
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Sitzungsübersicht |
| Sitzung | ||
Panel 47
| ||
| Präsentationen | ||
Soziale Arbeit im Nationalsozialismus – Erinnern. Reflektieren. Positionieren Zusammenfassung Auf der Grundlage wissenschaftlicher Formate der letzten Jahre (Tagungen, Publikationen, bundesweite Ringvorlesung 2025/26, Mitarbeit in der Enzyklopädie Soziale Arbeit Online) soll der Diskurs um die Verstrickung Sozialer Arbeit in das Herrschaftssystem des NS-Staates und deren Beteiligung an den Menschheitsverbrechen des Nationalsozialismus fortgesetzt und danach gefragt werden, wie sich die Soziale Arbeit aktuell und zukünftig zu antidemokratischen, autoritären und menschenfeindlichen gesellschaftspolitischen Entwicklungen sowie eigenen Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmechanismen positionieren kann. Beiträge des Symposiums Soziale Arbeit und Nationalsozialismus. Überlegungen zum Verhältnis von Brüchen und Kontinuitäten Ausgehend von der Feststellung, dass die Einbindung Sozialer Arbeit in das Herrschaftssystem des NS-Staates und die meist widerspruchslose Beteiligung von Fachkräften an den Verbrechen des Regimes auf Denkweisen, Strukturen und Handlungslogiken beruhten, die lange vor der politischen Zäsur von 1933 zum alltäglichen Repertoire professionellen Handelns gehörte, fragt der Beitrag von Sven Steinacker aus längerfristiger historischer Perspektive nach dem Verhältnis von Brüchen und Kontinuitäten Sozialer Arbeit im NS-Staat. Öffentliche Fürsorgerinnen im Spannungsfeld von Auslese und „Ausmerze“ – fachliche Spezifika auf dem Gebiet der Gefährdetenfürsorge Dargestellt wird das fachliche Handeln von Pflegeamtsfürsorgerinnen in der NS-Zeit. Das Handlungsfeld war geprägt von einem auf dem Konzept professionalisierter Mütterlichkeit beruflichen Selbstverständnis und verwoben mit Sexualitätsdiskursen. Die Entkriminalisierung von Prostitution von 1927 hatte zur Folge, dass die „gefährdeten“ Mädchen und Frauen unter Kontrolle der Gefährdetenfürsorge gestellt wurden. Es kam zu einer Radikalisierung gegenüber dieser Zielgruppe. Unter dem eugenischen Paradigmenwechsel sah sich die Zielgruppe umfassend von der Kategorisierung „minderwertig“ bedroht. Erinnerungsarbeit zum Nationalsozialismus in der Sozialen Arbeit – Orientierung für die Gegenwart und Zukunft Der Vortrag skizziert Ergebnisse aus sozialgeschichtlichen Forschungs- und Erinnerungsprojekten, die den Widerstand in der Sozialen Arbeit während der nationalsozialistischen Zeit (mit-) untersuchten. Angesichts der Zunahme von rechtspopulistischen und rechtsextremen Kräften in der Gegenwart wird aufbauend die Frage nach der Notwendigkeit zum Widerstand aufgeworfen. Im Vortrag und in der anschließenden Diskussion soll danach gefragt werden, ob der von einer kleinen Minderheit im Nationalsozialismus geleistete Widerstand heute Orientierung für die Soziale Arbeit geben kann. | ||