
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 14
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Perspektiven auf autoritäre Programmatiken from below. Zusammenfassung Im Panel werden zwei empirische Forschungen und ein Praxisprojekt vorgestellt, in denen Menschen selbst zu Wort kommen, über die im Kontext autoritärer Verschiebungen viel geredet wird: Drogen konsumierende Menschen in Wohnungsnot, Empfänger:innen von Leistungen nach dem SGB II sowie sog. Systemsprenger:innen. Durch den Perspektivwechsel möchten wir darstellen, wie Menschen in von Ausschließung charakterisierten Situationen ihren Alltag gestalten, und diskutieren was dehumanisierenden Debatten aus Perspektive subjektorientierter Forschung und Sozialer Arbeit entgegengebracht werden kann. Beiträge des Symposiums Zwischen autoritärer Aggression und Kritik – Perspektiven und Umgangsweisen von Nutzer*innen der Sozialen Arbeit im Kontext von Erwerbslosigkeit Der Beitrag fragt ausgehend von einer empirischen Studie zu Perspektiven von Nutzer*innen der Sozialen Arbeit im Kontext von Erwerbslosigkeit (Dierkes 2022) danach, was autoritäre Dynamiken für diese Menschen bedeuten, wie sie diese in der Sozialen Arbeit selbst spüren und welche Umgangsweisen damit entwickelt werden. Autoritäre Aggression und Zustimmung zu einer nationalistisch-rassistischen Konfiguration des Wohlfahrtsstaates lassen sich ebenso rekonstruieren wie historisch informierte, kritische Perspektiven, die hellsichtig vor den Gefahren autoritärer Entwicklungen warnen. Autoritäre Diskurse umdrehen: Alltägliche Bemühungen um Stabilität von Opiat konsumierenden Menschen in Wohnungsnot Vor dem Hintergrund zunehmender Sicherheits- und Ordnungsdiskursen im öffentlichen Raum fokussiert der Beitrag die subjektorientierte Perspektive von Menschen, die dort ihren Lebensmittelpunkt haben und illegale Substanzen konsumieren - eine Personengruppe, die dadurch vermehrt von Ausschluss und Stigmatisierung betroffen ist. Im Vordergrund stehen die Perspektiven auf ihre Lebenssituation, ihre alltäglichen Bemühungen der Stabilisierung ihres Lebens und die damit zusammenhängende (Nicht)Nutzung sozialarbeiterischer Angebote, um den genannten dehumanisierenden Diskursen entgegenzutreten. „Die Hoffnung liegt in den Widersprüchen“ (Thomas Brasch) - Partizipation advokatorisch fördern am Beispiel eines Praxisprojektes für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarfs in Sachsen Für die sog. „Systemsprenger*innen“ etablieren sich zunehmend repressive Betreuungsformen. An Hand von zwei Praxisbeispielen der „Fachstelle Re:Connect – Clearing und begleitende Beratung bei komplexem Hilfebedarf von Kindern und Jugendlichen in Sachsen“ soll gezeigt werden, wie die Entmündigung von Betroffenen durch eine Orientierung an den Selbstdeutungen verhindert werden kann und erfolgversprechende Alternativen möglich werden. Allerdings müssen die Fachkräfte, die die Partizipation der Betroffenen unterstützen, selber mit Machtmissbrauch und Exklusionsprozessen rechnen. | ||