da nur nach einer solchen begrifflichen Ausschärfung Lernumgebungen gezielt, präzise und konsistent als ‚embodied‘ identifiziert und von anderen Lernumgebungen abgegrenzt werden können. Aus diesem Grund stellt sich der vorliegende Artikel die Frage: Wie können ELEs definiert und charakterisiert werden und welche Ein- und Ausschlusskriterien ergeben sicher hierdurch für die SLR? |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 03: Beweis- und Argumentationsprozesse Ort: Hörsaal 26 Chair der Sitzung: Leander Kempen, Universität Greifswald Chair der Sitzung: Michael Meyer, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Eva Müller-Hill, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Silke Neuhaus-Eckhardt, Julius-Maximilians-Universität Würzburg Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes |
|
|
9:45 - 10:15
Formale logische Sprache - Diskussion über den Gebrauch im Mathematikunterricht Universität des Saarlandes, Deutschland Formalisieren bedeutet die „Übersetzung von Sachverhalten (…) in eine mathematische Fachsprache“ zur inhaltlichen Präzisierung (Tietze et al., 1982, S. 30). Dabei existiert ein Spektrum zwischen präzisierter Umgangs- und formaler Kunstsprache (Tietze et al., 1982). Auch im Unterricht sind verschiedene Sprachformen, u. a. die verbal-begriffliche (mündlich oder schriftlich in natürlicher Sprache) und die formal-algebraische (Formelzeichen), bedeutsam (Lambert, 2020). Inwieweit Formalisieren hier sinnvoll erscheint, hängt ab von der Lerngruppe, dem Unterrichtsgegenstand und dem Unterrichtsziel. 10:15 - 10:45
Wie Schüler*innen Lehrkrafthandlungen beim mathematischen Argumentieren im Unterricht adaptieren 1Universität Bremen, Deutschland; 2Universität Bremen, Deutschland In diesem Beitrag gewähren wir empirische Einblicke in epistemologische Dimensionen und soziale Dynamiken, die bei der Entwicklung eigenständiger mathematischer Argumentationen von Schüler*innen im schulischen Unterricht wirksam werden. Unsere empirische Untersuchung von Schulklassen des 8. Jahrgangs zeigt ein Spektrum von lehrkraftzentrierten mathematischen Argumentationen bis hin zu eigenständigen mathematischen Argumentationen von Schüler*innen. 10:45 - 11:15
Mathematiklernen in Argumentationsformaten Universität zu Köln, Deutschland Ausgehend von einer interaktionistischen Perspektive auf Lehr-Lern-Prozesse wird im Beitrag das Konzept des Mathematiklernens in Argumentationsformaten (Krummheuer, 1992) zunächst theoretisch fundiert und anschließend anhand empirischer Erkenntnisse weiter ausdifferenziert. Grundlage des Beitrags bilden Analysen von zwölf Transkriptsequenzen aus fünf aufeinanderfolgenden Unterrichtsstunden einer ersten Klasse zum Thema „Starke Päckchen“, in welchen sich in den Interaktionen eine Argumentationsfigur etabliert, die von den Lernenden zunehmend autonomer hervorgebracht wird. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 04: Computational Thinking im Mathematikunterricht - Diagnose und Förderung Ort: Seminarraum VW.12.001 Chair der Sitzung: Carina Büscher, Universität zu Köln Chair der Sitzung: Jens Dennhard, PH Heidelberg Chair der Sitzung: Saskia Schreiter, PH Schwäbisch Gmünd |
|
|
9:45 - 10:30
Computational Thinking unterstützt Mathematiklernen im Primarbereich?! – Ausschnitt eines systematischen Reviews 1Universität zu Köln; 2Universität Bielefeld; 3Universität Koblenz; 4Technische Universität Dresden Computational Thinking (CT) wird als Zukunftskompetenz für Alle verstanden. Die Integration von CT in den Mathematikunterricht der Primarstufe ist nicht nur möglich, sondern auch gegenseitig bereichernd. Um einen detaillierteren Blick darauf einzunehmen, untersuchen wir die Frage: Wie sieht die konkrete Integration von CT in den MU aus? Unser Literaturreview kartografiert die Rollen von CT im MU der Primarstufe. Dieser Beitrag fokussiert sich auf die Rolle der CT-Aktivität Abstraktion als lernförderlich für den Mathematikunterricht und analysiert den ihren Einsatz in den einzelnen Papern. 10:30 - 11:15
Computational Thinking fördern: Machine Learning im Mathematikunterricht der Grundschule Universität des Saarlandes, Deutschland Wie kann eine kindgerechte Auseinandersetzung mit KI aussehen, die gleichzeitig mathematische Kompetenzen vertieft und Computational Thinking (CT) fördert? Der vorliegende Beitrag beschreibt eine Lernumgebung für Viertklässler:innen, in der Kinder einen Klassifizierer trainieren, der selbst gezeichnete Dreiecke und Vierecke unterscheidet. Dabei werden sie zu ML-Modifikator:innen und entwickeln praktisch CT-Kompetenzen. Besonders im Fokus steht die algorithmische Verzerrung. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 05: Data Science Education im Mathematikunterricht: Wege und Perspektiven Ort: Seminarraum I.14.75 Chair der Sitzung: Karin Binder, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Daniel Frischemeier, Universität Münster Chair der Sitzung: Sarah Schönbrodt, Paris Lodron Universität Salzburg |
