
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 28
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Digitale Transformationsprozesse als Motor autoritärer, demokratiefeindlicher Verschiebungen des Sozialen? Zusammenfassung Mit den zunehmend demokratiefeindlichen, den Rechts- und insbesondere Sozialstaat unterminierenden Entwicklungen geht für die Soziale Arbeit auch die Frage nach einer Absicherung der digitalen Räume einher: So können etwa Adressat:innen und Fachkräfte Ziele digitaler Gewalt werden. Andererseits können digitale Strukturen produktiv gewendet und durch die Soziale Arbeit aktiv (mit-)gestaltet werden. Das Panel der Fachgruppe Soziale Arbeit und Digitalisierung möchte Impulse versammeln, welche das Tagungsthema unter besonderer Berücksichtigung digitaler Transformationsprozesse in den Blick nehmen. Beiträge des Symposiums Digitale Gewalt als autoritäre Verschiebung des Sozialen. Risiken, Resilienz und Innovationspotenziale in der Sozialen Arbeit Digitale Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist ein wachsendes, bisher wenig erforschtes Phänomen. Sie intensiviert bestehende Gewaltverhältnisse und verweist auf autoritäre Machtverschiebungen, die demokratische Grundlagen und professionsethische Prinzipien bedrohen. Erste empirische Ergebnisse zeigen: Sozialarbeitende erleben digitale Anfeindungen in vielfältiger Form, entwickeln jedoch zugleich individuelle und institutionelle Strategien. Ziel ist es, innovative Schutzkonzepte zu identifizieren, die Resilienz stärken und partizipative Antworten ermöglichen. “Digitalisierung der Lebenswelt”- um jeden Preis? Fragen nach einem theoretischen Update an Thierschs Lebensweltorientierung im Kontext von Demokratiererosion Digital Streetwork hat sich als Reaktion auf die fortschreitende Digitalisierung der Lebenswelt etabliert. Ursprünglich zur Prävention demokratiefeindlicher Inhalte entwickelt, wird der Ansatz heute auch in anderen Bereichen der Sozialen Arbeit angewendet. Die Projekte adressieren Kommunikationsrisiken wie Hate Speech, Desinformation und Cybermobbing sowie die Folgen digitaler Mediennutzung, wie Einsamkeit und psychische Gesundheitsprobleme. Theoretisch stützt sich der Ansatz auf die lebensweltorientierte Soziale Arbeit, die die Digitalisierung als ambivalente Kraft beschreibt. Mediatisierte jugendliche Lebenswelten im Spannungsfeld demokratiefeindlicher Dynamiken in sozialen Medien – Perspektiven der Sozialen Arbeit Jugendliche Lebenswelten sind mediatisiert und werden zunehmend von sozialen Medien geprägt, in denen demokratiefeindliche Diskurse und affektive Dynamiken wirken. Der Beitrag stellt dar, wie Jugendliche diese veränderten digitalen Aushandlungsräume erleben und welche Verantwortung in Begegnung der Sozialen Arbeit zukommt. Als lebensweltorientierte Profession wird ihr die Aufgabe zuteil, sowohl kritische Medienkompetenz als auch demokratische Partizipationsfähigkeit zu fördern als auch die Resilienz gegenüber demokratiefeindlichen Tendenzen im digitalen Raum zu stärken. | ||