Conference Agenda
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Daily Overview |
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S62: Philosophy of Religion 1 Location: 23.03 01.61 Session Chair: Christian Tapp | |
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2:15pm - 3:00pm
CANCELLED Was ist Religion und wie können wir Religion global denken? – Eine streng analytische Antwortsuche mit Wittgenstein University of Kassel, Germany Der Begriff „Religion“ ist umstritten und nur schwer zu definieren. Zudem scheint es keinen univoken Begriff zu geben, sondern nur analoge und vielleicht auch teils lediglich äquivoke Religionsbegriffe. Ziel meines Beitrags ist diesen Schwierigkeiten mit einem Wittgensteinschen Ansatz beizukommen. Die zentrale These meines Beitrags ist, dass wir Religion als Lebensmuster denken müssen und uns von einer irrigen Suche nach dem Wesen der Religion befreien müssen. Statt (platonische) Wesensschau zu betreiben und nach einer invarianten Definition der Religion zu suchen, müssen wir die Religion als Lebensmuster verstehen und uns Klarheit über ihre Grammatik verschaffen. Die Religion ist keine Lehre und keine Theorie, sondern eine Beschreibung eines tatsächlichen Vorgangs im Leben des Menschen. Religion ist somit ein anthropologisches Phänomen, das sich empirisch seit den Anfängen der Menschheit nachweisen lässt, etwa als Hoffnung auf eine andere, jenseitige Welt und auf ein mögliches Weiterleben nach dem Tod oder als betend-bittende Verehrung eines göttlichen oder heiligen Wesens. Religion ist ein Lebensmuster im menschlichen Lebensteppich. Lebensmuster bilden die Grundlage für eine Wortverwendung und bezeichnen nach Wittgenstein Regelmäßigkeiten sprachlichen und nicht-sprachlichen Handelns, welche mit gewissen Variationen im Leben der Menschen wiederkehren, von ihnen als zusammengehörige Einheiten aufgefasst und darum mit einem Wort benannt werden. | |

