
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 33
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Rechte, autoritäre Dynamiken, Männlichkeit und Soziale Arbeit Zusammenfassung Die Kategorie Männlichkeit besitzt innerhalb autoritärer Ideologie und Mobilsierung eine besondere Bedeutung. In der Konstruktion richtiger Männer kann an weit verbreitete gesamtgesellschaftliche Diskurse angeknüpft werden. Gleichwohl ist zu konstatieren, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit und rechtsextremer Ideologie im Kontext von Fragen sozialpädagogischen Handelns häufig ausbleibt. Das Panel beleuchtet aus drei Perspektiven die Relevanz der Kategorie Männlichkeit für ein kritisches Professionsverständnis in Zeiten autoritärer Bestrebungen. Beiträge des Symposiums Überblick: Männlichkeit, Autoritarismus/Rechtsextremismus und Soziale Arbeit Es gibt einen evidenten Zusammenhang von Rechtsextremismus und Männlichkeit. Soldatische Männlichkeit spielt in ganz unterschiedlichen Spektren der Neuen und alten extremen Rechten eine herausragende Rolle. Die Anrufung einer „wehrhaften“, „kampfbereiten“ und „natürlichen“ Männlichkeit fungiert als wichtiges Tool für die Rekrutierung von (jungen) Männern für die extreme Rechte. Der Beitrag benennt Misogynie und Antifeminismus als tief verankert und zentral für Radikalisierungsprozesse von (jungen) Männern. Alltägliche Männlichkeiten. Professionelle und andere Praxen angesichts völkisch-autoritärer Verdichtungen Junge Menschen treffen in ihrer Lebenswelt auf unterschiedliche Männlichkeitsangebote und –anforderungen, die sie je nachdem als funktional in ihre Alltagsgestaltung übernehmen. Den Rahmen hierfür bilden aktuell autoritäre Verdichtungen und völkische Normalisierungsprozesse. Mit ihnen gehen autoritäre und völkische Anrufungen an Männlichkeit einher. Eine demokratisch und emanzipatorisch ambitionierte Pädagogik ist angehalten, Dimensionen eines professionellen Habitus männlichkeitskritisch zu entfalten und eine geschlechterreflexive Konkretisierung von Subjekt- und Lebensweltansätzen vorzunehmen. Praktiken der Autorisierung. Rechte Hegemonie, Männlichkeit und sozialpädagogisches Handeln im Winzerclub der 1990er Jahre Der Winzerclub gilt in der Entstehungsgeschichte des NSU als wichtiger Anlaufpunkt für rechte Jugendliche. Die Einrichtung wurde Anfang der 1990er Jahre durch die Vision eines anti-autoritären Schon- und Schutzraums geprägt. Diese Vision trifft im Verlauf der 1990er Jahre in Form rechter Jugendlicher auf autoritäre Ideologien. Im Vortrag wird die Unterwerfung der Fachkräfte unter die autoritären Hegemonieansprüche der rechten Jugendlichen als "Praktiken der Autorisierung" (Baader 2018, S. 88) aus männlichkeitstheoretischer Perspektive betrachtet. | ||