
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 54
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Antisemitismus im Sozialraum Schule – Herausforderungen für und in der Schul- und Jugendsozialarbeit Zusammenfassung Trotz der breiten gesellschaftspolitischen Diskussionen zum Ausmaß, zur Verbreitung und zu gezielten Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten gegen die unterschiedlichen Formen des Antisemitismus bei Jugendlichen und im Sozialraum Schule liegen bislang kaum verlässliche Fakten und hinreichend auswertbare Daten für die Problemwahrnehmungen und Handlungsroutinen von Sozialarbeiter:innen vor. Gleichzeitig sind Sozialarbeiter:innen gefragt und herausgefordert, pädagogisch mit dem Thema umzugehen, Wissen bereitzustellen, einzuordnen, auch Konflikte zu moderieren und Prävention zu leisten. Beiträge des Symposiums Perspektiven im Kontrast. Kurzvorstellung des BMBFSFJ-Verbundprojekts „Antisemitismus im Kontext Schule. Perspektiven von jüdischen und nicht-jüdischen Jugendlichen, Lehrkräften und der Sozialarbeit“ Das BMBFSFJ-Verbundprojekt zielt auf eine empirische Grundlage für die Weiterentwicklung einer professionalisierten Auseinandersetzung mit den Herausforderungen rund um Antisemitismus im Sozialraum Schule. Das Forschungsdesign erfasst die Perspektiven von Jugendlichen, Lehrkräften und der Schul- und Jugendsozialarbeit und ermöglicht es, jüdische und nicht-jüdische Problemwahrnehmungen zu kontrastieren. Die Erkenntnisse aus qualitativen Interviews und und quantitativen Befragungen der Akteursgruppen greifen ineinander. Perspektiven nicht-jüdischer Schul- und Jugendsozialarbeit:innen Im schulischen wie im außerschulischen Bereich werden Schul- und Jugendsozialarbeiter:innen adressiert, um auf antisemitische Vorfälle, Konflikte oder Präventionsanliegen zu reagieren. Sie begleiten Prozesse der Wertebildung, reflektieren diskriminierende Haltungen und schaffen Räume, in denen antisemitische Einstellungen thematisiert und bearbeitet werden können. Vor diesem Hintergrund werden, basierend auf qualitativen Interviews, ausgewählte Motive und Dynamiken von nicht-jüdischen Schul- und Jugendsozialarbeiter:innen vorgestellt und diskutiert. Perspektiven jüdischer Fachkräfte Die Befunde werden mit ersten Erkenntnissen zur Frage, mit welchen Problemwahrnehmungen, Herausforderungen und Handlungsoptionen jüdische Fachkräfte im Sozialraum Schule konfrontiert sind, kontrastiert. Diese nehmen potentiell eine dreifache Rolle ein: als professionelle Pädagog:innen, selbst Betroffene sowie Eltern jüdischer Jugendlicher. Ist ihre jüdische Identität bekannt, werden sie zudem von außen als Expert:innen für Antisemitismus adressiert und mit der Erwartung konfrontiert, bestehende Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus zu lösen. Ins Gespräch gehen – Annahmen, Folgen und Effekte einer vergleichenden Kontrastierung jüdischer und nicht-jüdischer Perspektiven für die Soziale Arbeit Wir laden zu einem gemeinsamen Austausch im Workshop-Format über Annahmen, Folgen und Effekte einer vergleichenden Kontrastierung jüdischer und nicht-jüdischer Perspektiven für die Soziale Arbeit ein. Wie ordnen die Anwesenden aus ihrer jeweiligen Expertise und Erfahrung die Befunde ein, welche Erfahrungen machen sie in der Arbeit mit Studierenden und ggf. Fachkräften der Sozialen Arbeit, welche Hinweisen geben die Erkenntnisse für die Soziale Arbeit in Theorie und Praxis, ebenso für die Aus- und Weiterbildung? | ||