
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 15
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Autoritäre Entwicklungen und demokratische Praxis: Antifaschistische Perspektiven Sozialer Arbeit Zusammenfassung Das Panel untersucht autoritäre Verschiebungen als Ausdruck tiefgreifender ökonomischer und gesellschaftlicher Krisen. Im Mittelpunkt stehen in den Vorträgen theoretische Analysen von Individualisierung und Faschisierung, Konzepte antifaschistischer Wirtschafts- und Reproduktionspolitik sowie die Rolle der Sozialen Arbeit als demokratische Praxis zur Stärkung sozialer Gerechtigkeit, Teilhabe und Widerständigkeit. Beiträge des Symposiums Antifaschistische Theoriearbeit in Krisenzeiten: Ökonomische und gesellschaftliche Bedingungen autoritärer Verschiebungen Autoritäre Verschiebungen und Demokratiefeindlichkeit gelten oft als Reaktionen auf soziale Abstiegsängste. Dieser Ansatz greift jedoch zu kurz, da er Ursachen sozialer Ungleichheit und die Rolle wirtschaftsliberaler Akteure ausblendet. Demgegenüber zeigt Janette Otterstein gesellschaftstheoretische Analysen von Individualisierung und Faschisierung auf, die diese sozioökonomische Grundlagen einbeziehen. Sie plädiert für eine Debatte, die ökonomische, soziale und politische Prozesse zusammendenkt, um aktuelle Phänomene von Faschisierung ganzheitlich zu erfassen und entgegenzuwirken. Antifaschistische Wirtschafts- und Reproduktionspolitik: Eine sinnvolle Forderung aus Sicht der Sozialen Arbeit? Der Beitrag diskutiert antifaschistische Wirtschaftspolitik nach Isabella Weber und deren Folgen für die Soziale Arbeit. Neben Preiskontrollen, öffentlichen Investitionen und Umverteilung werden sozialpolitische Maßnahmen als Mittel betrachtet, um Krisendynamiken und Faschisierung entgegenzuwirken. Im Fokus steht die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Stabilisierung gesellschaftlicher Teilhabe durch ausfinanzierte Hilfesysteme und Investitionen in Care-Strukturen. Bedrohung für die Demokratie – Beiträge der Sozialen Arbeit zu einem stärkeren sozialen Zusammenhalt Angesichts der Bedrohung der Demokratie werden theoretische und forschungspraktische Überlegungen angestellt und Anregungen für die sozialraumbezogene Soziale Arbeit gegeben. Zum einen wird die Notwendigkeit der Erweiterung des Demokratiebegriffs im Rahmen einer prozess- und ergebnisorientierten Demokratietheorie begründet. Zum anderen werden daraus Anforderungen an die empirische Forschung im Sinne einer Civic Science abgeleitet. Schließlich wird das Methodenspektrum der Sozialen Arbeit durch die Zusammenarbeit mit der politischen Bildung als aufsuchende politische Bildung erweitert. | ||