
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Sitzungsübersicht |
| Sitzung | ||
Panel 41
| ||
| Präsentationen | ||
Soziale Arbeit dein Demokratie-Freund und Helfer!? Ein Plädoyer dafür, den kritischen Blick nicht nur auf das Außen, sondern auch auf das Innen zu richten. Zusammenfassung Wir thematisieren in diesem die Rolle der Sozialen Arbeit in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um demokratische Teilhabe. Dabei richten wir den Blick nicht nach außen, sondern nach innen und diskutieren, wie Soziale Arbeit sich als demokratiefördernde Instanz verstehen kann und welche Aufgaben sich im Kampf um Teilhabechancen ergeben. Ausgangspunkt hierfür stellt Nancy Frasers Konzept der „Politik der Bedürfnisinterpretation“, das als Analysefolie für eine demokratiefördernde, selbstkritische Soziale Arbeit dient. Ergänzend vertiefen zwei Kurzvorträge aktuelle empirische Forschungen. Beiträge des Symposiums Zur Konzeption von Leistungen in der Sozialen Arbeit – In wie fern trägt Soziale Arbeit zur Entpolitisierung sozialer Problemlagen bei? Die Konzipierung sozialstaatlicher Hilfen erfolgt in der Regel ohne den Einbezug der potentiellen Inanspruchnehmenden. Deren Bedürfnisse werden im Kontext bestimmter sozialpolitischer Programme und Verwaltungsvorgaben ‚bearbeitet‘ und – in der Lesart des juristisch-administrativen-therapeutischen Staatsapparats (JAT) von Nancy Fraser – durch dieses Vorgehen entpolitisiert. Wird der JAT als Analysefolie für das Handeln Sozialer Arbeit angelegt, können hierdurch Brüche und Widersprüche aufgezeigt werden und Selbstreflexion ermöglicht werden. „Ihr hättet mich früher fragen sollen“-Teilhabechancen und Soziale Arbeit: Ein Blick auf ein Spannungsfeld im Kontext von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen erleben die Behindertenhilfe oft als wenig partizipativ, was einer Gefährdung demokratischer Prozesse bedeutet. Soziale Arbeit steht vor der Herausforderung, ihr Tun – mit einem Blick nach Innen – kritisch zu reflektieren. Obwohl die UN-BRK seit 2009 die volle Teilhabe fordert, bleibt diese in der Praxis oft unerfüllt. Soziale Arbeit muss sich selbst fragen, wie sie aktiv für soziale Gerechtigkeit eintreten und Ent-hinderungshilfe befördern kann. „Es gab ein paar, die wirklich rebellisch waren“ - Soziale Arbeit und Aushandlungsprozesse um die Bedürfnisse von Adressat:innen Soziale Arbeit hat sich konzeptionellen Grundlagen wie Empowerment und Partizipation verschrieben und möchte sich an der Lebenswelt der Adressat:innen orientieren. Ein an diesen Ansätzen und Konzepten orientiertes Tun sah sich mit der Zuständigkeit für die Umsetzung und der Kontrolle der Einhaltung der Coronamaßnahmen herausgefordert. Anhand des Forschungsprojekts „Soziale Altenarbeit in stationären Einrichtungen während der Corona-Pandemie“ wird die Rolle Sozialer Arbeit im Spannungsfeld der Bedürfnisse der Bewohner:innen und der Um- und Durchsetzung der Coronamaßnahmen diskutiert. | ||