
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 30
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Extrem rechte Gewalt im Kontext der sog. Behindertenhilfe, Un_Sichtbarkeit und Gegenwehr Zusammenfassung Die extrem rechten Angriffe auf Bewohner*innen einer Wohnstätte und auf die Geschäftsstelle der Lebenshilfe Mönchengladbach 2024 stellen lediglich ein Beispiel dar, mit dem sich Auswirkungen autoritärer Entwicklungen auf die Soziale Arbeit illustrieren lassen. Solche und weitere Formen extrem rechter, behindertenfeindlicher Gewalt seit den 1990er Jahren, der fachliche Umgang sowie damit verbundene Gegenwehr-Formen, stellen ein Forschungsdesiderat dar, dem sich das Projekt MAVIOPA (Hochschule Düsseldorf & Uni Tübingen) widmet. Im Panel werden erste empirische Ergebnisse vorgestellt. Beiträge des Symposiums Behindertenfeindliche, extrem rechte Gewalt im Kontext der sog. Behindertenhilfe Behindertenfeindliche, extrem rechte Gewalt gegen Menschen mit Behinderung und Fachkräfte der Behindertenhilfe tritt in unterschiedlichen Formen auf und ist nicht immer eindeutig als solche zuzuordnen. Ziel des Beitrages ist es, die Bandbreite autoritärer Bedrohungen gegen Menschen mit (kognitiver) Behinderung seit den 1990ern – einschließlich digitaler Gewalt – sichtbar zu machen. In den Fokus rücken die Auswirkungen dieser Gewalt auf Betroffene sowie Prozesse der kollektiven Viktimisierung und die Bedeutung der Gewalt für Versuche der gesamtgesellschaftlichen Durchsetzung rechter Ideologie. Extrem rechte Massenvernichtungsandrohungsgewalt gegen Menschen mit kognitiven Behinderungen im Postnazismus Der Vortrag nimmt die extrem rechten Übergriffe im Kontext der sog. Behindertenhilfe in Mönchengladbach 2024 zum Ausgangspunkt und diskutiert mit Galtung (1972) und Reemtsma (2013) die Grenzen der gewalttheoretischen Trennung zwischen psychischer und physischer Gewalt, um die Bedeutung im Rahmen autoritärer Verschiebungen herauszuarbeiten. Zur Kontextualisierung wird ein Blick in die deutsche Geschichte von „Eugenik“/ „Rassenhygiene“ und die „Euthanasie“-Verbrechen in der Nazizeit geworfen. Als begriffliche Alternative wird „Massenvernichtungsandrohungsgewalt“ (Leidinger 2026) vorgeschlagen. Un_Sichtbarkeit, Formen von Gegenwehr und Protest gegen behindertenfeindliche, extrem rechte Gewalt gegen Menschen mit kognitiven Behinderungen und die sog. Behindertenhilfe Der Beitrag untersucht Handlungsoptionen der Sozialen Arbeit im Kontext rechter Gewalt gegen Menschen mit Behinderung. Analysiert werden fachliche Maßnahmen von Einrichtungen, deren soziale und politische Aktivitäten, öffentliche Kommunikation und Protestformen seit den 1990er Jahren. Ziel ist ein systematisierender Überblick über bisherige Umgangsweisen und Strategien zur Unterstützung Betroffener sowie zu Handlungsoptionen der politischen Positionierung der Sozialen Arbeit. Dazu werden v.a. Fachbeiträge, Medienberichte sowie Gruppendiskussionen und Interviews mit Fachkräften ausgewertet. | ||