|
|
9:45 - 10:30
Die Bedeutung des Kontextwissens von Grundschüler:innen für das datenbasierte Argumentieren gegen Falschinformationen zum Thema Klimawandel Universität Paderborn, Deutschland Klimabezogene Themen sind in hohem Maß durch die Verbreitung von Falschinformationen betroffen. Eine frühzeitige Förderung von Data Literacy gewinnt an Bedeutung. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse aus einem Lehr‑Lern‑Arrangements zum Thema Klimawandel. Als Impuls diente ein fiktives Video, in dem ein Influencer die Existenz des Klimawandels bestreitet. Im Fokus der Analysen stehen die datenbasierten Argumentationen von Drittklässler:innen. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Bedeutung des Kontextwissens der Grundschüler:innen beim Umgang mit klimabezogenen Falschinformationen. 10:30 - 11:15
Vorstellungen von Grundschulkindern zu Daten und Daten im Internet - Erste Ergebnisse aus dem Projekt PInGu 1Universität Münster, Deutschland; 2Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland Daten prägen zunehmend den Alltag, besonders in digitalen Kontexten. Kinder verfügen jedoch nur über ein begrenztes Verständnis, wie Daten entstehen, verarbeitet und im Netz verbreitet werden. Die Studie des transdisziplinären Projekts PInGu untersucht Vorstellungen von Kindern im Alter von 9-10 Jahren zu Daten und Daten im Internet. Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews, die mittels qualitativer Verfahren ausgewertet wurden. Die Ergebnisse liefern Einblicke in frühe konzeptionelle Vorstellungen zu Daten und geben Anhaltspunkte für die Förderung einer Data Literacy im Kindesalter. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 06: Formatives digitales Assessment in Schule und Hochschule Ort: Seminarraum VW.10.002 Chair der Sitzung: Christina Drüke-Noe, Pädagogische Hochschule Weingarten Chair der Sitzung: Corinna Hankeln, TU Dortmund Chair der Sitzung: Katrin Klingbeil, Universität Duisburg-Essen |
|
|
9:45 - 10:30
Erwartungen von Lehrkräften bei der Einführung von Lernverlaufsdiagnostik 1IPN Kiel, Deutschland; 2Bergische Universität Wuppertal, Deutschland Für das Fach Mathematik ist digitale Lernverlaufsdiagnostik als Form des formativen Assessments ein vielversprechender Ansatz für einen evidenzbasierten Unterricht sowie eine adaptive, diagnosebasierte Förderung. Trotz nachgewiesener Effektivität ist die praxisbezogene Nutzung jedoch aktuell auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Im Rahmen einer Studie haben wir deshalb die Erwartungen von Lehrkräften an Lernverlaufsdiagnostik unter Berücksichtigung individueller und systemischer Faktoren analysiert, um Schlussfolgerungen für das Design und die Implementation von LVD ableiten zu können. 10:30 - 11:15
“Das nervt ein bisschen.” – Zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Certainty-based Marking im Unterricht 1Universität zu Köln, Deutschland; 2Universität Potsdam, Deutschland Der Beitrag untersucht, wie Schüler*innen Certainty-based Marking (CBM) im Mathematikunterricht wahrnehmen. Auf Grundlage qualitativer Gruppeninterviews zeigt sich, dass regelmäßig eingesetzte, unbenotete CBM-Tests überwiegend als entlastend und lernförderlich erlebt werden. Lernende berichten von besserer Selbsteinschätzung und gezielterem Üben, äußern jedoch auch Unsicherheiten und strategische Nutzung der Sicherheitsangaben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass CBM Potenzial für formative Lernprozesse besitzt, aber einer klaren Einführung und sorgfältigen Gestaltung bedarf. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 07: Fachliche Kompetenzen im Lehramtsstudium Mathematik Ort: Seminarraum V.08.001 Chair der Sitzung: Frank Feudel, Humboldt-Universität zu Berlin Chair der Sitzung: Erik Hanke, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd |
|
|
9:45 - 10:30
Mathematischer Brückenbau durch die Konzeption von Tutoriumssequenzen der Linearen Algebra Universität Graz Das Ziel dieses Vortrags besteht in der Ergründung von Kriterien zur anschlussfähigen Gestaltung von Universitätslehre mit Blick auf die erste Diskontinuität. Hierfür wurden Tutoriumssequenzen zur Linearen Algebra 1 entwickelt und erforscht. Als Basis dafür wurden Expert*inneninterviews mit Universitätslehrenden zu möglichen Schwerpunkten sowie Anknüpfstellen durchgeführt und ausgewählte didaktischen Rahmungen und Werke für die Konzeption hinzugezogen. Durch Studierendenbefragungen zu wahrgenommener Kontinuität wurden Merkmale besonders diskontinuitätsreduzierender Sequenzen identifiziert. 10:30 - 11:15
