Conference Agenda
Overview and details of the sessions of this conference. Please select a date or location to show only sessions at that day or location. Please select a single session for detailed view (with abstracts and downloads if available).
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Daily Overview |
| Date: Monday, 08/Sept/2025 | |
| 12:00pm - 2:00pm | Welcome Lunch organised by First Generation Philosophers Location: 23.01 3B |
| 12:00pm - 2:00pm | Welcome Lunch organised by Women* in Philosophy (SW*IP) Location: 23.01 3C |
| 2:00pm - 4:00pm | F1: Die Verantwortung der Fachphilosophie für das Lehramt Location: 22.01 2B Session Chair: Almut Kristine v. Wedelstaedt Fachpolitisches Forum. Organised by Anne Burkard (University of Göttingen), Almut von Wedelstaedt (Bielefeld University) Wenn es um Philosophie- und Ethiklehrkräfte geht, werden mit Blick auf das Studium häufig Defizite hervorgehoben: Angehende Lehrkräfte könnten nicht genug, sie wüssten nicht genug, und das, was sie können und wissen, sei das Falsche für den Unterricht. Lehramtsstudierende klagen über die Praxisferne des Philosophiestudiums, Lehrende an den Hochschulen klagen über Forderungen nach mehr Übersichtswissen und Ausbilder:innen im Referendariat klagen darüber, dass die Universitäten die Studierenden ohne ausreichende fachliche Basis in die zweite Ausbildungsphase entlassen.
Selbst wenn nicht alle Klagen berechtigt sein mögen, gibt diese Lage ausreichend Anlass zu fragen, wie sich die Situation verbessern ließe. Da für alle Lehrämter an weiterführenden Schulen die größten Studienanteile in den Fachwissenschaften liegen, möchten wir nach der Verantwortung der Philosophie für das Lehramt fragen. Was sollten angehende Lehrkräfte bezogen auf philosophische Gegenstände und Methoden am Ende ihres Studiums wissen und können? Wie, in welchen Veranstaltungsformaten und mit welchen hochschuldidaktischen Ansätzen könnten sie dies am besten lernen? Sollte das Studium etwa gezielter exemplarisch ausgerichtet sein oder sollten Lehrende sich darum bemühen, mehr Wissen und Können zur eigenständigen Orientierung zu vermitteln? Und wie ließen sich lehramtsbezogene Ansprüche konstruktiv mit denen der nicht-lehramtsbezogenen Studiengänge vermitteln? Das Fachpolitische Forum umfasst nach einer Einführung in das Thema drei Impulsvorträge sowie eine anschließende Diskussion mit Gästen und Publikum.
Programm:
14:00-14:10 Einführung
14:10-14:30 Vortrag 1
14:30-14:50 Vortrag 2
14:50-14:55 Pause
14:55-15:15 Vortrag 3
15:15-15:55 Allgemeine Diskussion
15:55-16:00 Abschluss |
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Vorbereitet auf den Praxisschock? – Was Philosophielehrer:innen im Klassenzimmer brauchen Humboldt-Gymnasium / 8.SPS Berlin Reinickendorf, Germany Philosophieren mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – brauchen angehende Lehrer:innen dafür wirklich Kant-Lektüre und Logik-Kurse? Oder ist es nicht besonders wichtig, über relevante fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen, um mit jungen Menschen zu philosophieren, statt bloß Befindlichkeiten auszutauschen? Welche fachphilosophischen Kenntnisse und Fähigkeiten sind es, die wirklich entscheidend sind, wenn der „Praxisschock“ im Klassenzimmer kommt? Ethik bzw. Philosophie zu unterrichten ist keine leichte Aufgabe – was vermittelt werden soll, ist weniger kanonisiert als in den meisten anderen Fächern, auch winkt am Ende der Unterrichtsstunde selten die eine richtige Lösung. Dies wird von angehenden Lehrkräften oft als herausfordernd empfunden. Wichtig ist es also, sie (auch) fachlich auf diese Herausforderungen möglichst gut vorzubereiten. Vorgestellt werden die Ergebnisse einer Befragung: Wie gut fühlen sich Lehramtsanwärter:innen fachlich auf ihren Beruf vorbereitet? Was hätten sie sich von ihrer Ausbildung an der Universität noch gewünscht? Was hat ihnen geholfen? Davon ausgehend wird darüber nachgedacht, welche Erwartungen die Fachphilosophie im Rahmen eines Lehramtsstudiums überhaupt erfüllen kann, aber auch, welche sie erfüllen muss, um ihrer Verantwortung für angehende Lehrkräfte – und damit auch für die Schüler:innen und die Schule als Ort philosophischer Öffentlichkeit – gerecht zu werden. Fachphilosophische Seminare: Bessere Angebote für Lehramtsstudierende? HU Berlin, Germany Fachwissenschaftliche Veranstaltungen sind der Kern