
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 21
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Widersprüche, Aushandlungen und Brüche in autoritär verdichteten Räumen Zusammenfassung Die Beschäftigung mit antidemokratischen Entwicklungen ist auch in der Sozialen Arbeit eine populäre Debatte, Konstatierungen der autoritären Verschiebung erscheinen uns jedoch differenzierungsbedürftig. Im Panel fokussieren wir daher auf komplexe Dynamiken in spezifischen Kontexten. Wir hinterfragen Erzählungen des „Rechtsrucks“ als hegemoniale Verschiebung des Sozialen und verweisen auf ambivalente Folgen solcher Erzählungen: Sie können extrem rechte Machtpositionierungen stützen und den Blick für widerständige Praktiken in alltäglichen (auch professionellen) Aushandlungsprozessen verdecken. Beiträge des Symposiums Widerständige Jugendliche gegen Rechts Konstatierungen einer gesellschaftlichen autoritären Verschiebung rücken aktuell auch verstärkt Etikettierungen ‚der Jugend‘ als rechtsoffen bis hin zu neonazistisch in den Blick. Soziale Arbeit knüpft daran mit der Formulierung von Bedarfen an. Diese Perspektivierung droht jedoch, Personen aus dem Blick zu verlieren, die sich gegen ebenjene autoritären Hegemoniebestrebungen wehren. Unter Rückgriff auf Erkenntnisse des Forschungsprojekts BEWARE werden hier Erfahrungen von jungen Menschen fokussiert, die sich im Rahmen ihres Engagements gegen Rechts Angriffen und Einhegungen entgegenstellen. Lokale Gemengelagen verstehen – Herausforderungen und Strategien demokratischer Jugendarbeit in autoritär verdichteten Räumen In vielen Gemeinwesen stehen Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit unter Druck – politisch wie auch strukturell. Dennoch sind verkürzte Narrative von völkisch-autoritären Verschiebungen wenig hilfreich, um deren Situation in konkreten Gemeinwesen zu erörtern. Im Beitrag werden diese Dynamiken differenziert betrachtet und in Diskussion gebracht. Anhand konkreter Beispiele aus der Beratungspraxis der AGJF Sachsen e. V. soll einerseits verdeutlicht werden, welchen Herausforderungen professionelles Handeln unterworfen ist, und andererseits, welche widerständigen Praxen Fachkräfte darin entwickeln. Zur Rolle kommunaler Verwaltungen in lokalen Interventionsdynamiken um Jugendarbeit Viele Studien verweisen auf einen zunehmenden Druck ‚von rechts‘ auf Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit. Im Beitrag möchten wir auf Grundlage einer multilokalen Untersuchung von Dynamiken um Interventionen in die Jugendarbeit eine differenzierende Perspektive auf lokale Manifestationen und Aushandlungen werfen. Dabei schauen wir insbesondere auf die Schnittstellen von Verwaltung zu Fachpraxis und Fachpolitik und weisen auf Ambivalenzen, Brüche und Widersprüchlichkeiten in den lokalen administrativ-kommunalpolitischen Konstellationen hin. | ||