
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 09
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Angriff von innen? Wie Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe ihr eigenes Selbstverständnis als Menschenrechtsprofession unterminiert Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Deutschland Zusammenfassung Aufgrund von auf- und abwertenden Deutungsmustern über Adressat*innen im Handlungsfeld der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe entsteht ein Zwei-Klassensystem der ordnungsrechtlichen Unterbringung. Die Herstellung von Differenzen im Zuge eines un/doing differences ist folgenreich, weil diejenigen Personengruppen, die als weniger vulnerable angesehen werden, in menschenunwürdigen Notunterkünften untergebracht werden. Die Missachtung der universellen Menschenrechte wird rationalisiert, in dem den schlechter behandelten Menschen individuelle Defizite und Abweichungen zugeschriebenen werden. Grundsicherungsbezieher*innen als Feindbild? Klassismuskritische Perspektiven auf Soziale Arbeit im Zeitalter autoritärer Politiken TH Nürnberg / Fakultät Sozialwissenschaften, Deutschland Zusammenfassung Der Vortrag analysiert die Konstruktion von Grundsicherungsbeziehenden als Feindbild im Kontext autoritärer Verschiebungen und zunehmender (extrem) rechter Einflussnahme. Aufbauend auf einer klassismuskritischen Perspektive (Seeck 2022, Seeck/Steckelberg 2024) wird gezeigt, wie sich Ungleichheitsverhältnisse im Feld der Sozialen Arbeit verdichten. Der Vortrag reflektiert, inwiefern Soziale Arbeit sowohl von diesen autoritären Tendenzen betroffen ist als auch selbst zu ihrer Reproduktion beiträgt, und diskutiert machtkritische Perspektiven die Klassismus aktiv entgegenwirkt. Sozialleistungsansprüche von Nicht-Staatsbürger*innen und die autoritäre Transformation des Rechtsstaats: Herausforderungen für die Asyl- und Migrationsberatung Universität Osbabrück, Deutschland Zusammenfassung Migrantische Leistungsansprüche wurden in den letzten drei Jahrzehnten über die Legislative dann ausgeweitet, wenn dies ökonomischen Interessen entsprach. Über die Judikative erhielten Migrant*innen dagegen neue Zugänge in Bereichen, in denen dies nicht im Vordergrund stand. Politisch wird nun aber eben diese (Verfassungs-)Rechtsprechung durch legislative und exekutive Entscheidungen angegriffen. Als Teil einer Menschenrechtsprofession haben Sozialarbeiter*innen den Auftrag, entsprechendes rechtswidriges Behördenhandeln systematisch zu konfrontieren und ggf. gegen Fehlbescheide zu klagen. | ||