
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 12
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Zwischen Reproduktion und Irritation: Soziale Arbeit im Spannungsfeld antifeministischer Narrative Zusammenfassung Das Panel begreift Antifeminismus als Ausdruck autoritärer gesellschaftlicher Entwicklungen und untersucht die Soziale Arbeit als Ort, an dem diese Dynamiken aufgegriffen, verstärkt oder irritiert werden. Fokussiert wird, wie antifeministische Narrative in der Praxis wirksam sind, sich in Begriffe wie Kindheit und Familie einschreiben und professionelle Routinen prägen. Sie werden dabei nicht allein als äußere Einflüsse, sondern als historisch und strukturell verankerte Diskurse verstanden. Analysiert werden Prozesse ihrer (Re-)Produktion sowie Strategien des Widerstands. Beiträge des Symposiums „Bild des bedrohten Kindes“ als antifeministische Legitimationsstrategie mit langer Tradition In unserem Beitrag zeigen wir die lange Tradition des Narrativs der vermeintlichen Kindeswohlgefährdung als antifeministische Strategie auf. Wir analysieren die hinter dieser Strategie liegende Motivation von konservativen Familienpolitiken der 1980er Jahre bis zu heutigen rechten Mobilisierungen und zeigen, wie die Bezugnahme auf das „Kindeswohl“ patriarchale Ordnungen re-stabilisiert. Darüber hinaus richten wir den Blick auf die visuelle Dimension dieser Diskurse und untersuchen, wie Bilder – etwa das ‚unschuldige Kind‘ oder die ‘bedrohte Mutter‘ – ästhetische Evidenzen herstellen. Kinder- und Jugendhilfe im Fadenkreuz des Antifeminismus: Angriffe auf die parteiliche Mädchenarbeit und professionelle Handlungsnotwendigkeiten Am Beispiel der parteilichen Mädchen*arbeit zeigt der Beitrag exemplarisch auf, wie Handlungsfelder der Sozialen Arbeit im Zuge antifeministischer Diskursverschiebungen in ihrer Legitimität und ihrem Selbstverständnis herausgefordert werden. Dabei wird deutlich, wie die Diskursverschiebung nicht nur konkrete Handlungsfelder, sondern auch grundlegende professionsethische Fragen berührt. Auf der Basis der Analyse werden mögliche Handlungsstrategien und Positionen entwickelt, die einen reflektierten Umgang mit antifeministischen Herausforderungen ermöglichen sollen. Der Allgemeine Soziale Dienst als Resonanzraum gesellschaftlicher Normverschiebungen?! Dieser Beitrag adressiert das Handlungsfeld des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD). Erste empirische Eindrücke legen nahe, dass Deutungen über Familie, Elternschaft und Verantwortung die professionellen Entscheidungen der Fachkräfte im ASD mitstrukturieren. Diese beeinflussen die Wahrnehmung von Konflikten, Gefährdung und Sorgerecht. Fokussiert wird, ob und wie dabei antifeministisch konnotierte Deutungen wirksam werden und Entscheidungsprozesse beeinflussen. Dies wirft Fragen nach demokratischer und reflexiver Professionalität im ASD auf. | ||