
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 43
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Zur Dialektik der autoritären Verschiebungen im Innen und Außen der Felder Heimunterbringung, Offene Jugendarbeit und Mobile Beratung Zusammenfassung Soziale Arbeit ist gefordert, sich mit den autoritären und menschenverachtenden Eingriffen externer Akteur:innen und auch aus der eigenen Mitte zu beschäftigen. Diese Gleichzeitigkeit wirkt herausfordernd und prägend, ist aber kein neues Phänomen. Durch ausgewählte Beispiele richtet dieses Panel einen kritischen Blick auf die Widersprüche in Bezug auf Autoritarismus und Professionalisierung und stellt die Frage, wie die Praktiker:innen das dialektische Verhältnis zwischen Theorie und Praxis in Zeiten autoritärer Tendenzen gestalten und reflektieren. Beiträge des Symposiums Autoritäre Verstrickungen: Zur doppelten Delegitimierung Sozialer Arbeit von Innen und Außen In der Verbreitung autoritärer Narrative sind neben rassistischen Debatten auch solche um Asozialität oder sonstige Ideologien der Ungleichwertigkeit nicht weit. Die Eingriffe kommen auch in der Sozialen Arbeit nicht nur von einem vermeintlichen Außen, sondern ebenso aus dem Innen der Disziplin. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Heimunterbringung wird dieser historisch fortwährende Kampf und das Ringen um Professionalisierung nachgezeichnet. Die Entwicklungen lassen eine anti-autoritäre Soziale Arbeit notwendig werden, die ich im Sinne fachlicher Haltung zu entfalten versuche. Grauzonenprofession – Über das Bleiben im autoritären Feld Ausgehend von biographisch-narrativen Interviews beleuchtet der Beitrag, wie Fachkräfte seit den 1990er Jahren mit rechter Gewalt, staatlicher Abwesenheit und institutioneller Kälte konfrontiert sind. Diese Erfahrungen zeigen eine Grauzonenprofession: Zwischen Anspruch auf Menschenrechte und prekären Arbeitsrealitäten entstehen Mikropraktiken des Widerstands. Gleichzeitig verdeckt die Selbstbeschreibung als Menschenrechtsprofession oft fehlende Rückendeckung. So wird Soziale Arbeit am Vorabend autoritärer Entwicklungen zu einem Ort, an dem Pathos und Ohnmacht eng ineinandergreifen. Konflikte um Demokratie? Zur Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus und ihren Widersprüchen Der Vortrag bearbeitet die Frage, inwiefern in Sozialer Arbeit autoritäre Verschiebungen wirken und bearbeitet werden können. Er basiert auf einer empirischen Forschung im Feld der Mobilen Beratung gegen rechts, in dem eine Diskursfeldanalyse sowie leitfadengestützte Interviews durchgeführt wurden. Dabei stellt der Beitrag fest, dass Mobile Beratung autoritäre Bewegungen als Bewegungen gegen aktuelle demokratische Herrschaft thematisieren und bearbeiten kann, die Widersprüche von Demokratie und demokratischen Institutionen jedoch tendenziell dethematisiert. | ||