Kontrastive Fallanalyse von Lösungswegen zu einer Schnittstellenaufgabe zur Dezimaldarstellung rationaler Zahlen Universität Paderborn, Deutschland Im Beitrag analysieren wir Bearbeitungen zu einer Schnittstellenaufgabe (mit Fokus auf den Übergang von der Universität in die Arbeit als Lehrkraft) zur Umwandlung von Brüchen in Dezimalzahlen. Studierende klären dabei fachliche Hintergründe und transferieren diese in einen fiktiven Schülerdialog. Dabei wird ein Kategoriensystem entwickelt, dass einen Vergleich unterschiedlicher Bearbeitungen in Hinblick auf die Identifizierung unterschiedlicher Studierendentypen ermöglichen soll und im Beitrag an zwei Fällen exploriert. Im Vortrag stellen wir tiefere Einsichten in die weitere Auswertung vor. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 08: Frühe mathematische Bildung Ort: Seminarraum I.14.60 Chair der Sitzung: Julia Bruns, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Miriam Lüken, Universität Bielefeld Chair der Sitzung: Stephanie Schuler, RPTU in Landau |
|
|
9:45 - 10:30
Gestaltung adaptiven Unterrichts am Beispiel MathAptiv 1RPTU in Landau, Deutschland; 2FHNW, Schweiz; 3PH Tirol, Innsbruck Der Umgang mit Heterogenität in der schulischen Praxis und im Wissenschaftsdiskurs hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Kontext chancengerechter und inklusiver Bildung. Der Beitrag fokussiert auf das Konzept des adaptiven Unterrichts und beleuchtet am Beispiel des mathematischen Anfangsunterrichts, wie Lehrkräfte in der Umsetzung adaptiven Unterrichts unterstützt werden können. Die Ausführungen basieren auf Ergebnissen aus dem Projekt MathAptiv, in dem ein adaptives Unterstützungsangebot entwickelt und die Umsetzung wissenschaftlich begleitet wird. 10:30 - 11:15
Kognitive Aktivierung beim Einsatz von Aktivitäten der Kartei „Mathematik am Schulanfang“ TU Dortmund, Deutschland Kinder kommen mit heterogenen mathematischen Vorerfahrungen in die Schule. Um allen einen erfolgreichen Start in das schulische Mathematiklernen zu ermöglichen, sollten Kenntnislücken aufgeholt werden. Damit von Anfang an ein verstehensorientiertes Lernen stattfindet, spielt die kognitive Aktivierung als Qualitätsmerkmal von Unterricht eine zentrale Rolle. Inwiefern angehende Lehrkräfte in Fördersituationen mit Kindern am Schulanfang kognitiv aktivierend Gespräche initiieren, um arithmetische Kompetenzen am Schulanfang zu fördern, ist Schwerpunkt dieser Studie. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 10: Größenverständnis von Kindern im Elementarbereich und in der Schule Ort: Seminarraum VW.09.002 Chair der Sitzung: Dinah Reuter, PH Freiburg Chair der Sitzung: Jessica Hoth, Universität Rostock Chair der Sitzung: Silke Ruwisch, Leuphana Universität Lüneburg |
|
|
9:45 - 10:30
Größenvorstellungen zu Längen - empirische Ergebnisse zur Dimensionalität des Konstrukts 1Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 2Universität Rostock; 3Friedrich-Schiller-Universität Jena Der Umgang mit Größen und das Verständnis gehören zu grundlegenden Bestandteilen mathematischer Bildung. In der Primarstufe, in der Kinder erste Erfahrungen mit Größen sammeln, sollen Größenvorstellungen ge-zielt und nachhaltig aufgebaut werden (KMK, 2022). Dafür ist es nötig, das Konstrukt der Größenvorstellungen und seine Komponenten zu be-stimmen, wobei Literatur und curricularen Standards zeigen, dass die Kon-zeptualisierungsansätze nicht immer übereinstimmen (Hagena, 2022). Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Ergebnisse einer empirischen Analyse der Dimensionalität dar. 10:30 - 11:15
Empirische Dimensionen des Gewichtsverständnisses: Eine Hauptkomponentenanalyse von Gewichtsitems in Klasse 4 1Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Freiburg Im Beitrag wird untersucht, welche empirischen Dimensionen sich für den Größenbereich Gewicht in einer schriftlichen Erhebung in Klasse 4 identifizieren lassen. Ausgangspunkt bilden die im Modell von Reuter und Schuler (2023) beschriebenen Kerntätigkeiten Vergleichen, Messen und Schätzen. Die Hauptkomponentenanalyse basiert auf einer Erhebung mit N=327 Kindern. Erste Ergebnisse und deren Bezug zum Größenverständnismodell von Reuter und Schuler (2023) werden vorgestellt. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 11: Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit in der Elementar- und Primarstufe Ort: Seminarraum K6 Chair der Sitzung: Charlott Thomas, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Maria Wendt, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Antonia Wunsch, Universität Hildesheim |
|
|
9:45 - 10:30
