Conference Agenda
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Daily Overview |
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S56: Political Philosophy & Philosophy of Law 4 Location: 22.01 2C Session Chair: Christian Neuhäuser | |
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2:15pm - 3:00pm
Workfare-Politik und das Gut der Arbeit. Eine kritische Analyse des Paternalismus-Arguments Universität Bern, Switzerland Workfare ist ein Wohlfahrtsregime, welches den Erhalt sozialer Leistungen an arbeitsbezogene Bedingungen knüpft. Das Paternalismus Argument für Workfare besagt, Workfare sei einer bedingungslosen Grundsicherung vorzuziehen, da es dazu führe, dass mehr Menschen eine Arbeit aufnehmen und Arbeit besser für die arbeitenden Individuen selbst sei als bezahlte Arbeitslosigkeit. Das Paternalismus Argument steht vor folgendem Dilemma. Entweder es wird als a priori Argument konzipiert und basiert auf der fragwürdigen axiologischen Prämisse, dass Arbeit als solche für die arbeitenden Personen intrinsisch wertvoll ist; oder es wird als a posteriori Argument konzipiert und basiert auf fragwürdigen axiologischen und empirischen Prämissen, nämlich, dass alle konkreten Arbeitsverhältnisse aus kontingenten Gründen wertvoll sind. Eine geläufige Version des a posteriori Arguments besagt, dass alle konkreten Arbeitsinstanzen aus kontingenten Gründen zumindest ein gewichtiges Gut aufweisen, nämlich soziale Anerkennung bzw. daraus resultierender Selbstwert. Das Problem mit dieser Variante ist, dass nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden darf, dass dieses Gut jede beliebige Kombination anderer Güter (und Übel) überwiegt. Anstatt alle bedürftigen arbeitslosen Menschen langfristig zur Arbeit zu zwingen, wie es ein Workfare-Regime zur Folge hätte, könnte ein „feinkörnigerer“ Ansatz verfolgt werden, wonach nur solche Personen durch ein Workfareregime zur Arbeit gezwungen würden, die über Gelegenheiten zu guter Arbeit verfügen. | |

