
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit - DGSA 2026
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach - 24./25.4.2026
Vorkonferenz für Promovierende am 23./24.4.2026
Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Sitzungsübersicht |
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Panel 68
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Klimaschutzbehinderung und Klima(un)gerechtigkeit – Transformationsimpulse für die Soziale Arbeit Zusammenfassung Das Panel gibt Einblick in Formen der Klimaschutzbehinderung – insbesondere von Rechtsaußen – und zeigt anhand der Wärmewende Konfliktpotenziale zwischen ökologischer Transformation und sozialer Gerechtigkeit. Wissen um diese Hindernisse ist zentral, um die Transformation im Sozialsektor zu fördern. Was Soziale Arbeit tut und tun kann, wird an Best-Practice-Beispielen aus Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie der Hochschullehre zum Thema Klimagerechtigkeit und Wasser nachgezeichnet. Beiträge des Symposiums Behinderungen von Klimaschutz – ein Thema für die Soziale Arbeit Der Vortrag gibt einen Überblick über Phänomene und Ausprägungen von Klimaschutzbehinderung (Climate Obstruction), wobei neben offensiver Klimawandelleugnung auch subtilere Formen in den Blick kommen. Zudem rückt er antiklimapolitische Bedrohungsnarrative und moralisch entlastende Argumentationsgänge in den Fokus, wie sie insbesondere Rechtsaußen-Akteur*innen verbreiten. Der gesellschaftliche Rechtsdrift betrifft auch die Soziale Arbeit. Möchte sie selbst zum Klimaschutz beitragen, benötigt sie Fachwissen über Klimaschutzbehinderungen und ein Sensorium für antiklimapolitische Narrative. Sozial (un)gerechter Klimaschutz und gesellschaftliche Folgen In Deutschland verursacht der Gebäudesektor rund ein Drittel der CO₂-Emissionen. Sanierungen und effiziente Heizsysteme gelten daher als wirkungsvolle Klimaschutzmaßnahmen. Von Förderinstrumenten profitieren jedoch meist Menschen mit Wohneigentum. Mietende hingegen müssen steigende Nebenkosten größtenteils ohne Subventionierungen bewältigen, was zu Ungerechtigkeitsempfinden führen kann. Im Vortrag wird anhand der Wärmewende aufgezeigt, wie soziale Ungleichheit sicht- und erlebbar wird und diskutiert als sozialarbeiterische Frage im Kontext gesellschaftlicher Nachhaltigkeitstransformation. Transformationsimpulse aus der Praxis der Sozialen Arbeit Der Vortrag stellt Best Practice Beispiele für klimagerechte Transformation aus der Kinder- und Jugendhilfe vor, die über qualitative Interviews mit Leitungskräften erfasst wurden. Neben den fachlichen Begründungen für die Verantwortung der Jugendhilfe für Klimaschutz werden die Handlungsspielräume sozialer Einrichtungen in Bezug auf die Ebenen Strukturen, pädagogisches Handeln und politisches Mandat aufgezeigt. Deutlich wird, dass die Veränderungen viele positive Effekte haben und dass für die Umsetzung die Fähigkeit von Sozialarbeitenden zu transformativem Handeln zentral ist. Teaching climate justice - Didaktische Überlegungen zu transformativen Lehr-Lern-Settings am Beispiel Wasser und Soziale Arbeit Der Vortrag zeichnet am Beispiel eines Seminars zum Thema Wasser und Soziale Arbeit didaktisch-konzeptionelle Überlegungen zu transformativen Lehr-Lern-Settings in Hochschulen zum Themenbereich sozial-ökologische Transformationen, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit nach. Im Seminar wurden u.a. posthumanistische, intersektional-feministische Perspektiven auf Wasser gelehrt; Studierende reflektierten im Rahmen eigener ethnographischer Forschungsprojekte sowie weiterer ästhetischer Methoden körperlich-leiblichen Erfahrungen mit Wasser als bedeutender mehr-als-menschlicher Akteur. | ||