Nicht nur Fehlvorstellungen: Wie Vorschulkinder ihre Wahrscheinlichkeitseinschätzungen tragfähig begründen Universität Bielefeld, Deutschland Kindliche Wahrscheinlichkeitsvorstellungen werden oft anhand sogenannter Fehlvorstellungen defizitorientiert beschrieben. Dieser Beitrag nimmt eine potenzialorientierte Perspektive ein und untersucht, welche tragfähigen Ideen Vorschulkinder (n=54) beim Begründen ihrer Einschätzungen des wahrscheinlicheren Ereignisses in variierenden Verhältnissen im Urnenmodell zeigen. Die Analyse verdeutlicht, dass sich die meisten Begründungen an den gegebenen Ergebnismengen orientieren und dabei oft (proto-)quantitative Vergleiche sowie relationale Bezüge zwischen den (Teil-)Mengen hergestellt werden. 10:30 - 11:15
Kombinatorische Darstellungen Lernender der Primarstufe Technische Universität Dresden, Deutschland Im geplanten Beitrag wird eine qualitative Studie vorgestellt, bei der die Darstellungen Lernender beim Lösen kombinatorischer Aufgaben im Fokus stehen. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurden die Darstellungen der Kinder bezogen auf die kombinatorische Grundfigur analysiert. Dabei zeigte sich, dass eine Unterscheidung dieser Eigenproduktionen nach den gängigen Kategorien - Liste, Baumdiagramm, Tabelle usw. - nicht ausreicht um die Vielfalt der Eigenproduktionen der Kinder abzubilden. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 12: Mehrsprachigkeit als Ressource beim mathematischen Lernen nutzen Ort: Seminarraum VW.10.001 Chair der Sitzung: Ángela Uribe, Pädagogische Hochschule St.Gallen Chair der Sitzung: Rebecca Klose, Justus-Liebig-Universität Gießen |
|
|
9:45 - 10:30
Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge TU Chemnitz, Deutschland Der Beitrag greift den Einsatz von Bilderbüchern im Mathematikunterricht in Kombination mit der App Book Creator auf und versteht Mehrsprachig-keit dabei als didaktische Ressource. Vorgestellt wird eine Staatsexamensarbeit zur Gestaltung einer entsprechenden mathematischen Lernumgebung, die zugleich als explorativer Impuls für ein geplantes Habilitationsprojekt im Rahmen des MINT-Fit-Programms dient. Darüber hinaus gibt der Beitrag Einblicke in die Potenziale mathematischer Lernumgebungen mit dem Einsatz ein- und mehrsprachiger Bilderbücher sowie digitaler Werkzeuge. 10:30 - 11:15
AI-Based Development of Multilingual Tasks: Insights into Pre-Service Teachers’ Use of Large Language Models 1Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Deutschland; 2Pädagogische Hochschule Heidelberg, Deutschland LLMs such as ChatGPT are increasingly used to support teachers in designing multilingual mathematical learning opportunities, particularly in linguistically diverse classrooms. However, little is known about how pre-service teachers actually use LLMs for this purpose. This article presents empirical insights from a study in which 33 prospective teachers developed mathematics tasks with AI support and explored linguistic nuances between German and Turkish. The focus lies on how LLMs handle fine-grained meaning differences and how teachers interpret and build on these AI-generated suggestions. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 13: Lernen, Lehren und Forschen mit digitalen Medien im Mathematikunterricht der Primarstufe Ort: Hörsaal 30 Chair der Sitzung: Melanie Platz, Universität des Saarlandes Chair der Sitzung: Aileen Steffen-Delplanque, Universität Osnabrück |
|
|
9:45 - 10:30
Unterstützung strategischen Denkens durch digitales Scaffol-ding? – Untersuchung der Nutzungsweisen von Lernenden im Kontext des digitalen Nim-Spiels TU Dortmund, Deutschland Die Studie untersucht, wie Zweitklässler:innen beim digitalen Nim-Spiel Gewinnstrategien entwickeln und digitale Scaffolds nutzen. Im Zentrum stehen ihre Vorgehensweisen bei der Identifikation von Gewinnfeldern sowie die Nutzung der Archivfunktionen der App zur Analyse von Spielverläufen. Es zeigen sich unterschiedliche Nutzungsweisen, die verdeutlichen, dass eine gezielte unterrichtliche Rahmung notwendig ist, um die Potenziale digitaler Medien zur Förderung strategischen Denkens produktiv zu nutzen. 10:30 - 11:15
Uhrzeitlernen mit multiplen synchronisierten Repräsentationen Pädagogische Hochschule Weingarten, Deutschland Das Erlernen des Uhrenlesens und das Verstehen von Zeitkonzepten stellt eine anhaltende Herausforderung im Mathematikunterricht dar. Trotz Alltagsrelevanz zeigen Studien, dass viele Kinder über die Grundschule hinaus Schwierigkeiten haben, Stunden- und Minutenzeiger zu koordinieren, die duale Basis-12/Basis-60-Struktur zu verstehen und Zeitdauern zu konzeptualisieren. Die Tablet-App "Zeit und Uhr" begegnet diesen Herausforderungen und stellt synchronisierte multiple Repräsentationen bereit, die implizite Zeitbeziehungen durch dynamische, manipulierbare Visualisierungen explizit machen. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 14: Produktive und effektive Einbindung digitaler Medien im Mathematikunterricht in der Sekundarstufe Ort: Seminarraum K8 Chair der Sitzung: Hoang Nguyen, Universität Münster Weitere Leitung: Malina Abraham, Sofia Bielinski |
