
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Sitzungsübersicht |
| Sitzung | ||
Panel 23
| ||
| Präsentationen | ||
Extrem rechte Einflussnahmen auf die Soziale Arbeit – Empirische Einblicke und Praxistransfer aus verschiedenen Bundesländern Zusammenfassung Die Soziale Arbeit ist vielfach von den autoritären Verschiebungen betroffen: Anfeindungen von außen sowie extrem rechts beeinflusste Praxen in der Sozialen Arbeit gefährden ihre normativen und institutionellen Grundlagen. Unser Interesse gilt den Positionierungen und Gegenstrategien von Akteur*innen der Sozialen Arbeit. Im Panel nähern wir uns dem Phänomen von drei Seiten: wie stellen die Untersuchungen zu (extrem) rechten Einflussnahmen in NRW und Bayern vor. Zudem blicken wir auf zwei Felder rechter Einflussnahmen: den „Kinderschutz“ sowie Lehre und Studium der Sozialen Arbeit. Beiträge des Symposiums Extrem rechte Einflussnahmen auf die Praxis der Sozialen Arbeit in NRW und in Bayern – Studienergebnisse im Vergleich Wir stellen die Studienergebnisse zu extrem rechten Einflussnahmen in NRW (Gille/Jagusch 2019) und der laufenden Studie in Bayern vor. Anhand von drei Typen rechter Einflussnahmen (extern, intern, eigene Angebote) zeigen wir, wie sich aktuelle hegemoniale Verschiebungen im Feld der Sozialen Arbeit artikulieren. Uns interessiert, wie Praktiker*innen rechte, autoritäre und antidemokratische Einflussnahmen zurückweisen. Schließlich diskutieren wir praktische Konsequenzen für die Soziale Arbeit als „normative[r] Handlungswissenschaft“ (DGSA 2025) wie als Demokratie- und Menschenrechtsprofession. Exemplarischer Praxisbereich: Rechte Landnahmen im Feld des Kinderschutzes Der Vortrag analysiert Formen extrem rechter Einflussnahmen auf den Kinderschutz aus einer doppelten Perspektive: erstens hinsichtlich kindeswohlrelevanter Gefährdungen im familialen Kontext, zweitens in Bezug auf die strategische Instrumentalisierung des Kinderschutzdiskurses durch extrem rechte Akteure zur Erzeugung gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit. Auf Grundlage aktueller Forschungsprojekte werden Mechanismen der Ideologisierung und Diskursverschiebung sowie ihre Implikationen für Prävention, Intervention und Professionalisierung im Kinderschutzsystem untersucht. Extrem rechte Einflussnahmen auf Lehre und Studium der Sozialen Arbeit in Bayern Im Forschungsprojekt RESAG untersuchen wir (extrem) rechte Einflussnahmen auf die Soziale Arbeit in Bayern. Dabei beziehen wir auch die Institution Hochschule systematisch mit ein. Wie nehmen Forschende, Lehrende und Studierende der Sozialen Arbeit rechte Einflussnahmen wahr? Wie artikulieren sich rechte Diskurse im Hochschulkontext und wie wirken sie sich auf die Soziale Arbeit und ihre institutionellen wie normativen Rahmenbedingungen aus? Zugleich fragen wir auch nach den Gelingensbedingungen einer erfolgreichen menschenrechtsorientierten und demokratischen Praxis an den Hochschulen. | ||