der Lehramtsausbildung. Die Vorlesungen und Seminare sind an vielen philosophischen Instituten Lehramts- und Nicht-Lehramtsstudiengängen zugeordnet. Lehramtsstudierende äußern zuweilen, dass ihre Bedürfnisse dabei zu wenig berücksichtigt werden. Stimmt das? Sollte man etwas dagegen unternehmen? Und wenn ja, was? Der Philosophie- und Ethikunterricht stellt sehr hohe fachliche Ansprüche an Lehrkräfte. Es stimmt also nicht, dass Lehramtsstudierende weniger können und wissen müssen als andere Studierende. Es gibt aber Aspekte, die für Lehramtsstudierende besonders wichtig sind. Dies umfasst einerseits eine gezielte Förderung methodischer Fähigkeiten, die auch für die Schule bedeutsam sind, wie etwa argumentative Fähigkeiten. Bei der Lehrplanung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass für den schulischen Unterricht besonders relevante Inhalte auch in der universitären Lehre abgedeckt sind. Zudem sollten die philosophischen Fragen, von denen die Seminare ausgehen, so formuliert werden können, dass sie nicht nur an ein rein akademisches Publikum vermittelbar sind. Darüber hinaus ist es möglich, auch in fachwissenschaftlichen Seminaren spezielle Lerngelegenheiten für Lehramtsstudierende zu schaffen, etwa in Form von Studienleistungen, mit denen sie die Transformation fachwissenschaftlicher Inhalte für den Unterricht üben können. „Wir lernen nicht für die Schule, sondern für… die Universität?“ – Zum Sinn und Zweck philosophischer Bildung PH Ludwigsburg - University of Education, Germany Das Fach Philosophie lebt an vielen deutschen Hochschulen in einer Spannung: Einerseits sichert die große Zahl an Lehramtsstudierenden vielen Philosophischen Instituten ihre Größe oder gar Existenz. Andererseits gelten Lehramtsstudierende hinter vorgehaltener Hand bisweilen als Studierende zweiter Klasse. Dem Ruf nach schulrelevanten Inhalten begegnen manche durch Verweis auf die Freiheit der Lehre. Schließlich bilden Philosophische Seminare nicht für aktuelle Bildungspläne aus, sondern lehren ihr Fach! Nicht Schul- oder Lebensdienlichkeit, sondern philosophische Bildung ist das Ziel! Doch was sagt es über uns und unser Bildungssystem aus, wenn wir diese Ziele als Alternativen statt als Teile eines gemeinsamen Projekts denken: entweder Bildung oder Bezug zu Schule und Lebenswelt? Bildung lässt sich verstehen als die freie und reflektierte Wahl eines Selbst-Welt-Verhältnisses. Philosophie ist ein Teil der Welt, zu der sich das Selbst durch Bildung ins Verhältnis setzt. Wer Philosophieren als einen Teil seines Selbst erkennt und bejaht, erwirbt und lebt philosophische Bildung. Dieses Ziel können Schule und Hochschule gleichermaßen verfolgen. Im Vortrag werden philosophiedidaktische Ansätze dafür vorgestellt, wie dies gelingen kann. |
| 2:00pm - 4:00pm | F2: Die neue (In-)Transparenz Location: 22.01 2C Session Chair: Klaus Erlach Session Chair: Nicola Mößner Organised by Klaus Erlach (Fraunhofer IPA Stuttgart), Nicola Mößner (Leibniz University Hannover) Ausgangspunkt ist die digitalisierte Wissenschaftskommunikation. Klassische Verlage wie z.B. Elsevier haben eine strategische Neuausrichtung ihres Profils hin zu Informationsanalysten vorgenommen. Dies wirkt sich beträchtlich, doch zumeist unbemerkt auf die fachwissenschaftliche Community aus. Klassische Arbeitsprozesse (z.B. die Recherche oder Publikation von Forschungsergebnissen) spielen sich zunehmend im digitalen Raum ab. WissenschaftlerInnen nutzen dabei immer häufiger sogenannte „Single-Sign-On“ (SSO) Schnittstellen zu den verschiedenen Datenbanken und digitalen Diensten. Diese Zugangsweise im Online-Bereich sowie die Tatsache, dass die Informationsanalysten – oder Datenkartelle, wie Sarah Lamdan (2023) sie nennt – ihre NutzerInnen immer enger an ihre Produkte zu binden suchen, führt in der Folge einerseits zu einer wachsenden Abhängigkeit von der angebotenen IT-Infrastruktur bei gleichzeitiger Reduktion von Prozess- und Produktalternativen. Andererseits wird hierdurch das (unbemerkte) Sammeln, Auswerten und Vermarkten einer Vielzahl von NutzerInnen-Daten ermöglicht. Dieses Datentracking im Wissenschaftssektor ist noch nahezu unbekannt, folgt aber denselben problematischen Prinzipien des Profilings, wie es aus anderen Bereichen bekannt ist. Auf diese Entwicklung haben Björn Brembs et al. mit ihrer Initiative „Stop Tracking Science“ aufmerksam gemacht.