|
|
9:45 - 10:30
Wie nutzen Lernende GeoGebra beim Modellieren? Eine qualitative Analyse digitaler Modellierungsprozesse Universität Münster, Deutschland Digitale Tools wie GeoGebra können Lernende beim mathematischen Modellieren auf vielfältige Weise unterstützen. Im Gegensatz zum analogen Modellieren erfordert das Modellieren mit digitalen Tools zusätzliche Fähigkeiten. Dadurch ergeben sich neben den bekannten, analogen Modellierungsteilkompetenzen digitale Teilkompetenzen, die über diese hinausgehen. Der Beitrag untersucht, wie Lernende der 8. und 9. Jahrgangsstufe GeoGebra während des Modellierens verwenden und welches Verhältnis von analogen und digitalen Modellierungskompetenzen erkennbar wird. 10:30 - 11:15
Werkzeugkompetenzen beim Problemlösen mit GeoGebra RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Technologiegestütztes Lernen kann mathematische Kompetenzen nachweislich fördern. Dennoch werden digitale Mathematiksysteme (DMS) selten von Lernenden im Unterricht eingesetzt. Zur Nutzung von DMS als digitales Werkzeug ohne Vorstrukturierung sind noch viele Forschungsfragen ungeklärt, unter anderem, welche Werkzeugkompetenzen Lernende bei der Bearbeitung von Aufgaben benötigen. In diesem Beitrag wird exemplarisch erarbeitet, welche Werkzeugkompetenzen Lernende an welchen Stellen im Problemlöseprozess unterstützen können. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 15: Professionalisierung von Lehrkräften (neu) denken - Perspektiven und aktuelle Herausforderungen Ort: Seminarraum K5 Chair der Sitzung: Dilan Şahin-Gür, TU Dortmund Chair der Sitzung: Victoria Shure, Universität Münster Chair der Sitzung: Anke Lindmeier, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
|
|
9:45 - 10:30
Aus dem Hörsaal in die Praxis: Zur Rolle der Situierung bei der Transformation von Professionswissen in Handlungskompetenz angehender Mathematiklehrkräfte 1Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg; 2Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Kiel Die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz bleibt eine zentrale Herausforderung, da angehende Lehrkräfte ihr universitär erworbenes Wissen oft nicht in der Praxis umsetzen können. Der Beitrag beleuchtet zentrale Lernmechanismen, die den Übergang von deklarativem Wissen zu handlungsbezogenen Kompetenzen (hier: reflexive und aktionsbezogene Kompetenz) unterstützen. Aufbauend auf kognitionspsychologischen Modellen wurde in einer Interventionsstudie (N = 187) untersucht, wie situierte Lerngelegenheiten diese transformationsbezogenen Prozesse fördern können. 10:30 - 11:00
Mehr als nur mehr Wissen? Die Entwicklung diagnostischer Kompetenz aus der Perspektive der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung 1IPN Kiel, Deutschland; 2LMU München, Deutschland Diagnostik zählt zu den zentralen professionellen Kompetenzbereichen von Lehrkräften. Obwohl deren Stellenwert weithin anerkannt ist, wird häufig auf ihre Beschreibung oder auf ihre Förderung fokussiert. Modelle, die beschreiben, wie sich Diagnosekompetenzen entwickeln, sind rar. Der vorliegende Beitrag überträgt daher zentrale theoretische und empirische Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie und Expertiseforschung auf die Entwicklung von Diagnoseprozessen und -kompetenzen von Lehrkräften, um Implikationen für die Förderung sowie die Erforschung von Diagnosekompetenzen abzuleiten. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 16: Schulbücher und andere curriculare Ressourcen Ort: Hörsaal 31 Chair der Sitzung: Henning Sievert, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Sebastian Rezat, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Aiso Heinze, IPN Kiel |
|
|
9:45 - 10:30
Schulbuchnutzung im Mathematikunterricht der Grundschule – Eine explorative Interviewstudie Pädagogische Hochschule Freiburg, Deutschland Es gibt kaum empirische Befunde, wie die Schulbuchnutzung (insbesondere in der Grundschule) im Detail aussieht. Im Rahmen einer explorativen Studie wurde untersucht, wie Grundschullehrkräfte das Schulbuch für den Mathematikunterricht nutzen. Dazu wurden leitfadengestützte Interviews mit Lehrkräften geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Studie zeigt, wie Lehrkräfte das Schulbuch im Mathematikunterricht der Grundschule nutzen, wie sie diese Nutzung begründen und was sie ergänzend oder alternativ nutzen. Es ergibt sich ein breites Spektrum unterschiedlicher Nutzungen. 10:30 - 11:15
