
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 13
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Forschung im Kontext demokratiefeindlicher Entwicklungen Zusammenfassung Das Panel der Sektion Forschung thematisiert Spannungsfelder, die entstehen, wenn Forschung in einem gesellschaftlichen Klima zunehmender Demokratiefeindlichkeit stattfindet. Anhand dreier Beiträge werden Herausforderungen, Schutzbedarfe und ethische Fragen beleuchtet: der Zugang zu forschungskritischen Gruppen (Brandstetter & Hille), Schutzkonzepte für Forschende (Köttig) sowie der Umgang mit Personen, die (potenziell) Opfer demokratiefeindlicher Gruppen sind oder durch Forschung werden können (Unterkofler et al.). Beiträge des Symposiums Gestaltung von Zugängen zu forschungskritischen und/oder schwer erreichbaren Gruppen Forschung in der Sozialen Arbeit steht qua ihrer Disziplin vor der Herausforderung, schwer erreichbare und forschungskritische Gruppen einzubeziehen. Unsere Forschungen zeigen eine Überrepräsentation städtischer, forschungsaffiner Teilnehmender, da der Zugang zu bspw. forschungskritischen, ländlichen und marginalisierten Gruppen durch institutionelle sowie individuelle Barrieren erschwert ist. Anhand eigener Studien in unterschiedlichen Feldern diskutieren wir Strategien zur Gestaltung diverser Zugänge, reflektieren systematische Hürden und hinterfragen forschungspraktische Routinen kritisch. Schutzkonzepte für Forschende Forschung und Lehre geraten zunehmend in den Fokus rechter Aufmerksamkeit und Angriffe gegen Wissenschaftler:innen nehmen zu. Insbesondere auf Forschungen in Themenbereichen wie Geschlecht, sexuelle Orientierung und sexualisierte Gewalt oder in Praxisfeldern wie frühkindliche Erziehung, Migration oder politische Bildung geraten ins Visier. Forschende und Institutionen, an denen Forschungen durchgeführt werden, sind in unterschiedlicher Weise betroffen. Im Rahmen des Vortrags werden Maßnahmen vorgestellt und diskutiert, die Forschende entwickeln können, um sich vor Bedrohungen zu schützen. Forschung im Kontext demokratiefeindlicher Bedrohungen: Überlegungen zum Umgang mit Risiken für Forschungsteilnehmende Ehrenamtliche und Fachkräfte in der Integrations- und Migrationsarbeit sind zunehmend Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Migrationskritische Stimmung erschwert ihre Arbeit und macht demokratisches Engagement selbst zum Risiko. Der Beitrag diskutiert, vor dem Hintergrund eines geplanten Forschungsprojekts, forschungsethische Fragen: Wie kann geforscht werden, ohne Teilnehmende zusätzlich zu gefährden? Welche Schutzmaßnahmen müssen können getroffen werden? Der Beitrag lädt zu kollegialem Austausch über die besondere Verantwortung der Forschung im Kontext autoritärer Verschiebungen ein. | ||