Im Rahmen des fachpolitischen Forums wird diese neue Form von Transparenz des akademischen Sektors nach außen bei gleichzeitig zunehmender Intransparenz der Aktivitäten der Informationsanalysten nach innen (inklusive der Generierung neuer Kosten(-arten)) kritisch thematisiert werden.
Programm:
14:00-14:20 Klaus Erlach „Die Asymmetrie des Panoptikums: Kurz-Einführung in das technische Prinzip der Transparenz“
14:20-14:50 Lisa-Marie Stein „Kosten(in)transparenz im Informationsmarkt: alte und neue Kosten im Publikationsprozess sowie deren Offenlegung für NutzerInnen“ (Vortrag & Diskussion)
14:50-15:20 Berrnhard Mittermaier „In)Transparenz der Informationsanalysten: die DEAL-Verträge und der Umgang mit Nutzungsdaten“ (Vortrag & Diskussion)
15:20-15:50 Nicola Mößner „Spurensuche im Fliegenglas: Datentracking und der Verlust der Autonomie“ (Vortrag & Diskussion)
15:50-16:00 Fazit |
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Die Asymmetrie des Panoptikums. Kurz-Einführung in das technische Prinzip der Transparenz Universität Stuttgart, Germany Ein zentrales Gestaltungsprinzip für funktional gute technische Systeme ist die Transparenz, die über ihren entsprechend gelungenen hierarchischen Aufbau erreicht werden kann. Michel Foucault hat darauf hingewiesen, dass diese Transparenz in soziotechnischen Systemen hervorragend zur Disziplinierung ihrer menschlichen Elemente genutzt werden kann – architektonisches Modell und metaphorisches Sinnbild ist hierfür das Panoptikum des Aufklärers Jeremy Bentham. Die Disziplinierung entsteht hierbei durch die Möglichkeit des Gesehenwerdens, wobei die Hierarchie des Systems für die Transparenz nur in einer Richtung genutzt wird. Da zuverlässige Produktionsabläufe das Einhalten von Standards erforderlich machen, ist die (top down) Sichtbarkeit in der Fabrikarbeit – später auch die (horizontale) Selbst-Sichtbarkeit der Werker sowie die (bottom up) Sichtbarkeit der Produktionskennzahlen – von zentraler Bedeutung. Für die kreativen Tätigkeiten im Wissenschaftssystem hat ihre mögliche Sichtbarkeit kaum disziplinierende Wirkung, wohl aber eine faktisch intransparente Review-Bewertung. Die Digitalisierung soziotechnischer Systeme hat aus der Möglichkeit des Gesehenwerdens eine durchgängige Gewissheit gemacht nach dem Motto: ‚Disziplinierung war gut, Kontrolle ist besser‘ (nach Gilles Deleuse). Manuel DeLanda hat dies als ‚Panspectron‘ bezeichnet, das alles sieht und manches dank Datenspeicherung auch erst im Nachhinein sichtbar macht. Diese Form von kontrollierender Transparenz funktioniert nun auch im heterogenen Wissenschaftssystem, gerade weil sie umfassend und nicht bloß optional ist. Der Weg aus diesem Fliegenglas kann nun eigentlich nur in der reziproken Transparenz liegen. Kosten(in)transparenz im Informationsmarkt: alte und neue Kosten im Publikationsprozess sowie deren Offenlegung für NutzerInnen Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Germany Mit dem Projekt „openCost: automatisierte, standardisierte Lieferung und offene Bereitstellung von Publikationskosten und Verlagsvereinbarungen“ sollen Kostentransparenz und -kontrolle im wissenschaftlichen Publikationswesen erzielt werden. Bibliotheken, Publikationsbeauftragten und Wissenschaftler:innen kommt hierbei eine gestaltende Rolle zu: Sie können aktiv dazu beitragen, der Kommerzialisierung des wissenschaftlichen Publizierens entgegenzuwirken. Die zentrale Rechnungsbearbeitung durch die Bibliothek ist ein Teil der strategischen (Neu-)Gestaltungen im Publikationsmanagement. openCost liefert ein praktisches Werkzeug zum Umgang mit dem Informationsbudget einer Einrichtung: Durch die Erfassung in einem standardisierten Metadatenschema und die technische Bereitstellung via OAI-Schnittstelle können Kostendaten frei zugänglich gemacht und automatisiert ausgetauscht werden. Bei