Ressourcennutzung von Schüler*innen zum Mathematiklernen – Nutzungstypen und weitere Eigenschaften Universität Paderborn, Deutschland Schüler*innen nutzen verschiedene Ressourcen, um außerhalb des Unterrichts Mathematik zu lernen, von traditionellen Schulbüchern über Lernvideos bis hin zu sozialen Ressourcen wie Eltern oder Mitschüler*innen. Auf Basis einer schriftlichen Befragung von 1101 Schüler*innen der Sek. I und II wurde untersucht, ob sich Lernende nach ihrer Ressourcennutzung gruppieren lassen. Eine Clusteranalyse zeigte drei Nutzungstypen: die vielfältig (inter-)aktiven, die digitalen und die zurückhaltenden Nutzer*innen. In dem Beitrag werden die Typen charakterisiert und weitere Eigenschaften diskutiert. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 17: Vorstellungsorientierter Mathematikunterricht in der Sek II Ort: Hörsaal 28 Chair der Sitzung: Susanne Digel, RPTU Kaiserslautern-Landau Chair der Sitzung: Gilbert Greefrath, Universität Münster Chair der Sitzung: Lena Wessel, Universität Paderborn |
|
|
9:45 - 10:15
Verständnisorientiert Unterrichten und Prüfen in der analytischen Geometrie RPTU Kaiserslautern-Landau, Deutschland Ein relevanter Mangel im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II ist die Konzentration auf Formalismus, dem Verständnisorientierung entgegengesetzt werden sollte. Für die Analysis bieten ausgeschärfte Grundvorstellungen eine gute Basis, an der es der analytischen Geometrie so noch mangelt. Im Rahmen des Fortbildungsprogramms MaTeGnu wurde ein verständnisorientiertes Unterrichtskonzept entwickelt, das die Verständniselemente der analytischen Geometrie zusammenführt und im Sinne des constructive alignment eine diesbezügliche Veränderung der Prüfungskultur adressiert sowie evaluiert. 10:15 - 10:45
Vorstellungen von Vektoren im eindimensionalen Pfeilmodell Universität Bielefeld, Deutschland Um tragfähige geometrisch-orientierte Vorstellungen zu Vektoren aufzubauen, müssen Schülerinnen und Schüler diverse Hürden überwinden. Zu diesen Hürden gehört u. a. das Verständnis eines Vektors als Pfeilklasse, die Deutung der Skalarmultiplikation als Stauchung bzw. Streckung und ggf. Orientierungsumkehr, etc. Im Beitrag wird diskutiert, welche Chancen und Schwierigkeiten eine Interpretation schon der rationalen Zahlen als Pfeilklassen aus mathematisch-inhaltlicher Sicht bietet, um im Sinne eines anschlussfähigen Unterrichts den Aufbau tragfähiger Vorstellungen in der Sek II zu unterstützen. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 18: Sprachbildung im Mathematikunterricht Ort: Seminarraum W.12.011 Chair der Sitzung: Melina Fabian, Universität Potsdam Chair der Sitzung: Olga Lomas, Universität Paderborn Chair der Sitzung: Jessica Mähnert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
|
|
9:45 - 10:30
Erklärungsvielfalt von Divisionsaufgaben im Kontext des Passen-in Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland Zwei Brüche werden dividiert, indem mit dem Kehrwert multipliziert wird. Viele Lernende verstehen diese Regel nur oberflächlich. Der Beitrag untersucht, wie Schülerinnen und Schüler Divisionsaufgaben im Sinne des Passen-in bearbeiten, wenn sie nicht ausschließlich auf die Kehrwertregel zurückgreifen, sondern verschiedene Zugänge nutzen können. Gleichzeitig wird analysiert, welche sprachlichen Mittel sie verwenden, um ihre Denkwege zu erklären und wie bedeutungsbezogene sprachliche Äußerungen dazu beitragen, konzeptuelles Verständnis aufzubauen. 10:30 - 11:15
Unterrichtspraktische Überlegungen zum sprachbildenden Vorstellungsaufbau bei der Einführung negativer Zahlen Universität Potsdam, Deutschland In diesem Beitrag werden forschungsbasierte Ideen für eine sprachbildende Einführung der negativen Zahlen im Unterricht vorgestellt. Hierfür werden sprachliche und fachliche Überlegungen systematisch zusammengeführt und durch konkrete Aufgabenbeispiele und Impulse für die Unterrichtspraxis angereichert. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 20: Erklärvideos zum Lehren und Lernen von Mathematik Ort: Hörsaal 27 Chair der Sitzung: Hannes Eirund, Universität Hildesheim Chair der Sitzung: Martin Ohrndorf, Universität Bremen Chair der Sitzung: David Schwarzkopf, Otto-Friedrich-Universität Bamberg |
|
|
9:45 - 10:30
