
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 08
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Antifaschismus als Berufsethos? – Politische Ausdeutungen Sozialer Arbeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit Zusammenfassung In der professionspolitischen Auseinandersetzung mit Sozialer Arbeit und Rechtsextremismus wird oft eine normative Setzung angenommen: Soziale Arbeit sei aufgrund ihrer menschenrechtlichen Fundierung per se unvereinbar mit extrem rechten Positionen. Empirische Befunde zeigen jedoch, das Sozialarbeitende in der Praxis diese Unvereinbarkeit nicht so eindeutig teilen (können). Im Panel beleuchten wir dieses Spannungsfeld aus verschiedenen Perspektiven: Theoretisch-konzeptionelle Anschlussfähigkeiten, Befunde zu politischen Einstellungen von Fachkräften und Handlungsperspektiven. Beiträge des Symposiums Was vom Unvereinbarkeitsgebot bleibt – zum Einfluss extrem rechter ‚Metapolitik‘ auf die Soziale Arbeit Soziale Arbeit ist laut ihrem Anspruch unvereinbar mit extrem rechten Einstellungen. Wie der Vortrag zeigt, gibt es jedoch eine lange Kontinuität (extrem) rechter Ausdeutungen Sozialer Arbeit. Hinzukommen Normalisierungsbestrebungen durch extrem rechte ‚Metapolitik‘ – etwa begriffliche und emotionale Umdeutungen. Der Vortrag diskutiert, inwiefern der ‚Rechtsruck‘ auch das Denken und Fühlen von Fachkräften, Studierenden und Lehrenden prägt und wie professionell damit umgegangen werden kann. Das Politische bei Studierenden Sozialer Arbeit Politik, Einstellungen zu Sozialpolitik und politisches Engagement werden unter Studierenden der Sozialen Arbeit vermehrt diskutiert. Eine Panelstudie an zwei bayerischen Hochschulen befragte 2024/25 alle Erstsemester (n=363) zu politischer Orientierung, Engagement und Demokratieverständnis. Die Kohorten werden im dritten und sechsten Semester erneut befragt, um Entwicklungen abzubilden. Vergleiche mit der Bevölkerung und älteren Befragungen sind ab April 2026 möglich und liefern interessante Einblicke. Gemeinwesenarbeit als transformativer Impuls – Demokratiebildung und nachhaltige Finanzierung in ländlichen Räumen unter Druck Ländliche Räume stehen unter Druck rechtsextremer Gruppierungen, zivilgesellschaftliches Engagement wird angegriffen. Gemeinwesenarbeit (GWA) fördert Beteiligung „von unten“ und unterstützt (Stövesand 2019) – wie unsere Sekundäranalyse eines Praxisbeispiels zeigt – transformative Lernprozesse (Mezirow 1997), durch die sich das Demokratieverständnis wandelt: Beteligte entwickeln sich von reaktiven zu selbstbestimmten Akteur:innen. Zugleich macht das Beispiel deutlich, dass nachhaltiges Engagement von einer stabilen und kontinuierlichen Finanzierung abhängig ist. | ||