der Beschreibung der Kosten, die als Metadateninformation der Publikation hinterlegt werden, müssen diverse Szenarien berücksichtigt werden, um dem Ziel der Abbildung der existierenden Geschäfts- und Finanzierungsmodelle gerecht zu werden. Es entsteht das Alphabet der Publikationskosten, die Ausgaben für unterschiedliche publizierte Objekte werden durch definierte Kostentypen klassifiziert. Die Abbildung der Kosten berücksichtigt dabei die Diversität der Wissenschaftsdisziplinen und ihrer medialen Repräsentationen. Trotz heterogener Publikationsobjekte, Workflows und Finanzstrukturen, besteht ein hohes Maß der Konvergenz, Objekte und Muster können in einem gemeinsamen openCost-Standard beschrieben werden. Die strukturelle Ausgestaltung des Metadatenschemas und seine technische Integration erlauben inhaltliche Erweiterungen im dynamischen Umfeld der Open Access-Transformation, FAIRe Prinzipien, aktuelle Daten sowie Informationsreichtum und die Reduzierung manueller Produktions- und Rechercheprozesse. (In)Transparenz der Informationsanalysten: die DEAL-Verträge und der Umgang mit Nutzungsdaten Forschungszentrum Jülich, Germany Mit jedem Aufruf eines elektronischen Buchkapitels oder Zeitschriftenartikels hinterlassen wir eine individuelle, nachverfolgbare Datenspur im Netz. Das ist einerseits technisch unumgänglich, denn z.B. muss ein Verlag bei kostenpflichtigen Artikeln anhand der IP-Adresse prüfen, ob man einer Organisation angehört, die für die Leseberechtigung gezahlt hat. Die erhobenen Daten gehen aber oft weit über das technisch notwendige hinaus und werden z.B. zur Erstellung von Personenprofilen genutzt (Wissenschaftstracking). Die Untersuchung von über einem Dutzend Wissenschaftsverlage und ihrer Nutzungsbedingungen ergab: Fast alle Verlage - darunter auch die DEAL-Verlage Elsevier, Springer Natur und Wiley - können sehr individuelle Profile über Nutzer:innen anlegen. Einige geben das offen zu. Andere versuchen, ihre „Datenkrake“ in verpflichtenden aber unnötigen Cookies zu verstecken, oder sie können Daten unsichtbar über Skripte der Verlagsseite sammeln. Der Vortrag präsentiert die Bandbreite der Datensammelaktivitäten, zeigt die Versuche, diese im Rahmen von Vertragsverhandlungen einzuhegen und gibt schließlich Anregungen für ein datensparsames Nutzungsverhalten. Spurensuche im Fliegenglas: Datentracking und der Verlust der Autonomie Hannover, Germany Wen interessiert schon, dass ich Kant lese… Datentracking – so eine weit verbreitete Auffassung – scheint das Problem von anderen zu sein. Insbesondere in den Geisteswissenschaften der westlichen Welt glauben viele, dass die hier betriebene Forschung und damit verknüpfte Recherche- sowie Publikationsprozesse von nur geringem Interesse für professionelle Datensammler und deren kommerzielle Partner seien. Bewusste Intransparenz auf Seiten der Informationsanalysten hält das Bild vermeintlicher Harmlosigkeit aufrecht. Tatsächlich werden einzelne Nutzende durch das umfassende Profiling aber, wie Renke Siems (2023) schreibt, „zum Objekt von Entscheidungen anderer“. Doch sind die zu Grunde gelegten Datenpakete überhaupt korrekt? Wer könnte sie wie korrigieren? Dies liegt weit jenseits des Einflussbereichs des datafizierten Subjekts. Datentracking stellt aber nicht nur für einzelne WissenschaftlerInnen einen ungewollten Eingriff in die eigene Arbeits- und Forschungspraxis dar, sondern führt übergreifend im akademischen Sektor zu einer folgenschweren Form von Transparenz: Datenprofile werden dazu genutzt, um Vorhersagen bezüglich Forschungstrends zu generieren. Wie steht es demnach um die Autonomie des Wissenschaftsbetriebes, wenn strategische Entscheidungen auf derlei Datenbasis getroffen werden? Wie steht es um die Forderung, Fragen von gesellschaftlicher, politischer, zukunftsweisender Relevanz zu bearbeiten und kritisch zu reflektieren, wenn das Themenfeld als Fliegenglas der Informationsanalysten vorstrukturiert wird? |
