Conference Agenda
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W07: Hoffnung, Verzweiflung und Zeitbezug Location: 23.21 U1.93 Dieser Workshop befasst sich mit Hoffnung, Verzweiflung und deren Zeitbezug. Menschliches Handeln ist konstitutiv auf eine kontingente Zukunft gerichtet, die man nie ganz in der Hand hat. Zu dieser Unverfügbarkeit kann man sich hoffend oder verzweifelnd verhalten, selten auch indifferent. Der Workshop will Natur und normative Dimension dieser Einstellungen thematisieren. | |
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Die Epistemologie des Möglichen: Hoffnung als moralische Ressource Goethe-Universität Frankfurt, Germany Moralische Urteile und Handlungen setzen eine Form von Wissen voraus – Wissen darüber, was moralisch richtig ist, welche Prinzipien moralische Normen begründen sowie über die Umsetzbarkeit solcher moralischen Urteile. Wenn wir nicht in einen Relativismus verfallen wollen, muss dieses moralische Wissen bestimmten intersubjektiven Standards genügen. Allerdings gerät unser moralisches Wissen in einer komplexen Welt voller Unverfügbarkeiten und unterschiedlicher ethischer Wertbindungen unter Druck: Zum einen ist moralisches Wissen aufgrund gesellschaftlicher Situierung begrenzt und standortgebunden, zum anderen ist unsere Urteilskraft nur bedingt dazu in der Lage, alle Möglichkeiten dafür abzusehen, was aus unserem Handeln für Konsequenzen folgen. Im Vortrag frage ich nach der Rolle, die Hoffnung in diesem moralepistemologischen Koordinatenfeld spielt. Gegen Ansätze, die in Hoffnung bloßes Wunschdenken oder die Bemäntelung von Ungerechtigkeit ausmachen, gehe ich in drei Schritten der produktiven Kraft von Hoffnung für unser Handeln nach. 1. Die epistemische Dimension von Hoffnung: Wie kann Hoffnung helfen, Brüche im Wissen zu überbrücken, ohne ins Beliebige abzugleiten? 2. Die kritische Dimension von Hoffnung: Wie hilft uns Hoffnung dabei, ein besseres Verständnis unserer eigenen Verstrickung in soziale Ordnungen zu gewinnen? 3. Die normative Dimension von Hoffnung: Welche Rolle spielt Hoffnung als motivationale Kraft, um trotz Ohnmacht und Krisenerfahrung an emanzipatorischen und utopischen Projekten festzuhalten? | |

