
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 29
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„Sexualisierte Gewalt im Kontext autoritärer Dynamiken“ Zusammenfassung Das Panel beleuchtet die Verflechtung von sexualisierter Gewalt und autoritären Dynamiken. Einerseits bilden autoritäre Kontexte einen Nährboden für sexualisierte Gewalt als Menschenrechtsverletzung. Zugleich wird die Thematik von rechten Strömungen instrumentalisiert, etwa in Kinderschutzdiskursen oder Debatten um sexuelle Bildung. Das Panel bringt Forschung, Betroffenenperspektiven und professionsbezogene Reflexion zusammen. Diskutiert wird, wie Soziale Arbeit demokratische Reflexion, Betroffenenbeteiligung, Menschenrechte und Machtkritik als Antworten auf diese Entwicklungen gestalten kann. Beiträge des Symposiums “Kritisch ambitionierte Soziale Arbeit im Kontext sexualisierter Gewalt - Machtverhältnisse reflektieren und Betroffene als Expert*innen beteiligen” In diesem Beitrag verdeutlichen wir die Zusammenhänge zwischen sexualisierter Gewalt als Ausdruck von Machtmissbrauch und autoritären Dynamiken als Risiko Gewalt und Missbrauch zu erleben. Betroffenenbeteiligung in Aufarbeitungsprozessen wird als ein Weg herausgestellt, der Sprachräume eröffnet und soziale Teilhabe ermöglicht. „Autoritäre Dynamiken und institutionelle Gewalt: Erfahrungen aus der Haasenburg“ Am Beispiel der Haasenburg werden autoritäre Dynamiken, institutionelle Gewalt und gruppendynamische Prozesse analysiert, die sexualisierte und körperliche Gewalt ermöglichten. Der Beitrag zeigt, wie sich Machtverhältnisse in pädagogischen Einrichtungen verselbständigen, zu automatisierten Abläufen werden und Fachkräfte wie Betroffene in ein autoritäres System einbinden. Zugleich wird reflektiert, wie im Nachgang mit den Betroffenen umgegangen wurde und welche strukturellen Unterschiede zwischen Ost und West fortwirken. „Kinderrechte und Kinderschutz im Fokus rechter Ideologien" Kinderrechte sind Menschenrechte und stehen für Schutz, Förderung und Beteiligung. In Politik und Gesellschaft gewinnen sie an Bedeutung, doch rechte Akteur:innen instrumentalisierten das Thema. Begriffe wie „Frühsexualisierung“, „Genderwahn“ dienen als Angriffe auf sexuelle Bildung und demokratische Grundwerte. Beispiele wie AfD-Kinderschutzkonferenz zeigen, wie Emotionen politische Debatten prägen und menschenrechtliche Grundlagen untergraben. Die Soziale Arbeit muss Kinder als Rechtssubjekte schützen, demokratische Prinzipien verteidigen und wissenschaftlich fundierte Praxis sicherstellen. | ||