
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 69
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Ausschluss durch Struktur: Wissenschaftliche Exklusion und autoritäre Dynamiken im Promotionssystem – Eine autoethnografisch fundierte Analyse OTH Regensburg, Deutschland Zusammenfassung Anhand einer autoethnografischen Fallanalyse wird aufgezeigt, wie autoritäre Dynamiken im Wissenschaftssystem zur Exklusion behinderter Promovierender führen. Der Beitrag diskutiert Machtasymmetrien, strukturelle Diskriminierung und institutionelles Versagen im Umgang mit Gleichstellungsrechten und fragt nach der Verantwortung der Sozialen Arbeit, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Er versteht sich als Plädoyer für eine demokratische und menschenrechtsbasierte Wissenschaftspraxis. Symbolik statt Struktur? Gleichstellung in der Promotionsförderung an HAWs am Beispiel Soziale Arbeit HAWK Hildesheim, Deutschland Zusammenfassung Der Beitrag untersucht, wie autoritäre Diskursverschiebungen („Anti-Gender“, Leistungsrhetorik) Gleichstellung in der Promotionsförderung an HAWs entkoppeln. Auf Basis einer Dokumentenanalyse und sieben Expert:inneninterviews (Promotionsförderung/Organisationsentwicklung; Gleichstellung) werden informelle, selektive Routinen rekonstruiert, die Geschlecht hinter „Passung“, Verfügbarkeit und Klasse verbergen. Diskutiert werden strukturelle Hebel (kriteriengeleitete Auswahl, Monitoring, neutrale Schnittstellen, geteilte Governance), um symbolische Politik in verbindliche Praxis zu überführen. Herrmann Nohl - der Prinz der nationalsozialistischen Professionellen Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Deutschland Zusammenfassung H. Nohl wird unter dem Aspekt der Profession und Disziplin mit N. Machiavelli und W. Dilthey verglichen. Nohls Professionsverständnis wird in Bezug auf Politik mit Machiavellis Prinz bewertet. Machiavellis Werk dient dem Volke, während Nohl sich selbst dem Führerdienst unterstellt. In der Disziplindimension geht es um die Komplexitätsgrad der Schriften. Nohls Arbeit ist mit seiner Orientierung an „Deutsche“ durch Vereinfachung und Diltheys Erkenntnissinteresse durch Vielschichtigkeit gekennzeichnet. Alle Drei leben in einer Transformationsphase, Nohl alleine ist aber ein Rückstand im Schreck. | ||