15 Jahre internationale Forschung zu Videos für Mathematik: Erklären, Lernen, YouTube - eine Frage der Perspektive? 1Universität Bielefeld, Deutschland; 2Universität Bremen, Deutschland; 3Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland; 4Universität Duisburg-Essen, Deutschland; 5Technische Universität Dortmund, Deutschland Die Nutzung und Beforschung von Videos für das mathematische Lernen sind von großer Relevanz, während es keine einheitlichen Konzeptualisierungen dieser Videos gibt. Basierend auf einem systematischen Literaturreview, in welchem charakterisierende Merkmale für Videos herausgearbeitet worden sind, werden im Beitrag die zeitlichen Entwicklungen einzelner Merkmale untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Dauer, Ortsunabhängigkeit der Nutzung und der Fokus auf prozedurales Wissen abnehmen, während mathematikdidaktische Aspekte zunehmen. 10:30 - 11:15
Auswahlprozess von mathematischen Erklärvideos durch Sekundarlehrkräfte PH Freiburg, Deutschland In Bezug auf Erklärvideos (EVs) wurden bisher vor allem Qualitätskriterien diskutiert, und der ist Auswahlprozess kaum untersucht. In dieser Studie wurden 22 Lehrkräfte interviewt und bei einer beispielhaften Suche beobachtet. Die Analyse zeigt unterschiedliche Vorgehen– von algorithmusgeleiteten Suchen über die Konzentration auf vertraute Anbieter bis hin zur Nutzung vorausgewählter EVs. Fünf Fallbeispiele verdeutlichen diese Spannbreite. Die Ergebnisse zeigen, dass Entscheidungen eher von Routinen, Überzeugungen und verfügbaren Materialien als von fachdidaktischen Kriterien geprägt sind. |
| 9:45 - 11:15 | Minisymposium 21: Vignetten als Werkzeug für Forschung und Lehre Ort: Seminarraum K2 Chair der Sitzung: Jens Oliver Krummenauer, Hochschule Esslingen Chair der Sitzung: Michael Fischer, Universität Graz |
|
|
9:45 - 10:30
Realistische, animierte oder bildbasierte Videos? Die Rolle unterschiedlicher Videoformate beim Diagnostizieren in einer simulationsbasierten Lernumgebung 1Technische Universität München (TUM); 2Ludwig-Maximilians-Universität München; 3IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik Die Studie untersucht, wie das Videoformat den Erwerb diagnostischer Kompetenz in einer Videosimulation beeinflussen kann. 190 Lehramtsstudierende arbeiteten mit denselben diagnostischen Fällen in einem realistischen, animierten oder bildbasierten Videoformat. Erwartungsgemäß wurden Unterschiede in der physischen Ähnlichkeit wahrgenommen, während sich sonst in Authentizität, Salienz und diagnostischer Performanz keine Unterschiede zwischen den Formaten zeigten. Animierte und bildbasierte Formate erwiesen sich damit als wirksame und datenschutzfreundliche Alternativen zu realistischen Videos. 10:30 - 11:15
Argumentieren und Begründen im Mathematikunterricht: Eine vignettengestützte Studie mit angehenden Lehrkräften Universität Graz, Österreich Die Studie untersucht, inwiefern Lehramtsstudierende mithilfe cartoonartig gestalteter Vignetten unterschiedliche Schüler*innenargumentationen im Kontext des grafischen Differenzierens in der Sekundarstufe II erkennen und kriterienorientiert bewerten. Auf Basis der Variation Theory wurden Unterrichtssituationen als Vignetten konstruiert, die sich hinsichtlich Struktur und mathematischem Inhalt der Argumente unterscheiden. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Vignetten kontrastreiche Einschätzungen hervorrufen und somit ein geeignetes Instrument zur Förderung von Noticing-Prozessen darstellen. |
| 9:55 - 10:30 | Der Einfluss von Raster-Darstellungsvarianten beim Setzen von Punkten im virtuellen Raum Yasamin Tahiri, Mutfried Hartmann, Thomas Borys, Daniela Maier Ort: Seminarraum W.11.018 |
|
|
In einem ersten Schritt wurden vier Varianten zur Darstellung von Ras-tern in virtuellen Räumen erarbeitet. Im Rahmen dieses Beitrags werden das Forschungsdesign zur Identifizierung möglicher Unterschiede zwi-schen den Darstellungsvarianten sowie die entsprechenden Überlegun-gen vorgestellt. Die Darstellungsvarianten wurden durch eine qualitative Untersuchung mit rund 40 Teilnehmer*innen evaluiert. Im Rahmen der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass die Art der Darstellungsvariante einen Einfluss auf das Setzen von Punkten im virtuellen Raum hat. |
| 9:55 - 10:30 | Erkundungsbasiertes Lehrveranstaltungskonzept für die Einführung in die Mathematikdidaktik Jana Peters, Lukas M. Günther Ort: Seminarraum K4 |
|
|
In diesem Beitrag wird eine theoriebasierte Konzeption und Reflexion einer erkundungsbasierten Lehrveranstaltung für eine Einführung in die Mathematikdidaktik für Lehramtsstudierende vorgestellt, die Möglichkeitsräume für die hochschulmathematische Enkulturation der Studierenden durch transformatorische Bildungsprozesse schaffen soll. Diese Lehrentwicklung bildet darüber hinaus auch den Ausgangspunkt und das Ziel unserer Auseinandersetzung, um verschiedene theoriebezogene Reflexionen zu Lernen, Lehren, Bildung und professioneller Entwicklung miteinander in Beziehung zu setzen. |
| 9:55 - 10:30 | Euklids Vermächtnis: Die Postulate-Geometrie Bodo von Pape Ort: Seminarraum VW.11.002 |
