
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 38
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Rechtsextremismus macht nicht halt vor nationalen Grenzen: Ansätze für die Soziale Arbeit in der Gegenwartsgesellschaft Zusammenfassung Gegenwärtige Spielarten von grenzüberschreitendem Rechtsextremismus mit Türkeibezug und ihre Relevanz für die Theoriebildung und Profession der Sozialen Arbeit werden aus drei Perspektiven beleuchtet und diskutiert. Der transnationale Kontext wird besonders berücksichtigt. Die zentrale Frage, die sich hier stellt, ist die nach der Wechselwirkung ökonomischer, politischer und sozialer Dynamiken, die das Erstarken extrem rechter Akteur:innen mit Türkeibezug begünstigen und möglichen Interventionen, die den extrem rechten Aktionsradius schmälern. Hierin ist auch die Soziale Arbeit verstrickt. Beiträge des Symposiums Rechtsextremismus(-forschung) revisited: Konzeptionelle Überlegungen für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Ülkücü Bewegung Ein konzeptioneller Vorschlag für eine Auseinandersetzung mit transnationalen Formen von Rechtsextremismus am Beispiel der Ülkücü Bewegung wird diskutiert. Akteur:innen der extremen Rechten mit Türkeibezug agieren weitgehend unbehelligt. Spezifische Bedingungen hierfür werden beleuchtet. Dazu gehören Strategien der Akteur:innen, Kontextbedingungen im Lokalen, diskursive Auseinandersetzungen mit Migration und Rassismus. Vorgeschlagen wird die Analyseperspektive Rechtsextremismus in der postmigrantischen Gesellschaft, die für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit fruchtbar gemacht werden kann. Islamismus, Rechtsextremismus und Soziale Arbeit: Transnationale Perspektiven Der Beitrag untersucht die Verflechtungen von Sozialer Arbeit, Rechtsextremismus und islamistischen Bewegungen in der Türkei und im transnationalen Raum zu Deutschland. Islamistische Gruppen nutzen fehlende sozialarbeiterische Strukturen und bieten Sozialhilfe, um Menschen für ihre religiösen und politischen Ziele zu gewinnen. Türkeistämmige Migrant*innen werden häufig instrumentalisiert und als finanzielle Ressource genutzt. Der Beitrag beleuchtet diese Spannungsfelder und diskutiert, wie Soziale Arbeit ihre professionelle und demokratische Eigenständigkeit wahren kann. Türkeibezogener Rechtsextremismus als Herausforderung für die Praxis – Erfahrungen aus der Fachstelle türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) Der Beitrag stellt die Arbeit der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) vor, die als bundesweite Anlaufstelle eine zentrale Lücke in der Prävention schließt. Türkischer Rechtsextremismus wird bislang nur punktuell und projektbezogen bearbeitet. FaTRex reagiert auf konkrete Bedarfe: fehlende Sensibilisierung, unzureichende Unterstützung Betroffener und unzureichende Vernetzung. Am Beispiel der Zusammenarbeit mit Beratungsstellen in NRW wird gezeigt, wie Fachpraxis und Betroffenenperspektiven verbunden werden können. Zum Schluss: Lernpotenziale zwischen Praxis und Wissenschaft. | ||