| 2:00pm - 4:00pm | F3: Analytische Philosophie diverser gestalten Location: 23.21 00.46 Session Chair: Sara Ayhan Session Chair: Gen Yvo Eickers Session Chair: Jessica Struchhold Session Chair: Elmarie Venter Organised by Sara Ayhan (Ruhr University Bochum), Gen Eickers (University of Bayreuth), Jessica Struchhold (TU Dortmund), Elmarie Venter (Ruhr University Bochum) If you attended this event, please provide some feedback via the following form: http://survey.ruhr-uni-bochum.de/index.php/142434?lang=de-informal
Das fachpolitische Forum „Analytische Philosophie diverser gestalten“ widmet sich dem dringenden Problem mangelnder Diversität in der analytischen Philosophie. Noch immer sind bestimmte Gruppen – etwa Frauen, tin* (trans, inter, und nicht-binäre) Personen, rassifizierte Gruppen oder Menschen mit Behinderung – in Philosophie systematisch unterrepräsentiert. Die analytische Philosophie scheint hierbei besonders betroffen. Ziel des Forums ist es, konkrete Ausschlussmechanismen zu identifizieren und gemeinsam Strategien zu entwickeln, um mehr Diversität und Inklusion zu ermöglichen. Im Zentrum stehen dabei die Themen Lehre, akademische Veranstaltungen sowie Behinderungen (Disabilities). Methodisch setzen wir auf ein partizipatives Format mit Gruppenarbeit an Fallbeispielen, um nicht nur über das Thema zu sprechen, sondern es auch praktisch umzusetzen. So wollen wir gemeinsam ein breiteres Verständnis von Diversität fördern und Wege zu einer gerechteren akademischen Praxis in der analytischen Philosophie aufzeigen. Programm: 14:00-14:15: Einführung (Vorstellung durch die Organisator*innen) 14:15-15:15: Erarbeitung der Themen (Kleingruppen) 15:15-16:00: Diskussion der Ergebnisse (Round Table) |
| 4:30pm - 6:00pm | Opening & Award Ceremonies Location: 23.01 3A Session Chair: Elke Brendel Session Chair: Markus Schrenk De Gruyter- & Stegmüller-Preis Best Paper Award |
| 6:30pm - 8:00pm | K1: Opening Lecture Location: 23.01 3A Session Chair: Anna Schriefl Session Chair: Markus Schrenk |
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Healthism, Neurodiversity, and Respectability Politics Georgetown University, USA “Healthism” is the pervasive ideology according to which each of us is responsible for valuing and protecting our own health and prioritizing health over other values, while society has the right to enforce, surveil, and reward healthy living. Neurodiversity and other forms of cognitive difference are generally understood through the lens of health: they are taken as diagnosable pathological conditions that should be treated or mitigated via medical interventions. Putting these two ideas together, neurodivergent people are supposed to try to be “healthy,” through pharmaceuticals, behavioral therapy, and the like, and society has an investment in making them be “healthy.” But neurodivergence is not a morbidity in a typical sense, so it is unclear what “health” means in this context. In practice, our societal standards for health for neurodivergent people are defined in terms of what avoids disrupting neurotypical expectations and systems or making neurotypical people uncomfortable. “Health,” for neurodivergent people, is in effect respectability—it is not defined in terms of their own needs or flourishing but in relation to the norms and needs of others. This can be seen from a close reading of diagnostic definitions and official medical “treatment” methods and goals. Trying to “treat” neurodivergent people by making them respectable citizens who are palatable within neurotypical productivity culture is usually likely to backfire; typically bad for their own well-being, and a social loss. |
| 8:00pm - 9:30pm | Opening Reception Location: 23.01, Lobby |