|
|
„Mathematik treiben“, das heißt nach Euklid: „Nachdenken über Sätze und Beweise, und zwar auf der Basis von Definitionen und allgemeinen Grundsätzen“. Die Euklidische Art der Gedankenführung, die deduzierende, hat in der Frühzeit der Aufklärung dem Denken überhaupt seinen Stempel aufgedrückt. In der Philosophie kam das Deduzieren in Mode: Auch Ethik, Staatslehre und Rechtslehre wurden bald „more geometrico“ betrieben. Es geht bekanntlich um Konstruktionen "mit Zirkel und Lineal“. Ein Blick hinter die Kulissen, die in der Neuzeit dazu aufgebaut sind, drängt sich auf. |
| 9:55 - 10:30 | Kegelschnitte falten – Kognitive Aktivierung entfalten Christian van Randenborgh Ort: Seminarraum K1 |
|
|
Kognitive Aktivierung ist eine der drei Basisdimensionen bzw. ein Merkmal der Tiefenstruktur guten Unterrichts. Hier zeigt sich die Qualität des Lernarrangements. Am Beispiel des Faltens von Kegelschnitten wird aufgezeigt, wie eine kognitive Aktivierung entstehen kann. Mit Hilfe des Konzepts der Instrumentellen Genese wird ein Modell entwickelt, dass es erlaubt wesentliche Merkmale für Lerngegenstände mit dem Potential einer kognitiven Aktivierung aufzuzeigen und einzuordnen. |
| 10:40 - 11:15 | "Weil wenn man es dreht bleibt es Gleich." - Verständnis von Lernenden zur Drehsymmetrie Kim Fenrich, Katrin Rolka Ort: Seminarraum K1 |
|
|
Vor dem Hintergrund, dass in bisherigen Studien überwiegend Achsensymmetrie untersucht und Schülerlaborangebote vorrangig von Gymnasien genutzt werden sowie lediglich kurzfristige Effekte zeigen, fokussiert der Beitrag das Drehsymmetrieverständnis von Lernenden aus Schulen in herausfordernden Lagen mit Abstand zu einem Schülerlaborprojekttag. Grundlage bildet ein mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewerteter schulischer Follow-up-Test. Die Ergebnisse deuten das Potenzial des Projekttags zur Anbahnung eines ersten Verständnisses an und zeigen die Notwendigkeit schulischer Nachbereitung. |
| 10:40 - 11:15 | KI-gestützte Förderung mathematischen Argumentierens – ein Werkstattbericht zu Rollen didaktischer KI-Agenten und Schüler*innen-Agency Ingo Witzke, Frederik Dilling, Birgit Pepin Ort: Seminarraum K4 |
|
|
Der Beitrag berichtet von einer Studie zum Einsatz generativer KI im Mathematikunterricht, in der unterschiedliche didaktische KI-Rollen (u.a. Ghostwriter, Socratic Tutor, Critical Friend, Advocatus Diaboli) genutzt wurden, um mathematisches Argumentieren in einer 8. Klasse anzuregen. Erste Beobachtungen zeigen, dass die Möglichkeit, KI-Rollen auszuwählen und anzupassen, Lernende dazu ermutigt, eigene Argumentationen zu entwickeln, zu prüfen und zu überarbeiten. Dadurch eröffnen sich neue Formen von Schüler*innen-Agency im Umgang mit KI. |
| 10:40 - 11:15 | Professionswissen und Unterrichtsqualität von Mathematiklehrkräften - erste Befunde aus FALKO-PV Laura Simböck, Alfred Lindl, Stefan Krauss Ort: Seminarraum VW.11.002 |
|
|
Empirische Studien zu Effekten der professionellen Kompetenz von Mathematiklehrkräften auf Unterrichtsqualität und auf Lernerfolge von Schüler*innen stellen weiterhin ein Desiderat dar (Brunner & Star, 2024). Orientiert an der COACTIV-Studie (Kunter et al., 2011) steht eine längsschnittliche Analyse dieser Zusammenhänge im Fokus der interdisziplinären Forschungsgruppe FALKO-PV. In diesem Vortrag werden erste Befunde zum Professionswissen (z. B. Schulformunterschiede) sowie Zusammenhänge zwischen diesem und der Unterrichtsqualität im Fach Mathematik in den Blick genommen. |
| 10:40 - 11:15 | Zu einer Theorie transformatorisch-mathematischer Bildung Lukas Günther Ort: Seminarraum W.11.018 |
|
|
In diesem Beitrag wird ein transformatorisch-mathematischer Bildungsbegriff zusammenfassend dargelegt, der eine deskriptive und subjekt-bezogene Perspektive auf mathematische Bildung einnimmt und sich für eine Auseinandersetzung mit mathematischen Enkulturationsprozessen als nützlich erwiesen hat. Hierzu gehört neben einem Einblick in die Theorie und Empirie auch die Skizzierungen eines daraus abgeleiteten hochschuldidaktischen Ansatzes für eine Lehrveranstaltung mit Lehramtsstudierenden des ersten Studienjahres. |
| 11:30 - 12:00 | Nachwuchspreis Ort: Hörsaal 33 |
| 12:00 - 13:00 | Hauptvortrag Ort: Hörsaal 33 Chair der Sitzung: Andreas Dengel, Goethe-Universität Frankfurt Die eierlegende Wollmilch-KI: Bildung über, mit und trotz Künstlicher Intelligenz |
| 13:00 - 14:00 | Mittagspause Ort: Mensa und Cafeteria Den Speiseplan für unsere Mensa finden Sie hier. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der Selbstversorgung finden sie zusammengestellt auf unserer Website: XXX |
| 14:00 - 18:00 | Ausflugsprogramm Ort: Wuppertal und Umgebung |

