Conference Agenda
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Daily Overview |
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S20: Epistemology 2 Location: 23.21 U1.76 Session Chair: Moritz Schulz | |
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1:30pm - 2:15pm
Der epistemische Konsequentialismus und Trade-Off Einwände Universität Heidelberg, Germany Der epistemische Konsequentialismus versteht epistemische Rationalität instrumentell, d. h. eine Überzeugung ist genau dann gerechtfertigt, wenn sie unserem epistemischen Ziel (z.B. der Vermehrung wahrer Überzeugungen) dient. Eine zentrale Herausforderung für diese Position sind sogenannte Trade-Off Fälle: Was, wenn eine offensichtlich falsche Überzeugung dazu führt, dass wir insgesamt mehr wahre Überzeugungen haben? Ist diese falsche Überzeugung dann gerechtfertigt? Der epistemische Konsequentialismus scheint dies bejahen zu müssen, was intuitiv höchst problematisch ist. Einige halten die mit Trade-Off Fällen verbundenen Probleme für so gravierend, dass sie eine instrumentalistische Position eindeutig widerlegen. Im Gegensatz dazu argumentiert der Vortrag für zweierlei: Erstens gibt es trotz der Trade-Off Fälle gute Gründe, am epistemischen Konsequentialismus festzuhalten. Zweitens lassen sich aus einer detaillierten Analyse dieser Fälle wertvolle Lehren für eine konsequentialistische Position ziehen. Durch gezielte Modifikationen und Präzisierungen kann sie gegen die verschiedenen Trade-Off Einwände immunisiert werden. Dazu sind insbesondere drei Anpassungen erforderlich: (a) Der Konsequentialismus muss als internalistische Position ausgestaltet werden, (b) das epistemische Wahrheitsziel muss in bestimmter Hinsicht modifiziert und (c) um eine spezifische Variante des epistemischen Ziels des Verstehens ergänzt werden. Eine konsequentialistische Position, die (a)–(c) in ihre Theorie integriert, kann sämtliche in der Literatur diskutierten Trade-Off Einwände erfolgreich umgehen. | |

