Conference Agenda
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Daily Overview |
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S21: Didactics of Philosophy & Public Philosophy 1 Location: 22.01 2B Session Chair: Bettina Bussmann | |
| Presentation 3 | |
3:00pm - 3:45pm
Begriffsanalyse im schulischen Unterricht 1: Robert-Bosch-Gymnasium Wendlingen, Germany; 2: Eberhard Karls Universität Tübingen Begriffsanalyse ist ein Kerngeschäft philosophischer Arbeit. So ist zum Beispiel eine seriöse Auseinandersetzung mit klassischen Was-ist-Fragen (Was ist Wahrheit? Was ist Wissen?) und ein angemessener Umgang mit (begrifflichen) Gedankenexperimenten kaum möglich, wenn man zentrale Kompetenzen der Begriffsanalyse nicht besitzt. Umso überraschender ist es, dass hierzulande noch kein etablierter Diskurs darüber existiert, wie Lernende systematisch dazu befähigt werden können, das anspruchsvolle Geschäft der Begriffsanalyse zu bewältigen. Mit diesem Beitrag möchten wir zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit dieser Frage anstoßen, indem wir einige Schlüsselkompetenzen der Begriffsanalyse vorstellen und Ideen skizzieren, wie diese im Unterricht vermittelt werden könnten. Konkret schlagen vor wir, dass man mit Schüler:innen Folgendes erarbeitet: (1) den Unterschied zwischen ‚Begriff‘ und ‚sprachlicher Bedeutung‘ und eine grobe Idee davon, was ‚sprachliche Bedeutung‘ ist; (2) den Unterschied zwischen ‚konventionaler‘ und ‚non-konventionaler‘ Bedeutung; (3) den Unterschied zwischen jenen Eigenschaften, die die Referenten von Begriffen schon rein aufgrund ihrer Bedeutung haben und anderen (‚kontingenten‘) Eigenschaften; (4) den Unterschied zwischen ‚analytischen‘ und ‚stipulativen‘ Definitionen; (5) Methoden, die für die Ermittlung adäquater ‚analytischer‘ Definitionen hilfreich sind (zum Beispiel begriffliche Gedankenexperimente, Korpusanalyse, Kontextanalyse, Widerspruchstest, Abgrenzung von Synonymen, Aufdeckung von Antonymen); (6) ein Grundverständnis von Mehrdeutigkeit und begrifflicher Vagheit. | |

