
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 32
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Zwischen Widerstand und Transformation – solidarische, abolitionistische und partizipative Perspektiven Zusammenfassung Angesichts autoritärer Verschiebungen entwickelt Soziale Arbeit vielfältige politische Handlungsstrategien. Im Panel werden drei Perspektiven einer solidarisch-emanzipatorischen Sozialen Arbeit erörtert. Dabei werden theoretische Überlegungen zu einer abolitionistisch-polizeikritisch ausgerichteten Sozialen Arbeit mit Forschungsergebnissen zu Handlungsstrategien von Sozialarbeiter:innen, die mit Migrant:innen und Wohnungslosen arbeiten, sowie mit Erkenntnissen aus der Erforschung der Nutzer:innen-Partizipation im Verwaltungskontext kritisch diskutiert. Beiträge des Symposiums Abolitionistische Zugänge in der Sozialen Arbeit – Ambivalenzen und Möglichkeiten Ausgehend von einer strukturierten Literaturanalyse werden abolitionistische Theorien in Bezug auf ihre Möglichkeiten für eine emanzipatorische, diskriminierungskritische und gerechtigkeitsorientierte Soziale Arbeit vorgestellt. Kern abolitionistischer Zugänge ist die Suche nach Möglichkeiten, strafende staatliche Institutionen durch verbesserte strukturelle Bedingungen und die kollektive Handlungsfähigkeit zivilgesellschaftlicher Akteur_innen zu ersetzen. Die damit verbundenen Widersprüche, Ambivalenzen und Chancen werden kritisch zur Diskussion gestellt werden. Politisches Handeln der Sozialen Arbeit gegen autoritäre Ausschlüsse: Strategien im Kontext von Migration und Wohnungslosigkeit Autoritäre Verschiebungen manifestieren sich in strukturellen Ausschlüssen vulnerabler Gruppen. Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus und Wohnungslose erleben systematische Diskriminierung und Leistungsverweigerung. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das politische Handlungsstrategien von Sozialarbeiter:innen in der Gesundheitsversorgung ohne Krankenversicherung, Wohnungsnotfallhilfe und Straßensozialarbeit untersucht. Die Analyse zeigt differenzierte Strategien: Niedrigschwelligkeit und Empowerment, advokatorisches Handeln und Netzwerkarbeit sowie Lobbying. Ambivalente Partizipation? Politische Mikropraktiken und Aushandlungsprozesse zwischen Nutzer*innen und Verwaltung und die Rolle Sozialer Arbeit Der Beitrag analysiert politische Handlungsstrategien Sozialer Arbeit im Verwaltungskontext anhand zweier Projekte zu Nutzer*innenpartizipation. Im Fokus stehen Spannungsfelder und Potenziale partizipativer Prozesse mit von Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen. Diskutiert werden politische Mikropraktiken, solidarische Aushandlungsprozesse und Widersprüche an der Schnittstelle von Verwaltung, Sozialer Arbeit und Selbstvertretung – als Beitrag zu einer reflexiven und demokratiepolitisch engagierten Sozialen Arbeit. | ||